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Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen. |
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Kugeltrompetenbaumtriebe werden braun |
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Bernd_911  Azubi

Beiträge: 8
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vom: Mi 16 Mai, 2007 19:40 |
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Hallo liebe Hobby- (und Profi-)gärtner,
nun, ich bin bekannt dafür, keinen grünen Daumen zu haben, aber warum soll ich da auf einen schönen Garten verzichten? Dank Eurer Hilfe bin ich die kleinen Plagegeister in meiner Kirschlorbeerhecke los (weiß noch immer nicht genau, was das war).
Aber schon tut sich ein neues Problem auf:
Vor 3 Jahren haben wir drei Kugeltrompetenbäume (etwa 2.5m Höhe) in unserem Garten pflanzen lassen. Im ersten Jahr ganz wenig Triebe (ok, war frisch angepflanzt). Im zweiten Jahr viele Trieb, aber sehr spät ausgetrieben (Anfang Juni). Nach vier Wochen sind die ersten Blätter braun geworden und zwar vom Stiel bzw Blattansatz nach außen hin. Alle drei Bäume, alle Blätter waren befallen. Es sah aus, als ob die Blätter über den Stamm vergiftet wurden. Unser Gärtner meinte zu wenig Wasser. Das schließe ich mal aus, weil wir gegossen haben, wie die Großen (also recht viel). Im August sind dann alle Blätter abgefallen. Ok, da war eh nichts mehr zu regeln. Ungeziefer o.ä. konnte ich nicht entdecken und auch der Gärtner hat nichts gefunden.
So, dieses Jahr neues Glück. Mitte Mai (finde ich immer noch zu spät) die ersten Triebe, aber nur an den Astenden. Der Trompetenbaum unseres Nachbarn (gleichalt, gleichgroß) treibt an jeder nur erdenklichen Stelle aus. Im Vergleich dazu sieht unser so aus, als ob er schon wieder alles verloren hat. Außen Blätter, innen nur Geäst. Und der Kronendurchmesser ist gerade einmal 1.2m oder so. Dazu kommt noch, dass jetzt schon wieder die ersten Blätter braun werden. Die anderen fühlen sich recht schlapp an (so, als ob man ein Blatt abreißt und dann liegen läßt.) Ich meine, die sind gerade einmal 3 Wochen alt. Diesmal aber von außen nach innen. Mein laienhafter Gedankengang war, dass die Blätter in der Sonne verbrannt sind (vornehmlich ist die Südseite betroffen und es war ja echt tolles Wetter, aber bei meinem Nachbarn: nix, kräftig grüne Triebe und satte Blätter) Und gegossen habe wir mindestens gleich. Ich bin mir aber sicher, dass in zwei, drei Wochen wieder alle Blätter braun sind.
Vielleicht könnt Ihr mir helfen und mir ein paar Tips geben.
Die Bedingungen bei meinem Nachbarn und mir sind praktisch identisch. Gleicher Boden, gleiche Position im Garten, gleich Bäume. Wir haben beide nicht gedüngt.
Vielen Dank vorab
Bernd
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garteneidechse  Hauptgärtner

Beiträge: 256
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vom: Mi 16 Mai, 2007 21:37 |
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Hallo Bernd,
deine Frage ist wirklich heikel, aber ich kann Sie Dir beantworten.
Ich selbst habe 2 Catalpa in meinem Garten, seit ca. 5 Jahren. die ersten Jahre gab es keine Probleme.
Gegossen werden die Pflanzen bei mir jeden Tag und auch nicht zu wenig, schließlich sollen Sie ja irgentwann als schattenspender dienen.
Bei mir war das Schadbild das selbe wie bei Dir, jedoch trat es im Spätsommer auf.
Nun stand ich vor der frage:" Was ist dieses absterben".
Selbst meine 20 jährige Gärtnererfahrung ließen mich im Stich.I ch war an einem Punkt wo man das erste mal nachdenken mußte, ob man vielleicht in der Schule irgentwann einmal nicht aufgepasst hatte.
Kurzerhand telefonierte ich mit der Baumschule bei der ich die Bäume erwarb, der Meister/Besitzer sah sich die Bäume bei mir im Garten an und sprach mir auf den Anrufbeantworter, die Pflanzen sind erfroren, das müßten Sie als Gärtner eigentlich selbst sehen.
Danke für die Auskunft, erfroren direkt im Hochsommer? Da sieht man doch das die meisten Gärtner nur noch Händler sind und den Bezug zu Pflanzen langsam verlieren.
Glücklicherweise habe ich einen alten Gärtnermeister in der Firma, der 20 Jahre viele Catalpa verkauft hat.
Dieser war der Schlüßel zur Lößung.
Und das ist Sie:
Vom Monilia-Befall sind fast alle hierzulande kultivierten Obstarten, aber auch einige Zierpflanzen betroffen. Neben Apfel-, Birn-, Kirsch- (hier besonders die Schattenmorelle) und Pflaumenbäumen tritt Monilia auch bei den entsprechenden Zierarten und Mandelbäumen auf. Inzwischen werden auch Sorten gezüchtet, die gegen den Pilz resistent sind.
Zierarten und Mandelbäumchen? [u]Auch die Catalpa gehöhrt dazu[/u]
Denn wenn man die Dürrspitzenkrankheit (Monilia-Befall ), durch Rückschnitt bekämpft ist sie wie weggeblasen.
In den Fachbüchern steht das man die Äste um 15 cm kürzen soll.
Ich habe die Äste komplett abgenommen.Dies war vor einem Jahr.
Mittlerweile hat sich bereits wieder eine schöne Krone gebildet.
Jedoch habe ich im vergangenen Jahr nach dem Neuaustrieb die Äste pinziert um eine bessere Verzweigung zu erzielen.
Mfg
www.garteneidechse.de
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Bernd_911  Azubi

Beiträge: 8
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vom: Mi 16 Mai, 2007 22:44 |
Hallo Garteneidechse,
danke für Deine ausführliche Beschreibung.
Offensichtlich zieht es in meinen Garten nur Exoten (s. Kirschlorbeer).
Wie ich aber bereits erklärt habe, bin ich ja eher der Gattung "Gärtneruntauglich" zuzuordnen. Soll heißen, die Diagnose lautet Monilia-Befall, ein Pilz wie ich lese.
Ist der optisch zu sehen? Oder anders auszumachen?
Ich möchte natürlich den Rückschnitt vermeiden. Vor allen Dingen, weil ich nicht glauben kann, dass das Problem nächstes Jahr nicht wieder auftritt (Schließlich hab ich das letztes Jahr schon mitgemacht).
Ich werde mal die Suchfunktion bemühen.
Wenn ich aber zurückschneide, kommen die neuen Triebe erst nächstes Jahr, korrekt?
Und noch eine Frage, was ist denn nu schon wieder pinzieren (Zitat: Jedoch habe ich im vergangenen Jahr nach dem Neuaustrieb die Äste pinziert um eine bessere Verzweigung zu erzielen. Zitat Ende)?
Und die "Gretchenfrage" lautet natürlich: Wo kommt dieser Pilz her und wie kann ich ihn in Zukunft vermeiden?
Danke nochmal
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Indigogirl  Pflanzenprofessorin

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