Aktivkohle in Substratmischungen

Wie verändert Aktivkohle den PH-Wert ?

 
Azubi
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Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 27.02.2022 - 16:43 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen
Ich überlege mir ein Substratgemisch für Philodendron und Monstera selbst zu machen
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Meine Idee wäre in der Zusammensetzung so :
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30% Kokos-Granulat (ähnlich wie Rindenmulch)
20% Torf (Weißtorf H3 bis H4)
15% Vulkangestein (Körnung 8 bis 16 mm)
15% Bims (Körnung 8 bis 16 mm)
10% Perlite
10% Aktivkohle
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Aktivkohle wird auf zwei Weisen hergestellt, mit der Gasaktivierung und mit der chemischen Aktivierung.
Beide sollen angeblich verschiedene PH-Werte haben.
Bisher habe ich bei Google nichts genaueres über den PH-Wert von Aktivkohle finden können, geschweige denn zur Auswirkung auf Pflanzensubstrate.
Hat hier jemand Aktivkohle in seinem Substrat und wie wirkt sich diese auf den PH-Wert des Substrats aus ?
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Danke im voraus und mit besten Grüßen, Garry
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 27.02.2022 - 17:04 Uhr  ·  #2
Hmm, fragen wir doch mal anders rum, was versprichst du dir von der Aktivkohle in der Erde?

Und als nächste Frage, warum muss unbedingt Torf (egal welcher Art) mit in deine Mischung? Tut es nicht normaler Kompost od. Gartenerde genauso?
Azubi
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 27.02.2022 - 17:12 Uhr  ·  #3
Hallo Loony Moon,
erstmal vielen Dank für deine Antwort !
Ich habe Aktivkohle schon in anderen Substratmischungen gesehen. Dazu habe ich gelesen, dass Aktivkohle antibakteriell, giftabsorbierend und nährstoffhaltend sein soll.
Durch die Bindung von Nährstoffen soll es minimiert werden, dass Nährstoffe schnell wieder ausgewaschen werden.
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Zu dem Torf, der muss es nicht unbedingt sein, ich habe mir aber sagen lassen, dass Torf einen niedrigen PH-Wert hat und nicht dazu neigt zu vergammeln.
Bei Karnivoren wird der zB. gerne genommen
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Liebe Grüße, Garry
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 27.02.2022 - 18:31 Uhr  ·  #4
Hi,

hast du spezielle Philos und Monsteras?

Ich hatte immer die ganz normalen, M. deliciosa und von den Philos den ganz einfachen grünen, den man im Baumarkt regelmäßig bekommt. Und die haben sich immer pudelwohl in stinknormaler Blumenerde gefühlt. Es war nicht nötig, irgendeinen Aufwand zu betreiben.

Aktivkohle (egal welche) bindet unkontrolliert Stoffe. Man kann ihr nicht sagen, dass sie diesen Stoff binden soll, weil böse, und diesen abgeben oder durchlassen soll, weil gut.
Sie eignet sich in kurzfristigem Einsatz dazu, Stoffe aus z.B. Flüssigkeiten heraus zu holen. Aber im Dauereinsatz (also im Substrat) verliert sich diese Fähigkeit. Sie ins Substrat zu mischen ist sinnlos.
Pflanzendoktor*in
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 27.02.2022 - 19:10 Uhr  ·  #5
Ich denke, wir machen uns manchmal viel zuviele Sorgen um unsere grünen Mitbewohner. ;-)
Für Monstera und Co würde ich stinknormale Blumenerde mit etwas Blähton und Gartenerde/Kompost aufmischen. In den meisten Fällen sind die handelsüblichen Blumenerden vorgedüngt und dies reicht den Pflanzen im allgemeinen in der Wachstumsphase. Man düngt ja nicht täglich, sondern in Abständen. Pflanzen wollen ja nicht gemästet werden, denn sonst haben wir als Gärtner irgendwann ein kleines Problem. ;-)
Das mit der Aktivkohle ... ich denke wie Silberfisch. Aktivkohle filtern nicht per se "gute" und "schlechte" Stoffe, sondern eben alles. Für etwas so lebendiges wie Erde (auch im Topf), halte ich es für ziemlich überflüssig.

Torf ... ein weites Diskussionsfeld. Und der gammelt genauso wie andere Erden nach meiner Beobachtung. Selbst die streckenweise Verwendung bei anderen Pflanzen, und Karnivoren sind das, würde ich eher prüfen, ob es noch weitere Ersatzstoffe für Torf gibt.
Azubi
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 27.02.2022 - 19:37 Uhr  ·  #6
Danke für eure Antworten :)
Ich werde mir weiter überlegen ob und wie Aktivkohle den PH-Wert beeinflusst
Pflanzendoktor*in
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 27.02.2022 - 19:42 Uhr  ·  #7
Du kannst es ja mal als Langzeitversuch testen bei "Unkraut", sprich Scindapsus oder Grünlilien. Die sind ja vergleichsweise hart im Nehmen.
Ein Topf mit Aktivkohle, einmal ohne und dann wöchentliche Kontrolle mit Foto zwecks möglicher Abweichungen.
Obergärtner*in
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 27.02.2022 - 20:07 Uhr  ·  #8
Es gibt pH-Teststreifen oder pH-Messlösungen.

Aktivkohle in destilliertem Wasser aufschwemmen, etwas stehen lassen, messen. Dann weißt du es.

Kein Leitungswasser nehmen, Leitungswasser enthält Säurepuffer, um die Rohrleitungen zu schützen. Es würde den Messwert verfälschen.

Aktivkohle in Blumenerde zu mischen ist aber trotzdem sinnlos - da spinnt das Internet mal wieder rum :D
Azubi
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 17.03.2022 - 18:37 Uhr  ·  #9
Nochmal vielen Dank für eure Antworten !
Leider bekomme ich keine E-Mail wenn ich hier Antworten bekomme. Deshalb habe ich jetzt erst daran gedacht hier mal zu gucken ...
Mittlerweile hab ich Auskunft von anderen Pflanzen-Liebhaber*innen erhalten. Mir wurde gesagt, dass Aktivkohle durch seine Verarbeitung einfach nur mehr Oberfläche hat und somit mehr Stoffe "aufsaugen" bzw. halten kann. Ganz gleich ob man diese Stoffe haben möchte oder nicht. Weiterhin ist mir (offenbar aus Erfahrung) gesagt worden, dass Aktivkohle nur verwendet werden sollte wenn sie vorgedüngt ist. zB. wenn Terra preta gemacht wird, aber auch sonst in anderen Substratmischungen. Ohne die Vordüngung der Pflanzen- o. Aktivkohle saugt die Kohle erstmal alles auf was sie kann, also auch den verfügbaren Dünger. Dadurch entsteht dann erstmal ein "Düngeloch" sozusagen
Wie auch immer, ich habe mir nun in einem Shop für Biodünger vorgedüngte Pflanzenkohle bestellt
- Nochmal vielen Dank für eure Antworten :)
Pflanzendoktor*in
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 17.03.2022 - 20:24 Uhr  ·  #10
Du kannst uns ja mal auf dem Laufenden halten.
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Re: Aktivkohle in Substratmischungen

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Gepostet: 20.04.2022 - 20:02 Uhr  ·  #11
Ich kann mich an einen Vortrag errinnern in dem gesagt wurde, das die Kohle NICHT fein gemahlen sein sollte... Entgegen der sonst üblichen Verwendung von Aktivkohle. Die Pufferwirkung beruht auf den Hohlräumen in der Kohle. Also ählich wie bei porösen steinen.
Außerdem muss die Kohle auch entsprechend hergestellt sein. Holzkohle bspw wird wasser nur sehr sehr schwer bis gar nicht aufnehmen.
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