Anfängerin braucht Hilfe

 
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flowergirl

Hallo,

Ich habe einen eigenen Garten und bereits dieses Jahr dort Gemüse, Erdbeeren und ein paar gängige Kräuter angepflanzt. Nur leider ist das alles nicht ganz so geworden wie ich mir das vorgestellt habe.
Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tipps geben, damit ich nächstes Jahr mehr Erfolg habe.
Bin erst 21 und wohl etwas blauäugig an die Sache rangegangen.

Habe den Garten dieses Jahr erst übernommen, als reine Rasenfläche, die 20 Jahre nicht bewirtschaftet wurde, vorher war es schonmal ein Garten. Habe mir die Mühe gemacht, die Rasenoberfläche abzutragen und umzugraben. Der Boden ist sandig, wird aber bei Regen/Gießen, wenn er nicht aufgelockert wird, ziemlich hart.
Das erste Beet ist ziemlich schattig gelegen, was mangelnder Planung zuzuschreiben ist. Dort hatte ich Zwiebeln, Knoblauch, Radieschen, Möhren und Erdbeeren angepflanzt, sowie Schnittlauch und Petersilie. Das einzige was richtig gewachsen ist, war die Petersilie. Der Rest ist alles klein und mickrig geblieben.
Weil es mit dem ersten Beet nicht richtig klappte habe ich ein 2. angelegt, wo den Großteil des Tages die Sonne drauf scheint. Dort wuchsen Bohnen, Erbsen, Zuckermais, Kohlrabi und nochmal Möhren und Radieschen. Auch hier das gleiche Bild, alles nicht wirklich was geworden. Gegossen habe ich beide Beete allerdings reichlich.
Habe meine Samen im Gartencenter gekauft, nicht das Billigste genommen und nach Anleitung (Zeit, Abstand etc.) gesät.
Vielleicht habt ihr Tipps und Ratschläge für mich, was die Wahl des Saatguts angeht, zur Bodenverbesserung und was man wo pflanzen sollte...
Vielleicht was man auch noch so anpflanzen könnte, auch an Blumen.
Mein Traum ist ein schöner Nutzgarten in dem man sich auch erholen kann.

Liebe Grüße
flowergirl
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Eichbaum-Weiser

Hi.
Sandiger Boden ist ja nicht unbedingt schlecht, eventuell ist der Boden ausgelaugt und enthält kaum noch Nährstoffe. Falls du Kompost hast könntest du den mit Untermischen, ansonsten halt Blumenerde oder organischen Dünger. Schnittlauch solltest du heller setzen, das benötigt auch nicht so viele Nährstoffe. Ebenso die mediteranen Kräuter wie Rosmarin, Lavendel Salbei usw. Die brau´chen viel Licht, sandigen Boden und ansonsten nichts.
Ich finde es aber schon komisch, dass alles so schlecht wächst.
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flowergirl

Hatte ja die Hoffnung, das der Boden ausgeruht ist und alles gut wächst. Kompost habe ich leider (noch) nicht.
Gewachsen ist es schon, nur ist alles ziemlich klein geblieben und langsam gewachsen oder schnell geschossen (Radieschen, Pflücksalat hatte ich auch). Die Zwiebeln und Knoblauch habe ich der Größe geerntet, in der ich es gesteckt hatte. Manche Zwiebeln sind auch verfault.
Vielleicht sollte ich es wirklich mit Dünger versuchen. Was wäre demm da das Beste?
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Eichbaum-Weiser

Ich könnte dir Oscorna Animalin und Oscorna Bodenaktivator empfehlen. Vielleicht ist der Boden auch zu sandig, dass die Nährstoffe zusätzlich noch ausgespühlt wurden. Wenn du dann mal irgendwann Kompost würde ich den auf jeden Fall unterbringen. Viel Düngen brauchst du diese Jahr aber nicht mehr, die Vegetationszeit geht dem ende zu nicht das die Nährstoffe ungenutzt ins Grundwasser gehen.
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flowergirl

Wäre Mist auch eine Alternative? Und sollte man das eher im Herbst oder im Frühjahr unterarbeiten? Wo gibts den Bodenaktivator zu kaufen?
Und was müsste man denn genau untergraben, damit der Boden weniger sandig ist? Normale Blumenerde oder doch was anderes?
So viele Fragen... Danke für die Antworten!
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Eichbaum-Weiser

Mist ist auch gut, Hauptsache organische Substanz, damit das Bodenleben in Schwung kommt und das Bodengefüge besser wird. Den Dünger solltest du normal im Baumarkt bekommen, eventuell auch bei einer größeren Gärtnerei. Ich weiß ja nicht welche Menge an Erde du benötigst, es reicht ja auch wenn du dir Oberboden (Mutterboden) besorgst, der ist wesentlich billiger als da lauter Blumenerde unterzugraben. Ist halt schwieriger zu transportieren (Anhänger oder Ladefläche)
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Hesperis

Zitat geschrieben von flowergirl
Hallo,

Habe mir die Mühe gemacht, die Rasenoberfläche abzutragen und umzugraben. flowergirl


Hallo, nur mal zum Verständnis, hast du die Grasnarbe weggeschafft oder mit untergegraben?

Wenn du bei sandigem Boden keine Lehmerde bekommen kannst, wird dir auf Dauer nur eine konsequente Humuswirtschaft helfen. Allerdings ist Bodenbildung ein sehr langwieriger Prozess. Bis dahin musst du davon ausgehen, dass dein Boden kaum Nährstoffe und Wasser speichern kann und mußt diese daher dem Wachstum der Pflanzen angepaßt in kleinen und häufigen Gaben verabreichen. Es ist auch wichtig, dass du langsam wirkende Dünger verwendest, damit der nächste Regen nicht alles in den Untergrund abschwemmt.
Bevor du eigenen Kompost hast, kannst du auch Kuh- oder Pferdemist kompostieren oder pro Jahr bis zu 50 l pro qm Kompost aus dem Kompostwerk ausbringen. Mist immer erst kompostieren und dann im Frühjahr zur Bestellung flach einarbeiten. Danach, unterschiedlich je nach Pflanzenart, in kleinen Portionen nachdüngen.
Grüße Stefan
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flowergirl

Ich habe die Grasnarbe abgetragen, was auch gut ging, und dann den Boden umgegraben.
Insgesamt sind es bisher so ca. 30qm Beetfläche...
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flowergirl

Hm, da hab ich mich wohl ein bissl verschätzt, meine Gemüsebeete haben insgesamt so um die 22m².
Hab mal ein Foto von der Erde gemacht, vielleicht hilft das ja. Werde auf jedenfall noch Mutterboden/Humus unterarbeiten, die Frage ist nur ob jetzt im Herbst oder im Frühjahr oder beides.
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Eichbaum-Weiser

Ich persönlich würde im Herbst noch einarbeiten, denn so wird sich bis nächstes Jahr schon ein bischen Bodenleben entwickelt haben. Größere Kiesel machen eigentlich nichts.
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Hesperis

Hallo,
wenn du die Grasnarbe entfernt hast, fehlt dir jetzt der aktivste Teil deines Bodens. Man hätte sie kompostieren und wieder aufbringen können.
Mutterboden kannst du jederzeit einarbeiten. Pass aber auf, es ist mitunter abenteuerlich was unter diese Begriff angeboten wird. Humus würde ich im Herbst nur ausbreiten und im Frühjahr einarbeiten.
Grüße Stefan
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flowergirl

Ist es ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, wenn Pilze bei mir im Beet wachsen? Also ich meine Champignons oder sowas änliches, werde noch ein Bild reinstellen. Die sind innerhalb von 2 Wochen gewachsen.
Sind teilweise ca. 10cm groß. In der angrenzenden Wiese ist auch ein Hexenring, ca. 1m Durchmesser...
Sagt das irgendwas über meine Bodenqualität aus, abgesehen vom Sandboden?
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Eichbaum-Weiser

Pilze die solche Fruchtkörper ausbilden und plötzlich irgendwo erscheinen sind meiner Meinung nach welche die totes Material zersetzen (abgestorbene Baumwurzeln usw.) oder welche die in Symbiose mit einem Baum leben, dazu müsste allerdings einer in der Nähe sein. Beides schädigt den Boden nicht, sagt aber auch nicht über ihn aus. Hingegen Hexenringe, was ja auch eine Pilzerkrankung ist solltest du entfernen bzw bekämpfen.
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flowergirl

Danke für die schnelle Antwort.
Und wie bekämpft man die Hexenringe? Ist es mit ausbuddeln, inkl. der Wurzeln, getan?
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Eichbaum-Weiser

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