Hallo an alle baumschuler und an alle anderen Profigärtner und natürlich auch an alle Hobbygärtner!
Da ich überlege, eine Lehre zur Gärtnerin zu machen, habe ich in letzter Zeit versucht, mich ein wenig über die verschiedenen Möglichkeiten (Zierpflanzen, Friedhofsgärtnerei usw.) schlau zu machen. Vor einiger Zeit habe ich deshalb auch schon ein Praktikum in einer relativ großen Ziergärtnerei gemacht, wobei ich gestehen muss, dass ich damals nicht hellauf begeistert war. Irgendwie fand ich die Arbeit etwas monoton und mir kam es auch so vor, als ob die einzelnen Angestellten nicht wirklich viel Eigenverantwortlichkeit bei ihrer Arbeit hätten.
Jedenfalls glaube ich, dass mir die Richtung Baumschuler/in mehr zusagen würde, weil man da nicht nur ganze Gewächse voller Eisbegonien etc. hat, die dann auf den Friedhof kommen, sondern verschiedene Bäumchen, die man ,erziehen' muss und die dann auch einen Ertrag bringen und nicht nach ein paar Monaten wieder auf dem Kompost landen (sorry an alle Zierpflanzengärtner). In meiner romantischen Vorstellung ist der Beruf des Baumschulers relativ abwechslungsreich, man kann eigenverantwortlicher arbeiten und kann sicher eine Menge Freude an seiner Arbeit haben.
Dass es dabei auch Schattenseiten gibt, ist mir auch klar. Körperliche Arbeit an sich macht mir nichts aus, solange man sich dabei nicht die Gesundheit ruiniert (Rücken...) - von Hitze und Kälte nicht zu reden. - Und dass angeblich der Beruf mit den meisten Umschülern der des Gärtners ist, gibt mir auch zu denken.
Außerdem sind Gärtner bei den Arbeitslosenstatistiken weit vorne. - Liegt das daran, dass es wirklich so schwer ist, als Gärtner eine Stelle zu bekommen oder wird die Statistik dadurch ,verfälscht', dass Gärtner sich im Winter oft arbeitslos melden müssen und dadurch die Zahlen hochgehen?
(Landschaftsgärtner sind anscheinend derzeit viel gefragter, als andere Gärtner, wenn ich das richtig sehe? - nur dass man da anscheinend teilweise mehr Pflasterarbeiten machen als gärtnern muss)
Außerdem: Ist es für weibliche Baumschulerinnen eigentlich noch schwerer als für Männer, eine Anstellung zu finden, weil Frauen vielleicht nicht so gerne eingestellt werden? - Arbeiten in der Praxis überhaupt viele Frauen als Baumschulerinnen, oder ist der Anteil eher gering?
Noch eine Frage: Sieht es in der Praxis vielleicht so aus, dass die Frauen in einer Baumschule meistens für die Stauden und generell für den Verkauf zuständig sind?
Und: Ist es im späteren Berufsleben so, dass Staudengärtner/innen ausschließlich für Stauden und Baumschuler/innen ausschließlich für Bäume zuständig sind, oder werden die Arbeiten je nachdem, was gerade anfällt eher flexibel verteilt (naive Frage?). Damit meine ich: Sollte ich z.B. Staudengärtnerin werden, kann es dann auch sein, dass ich in einer Baumschule teilweise bei den Baumarbeiten miteinbezogen werden. Und könnte man z.B. als Staudengärtner/in oder Baumschuler/in auch bei Landschaftsgärtnern anheuern? - Wie streng werden also die Grenzen zwischen den verschiedenen Bereichen gezogen?
Letzte Frage, die mich interessieren würde: Was macht ihr Gärtner jetzt im Winter?
Fragen über Fragen!
Mich interessiert alles, was ihr über Euren Beruf zu berichten habt!
Danke für die hoffentlich zahlreichen Antworten!
Da ich überlege, eine Lehre zur Gärtnerin zu machen, habe ich in letzter Zeit versucht, mich ein wenig über die verschiedenen Möglichkeiten (Zierpflanzen, Friedhofsgärtnerei usw.) schlau zu machen. Vor einiger Zeit habe ich deshalb auch schon ein Praktikum in einer relativ großen Ziergärtnerei gemacht, wobei ich gestehen muss, dass ich damals nicht hellauf begeistert war. Irgendwie fand ich die Arbeit etwas monoton und mir kam es auch so vor, als ob die einzelnen Angestellten nicht wirklich viel Eigenverantwortlichkeit bei ihrer Arbeit hätten.
Jedenfalls glaube ich, dass mir die Richtung Baumschuler/in mehr zusagen würde, weil man da nicht nur ganze Gewächse voller Eisbegonien etc. hat, die dann auf den Friedhof kommen, sondern verschiedene Bäumchen, die man ,erziehen' muss und die dann auch einen Ertrag bringen und nicht nach ein paar Monaten wieder auf dem Kompost landen (sorry an alle Zierpflanzengärtner). In meiner romantischen Vorstellung ist der Beruf des Baumschulers relativ abwechslungsreich, man kann eigenverantwortlicher arbeiten und kann sicher eine Menge Freude an seiner Arbeit haben.
Dass es dabei auch Schattenseiten gibt, ist mir auch klar. Körperliche Arbeit an sich macht mir nichts aus, solange man sich dabei nicht die Gesundheit ruiniert (Rücken...) - von Hitze und Kälte nicht zu reden. - Und dass angeblich der Beruf mit den meisten Umschülern der des Gärtners ist, gibt mir auch zu denken.
Außerdem sind Gärtner bei den Arbeitslosenstatistiken weit vorne. - Liegt das daran, dass es wirklich so schwer ist, als Gärtner eine Stelle zu bekommen oder wird die Statistik dadurch ,verfälscht', dass Gärtner sich im Winter oft arbeitslos melden müssen und dadurch die Zahlen hochgehen?
(Landschaftsgärtner sind anscheinend derzeit viel gefragter, als andere Gärtner, wenn ich das richtig sehe? - nur dass man da anscheinend teilweise mehr Pflasterarbeiten machen als gärtnern muss)
Außerdem: Ist es für weibliche Baumschulerinnen eigentlich noch schwerer als für Männer, eine Anstellung zu finden, weil Frauen vielleicht nicht so gerne eingestellt werden? - Arbeiten in der Praxis überhaupt viele Frauen als Baumschulerinnen, oder ist der Anteil eher gering?
Noch eine Frage: Sieht es in der Praxis vielleicht so aus, dass die Frauen in einer Baumschule meistens für die Stauden und generell für den Verkauf zuständig sind?
Und: Ist es im späteren Berufsleben so, dass Staudengärtner/innen ausschließlich für Stauden und Baumschuler/innen ausschließlich für Bäume zuständig sind, oder werden die Arbeiten je nachdem, was gerade anfällt eher flexibel verteilt (naive Frage?). Damit meine ich: Sollte ich z.B. Staudengärtnerin werden, kann es dann auch sein, dass ich in einer Baumschule teilweise bei den Baumarbeiten miteinbezogen werden. Und könnte man z.B. als Staudengärtner/in oder Baumschuler/in auch bei Landschaftsgärtnern anheuern? - Wie streng werden also die Grenzen zwischen den verschiedenen Bereichen gezogen?
Letzte Frage, die mich interessieren würde: Was macht ihr Gärtner jetzt im Winter?
Fragen über Fragen!
Mich interessiert alles, was ihr über Euren Beruf zu berichten habt!
Danke für die hoffentlich zahlreichen Antworten!