auch Herkulesstaude genannt, breitet sich immer stärker aus. Die zwei bis vier Meter hoch wachsende Staude vermehrt sich durch 10 000 bis 50 000 Samen, die bis zu 10 Jahren keimfähig sind.
Diese leichten Samen werden besonders entlang der Gewässer mit den Überschwemmungsgebieten sowie der Verkehrsanlagen durch Verwirbelung entlang der Straßen und Gleise verbreitet. Die Zunahme an Brachflächen, Uferrandstreifen und Industriebrachen fördert die Ausbreitung.
Neben der Verdrängung der heimischen Flora und Fauna sowie den Erosionsschäden an Gewässern rückt insbesondere die gesundheitliche Gefahr für den Menschen in den Vordergrund. Der Saft aller Pflanzenteile enthält photosensibilisierende Substanzen (Furanocoumarine), die in Verbindung mit der UV-Strahlung des Sonnenlichts zu schweren, verbrennungsähnlichen Erscheinungen auf der Haut führen können. Die größte Gefährdung besteht 30 Minuten bis zwei Stunden nach Hautkontakt. Symptome wie Hautrötungen entstehen nach etwa 24 Stunden. Betroffene Stellen heilen erst nach Wochen ab; oft bleiben jahrelang Pigmentstörungen zurück. Daher muss bei der Bekämpfung der Herkulesstaude unbedingt auf den Körperschutz geachtet werden.
Derzeit treiben die Pflanzen aus den im Vorjahr angelegten Speicherwurzeln kräftig aus, bilden im Mai ihre große Blattmasse, um im Juni den gewaltigen Blütenstängel in die Höhe zu schieben. Dann ist zwar die Pflanzen besonders gut zu erkennen, für eine effektive Bekämpfung ist es aber schon recht spät. Denn die alten Pflanzen sterben nach der Blüte ab, und die Samen reifen sehr schnell und fallen aus. Eine geplante und effektive Bekämpfung sollte also gerade jetzt im Frühjahr beginnen.
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