Bio-Betriebe fördern die biologische Vielfalt um 34 Prozent

 
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Bio-Betriebe fördern die biologische Vielfalt um 34 Prozent

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Gepostet: 10.02.2014 - 09:58 Uhr  ·  #1
Forscher haben in einer Studie ermittelt, dass durch die Bio-Betriebe ein Großteil der heimischen Pflanzen und Tiere unterstützt werden. Gerade auch viele Insektenartenn können sich durch die Bio-Betriebe wieder besser entwickeln, als dies durch die herkömmlichen Betriebe, die nicht auf Biobasis arbeiten, der Fall ist.

Bio-Betriebe fördern die Artenvielfalt
Durchschnittlich 34 % mehr Insekten- Pflanzen- und andere Tierarten werden durch die Bio-Betriebe unterstützt, haben die Forscher in einer dreißigjährigen Studie herausgefunden. Dieser Effekt ist in dieser ganzen Zeit stabil geblieben und es gibt auch für die Zukunft keinerlei Anzeichen, dass diese positive Zahl auch wieder zurückgehen könnte. So könnte laut den Studien der Universität in Oxford eine langfristige Planung mit Bio-Betrieben das vorausgesehene Bienensterben zum Beispiel wieder eindämmen und stagnieren lassen. Doch trotz allem geht es hier nur um die vielen verschiedenen Arten, die geschützt und gefördert werden durch die Bio-Betriebe, nicht aber um die Menge innerhalb dieser Arten. Dazu gibt es bislang keine Zahlen.

Große Regionen mit Bio-Höfen sind förderlich
Gerade in Regionen, die nur oder überwiegend von Bio-Betrieben bewirtschaftet werden, konnte eine größere Artenvielfalt nachgewiesen werden. Dies liegt auch mit daran, dass ein einzelner Bio-Betrieb inmitten von herkömmlichen Betrieben hier nicht viel ausrichten kann, da die Insekten in solchen Bereichen doch häufiger mit Pestiziden in Berührung kommen, die die herkömmlichen Betriebe verwenden. Daher müssen Bio-Betriebe besser unterstützt werden, damit große Regionen frei werden von herkömmlichen Betrieben und sich die Artenvielfalt von Pflanzen, Insekten und anderen Tieren hier besser ausbreiten kann. Dies ist in den besser entwickelten Ländern zum Beispiel Europas bereits der Fall. Doch Entwicklungsländer wie Afrika hinken hier noch sehr hinterher und dies wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern. So können auch die Forscher nicht sagen, dass Bioprodukte wie Kakao oder Bananen aus diesen Ländern die dortige Artenvielfalt auch wieder steigen lassen.

Entwicklungsländer müssen unterstützt werden
Aus diesen Gründen ist eine weitere Forschung wichtig, um herauszufinden, wie sich die ökologische Landwirtschaft auch in den tropischen und subtropischen Ländern so inszenieren lässt, damit auch hier eine positive Entwicklung hinsichtlich der biologischen Vielfalt und deren Erhaltung gegeben ist. Denn gerade in diesen Ländern wird der natürliche Lebensraum zerstört und in Ackerland verwandelt, um den Einheimischen genügend Nahrung zu bringen. Dann ist auch ein ökologischer Landbau kein Vorteil mehr, denn wenn zuvor Arten zerstört werden, kann auch eine neue Artenvielfalt nicht erreicht werden.
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