Hilfe - was fehlt meiner Palme??

 
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filusophia

Hallo zusammen,

seit ca. 6 Jahren habe ich diese Palme (Areca?), die in Hydrokultur immer pflegeleicht war und jetzt auf einmal einzugehen droht. Seit einigen Wochen bekommt sie vertrocknet aussehende Wedel, ohne daß Schädlinge zu erkennen sind. Dies fing an, nachdem ich sie in einen größeren Kübel umgetopft und dabei leider einige kleine Wurzeln beschädigt habe. Ich habe so gegossen wie immer; Standort, Wasser und Luftfeuchtigkeit haben sich nicht geändert. Meine Frage ist, sieht das Krankheitsbild eher nach zu viel oder nach zu wenig Wasser aus? Die Blätter werden nicht braun, sondern eher weißlich-grau, was nach palmeninfo.de wohl eher auf zu wenig Wasser hindeutet? Vielleicht kommen die Wurzeln noch nicht bis nach unten, da der neue Topf ist deutlich höher ist, aber ich habe Sorge, daß sich bei mehr gießen Staunässe bildet. Hat jemand eine gute Idee? Bin für jede Hilfe dankbar, die arme Palme auch!
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walmar

deine palme hat leider thripse, die an den blättern saugen, das ist nicht reparabel.
das kannst du nur mit einsprühen beheben.
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GrüneHölle

walmar woher weißt du das?
Ich hab auch so eine Palme, hatte/habe nur manchmal braune Blattspitzen oder Blätter.
Wenn das wirklich Schädlinge sind die für die weißliche Verfärbung sorgen klingt das ja beängstigend. Man sieht auf den Bildern ja gar nichts davon. Wie erkennt man so was denn rechtzeitig? Wo kommen sie her? Kann man vorbeugen?
Gruß
Dorit
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walmar

du hast braune spitzen >>> durch zu trockene luft
grau-sibrig spitzen/blätter >>> spricht für saugende insekten- sprich Thripse.
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filusophia

Also, Thripse erkenne ich und habe hier definitiv keine gefunden (schon gründlich abgesucht). Auch Spinnmilben sind keine da, ich habe mir die Pflanze wirklich gründlich angesehen. Aber trotzdem danke für den Rat! Meiner Ansicht nach könnte es tatsächlich mit dem Umtopfen und/oder Gießen zusammenhängen. Kennt noch jemand dieses Krankheitsbild?
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walmar

ok, wenn du meinst.
kein problem.
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Carl-Ludovique

Hallo

ich bin kein Palmen-Experte, aber für mich sieht Deine Palme eher nach einer Kentia aus.
(Areca ist eigentlich die Betelpalme, aber auch die Goldfruchtpalme und manchmal die Kentia werden unter dem Namen verkauft)

Hydrokultur funktioniert im (zeitweisen) Anstau-Verfahren. Staunässe wie in Erde gibt es nicht, wohl aber Fäulniss durch zu hohen Wasserstand, das dürfte aber hier nicht das Problem sein.
Wenn Du in einen deutlich höheren Topf umgepflanzt hast (zB. von 12er auf 19er) müssen die Wurzeln erstmal nach unten wachsen, wie Du schon vermutet hast. Durch das Umtopfen ist der gesamte Wurzelballen ja sozusagen um eine 'Etage' nach oben gesetzt, und somit (anders als bei Erdkultur) jetzt in einer anderen 'Feuchtigkeitszone'.
Eine Gegenmaßnahme wäre als Übergangslösung alle 4-5 Tage das Blähton-Substrat von oben zu befeuchten (drübergiessen), allerdings muss dann alles was zuviel an Wasser im überopf ist, wieder abgegossen werden. (Ist Dein Topf überhaupt ein richtiger Hydrotopf?)

Palmen können auch recht empfindlich auf Wurzelverletzungen reagieren, bei einigen Arten 'soll' bei Verletzung die komplette (einzelne) Adventivwurzel absterben.

Gruß, CL
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resa30

Meine (allerdings Goldfrucht)Palme bekam so braune Blattspitzen auch durch Übergiessen?

Allerdings steht sie in Erdkultur, mit Hydrokultur kenne ich mich leider nicht aus. Giesst du nach Wasserstandsanzeiger?

Bei Palmen geht es leider manchmal sehr lange bis man sieht dass ihnen etwas fehlt...
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filusophia

Richtig, der Hydrotopf ist eigentlich keiner, sondern nur ein Plastiktopf, in den ich direkt die Kügelchen gegeben habe, ohne Innentopf oder Wasserstandsanzeiger... war im Nachhinein vielleicht nicht so praktisch, habe aber sonst nichts in der Größe gefunden. Das Abgießen aus dem Übertopf entfällt daher leider - aber ich könnte ja versuchen, häufiger zu gießen, und dafür weniger?

Da ich die Palme aus dem vorherigen Hydrotopf kaum herausbekommen habe, ist leider einiges am Wurzelwerk abgerissen, aber nach meinem Eindruck nur dünne, äußere Wurzeln. Danach ist relativ schnell einer der "Tufts" abgestorben, aber die anderen wirkten zunächst gesund.

Nachdem es dann einige Wedel weniger waren, habe ich etwas zurückhaltender gegossen, um nicht zu übergießen. Bin einfach unsicher, ob es schon zu viel war, oder doch eher zu wenig...

Kann die Palme sich noch erholen, falls es daran liegt? Sie hat zwar zwei neue Blatttriebe, aber die wachsen jetzt natürlich auch nicht mehr.

Danke schonmal für Eure Antworten!
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MarsuPilami

Blähton nur einfach so ist natürlich nicht ideal, da du ja überhaupt nicht prüfen kannst, wieviel Wasser noch vorhanden ist.

Die Größenverhältnisse können täuschen, aber für mich sieht das fast nach normaler Eimergröße aus. Wenns passt, würde ich einen normalen Haushaltseimer (also so ein 10-l-Ding) nehmen unten Löcher reinbohren und schon hast du einen Topf mit Wasserabzugslöchern.
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walmar

Töpfe ohne löcher und dann noch hydrokultur, das ist immer schlecht für pflanzen.
dann wird es wohl eindeutig eine übergießung sein.
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filusophia

Habe einige Pflanzen so in Hydrokultur, die alle gut gedeihen. Und die Palme habe ich ja, wie gesagt, sogar etwas weniger gegossen als vorher...

Ich denke, ich werde es mal mit häufigeren, aber geringeren Mengen versuchen - vielleicht kommen die Wurzeln einfach noch nicht ans Wasser dran. Falls es auch an der Beschädigung der Wurzeln durch das Umtopfen liegt, kann man nur hoffen...
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walmar

aber luft brauchen die wurzeln auch.
ich habe selbst schlechte erfahrungen gemacht mit töpfen ohne löcher.
habe sie einfach in übertöpfe gesetzt und immer wenn ich gegossen habe, habe ich sie fast erstickt, weil- wenn wasser drin ist ist die luft raus.

aber wie gesagt, das sind meine erfahrungen und ich werde nie wieder töpfe ohne löcher nehmen.
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Carl-Ludovique

Es gibt leider keine Standart-Hydrokultur-Töpfe über 28 cm Höhe und in dieser Höhe auch nur den mit 32 cm Durchmesser., aber letzterer wäre wohl besser gewesen, als ein Plastikeimer ohne Löcher. Die Schlitze in den Kulturtöpfen dienen auch der Durchlüftung. Abgesehen davon, kann eine Kultur im Plastikeimer zwar funktionieren, ist aber ohne Wasserstandsanzeiger und Wasserabzugs-/Belüftungs-Löcher sehr 'störungsanfällig' und nicht wirklich zu empfehlen. Der Wurzelballen und das Substrat sollten bei der Hydrokultur auch ab und an durchgespült und so von abgestorbenen Teilchen sowie etwaigen Dünger- und Kalkrückständen befreit werden.
Vielleicht kannst Du nachträglich noch ein paar Löcher in den Eimer bohren? Ich würde aber fast empfehlen, die Palme nochmal umzusetzen, und zwar in einen richtigen Hydro-Topf. (Der Wurzelballen sollte ja jetzt nicht mehr leiden, da er im Eimer noch nicht verwachsen ist.) Falls Du Schwierigkeiten hast, einen Topf in Deiner Umgebung zu bekommen, wirst Du im Internet sicher fündig.

Ob nun zuviel oder zuwenig Wasser oder Wurzelbeschädigung die Ursache sind, läßt sich wohl nicht eindeutig sagen. Die Folgen und Schadbilder sind letztendlich oft die Gleichen, da die Wasseraufnahme 'gestört' ist. (Ich tendiere eher zu Trockenschaden, da der Wurzelballen, wie gesagt, jetz höher steht.) Aber, wie auch immer, mit einem 'richtigen' Kulturtopf mit Wasserstandsanzeiger und Schlitzen hast Du mehr Kontrolle, bessere Durchlüftung und mehr Möglichkeiten des Eingreifens.

CL
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filusophia

Okay, werde also mal über das Umsetzen nachdenken - wenn ich was Passendes finde (ist sogar im Internet schwierig).

Das Schadbild ist wirklich nicht sehr eindeutig, daher habe ich ja auch schon tagelang herumgerätselt. Hoffentlich habe ich die arme Palme mit dem (gutgemeinten) Umtopfen nicht ruiniert.

Jedenfalls haben Eure Anregungen sehr geholfen! Vielen Dank, besonders an CL für die ausführlichen Einschätzungen!

Liebe Grüße
Filu

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