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Neben ihrer faszinierenden Schönheit der Orchideen, vergessen wir oft, den überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten der Pflanze zu erwähnen. Ja, das soll es geben, Intelligenz gepaart mit Schönheit. Wo ist hier der Newswert?
Keine Ahnung, aber jetzt kommt die interessante Nachricht: Wir möchten eine wirklich eindrucksvolle Sonderbegabung aus dem Reich der Pflanzen vorstellen. Es handelt sich um Orchideen, denn diese punkten nicht nur mit ihrer einzigartigen Schönheit, sondern dank ihrer Intelligenz zählen sie zu den faszinierenden Femmes fatales des Pflanzenreichs. Mit Raffinesse nutzen Orchideen ihre verschiedenen Farben und Geruchsstoffe dazu, die sexuellen Sehnsüchte von männlichen Insekten zu wecken, um ihren eigenen Fortbestand zu sichern. Zur Täuschung der einfältigen Insektenmänner ist ihnen jedes Mittel recht, wenn es nur dem Ziel der Befruchtung und der Weitergabe des eigenen Pollen dient.
Die Ophrys speculum z.B. simuliert eine Wespe. Auf der Lippe, dem typischen Kennzeichen aller Orchideen und gleichzeitig dem Landeplatz der Insekten, sind die Härchen genau so groß, gefärbt und angeordnet wie bei den weiblichen Wespen. Auch verströmt diese Orchidee exakt den gleichen Duft wie paarungsbereite Wespenweibchen. Die irregeleiteten, liebestollen Wespenmännchen stürzen sich mit Ungestüm auf diese vollendete Nachbildung der Angebeteten und sichern so nicht die Erhaltung der eigenen Art, sondern den Fortbestand der Ophrys.
Orchideen gehören mit über 750 Gattungen und 20 000 Arten zur der größten Familie des Pflanzenreiches. Dem züchterischen Ehrgeiz ist es zu danken, dass wir in der glücklichen Lage sind, unsere Räume mit diesen exotischen Schönheiten zu dekorieren. Einfach zu pflegen sind z.B. Phalaenopsis-Orchideen. Sie benötigen lediglich Temperaturen zwischen 18 und 22 °C und einen hellen Platz, wo sie zumindest im Sommer keine direkte Sonne abbekommen. Je nach Standort begnügt sich die Phalaenopsis einmal in der Woche mit einem Schnapsgläschen Wasser.
Mit verschwenderischer Schönheit trumpfen die üppigen Blütentrauben der Cymbidium-Orchidee auf, die sich aus dichtem Blattwerk erheben. Auch Cymbidium bevorzugt einen hellen Platz ohne pralle Sonne. Die großwerdenden Hybriden sind Frischluftfans und fühlen sich von Mai bis September auch an einem Standort mit diffusem Licht im Freien außerordentlich wohl. Cymbidien schätzen gleichmäßig feuchte Erde und eine Düngegabe alle drei Wochen von April bis September.
BBH
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