Blattlausinvasion am Schmetterlingsbaum

 
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h.moun

Hallo, liebe Community!

Ich hab mich im Forum informiert, was man gegen Blattläuse unternehmen kann und hab dann meinen Schmetterlingsbaum fleissig mit Seifenlauge gespritzt (drei Tage in Serie 1x täglich).

Die Blattläuse zeigen sich aber völlig unbeeindruckt davon. Der Befall hat sich zu einer Epidemie ausgeweitet, kaum ein Blatt oder Stamm ist Blattlausfrei.

Die Mohnblumen danaben sind inzwischen auch übersät, obwohl ich die auch immer mitgespritzt habe.

Was könnte ich noch tun?

Chemische Keule?

Das Problem dabei: der Strauch steht beim Zaun und die Blumen vom Nachbarn lassen schon alles hängen weil vom Strauch alles runtertropft und die Blumen verkleben. --> Ärger mit dem Nachbarn bahnt sich da auch an!!!

lg
harald
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Annette22

Hallo Harald,

ein Kollege hat sich von mir Bi 58 von Compo mitbringen lassen und letztes Jahr 1 x (!) versprüht und hatte die ganze Saison über Ruhe vor Blattläusen - sein Strauch war wohl schwarz vor Läusen.

stinkt allerdings bestialisch....

Grüße Annette
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h.moun

ok, also chemische Keule

stinken sollte es aber nicht, denn der Strauch steht gleich neben der Terrasse, aber man kann ja nicht alles haben.

Könnten so Blattlausstäbchen bei einem Strauch im Freien auch helfen??
Da gibts glaub ich auch was von Compo...

lg
harald
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Annette22

Stäbchen bringen es draußen eher nicht, weil das Gift sich zu weit verteilen kann -

wenn Du morgens gleich sprühst, ist abends, wenn Ihr da sitzen wollt alles wieder weg -
kannst aber auch im Gartencenter mal nach etwas milderem als Bi 58 fragen, da mußt Du dann ggf. aber öfter ran - bei Bi 58 reicht 1x - ist auch die Frage, ob Du das bei Euch überhaupt bekommst (ist ein Ossi-Produkt - dem Kollegen mußte ich es mit nach Mainz bringen)

Grüße Annette
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Fáni

Hallo,

klingt jetzt vielleicht sehr "öko" aber: ich hatte einen massiven Blattlausbefall an meinen Birken. Habe bei Bekannten Marienkäferlarven abgesammelt und auf meinen Birken "ausgewildert", die Birken sind heute (nach ca. 1einhalb Wochen) fast blattlausfrei. Es scheint als hätten wir dieses Jahr besonders viele Marienkäfer; versuche doch welche abzusammeln - auf meinem Auto z.B. sitzen jeden morgen etliche - und setze sie auf die befallenen Pflanzen.

Einen Versuch ist's wert.

Grüßchen
und viel Erfolg
Fáni
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daemon

Ich würde auch zu den Marienkäfern greifen. Hab bisher nur Gutes darüber gehört. Werde mir wohl auch bald welche holen. Und du hast keine Gefahr, dass das Gift in die Früchte übergeht.
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Roadrunner

 [M]
Bi 58 ist sehr giftig und direkt an der Terasse und vor allem gegen Blattläuse würde ich es persönlich nicht verwenden. Der enthaltene Wirkstoff Dimethoat ist zwar tatsächlich sehr wirksam (auch nachhaltig), aber eben auch normalerweise das letzte Mittel der Wahl.

Was hast du denn für die Seifenlauge verwendet? Normales Spülmittel oder sowas?

Wenn du keine Schmierseife genommen hast, ist es kein Wunder, das es nicht besonders wirkt.

Wenn du es mal mit der richtigen MIschung versuchen willst, einfach bei Schlecker eine Flasche 'Flüssige Schmierseife' und eine Flasche Spiritus kaufen. Auf einen Liter Wasser gibt man dann eine Kappe Schmierseife und dazu einen Schuss Spiritus (der erweitert die Wirkung gegen Schmier-, Woll- und Schildläuse). Alternativ kannst du Neudosan von Neudorff benutzen, das enthält auch nur Kaliseife.

Ist denn der Befall ein richtiges Problem oder eher ein optisches? Schmetterlingsflieder ist eine sehr robuste Pflanze und kommt mit so einem Befall meist klar, bis die Nützlinge anrücken. Und die kommen meist. Marienkäfer, Flor- und Schwebfliegen legen ihre Eier dort ab und die Larven räumen schnell unter den Blattläusen auf...
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h.moun

Tja ich habe ja Schmierseife verwendet, vielleicht zu stark verdünnt? Wieviel ist "eine Kappe"? ca. 4 cl (also wie ein doppelter Schnaps)?

Spiritus dazu werde ich noch probieren.

Der Befall führt dazu, dass die Pflanzen im Nachbargarten total verklebt sind und alles hängen lassen. Der Nachbar wird schon langsam unfreundlich deswegen.

Ich werde jetzt folgendes tun:
- die Äste zum Nachbarn rüber alle kappen
- das ganze zusätzlich mit Spritus ergänzen
- mehr Schmierseife reinrühren
- Marienkäfer sammeln gehen.

Mehr kann ich dann glaub ich wirklich nicht mehr tun.

Die Marienkäferlarven hab ich eh schon entdeckt, aber von denen könnten es ruhig noch mehr sein.

mal sehen wie das Match ausgeht...

lg
harald[/list][/list]
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Annette22

Hallo Harald,

wenn Du die Larven hast, klappt das auch ohne Spray - mein angesetztes Zwiebelwasser steht auch noch unbenutzt in der Kammer rum, weil ich auf den Kräutern auch nix böses spritzen wollte und nun brauchte ich gar nichts...

Grüße und viel Erfolg

Annette
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h.moun

Du meinst also, die Larven checken das in Eigenregie???
Nix mehr spritzen, einfach warten?

Aber die Äste übern Nachbarn kapp ich jedenfalls mal alle...

mal sehen...
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Annette22

wenn Du genügend Larven zusammenbekommst, feiern die 'ne Freßorgie

Äste kappen ist prima - Flasche Wein für den Nachbarn zum Gemüt-besänftigen dazu und dann müßte doch wieder Frieden herrschen, oder?

Grüße Annette
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baki

Zitat geschrieben von h.moun
Du meinst also, die Larven checken das in Eigenregie???
Nix mehr spritzen, einfach warten?

Aber die Äste übern Nachbarn kapp ich jedenfalls mal alle...

mal sehen...



Meine Erfahrungen:
Teilweise habe ich Äste gesehen, die SCHWARZ gewesen sind - voller Läuse / ganze Kolonien
ein paar Tage später haben sich die ersten Marienkäfer eingefunden und kräftig für Nachwuchs gesorgt
Die Äste/Blätter, die schwarz gewesen sind sehen mittlerweile so aus:

Leichen - - - - so weit das Auge sieht
und so:

ist etwa schon die nächste Generation von Nützlingen geschlüpft?


falls man aber den Befall SOFORT stoppen möchte und kein "Stinkerkram" einsetzen will, dann
http://www.bayergarten.de/de/e…p?ID=20188

mit diesem Mittel habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Es ist Bienenungefährlich aber ich glaube Nützlingsschädigend !!

mfg baki
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landgast

Hallochen an alle Gärtner!

Warum immer gleich zur Chemie greifen? Ein altes Hausmittel meiner Oma - stinkt zwar fürchterlich aber dafür hilfts und ist für Mensch, Tier (ich mein Katzen und so) und auch Nachbarsblumen nicht giftig!

Also das Rezept: Man neheme einen großen Kübel oder Regentonne o. Ä. und füllt das ganze zu 2/3 mit Wasser. Dann geht man sammeln und sucht Brennnesseln und Schachtelhalme. Ca. 2/3 Brennnesseln und 1/3 Schachtelhalme soviel bis das restliche Drittel der Tonne gefüllt ist - Deckel drauf und ca. 1 Woche in der Sonne gären lassen - fertig! Achtung das euch nicht die Augen tränen wenn ihr den Deckel abmacht!!!

Die Brühe in eine Unkrautspritze oder Sprühflasche und die befallenen Pflanzen gut einnebeln! 1x täglich anwenden und nach 2 bis 3 Tagen sind die Viecher (Milben, Läuse,...) weg!!!

Zumindest bei mir hats bis jetzt immer geholfen und auch meine Nachbarin holt sich hin und wieder mal was von dem Gebräu!

Lg Astrid
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Roadrunner

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Diese Beobachtungen von Anette und baki kann ich nur bestätigen, auch hier dauert es nur eine Weile, dann sind die Blattläuse nur noch leere Hüllen.

Die Äste zum Nachbarn abscheiden und möglicherweise den stärksten Befall mit einem Gartenschlauch abspritzen (spritzt aber auch die Nützlinge mit weg), könnte Frieden in die Sache bringen.

Sag deinem Nachbar doch einfach, das du Nützlinge gekauft und eingesetzt hast, leider dauert die Bekämpfung durch Nützlinge etwas langer, aber ist biologisch vollkommen enwandfrei... (immerhin steht der Baum direkt an deiner Terrasse)

Kaliseife (Schmierseife) mit einem Schuss Spiritus ist für Nützlinge übrigens völlig ungefährlich. Evtl. besprühst du nur die schlimmsten Stellen ein wenig damit.
Ein doppelter Schnaps auf einen Liter Wasser dürfte ok sein...,)
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h.moun

kann mir wer Tipps geben wann (morgends, abends?) und wo genau (im Strauch-inneren, auf den Blättern, unter den Blättern?) ich am besten nach Käfern und Larven suchen sollte? oder kann man das nicht genau sagen.
War grad draussen und habe gesucht, aber nicht viel gefunden:
1 Marienkäfer und zwei Larven. Unsere Hollerstauden zwischen den Feldern sind praktisch lausfrei...

thx
harald
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