Berufswechsel

 
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Floristin

Hallo,

ich würde gerne wisse wie so die Zukunfstprognosen für Landschaftsgärtner sind.

Bin gelernte Floristin (ne ziemlich gute), aber Jobmäßig sieht es leider nicht sehr rosig aus im Lande.
Spiele jetzt mit dem Gedanken eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner zu machen (auch wenn ich dazu nochmal mit nem Haufen halbstarker Kids die Schulbank drücken muss).

Was sollte ich so beachten / wissen?
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Floristin

Hallo??

Gibt es hier denn keine Landschaftsgärtner die mir etwas Bachroundinfo's geben können?
Oder wenigstens andere Floristen die ebenfalls Gärtner gelernt haben (vor oder nach Floristenausbildung)?
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Papillon

Jondalar macht gerade eine Zweitausbildung, allerdings kommt er aus Österreich. Aber vielleicht kann er dir ein paar Tips geben.

Ich bin zwar kein Gärtner oder Florist, aber ich habe mich selbst dazu entschlossen, nach einer Ausbildung und etwas Zeit im Beruf doch noch zu studieren. Hast du schon mal durchgerechnet, ob du finanziell über die Runden kommst, wenn du noch mal eine Ausbildung machen willst? Wenn das nicht der Fall ist, steht dein Wunsch vor einem ganz anderen Hintergrund.

Für mich war der Beweggrund: arbeitslos sein wollte ich nicht länger (und Hartz4 wurde gerade eingeführt), mit dem Studium kann ich mich gegen einen großen Teil der Mitbewerber zukünftig abgrenzen. Trotzdem weiß ich, dass ich wahrscheinlich auch erst mal arbeitslos sein werde, wenn ich fertig bin.

Es sind sehr viele Faktoren, die deinen Erfolg im Beruf (auch bei Veränderungen) ausmachen. Ich glaube, so ganz pauschal wird dir keiner eine Antwort auf die Frage geben können, ob du als Landschaftsgärtner eine bessere / schönere Arbeit hast / bekommen wirst als Floristin.
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stella_riamedia

im prinzip sind die berufsaussichten gut, viele galabaufirmen arbeiten zwar zunehmend mit billigkräften, aber was dabei rauskommt, ist meistens schrott. gute fachkräfte werden immer gesucht. ausserdem kannst du, wenn du dir zusätzlich noch z.b. speziell baumpflege- & klettertechniken in weiterbildungen gibst, zusätzliche qualifikationen erwerben.
der verdienst ist aber allemal besser, als der des floristen

schönen gruß, stella
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Floristin

Mich interessieren auch die Voraussetzungen, die man für den Beruf braucht. Es reicht sicher nicht , mal abgesehen von evtl. Vorkentnissen durch die Floristenausbildung, das ich gerne im Garten rumbuddel und den alle 2 Jahre umgestalte.

Was gibt es z.B. an körperlichen Voraussetzungen? Disqualifizieren mich ein kaputter Rücken, kaputtea Knie und HerzKreislaufprobleme von vornherein? Vieleicht tut die Arbeit im Freien auch gut?
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stella_riamedia

Zitat
Disqualifizieren mich ein kaputter Rücken, kaputtea Knie und HerzKreislaufprobleme von vornherein?


also ein kaputter rücken ist sehr schlecht. wenn du 50 kilo säcke rumschleifst, steinarbeiten ausführst, oder stundenlang gebeugt stehst, um zu pflanzen, unkrauteln oder weiss der geier was noch, mit schwerem gerät arbeitest, dannbrauchst du deinen rücken, zum pflastern rutschst zu den ganzen tag auf den knien herum, also auch die sollten ok sein.

wenn du das selber mal austesten willst, dann kuck doch, dass du ein praktikum bei 'ner galabaufirma absolvieren kannst. minimum 4 wochen, dann siehst du selber, ob dir in dem job grenzen gesetzt sind.

schönen gruß, stella
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jenny

Hallo!

Ich möchte ja jetzt hier keinem zu nahe treten, aber ich habe mal versucht mich als Schreinerin zu bewerben und wurde abgelehnt weil ich eine Frau bin. Das ist zwar hart aber war so. Als Frau in einen Männerberuf zu gehen ist nicht einfach. Ich weiß, daß das unfair ist und ich habe mich auch darüber geärgert aber so ist es.
Das fängt damit an, daß der Betrieb getrennte Umkleiden/Aufenthaltsräume haben muß. Auf der Baustelle muß eine Toilette für Frauen sein. Viele Arbeitgeber haben soetwas nicht. Daran ist es leider bei mir gescheitert. Hast Du denn einen Betrieb in Aussicht, der dich ausbilden würde?

Gruß...jenny
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Floristin

Ich werde wohl versuchen ein Praktikum zu bekommen, dann merke ich ob ich trotz meiner Einschränkungen zurecht komme. Hoffe durch die Arbeit bilden sich Muskeln, die meinen Rücken stärken!
Wenn ich danach ginge, könnte ich gar nichts arbeiten. Aber wenn die Arbeit Spaß macht und abwechslungsreich ist versuche ich es wenigstens.
In einem Büro oder an einer Supermarktkasse könnte ich nicht 8 Stunden sitzen. Nach spätestens 4 Stunden schreit alles an mir Aua! (selbst Kopf und Augen).

Die Arbeit als Floristin ist eigentlich das ideale (außer an "Großkampftagen"), aber es gibt nunmal keine freien Stellen. Wen wunderts, dank "Geiz ist geil" können alle Floristikfachgeschäfte froh sein wenn sie nicht schließen müssen.

Aber ich bin jung und kann nicht ewig zu Hause sitzen (und in meinem kleinen Garten rumwurschteln).

Eine neue Ausbildung in einer Artverwandten Branche wäre halt ein Ausweg, auch wenn die Aussichten auf einen Job danach vieleicht nicht viel besser sind.
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bolban

Ja ein kaputter Rücken ist nicht so praktisch, denk' mal an die Zementsäcke, da
muss man schon ganz arg schleppen bei so'nem Ding. Oder überleg' mal, ob Deine
Knie stundenlanges Schubkarrenfahren (evtl. bei Regen;Kälte ) mitmachen.
Wie wär's denn mit Gärtnerin, Fachrichtung Staudengärtnerei? Da kannste auch im
Garten arbeiten, genauso aber im Gewächshaus (auch manchmal net so schlecht:D).
Später würde ich dann an Deiner Stelle in einer Gärtnerei anheuern, die neben Stauden etc. auch "Landschaft" macht. Dann wärst Du eine Art "Springer". Ich hab'
erst Zierpflanzen,- Friedhofsgartenbau gelernt, dann aber über 1 Jahr auf einem Golfplatz und dann in Landschaftsbetrieben gearbeitet.
-Teichbau, Trockenmauern, Rasenanlagen (Rollrasen), Wegebau (das ist schon hart im Sommer)-
Jetzt für den Herbst schau ich das ich auf eine Technikerschule komme, wenn das geschafft ist, hat man sich wenigstens die zusätzlichen Qualifikationen für's Büro erabeitet (man wird älter )
Techniker kannste machen, nachdem Du nach der Ausbildung 1 Jahr Gesellenzeit
nachweist. Dauer 2 Jahre.
Fazit: Gute Fachkräfte werden immer gebraucht, vor allem die, die Deutsch verstehen und sich auch ausdrücken können.
Probier's einfach als Staudenfuzzi, denn als Florist verdienste so gut wie nix,
dass krieg' ich doch auch mit.

Ade

GalaBluzifuzzi (FH*)



* +Friedhofgärtnerei



edit: Was hast Du für einen Schulabschluss? Darfst Du studieren?
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Floristin

Ich hab Abi, dürfte also studieren. Das würde jedoch räumliche Trennung bedeuten, was ist nicht so praktisch wenn man gerade dabei ist, "eigene Stecklinge" heranziehen zu wollen
Das es körperlich ansterengend wird ist klar.
Mit meinen Knien, bzw ist ja nur das eine, habe ich "nur" das Problem das ich es nicht mehr ganz anwinkeln kann -kann mich also nicht draufhocken. Es sollte nicht permanent gebeugt sein, des wegen könnte ich nicht mal einen Bürojob machen (selbst wenn ich wollte )
Mein Rücken verkraftet es auch wenn ich mal schwer tragen muss (aber ist sicherlich auch eine Frage des Trainings). Wichtig ist das ich keine monotone Arbeit machen kann. Wenn ich zu Muttertag beispielsweise den ganzen Tag nur auf einer Stelle stehe und Rosen abdorne breche ich nach mind. 3 Stunden vor Schmerzen zusammen. Solange ich aber in Bewegung bin und ständig was anderes mache gehts wunderbar.
Da es aber nun mal den perfekten Job nicht gibt, Floristin war abgesehen vom Geld ganz nah dran, muss ich halt irgendwie durch , hauptsache es macht wenigstens Spaß.
Ich habe mir auch schon Friehofsgärtner oder Staudengärtner als Alternative überlegt.
Hauptsache Blumen (und ich muss meien Kreativität rauslassen können, sonst platze ich!
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bolban

Mhhh naja. Ich stell' mir grade vor wie's Dir geht, wenn Du im
stehen tagelang die Stauden der Gärtnerei teilen/topfen musst.
Gut, es gibt diese roten Hochstühle, da kann man sich während
der Arbeit am Topftisch (wenn der Betrieb keine Topfmaschine hat)
auch mal hinsetzen ohne Leistungsabfall, aber Du solltest genau
checken (Praktikum), ob das Dir guttut.
Vielleicht ließe es sich in Zusammenarbeit mit einem Arzt/Physio-
therapeuten ja irgendwie bewerkstelligen, Deine Rückenmuskulatur
gezielt aufzubauen und zu stärken.

Viel Erfolg


Bolban
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stella_riamedia

so, ich nochmal. du könntest natürlich NACH der ausbildung schauen, dass du vorwiegend in der pflege arbeiten kannst. das handlen viele firmen eh durch getrennte trupps. also weniger auf baustellen oder in den bäumen. aber davor ist die ausbildung, wo du erstmal das volle programm hast.

vielleicht ziehst du auch mal mit in erwägung, die ausbildung, oder umschulung im öffentlichen dienst, bei einem gartenbauamt, boptanischen garten oder ähnlichem zu machen, da werden die lehrlinge in der regel eher verwöhnt & die ausbildung ist definitiv sehr gut & umfangreich!

ich bin inzwischen sehr froh, "nur" noch mit planung, pflege & baumpflege beschäftigt zu sein. allerings würd ich nicht wieder in die produktion wollen (ich hab zuerst staudengärtnerin gelernt).

also wie schon weiter oben gesagt, mach ein praktikum, dann kannst du besser abschätzen, ob das auf dauer funzt.

cheers, stella
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bolban

Also ich hab' die Erfahrung gemacht, dass Gärtner aus den botanischen Gärten
der Realität in den Gärtnereien nicht gewachsen sind. Man kann das natürlich nicht
pauschal sagen, ich hab aber öfter schon gesehen, dass Chefs mit den Augen gerollt haben, wenn sie deren Arbeitsgeschwindigkeit sahen.
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Floristin

Zitat geschrieben von bolban

Vielleicht ließe es sich in Zusammenarbeit mit einem Arzt/Physio-
therapeuten ja irgendwie bewerkstelligen, Deine Rückenmuskulatur
gezielt aufzubauen und zu stärken.


Für meinen Rücken mache ich eine spezielle Therapie, muss aber mit der Krankenkasse noch um zusatzstunden kämpfen ( habe 2fache skoliose und leichte Kyphose und Hyperlordose, falls das einem was sagt) Falls nicht: stellt euch vor die Wirbelsäule ist mit dem Korkenziehervirus infiziert, so wie Weide und Hasel)

Danke für all eure Ratschläge und Meinungen. Ich werde versuchen ein Praktikum machen zu können (oder 2 oder 3). Ansonsten kann ich ja immernoch auf meine Mama höhren und Rente beantragen (mit 27 )

Ich halt euch gerne auf dem laufenden.
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jenny

Ja bitte. Es würde mich sehr interssieren, wie Du das ganze angehst und wie Du dabei so angenommen wirst. Und ob Du dann nachher glücklich bist.

Gruß...jenny
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