Fundament für Anlehngewächshaus ... auf Asphalt!

 
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Hibbi

Hi!

Ich hab eine etwas ungewöhnliches Anliegen, ich möchte mir an unserem Haus an der Südseite
eine "Pflanzenüberwinterungsstätte" errichten, quasi ein Anlehngewächshaus mit 2,5 x 5m Grundfläche. (es gibt keinen direkten Zugang vom Haus zum Gewächshaus, es ist auch nicht zum Bewohnen gedacht, also in dem Sinne kein Wintergarten)
Auf dem Grundstück ist allerdings kein offener Boden vorhanden, sondern alles ist asphaltiert und zudem auch noch etwas uneben.
Da ein Aufreißen der Asphaltschicht nicht in Frage kommt (aus Gründen der problemloseren "Rückbaubarkeit") hatte ich die Idee, als quasi Fundament handelsübliche Kalksandsteine zu verwenden (ca. 11cm hoch), die entsprechend dem Grundriss auf die Asphaltschicht aufgemauert werden.

Die Gewächshauskontruktion (übrigens eine Holzkonstruktion mit geplanten Stegdoppelplatten) soll dann durch die Kalksandsteine hindurch in der Asphaltschicht mittels entsprechend langer und stabiler Schrauben verankert werden.

So weit, so gut.

Was mir aber noch ziemlich unklar ist, ist die Wärmeisolation im Gewächshaus zum Boden hin, denn ich kann mir vorstellen dass die Kälte im Winter durch den Asphalt auch in das Gewächshaus hineinkriecht.

Also muss der Boden auch isoliert werden, aber wie ?

Natürlich hab ich schonmal im Internet nachgeforscht und viele verschiedene Lösungen gefunden, aber keine die im direkten Zusammenhang mit Gewächshäusern ( bzw. Wintergärten ) gewesen wären.

Hat jemand von Euch da schonmal Erfahrungen gemacht oder einen Vorschlag, wie man am effektivsten so eine Wärmeisolierung zum Boden hin erstellt?

Ach ja, geplant ist, in dem Haus Gewächse zu überwintern (Kübelpflanzen zumeist) mit gewissen Wärmeansprüchen (mind. 10-15°C), sodass halt auch bei extremen Minusgraden im GWH eben mind. diese 10-15°C erhalten bleiben.
Angedacht ist für einen warmen Fuß daher auch eine elektr. Fußbodenheizung, die wirklich nur dafür sorgt dass der Boden nicht zu kalt ist (mind 10-15°C halt ), das Anwärmen der Luft soll eine Gasheizung oder sogar der Anschluss an den Heizkreislauf des Wohnhauses übernehmen.
Diese Fußbodenheizung soll auch nur nach oben Abstrahlen und nicht unnötig den Asphalt aufwärmen

Ich wünsche mir schon eine "saubere" Bodenfläche, also ist das Einbringen von schwimmendem Estrich bereits im Bauaufwand einkalkuliert. Nur wir es von der Nutzoberfläche bis zur Asphaltschicht aussehen muss, ist mir nicht klar

Würde mich über etwas Input sehr freuen

Bis denn
Hibbi
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Lapismuc

Zitat geschrieben von Hibbi
Also muss der Boden auch isoliert werden, aber wie ?
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nazareno

der boden ist hier gar nicht das hauptproblem, da die erde bekanntlich im winter nie so kalt wird wie die luft, das schwächste glied sind vielmehr die glaswände. Willst du wirklich 10-15° halten, droht die sache zu einer energieschleuder zu werden.

Anmerkung zu deiner geplanten verankerung: Da asphalt ein weiches material ist, sollten punktlasten möglichst nicht direkt auf asphalt abgetragen werden. Auch schraubanker sind äusserst schwierig herzustellen (abhängig u.a. von der körnung des asphalts) und dazu noch von zweifelhafter stabilität.
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Mel
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Mel

Und wenn man eine Holzunterkonstruktion baut (wie bei Terrassen), das Haus damit verschraubt und die Bohlen seitlich länger macht als das Häuschen. Dann kann man die Seiten mit Platten beschweren z.B. Rasenkantensteine (die 100 x25)mit Isolierwolle ausfüllen und dann da auch Platten drauf legen
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Hibbi

Hallo!

Danke für Eure Antworten!

Das mit der Baufolie und dem Estrich klingt eigentlich recht einfach.
Aber wie sieht das aus mit den Styrodurplatten, wenn der untergrund nunmal nicht topfeben ist ? (siehe Bild). Wie schaffe ich den Ausgleich zw. unebenem Asphaltboden und Styrodurplatten? Ein paar Zentimeter Perlite-Schüttung auftragen und dadrauf dann die Styrodurplatten?

Ja, das mit der Energie ist so eine Sache. Ich habe mal einfach grob überschlagen dass das GWH ca. 35m² Oberfläche haben wird, eingedeckt mit optimalerweise 16mm Stegdoppelplatte ALLTOP, bei der der k-Wert mit 2,5W/m²K angegeben ist.
Ich wohne hier mitten im Ruhrgebiet in einer großen Stadt und erwarte keine Winter, bei denen die Temperatur über mehrere Wochen bei -20°C liegt, aber der letzte Winter war knackig und da will ich kein Risiko eingehen!
Aber nur mal den Fall gestellt, es wären nachts wirklich -20°C, wären das nach der Formel, die im WWW gefunden habe : Wärmebedarf[Watt] = 35m² * 2,5W/m2K * 30K = 2650 Watt, die nachts veranschlagt würden.
Ok, ein k-Wert von 2,5 ist vielleicht extrem optimistisch, vllt. sollte man lieber mit 3,5 oder gar 4 rechnen, dann wären das bei k-Wert = 4W/m²K ca. 4200 Watt, die eine Gasheizung bringen muss.
Wenn man nur noch bedenkt, dass es ja ein Anlehngewächshaus ist, hinter welchem beheizte Räume liegen, liegt die Hoffnung nahe, dass diese Räume quasi einen kleinen Anteil mitheizen.

Ich würde das durchaus mal einen Winter ausprobieren, um zu sehen, wie hoch der Energieverbrauch tatsächlich wäre.

Ok, damit es etwas klarer wird, kommt da unten mal ein Bild rein. Eigentlich wollte ich ein aktuelles machen, auf dem die Kalksandsteine schon grob nach dem Grundriss gelegt sind. Stattdessen mal die roten Striche, die leider etwas ausserhalb des Bildes enden, wie gesagt, hab kein passenderes gefunden.

Damit sieht man auch den Untergrund, die Stufe von den ca. 20cm breiten Bodensteinen und der dann erst beginnenden Asphaltdecke. Das linke (westliche) Ende beginnt zwischen den beiden begitterten Fenster und endet rechts (im Osten) dort, wo direkt am Haus die dort liegende Holzlatte endet.
Durch das Fenster, welches dann im GWS liegt, erfolgt dann Strom- und Wasserversorgung (es ist eine kleine, seit Jahren (Jahrzehnten?) ungenutze Nasszelle). Rein theoretisch könnte man durch dieses Fenster auch Anschluss an die Warmwasserheizung des Hauses bekommen. Hmm
Durch die braune Luke gelangt man in eine Art Kriechkeller - auch ungenutzt, im Winter werden da höchstens Gartenschläuche gelagert.

Ich schreibe schon wieder viel zu viel, aber ich bin grad völlig Feuer und Flamme für dieses Projekt

Bis dann
Hibbi
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Lapismuc

Ein paar Zentimeter Perlite-Schüttung auftragen und dadrauf dann die Styrodurplatten?
Genau so geht's
vlG Lapismuc
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Scrooge

Wie sieht's denn mit dem "umgekehrten" Problem aus.
Wenn die Wintersonne auf das Ding scheint und sich da drin ein schönes Treibhausklima entwickelt, kannt Du dann beschatten oder lüften? So ein bißchen Luftzirkultion wäre ja wohl auch so nicht ganz falsch, so auf die Dauer, nehme ich an.
Meine Mutter hat mir nämlich heute gerade ein solches Anlehngewächshaus vorgeschlagen. Aber ich bin sicher zu doof dafür, also schaue ich mir lieber an, wie Du das machst...
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Hibbi

Hi,

Scrooge, ich hoffe das wird dieses Jahr noch was!
Eigentlich MUSS es dieses Jahr was werden

Also das Gewächshaus ist aufgebaut wie ein herkömmliches Gewächshaus, aber halt aus Holz und damit mit etwas dickeren Streben wg. der Stabilität. Geplant ist Leimholz 6x12cm / 12x12cm. Die Stegdoppelplatten werden geklemmt (abgeschaut von den Wintergarten-Aluprofilen) mit Gummidichtung und allem Pipapo
D.h. es sind auch 4 Lüftungsklappen vorgesehen (mit autom. Fensteröffnern ... *träum* 2 Dach, 2 Seitenfenster )
Wenns sein muss, auch mit Zwangsbe/entlüftung (Ventilator im östl./westl. Giebel)
Ich finde, sowas plant und baut man nicht jedes Jahr, daher sollte es schon "vernünftig" sein


@Lapismuc
Wie sieht dieser umlaufende Randstreifen aus ? Woraus besteht der, wie dick is der? Ist das dieser Streifen aus diesem ca. 5mm dicken blauen Zeug, welches auch für die Entkopplung des Trittschalls von Wänden benutzt wird?
Die Baufolien-Bahnen, wie werden die miteinander dicht verbunden ? Paketklebeband?


Hibbi
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Lapismuc

@ Hibbi

Du weißt ja eh schon alles
Randstreifen für Entkopplung des Trittschalls ist richtig und verhindert eine Kältebrücke,
Paketklebeband ist ausreichend
mit den Kalksandsteinen bin ich net so glücklich, da würde ich in die unterste Mörtelschicht 3 Armierungseisen reinlegen. Durch die Abkoppelung ist das ein Bauteil für sich und das bewegt sich garantiert im Winter, ausserdem saugen die sich voll mit Feuchtigkeit. Diese Kapillarwirkung sollteste unterbrechen oder verhindern.
Denk mal auf lange Sicht über Betonschalsteine nach:
http://www.google.de/images?q=…=de&tab=wi
...............und da hätteste unten und oben die Armierungseisen

vlG Lapismuc
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Hibbi

Hallo Lapismuc!

Jetzt hast Du mich kalt erwischt Davon hab ich noch nie was gehört.
Wie würde man da vorgehen? Diese Steine auf den Asphalt mörteln und danach mit Beton auffüllen?

Wie gesagt, die Asphaltdecke darf ich leider nicht ankratzen (nur abkratzen, wenn das GWH irgendwann doch mal wieder wegmuss). D.h. nicht grossflächig aufreissen um ein "richtiges" Fundament zu bauen.

Was meinst du mit Armierungseisen? Wie sehen die aus? Was is das ?
Meinst du damit, Eisenbolzen in den Asphalt zu setzen (zu schauben, zu betonieren), die dann in die Kalksandsteine bzw. Schalsteine hineinragen?

Wie unterbreche ich die Kapilarwirkung ?

Fragen über Fragen! So weit bin ich leider noch nicht vorgedrungen in die Materie!

Hibbi
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Lapismuc

Zitat geschrieben von Hibbi

Was meinst du mit Armierungseisen? Wie sehen die aus? Was is das ?

Armierungseisen ist 8-ter oder 10-er waagerechter Rundstahl. die Schalsteine ähneln denen auf dem Foto.
http://schwimmbadtechnik-muell…ol%201.jpg
eine Lage zu je 3 A-eisen unten und eine Lage zu je 3 A-eisen oben auf die Steine, dann haste so ne Art Ringanker, die dein Bauwerk zusammenhalten, wie die Stahlringe um ein Holzfass
Auf den Asphalt legste eine Dachpappbahn, gegen die Feuchtigkeit von unten und nix anbohren von Asphalt

vlG Lapismuc
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Hibbi

Hi!

Ahhh! Das mit der Armierung hab ich jetz verstanden!

Aber meine Gedanken und Ideen geraten beim Thema Schalsteine in stocken!
Ohne Frage wäre das eine super Sache und eine geniale Idee, auch das mit der Dachpappe als untergrund für den Sockel. Aber ich hab mir die Schalsteine im WWW mal angeschaut und bin das mal durchgegangen und sehe da ein Problem im Bereich der Tür des GWH. Die Steine sind nämlich alle so ca. 23cm hoch, dh. man müsste schon kräftig den Fuß heben um da drüberzusteigen. Man könnte das natürlich aussen wie eine Art Treppe gestalten(also noch eine Stufe aussen vorsetzen), aber innen gehts dann ja wieder runter, und das dann auch als Treppe gestalten zu müssen ... hmm! also 23cm hoch will ich den Boden innen nicht aufbauen müssen! Da geht zuviel wertvolle Stehhöhe verloren, da die Gesamthöhe durch Fenster in der Gebäudewand begrenzt ist!

Andererseits könnte man den Bereich der Tür erst garnicht mit Schalsteinen versehen, sondern mit Kalksandsteinen, die ja nur ca. 11cm hoch sind. So fließt der Estrich nicht weg, und man hat nur eine moderate Stufe von ca. 11cm. Den Boden innen kann man dann ja so hoch mit Estrich versehen dass er schön bündig mit den Kalksandsteinen abschließt.
ABER!
Die Sache mit der Armierung ging in dem Bereich dann flöten! Da wo die Türöffnung ist, wäre keine Stahlarmierung! Ist das verantwortbar?

So langsam nimmt sich Sache tatsächlich Gestalt an!

Übrigens, die Verankerung IM Asphalt hab ich nur deswegen angedacht, damit ein kräftiger Herbststurm das Häuschen nicht auf Nachbars Grundstück weht
Wenn es aber wirklich reicht, das ganze auf Dachpappe/Bitumen zu "legen", soll es mir nur Recht sein

Hibbi
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nazareno

vorsicht, das reicht NICHT!

jedes häuschen, und sei es noch so klein, muss sturmfest verankert werden.
In deinem fall könnte das eine kombination aus boden- und wandankern sein (die anlehn-wand).
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Lapismuc

Die Armierung sollte net unterbrochen werden, und der Mörtel zwischen den Kalksandsteinen schafft keine dauerhafte Verbindung und kann sich losreißen, währenddessen die Schalsteine incl. Armierung und Beton als ein Stück gesehen werden kann und demzufolge auch ein ganz anderes Eigengewicht darstellen, wegen der Sturmfestigkeit.

vlG Lapismuc
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Hibbi

Hallo!

Die Balken, die an der Gebäudewand anliegen, werden auf jeden Fall in der Hauswand verankert! Schon alleine damit auch dort alles vernänftig abgedichtet werden kann (ist aber auch nochmal ein Thema für sich)!
Ich weiss nur nicht ob das reicht! Oder ob trotzdem in den Asphalt noch "reingedübelt" werden sollte!?

Was ist, wenn im Türbereich unter den Kalksandsteinen die Armierung herläuft ? (und die Kalksandsteine evt. etwas "ausgehöhlt" werden für die untere Armierung)

Und dann nochmal ein Bild von der Asphaltfläche, um einen besseren Eindruck zu bekommen.
Leider hat meine Kamera so gut wie ihren Geist aufgegeben, naja, is schon über 5 Jahre alt, daher die Grünstichigkeit.

Hibbi
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