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Alles von Biologie bis Zytologie, Natur und Umwelt, neue Energien, Ökologie...
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Schlappe für Monsanto, kein Genmais auf deutschen Äckern |
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stella_riamedia  Pflanzendoktorin

Beiträge: 3804
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vom: Di 14 Apr, 2009 11:37 |
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endlich! es wurde höchste zeit. & so ein entschluss ausgerechnet von der csu....respekt!
dass sich das mit den genpflanzen auf längere sicht auch in anderer form negativ auswirken kann (ausser den auswirkungen auf heimische tiere & pflanzen) zeigt sich ---> hier <---- ganz deutlich
Zitat:
MON 810
Aigner verbietet Anbau von Genmais
Berlin - Der Anbau von Genmais wird in Deutschland verboten. Das gab Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag in Berlin bekannt. Sie habe berechtigten Grund zu der Annahme, dass der genveränderte Mais der Sorte MON 810 "eine Gefahr für die Umwelt darstellt", sagte Aigner. Damit greife eine Schutzklausel, die über EU-Recht möglich sei.
Diese Entscheidung sei trotz anderslautender Behauptungen keine politische, sondern eine fachliche. Studien aus Luxemburg für ein nationales Verbot von MON 810 des Agrarkonzerns Monsanto hätten den Ausschlag gegeben. Laut dem Ministerium gibt es Risiken für bestimmte Schmetterlinge, Marienkäfer und Wasserorganismen. Ob Monsanto gegen das Verbot klagen wird, ist offen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte das Verbot.
Der genveränderte Mais MON 810 ist seit 1998 in der Europäischen Union für den kommerziellen Anbau zugelassen. In den Mais ist ein Gen gegen den Schädling Maiszünsler - einen Schmetterling - eingebaut. Der Druck aus Bayern, den Genmais-Anbau zu verbieten, war zuletzt größer geworden. Der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) will Deutschland zu einer "gentechnikanbaufreien Zone" machen. Umweltverbände, Grüne und Linke fordern seit langem ein Anbauverbot, weil sie Folgen für Tiere und Pflanzen befürchten. Befürworter warnen vor einer Abwanderung von Forschungsunternehmen.
quelle: stuttgarter zeitung
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DieterR  Pflanzenprofessor

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cloud  Gärtnermeister

Beiträge: 1417
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marcu  Pflanzenprofessorin

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stella_riamedia  Pflanzendoktorin

Beiträge: 3804
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vom: Di 14 Apr, 2009 17:38 |
na ja, bei der entscheidung spielt wohl vor allem der druck von verbrauchern, imkern, landwirten & umweltorganisationen
eine rolle. es geht ja auch auf den wahlkampf zu. dass der entschluss auf dem mist der csu gereift wäre, glaub ich auch nicht.
bleibt abzuwarten (& mit protesten am ball bleiben), ob & wie stark sich die gute im eu-headquarter in brüssel dafür stark
macht. da geht es dann demnächst um die wiederzulassung von mon810 & um eine neuzulassung für 2 andere genmaissorten.
@marcu, da es nicht mehr angebaut werden darf, wird es auch nicht im handel erscheinen. kontrollen werden weiterhin nötig sein, obwohl monsanto ja, wie man weiss, eh hinter denen her ist, die gegen das patentrecht verstoßen, indem sie monsantosaatgut verwenden ohne es rechtmäßig erworben zu haben.
aber freuen wir uns erstmal über den "kleinen" erfolg
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marcu  Pflanzenprofessorin

Beiträge: 9329
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lilamamamora  Pflanzendoktorin

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stella_riamedia  Pflanzendoktorin

Beiträge: 3804
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vom: Di 14 Apr, 2009 18:44 |
marcu hat Folgendes geschrieben:
Es erscheint doch denke ich schon jahrelang hier im Handel, in amerikanischen Lebensmitteln - die verarbeiten dort doch alles....
Wer weiß, was den Kindern in den Fast-Food-Tempeln untergejubelt wird?
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da hast du recht. allerdings müssen lebensmittel aus, oder mit verarbeiteten genpflanzen, eigentlich gekennzeichnet sein. ich verlass mich da allerdings mehr auf lebensmittel die das zeichen 'ohne gentechnik' tragen. bei sojaprodukten ist das, glaub ich, recht kritisch.
landliebe hat jetzt übrigens auch den aufdruck 'traditionelle fütterung ohne gentechnik'. nachdem campina auf druck von organisationen wie greenpeace reagiert hat, bekommen die landliebe-kühe kein gengetreide mehr (im gegensatz zu molkereien wie weihenstephan oder müller ). ausserdem wird bei landliebe nur noch europäisches tierfutter zu verfüttern (kein soja aus südamerika mehr).
was mcdreck & konsorten angeht, da denk ich mir (& ), dass ein umdenken einsetzt. sowas dauert ja & kommt nicht von heut auf morgen. ich denk aber schon, dass die leute heut mehr sensibilisiert sind, & das nicht nur in fragen der gentechnik.
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cloud  Gärtnermeister

Beiträge: 1417
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stella_riamedia  Pflanzendoktorin

Beiträge: 3804
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vom: Sa 18 Apr, 2009 14:43 |
leider stimmt das, & wenn man bedenkt, dass wir da im konsum nur eingeschränkt einfluss drauf haben....
auch der beste vorsatz, zweifelhafte sojaprodukte nicht zu verwenden, ist zum scheitern verurteilt, wenn
der größte teil als viehfutter verwendet wird, & somit landet es indirekt als fleisch oder joghurt in den
regalen.
bioprodukte sind da aussen vor, das ergeben ständige kontrollen & landliebe als vorreiter der konventionellen liga
lässt hoffen, dass andere nachziehen.
leider sind das alles langwierige prozesse, deshalb freut man sich umsomehr auch an, global gesehen, so
'nebensächlichen' erfolgen, wie das genmaisanbauverbot, & der gengetreidefutterverzicht. & es zeigt auch,
dass so einfache dinge, wie kaufboykott oder unterschriftensammeln, die quasi jeder, ohne verzicht oder
finanzielle einbußen, durchziehen kann, etwas bewirken können.
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cloud  Gärtnermeister

Beiträge: 1417
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vom: So 19 Apr, 2009 13:35 |
Ja da hast du völlig recht, der einzige Nachteil bei konsumenten entscheidung (neben denen die dieGeld und zeitlichen Möglichkeiten hätten) ist der dass viele oft keine wahl haben, also vom preis der bioprodukte her gesehen, das zB sozialhilfeempfänger vor allem Familien gar keine realistische chance auf eine derartige Wahl haben, nur, den Preis für Bioprodukte find ich schon grösstenteils gerechtfertigt..eine Lösung dieses Problems sähe ich in der Budgetkürzung von zB 20 Fr und dessen ersetzung durch einen 50-100 Fr Gutschein für Lebensmittel in einem Bioladen oder sogar Bauernhof direkt verkaufsbetrieb, aber wer kümmert sich oben schon gross um die Gesundheit der Unterschicht??? ..dabei käme es (natürlich durch die Subventionen) der gesamten Sache zu Gute, es würde den Inlandanbau fördern und die Einfuhr von zB Getreide zu astronomisch kleinen Preisen, Fleisch bzw Tieren aus der anderen Seite des Planeten eine "preiswerte" moralisch überhaupt vertretbare alternative bieten..
..aber das kommt vielleicht auch irgendwann (bin auch mit einer ähnlichen Form zufrieden ) solange nur etwas in die richtige Richtung getan wird, wie du schon sagst
Lg, cloud
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stella_riamedia  Pflanzendoktorin

Beiträge: 3804
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vom: So 26 Apr, 2009 20:26 |
cloud hat Folgendes geschrieben:
dass viele oft keine wahl haben, also vom preis der bioprodukte her gesehen, das zB sozialhilfeempfänger vor allem Familien gar keine realistische chance auf eine derartige Wahl haben
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die argumente hört man zwar immer wieder, kann dem aber nur bedingt zustimmen. ich bin zwar keine sozialhilfeempfängerin, aber alleinerziehend & alleinige ernährerin (galas zählen nicht gerade zu den großverdienern ). saisonale produkte, wie borsik schon erwähnt, in bioqualität sind in den biosupermärkten oder auf dem markt nicht wirklich teurer, das ist erwiesen.
ich geb vor allem der gleichgültigkeit & der bequemlichkeit der leute die schuld. ausreden findet man immer, & dass sozialempfänger das zeitlich nicht gebacken kriegen, sich zu informieren, kann ich so auch nicht so stehen lassen.
monsanto hat übrigens widerspruch eingelegt, aber aigner bringt jetzt auch noch die genkartoffel auf's tapet . ich werd zwar nie zur csu-fangemeinde gehören, aber respekt!
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Monsanto - Round Up und Co |
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Loony  Pflanzendoktorin

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DieterR  Pflanzenprofessor

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