Kein Garten, sondern pflegeleichtes Grab

 
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TheraVet

Hallo Ihr alle!!!

Habe schonmal ein bisschen nach Grabbepflanzung gesucht, aber nicht das gefunden, was ich wissen will.
An diesem Wochenende wird das Grab meiner Großeltern fertig (Stein ist heute gekommen) und wir müssen uns an die Neugestaltung machen. Ich stelle mir das ungefähr so vor: http://www.holzem.de/garten/grab/index.html
Wir haben noch einen kleinen Rhododendron und noch 2 kleine Büsche, bei denen ich nicht genau weiß, was es ist, die meine Omma schon ausgesucht hatte, als das nur das Grab meines Oppas war. Die sollen natürlich wieder drauf.

Also kurz gefasst: ich hätte gerne was pflegeleichtes, möglichst einfach-pflanzen-und-gut (weil wir alle die Grabpflege eher als lästig ansehen....wenn ich nahe bei Omma und Oppa sein will, kann ich das überall) aber auch was schönes, modernes, was nicht auf jedem Grab ist.

Bin gespannt auf Eure kreativen Ideen!
Danke schonmal im Voraus!
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Scrooge

Hallo,

drei Fragen hätte ich:

1) Größe: ist es ein Tiefgrab, oder ein Grab in doppelter Breite?

2) wie ist der Boden? Bei Böden, auf denen Rhododenron wächst, bin ich immer erstmal mißtrauisch.

3) wichtigste Frage: wie ist die Lage? Vollsonnig, Halbschatten, oder Schatten? Die Frage wäre einfach, wie trocken und heiß das Ganze im Sommer werden könnte - denn das Gießen ist ein entscheidener "Mühlstein" bei der Grabpflege.



Ich würde auf jeden Fall von vorneherein auf Dinge verzichten, die zu hoch oder zu breit werden könnten (also geschnitten werden müßten); und auf Pflanzen, die viel "Treibgut" verursachen (abgeblühte Blütenstände, Herbstlaub, etc.).
Beides verursacht Arbeit, und kann jede Menge Ärger mit "Nachbarn" einbringen - manche Leute sind in puncto Friedhof ja extrem eigen.
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TheraVet

Aaaaalso: es ist ein Doppelgrab mit Särgen, also nix Urne oder so. Erde kommt erst am Wochenende neue drauf. Der Grabstein-Mensch sagte, 10 Säcke Erde und 2 Säcke Mulch. Das kommt mir eh irgendwie etwas viel vor.....
Ich hätte ganz normale Allzweckerde genommen, ich glaube nicht, dass da vorher spezielle Rhododendron-Erde drauf war (so schön ist der nämlich auch nicht gewachsen )
Dann ist das Grab ziemlich schattig, nur bei wirklich gutem Wetter den ganzen Tag hat es etwas Sonne.

Du hast recht, das sind ja ganz elementare Dinge, an die ich auch vorher hätte denken können.....
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Scrooge

Da kommt deswegen ordentlich Erde drauf, weil die wahrscheinlich einen kleinen Hügel formen werden; das ganze sackt dann in den nächsten Wochen noch in sich zusammen - solange muß man auch noch mit der Bepflanzung warten (einfach mal bei der Firma nochmal nachfragen). Vor dem Frühjahr würde ich daher - auch wegen dem Wetter, etc. - keine Bepflanzung machen - sondern mit Tannenzweigen abdecken und eine Pflanz-Schale draufgeben.


Grundsätzlich kann man die zu bepflanzende Fläche verkleinern, indem man einen Teil des Grabs mit einer Platte (teuer) oder einer Kiesfläche abdeckt.
Aber auf so eine Kiesfläche müßten dann auch im Sommer Schalen - und das ist schlecht, von wegen Gießen.....

Ansonsten: pflegeleichte Bodendecker. Also kein stark wüchsiges Efeu, das man immer im Zaum halten muß, damit es nicht die Nachbargräber annektiert. Sempervivum wäre mein Favorit, aber das wird mit so wenig Sonne wahrscheinlich eher schwierig werden?
Ich persönlich bin bei Flächenbepflanzungen immer scharf auf Pflanzen, die man selbst leicht über Stecklinge vermehren kann (also wie Efeu oder Sempervivum eben). Die könte man nämlich jetzt noch besorgen, und schnell Dutzende Ableger machen für die Bepflanzung im Frühjahr. Das spart jede Menge Geld.
Außerdem kann man dann später entstehende Lücken (wenn mal eine Pflanze ausfällt) leichter wieder schließen, und muß nicht tagelang rumrennen und nach einem Exemplar suchen, daß exakt zu den Alt-Pflanzen paßt.

Sedum wäre vielleicht noch eine Alternative. Viele Sedum-Arten sind nicht ganz so sonnenhungrig wie Sempervivum. Aber man muß auch hier darauf achten, daß man keine allzustark rankenden Arten erwischt.



Für die Bepflanzung:

Kleine Büsche und Stauden, die etwas tiefer Wurzeln, müssen nicht ständig gegossen werden. Aber solche größeren Pflanzen sollte man mit deutlichem Abstand zum Rand und zum Stein pflanzen, damit man nicht ständig schneiden muß.
Zwergwacholder fällt mir hier ein, oder die im Moment überall unter dem Namen Strauchveronika verkaufte Hebe; ebenso die sogenannten "Balkonkoniferen", die man überall kriegt. Aber man muß solche Pflanzen in einer kompetenten Gärtnerei kaufen, in der einem sicher gesagt werden kann, daß die Pflanze nicht höher als xy Meter wird - sonst hat man später nur Ärger.

Es gibt auch Hylotelephium-Arten, die mit etwas weniger Licht auskommen. Und Wasser brauchen diese Stauden ohnehin nie.

Ansonsten noch das allgegenwärtige Silberblatt (Greiskraut). Das ist immer billig zu haben und praktisch nicht totzukriegen.



Aber vielleicht fällt hier irgendjemandem noch etwas phantasievolleres ein....
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hama687

Zu deiner Vorstellung, fänd ich ziemlich langweilig, denn es sind zum größten Teil die Pflanzen die jeder Friedhofsgärtner verpflanzt, außerdem sah das auf dem ersten Blick sehr nach einer Herbstbepflanzung aus...

eine ganz wichtige Frage ist vornherein was ist es für ein Standort?

Sehr Sonnig oder eher Schattig? Willst du Stauden haben die Immergrün sind oder dürfen sie sich zurück ziehen? Laub oder Nadelgehölz abneigung? Wie oft könnt ihr Gießen? Überhaupt Gießen? Und was wollt ihr Investieren?

Gruß Alex
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Guestuser

Wie lange ist die Beerdigung denn her?Wenn der Boden vorher anständig verdichtet wird,kann eigentlich nicht viel passieren.Erst so ca.nach 11 bis 13 Jahren,muß man aufgrund von Frost oder starken Regenschauern damit rechnen,das die Erde nachgibt.Es kommt auch darauf an,aus welchem Material die Särge sind.

Du kannst getrost Allzweckerde nehmen.Ich würde sie mit Torf mischen.Damit sich auch bei längerer Trockenheit die Feuchtigkeit hält.
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TheraVet

So, vielen Dank erstmal für die vielen Tipps!

Wir haben erstmal ganz normale Erde (4 Säcke, keine 10, mehr ging nicht drauf!) und feinen Pinienmulch draufgetan. Hab hier irgendwo gelesen, dass er den Boden vorm Austrocknen schützt und so gut wie kein Unkraut durchkommt. Vlies darf man bei uns nicht....

Also, mein Oppa ist vor 8 Jahren beerdigt worden und meine Omma vor 7 Monaten. Dass sich das noch setzt haben wir uns auch schon überlegt und deshalb noch keine endgültige Bepflanzung arrangiert. Vorm Winter ist das wahrscheinlich eh murks. Also erstmal nur ein paar (angeblich winterharte) Alpenveilchen.

Wollte mich auch mal so allgemein für die ganzen Tipps und Ideen hier bedanken! War letztens in 2 anderen Foren (zu anderen, eher technischen Themen) und da waren alle so unfreundlich und ungeduldig.....ätzend! Schlimm, so unausgeglichene Menschen! Da merkt man doch, Arbeit mit Pflanzen und im Garten macht gelassen!

Also danke und ich bleib Euch treu!!!!!

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