Wacholder Juniperus squamata 'Meyeri´ - "Rettung"?

 
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KeRo

Hallo,

bin seit kurzem Besitzer eines Wacholder- Bonsais (Juniperus squamata 'Meyeri´), wie es die Profis Dank dieses Forums bestimmt haben. Ich habe den Baum als Schnäppchen erwerben können, Nachteil: Leider ohne jegliche Informationen über Erde und Co.

Er hat schon seit dem ich ihn habe (28.05.2013) an manchen Stellen Braune Nadeln. Meine Frage an euch:

- Wie soll ich mit den braunen Stellen verfahren, ist das vllt. Normal? Soll ich abwarten?
- Da der Baum unter freien Himmel steht und ich keine Ahnung über die Zuammensetzung der Erde habe, bzw. ob er eine Drainage hat oder nicht, soll ich vllt. Umtopfen? Soweit ich weiß, wurde der Baum allerdings erst vor 5 Monaten umgetopft.

Mache mir Sorgen um das feine Stück, will nicht das er nach und nach eingeht. Vllt. sollte ich auch erstmal abwarten ?! Vllt. hatte er auch beim Vorbesitzer zu wenig Licht?!
Soll ich ihn aus dem Regen holen?

Hoffe auf eure Hilfe
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C.S.

Pflege ihn mit Koniferen-Balsam. Das Zeug ist wirklich gut.

Gruß,
C.S.
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Plantsman

Moin,

Juniperus squamata reagiert bei ungleichmäßiger Feuchtigkeit oder gelegentlicher Trockenheit mit dem Verbräunen älterer Nadeln. So würde ich deine braunen Nadeln auch interpretieren. Eine Bonsai-Schale neigt zu diesen Extremen. Hab hier einem guten Link mit einer Pflege- und Gestaltungsanleitung für Deinen Wacholder (klick mich).
Du könntest (solltest?) ihn zur Erholung auch mal für ein paar Jahre in einem normalen Topf mit mehr Volumen kultivieren. So machen es die Bonsai-Meister in Japan auch. Die Pflanzen werden eigentlich nur 1 bis 2 Jahre vor Ausstellungen wieder in Bonsai-Schalen getopft und "auf den Punkt" gestaltet. Durchgehende Kultur in einer Schale lässt die Pflanzen abbauen.
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C.S.

Zitat geschrieben von KeRo
Vllt. hatte er auch beim Vorbesitzer zu wenig Licht?!
Soll ich ihn aus dem Regen holen?
Lichtmangel kann eine Ursache sein. Lass ihn im Regen stehen. Da er erst vor kurzem getopft wurde, würde ich ihn in Ruhe lassen und nicht überfordern. Koniferen topft man generell (je nach Alter/Größe) ca. alle 3-5 Jahre um. Auch einer neuen Pflanze sollte man erst eine Zeit der Eingewöhnung zugestehen.
Wie bereits erwähnt, tut ihm eine regelmäßige Kur mit Koniferen-Balsam (als Blattdünger angewendet) sehr gut. Gerade bei Nadelbräune empfiehlt sich dieses vitalisierende Stärkungsmittel ganz ausgezeichnet.

Beim nächsten Umtopftermin verwendest du als Substrat Kiryu, dann bist du auf der sicheren Seite.

Zitat geschrieben von Plantsman
Durchgehende Kultur in einer Schale lässt die Pflanzen abbauen.
Das kann ich so nicht bestätigen. Ich habe einige Juniperus, Pinus, Larix und Picea teilweise seit 26 Jahren in Schalen stehen. Wenn regelmäßig getopft, gedüngt und richtig gepflegt wird, gibt es dort keinerlei Nachteile.

Gruß,
C.S.
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KeRo

Vielen Dank für eure Antworten.
Werde erstmal auf ein Umtopfen verzichten und schauen, wie er sich am neuen Standort so macht.
Habe heute noch Koniferen- Balsam gekauft.

Zitat
regelmäßige Kur mit Koniferen-Balsam

Kannst du mir Zeitabstände zur Behandlung nennen?
Auf meinem Blattdünger sind 2 Anwendungen vorgesehen, dass erscheint mir etwas wenig?!
Oder sind hierbei die Zeitspannen gemeint, in den ich regelmäßig besprühen soll?

Auf der Anleitung steht folgendes:

Koniferen und andere Immergrüne
Ganzjährig anwendbar. Bewährt haben sich folgende Termine:
1. Anwendung: März-Mai, mit Beginn der ersten warmen Tage Pflanzen einschließlich Stämme
mit einer 1 %igen Lösung triefend nass spritzen.
2. Anwendung: Im Herbst (September-Oktober) an warmen Tagen wiederholen. Bei stark
geschädigten Bäumen können weitere Behandlungen erforderlich werden.
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Plantsman

Zitat
Das kann ich so nicht bestätigen. Ich habe einige Juniperus, Pinus, Larix und Picea teilweise seit 26 Jahren in Schalen stehen. Wenn regelmäßig getopft, gedüngt und richtig gepflegt wird, gibt es dort keinerlei Nachteile.


Alles klar , da bist Du mir mit Deiner Erfahrung auf jeden Fall um einiges vorraus. Mein Wissen hab ich mir aus der "Bonsai-Art" und ein paar Büchern "zusammengeklaubt". Meine eigenen Bonsai (alles im Aufbau befindliche Baumschulware) behandel ich noch so.
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Hesperis

Mal ne andere Frage:

Für mich sieht dieser Juniperus nicht wie ein gewachsener Bonsai aus, sondern wie aus einer normal angezogenen Pflanze "hingebastelt". Dazu noch die reichlich abgeschabte Rinde, als hätte eine Ziege dran gefressen.

Ob die Pflanze nicht mit dieser ganzen Prozedur ihre Probleme hat und es damit auch nur vermeintlich ein Schnäppchen war

Grüße H.-S.
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C.S.

Ich finde die Shari-Bereiche gut gelungen. Die Saftbahnen sind offensichtlich intakt. Der Baum befindet sich diesbezüglich natürlich noch im fortgeschrittenen Aufbau, die Totholzbereiche sollten aber demnächst mit Jin-Mittel behandelt und vorher evtl. etwas abgeflammt werden.

Was mir auf den ersten Blick nicht gefällt, ist das Substrat. Es scheint sich um herkömmliche fertige Bonsaierde zu handeln.

Gewachsene Bonsai gibt es natürlich, viele Bäume werden aber bewusst und mit guten Ergebnissen aus Baumschulpflanzen oder Yamadoris gestaltet. Das ist eine weltweit übliche und anerkannte Vorgehensweise.

Gruß,
C.S.

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