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Trauermücken-Zusammenfassung - fällt euch noch was ein?

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Hier ist meine Zusammenfassung zur Trauermückenbekämpfung. Lag schon ne Weile auf meiner Festplatte rum, habe eben noch einiges ergänzt und stelle es hier mal zur Diskussion. Erfahrungsgemäß fallen euch noch viele erwähnenswerte Dinge ein, oder ihr findet Fehler.

Ich habe versucht zu allem Bekämpfungsmethoden die Vor- und Nachteile zu recherchieren. Punkte 1-6 habe ich selbst schon getestet, teils bei Mamas Trauermücken (seitdem ich auf Seramis umgestiegen bin, ists bei mir TM-frei). Die chemische Bekämpfung habe ich nie getestet, hat da jemand Erfahrungen? Bei der biologischen Bekämpfung habe ich auch nur mit den Steinernema experimentiert. Wie ist das eigentlich mit den Bacillus thuringiensis, kann man danach mit Nematoden behandeln? Bacillus geht ja auch auf Nematoden (nur auf welche?).

Hier die Zusammenfassung:


Trauermücken, Bradysia paupera

Trauermücken (TM) sind ca. 1-3 mm große, fliegende Schädlinge. Die Weibchen legen ihre Eier auf feuchtes Substrat organischen Ursprungs ab. Aus den Eiern schlüpfen innerhalb weniger Tage die Larven, die sich in den nächsten 3 Wochen zu adulten, flugfähigen Tieren entwickeln. Die Trauermücke (Bradysia paupera) wird häufig mit der Fruchtfliege (Drosophila spp.) verwechselt. Zur leichten Unterscheidung: Fruchtfliegen sind rotbraun, mit einem dicken Hinterleib. Sie legen ihre Eier auf faulendem Obst ab. Trauermücken sind schwarz, schlank und fliegen im Zickzack, während Fruchtfliegen geradlinig und schwerfällig fliegen.


Schadbild

Die Schädigung von Pflanzen durch Trauermücken entsteht während des Larvenstadiums. In dieser Zeit ernähren sich die Tiere von totem Zellmaterial in der Erde, aber auch von feinen Wurzeln. Besonders gefährdet sind Keimlinge und Stecklinge, die beim Verlust der Wurzeln eingehen können. Die Schädigung der Wurzeln begünstigt außerdem das Eindringen von Bakterien in die Pflanze, was bei dauerhaft feuchtem Substrat auch für ältere Pflanze tödlich sein kann. Erwachsene Tiere richten zwar keinen Schaden an Pflanzen an, können in Wohnräumen jedoch äußerst störend sein.


Vorbeugung und Bekämpfung

Trauermücken werden über die Erde von neuen Pflanzen eingeschleppt oder verirren sich auch mal durch offene Fenster in die Wohnungen. Fast immer schleppt man TMs im Herbst ein, wenn man Kübelpflanzen zum Überwintern reinholt. Auch Kräutertöpfe, die man in Supermärkten kauft, sind häufig voll mit TM-Larven.

1. anorganisches Substrat
Die Larven können sich in reiner Hydrokultur, Seramis, Kies oder Sand nicht vermehren. Seramis hat sich zur Kultur verschiedenster Zimmerpflanzen bewährt, allerdings müssen die Pflanzen weitgehend frei von Erde sein. Es reicht nicht, nur die oberen paar cm mit Seramis zu bedecken, da TMs unter die Kügelchen kriechen um so trotzdem Eier abzulegen.
Vorteile: Optisch ansprechend. Substrate sehr durchlässig, Gießfehler werden eher toleriert. Pflanzen in anorganischem Substrat sind vor TMs sicher, wenn nicht zu viel abgestorbenes Wurzelmaterial im Substrat liegt.
Nachteile: Seramis oder Hydro sind verhältnismäßig teure Systeme. Nicht alle Pflanzen gedeihen gleich gut darin. Düngergaben müssen regelmäßiger erfolgen, da anorganische Substrate nicht vorgedüngt sind.

2. Sand
Die Erde kann mit feinem (!) Quarzsand (kein Vogelsand, der enthält Kalk und ist für viele Pflanzen unverträglich) bedeckt werden, und zwar so, dass von der Blumenerde nichts mehr zu sehen ist.
Vorteile: Pflanzen müssen nicht umgetopft werden
Nachteile: Die Sandschicht muss nach jedem Gießen wiederhergestellt werden. Bei großen Abzugslöchern können die TMs die Eier auch „von unten“ ablegen.

3. Gießen
Die Erde sollte vor den Wassergaben regelmäßig durchtrocknen. Das Gießen ausschließlich über den Untersetzer erschwert den TMs die Fortpflanzung zusätzlich.
Vorteile: Kostet nichts. Bis auf wenige Ausnahmen ist das für die meisten Pflanzen sowieso gesünder, vor der nächsten Wassergabe das Substrat durchtrocknen zu lassen.
Nachteile: Beim Gießen in der Untersetzer bzw. beim Tauchen muss das Restwasser, welches die Pflanze nach 30 min nicht vollgesaugt hat, ausgeschüttet werden. TMs lassen sich hierdurch nicht bekämpfen, die Vermehrung wird jedoch erschwert.

4. Gelbsticker/-tafeln
Es handelt sich hierbei um gelbe Plastikkarten, welche Trauermücken (und auch einige andere fliegende Schädlinge) optisch anlocken. Die Tafeln sind mit einem haltbaren, nicht trocknenden Leim überzogen, woran die Schädlinge kleben bleiben. Die Neudorff-Tafeln (http://www.neudorff.de/en/produkte/katalog/gelb-sticker.html) schnitten laut einem Test von Tropenland (http://www.tropenland.at/trp/cont/rundum/gelbtafel-test-trauermuecken.asp?title=Gelbsticker-Test) am besten ab. Im Zimmergewächshaus und in der Nähe von Keimlingen sollte man generell Gelbtafeln anbringen.
Vorteile: günstige Eindämmung, Tafeln sind sehr lange haltbar, im Grunde bis der Sticker voll mit TMs ist. Gelbsticker eignen sich gut zur Befallskontrolle, um bei Sichten eines Befalls schnell reagieren zu können.
Nachteile: Die gelben TM-Friedhöfe sind nicht der ästhetische Hit. Es müssen viele Tafeln angebracht werden, pro Fensterbank mindestens eine. Der Leim klebt stark und ist schwer zu entfernen (Töpfe, Textilien usw.), Blätter von Pflanzen verkleben auch gerne an den Tafeln (vor allem Keimlinge!). TMs können mit Gelbtafeln nicht komplett vernichtet werden, da es immer einige Weibchen gibt, die ihre Eier ablegen, bevor sie die Tafeln anfliegen.

5. Mosquito-Lampe

Eine UV-Lampe, die Stechmücken und auch Trauermücken anzieht. An der Lampe verbrennen die Insekten sehr zuverlässig an den Spannungsdrähten. Preis ca. 20 €, verbraucht mit 4 Watt weniger als eine Zimmergewächshaus-Heizmatte.
Vorteile: Bei Bedarf kann man die Lampe ohne großen Aufwand pflanzennah aufhängen. Im Sommer ist es auch sehr praktisch auf Balkon/Terrasse gegen Moskitos.
Nachteile: Die verbrennenden Insekten riechen unangenehm, erinnert an verbrannte Haare.

6. Feinstrümpfe
Man kann über die Töpfe Strümpfe ziehen und diese am Stammansatz mit einem Gummiband befestigen. So wird verhindert, dass die Weibchen zur Eiablage an die Erde rankommen. Die Strümpfe müssen natürlich engmaschig sein und dürfen keine Laufmaschen haben. Insektenschutzgitter geht übrigens nicht als Alternative, da können die TMs durchschlüpfen.
Vorteile: Wenn man alte Strümpfe nimmt, kostet es nichts.
Nachteile: Optisch naja. Gießen ist schwierig, am besten geht es, wenn man in den Untersetzer/Übertopf gießt von oben geht alles daneben. Wurzeln, die aus den Abzugslöchern rauswachsen verheddern sich im Netz.

7. chemische Bekämpfung

Mit Insektiziden, die den Pflanzen über das Gießwasser verabreicht werden, können die TM-Larven vernichtet werden. Die verwendeten Insektizide sind meist Thiacloprid oder Imidacloprid (diverse Produkte von Compo, Bayer usw.)
Vorteile: Die Insektizide hat man als Hobbygärtner meist daheim und können auch beim Befall gegen weitere Schädlinge (z.B. Woll-, Schild-, Blattläuse) verwendet werden
Nachteile: Insektizide sind verhältnismäßig teuer. Für die Bekämpfung von TMs gibt es genügend biologische Alternativen.

8. biologische Bekämpfung

Die biologische Bekämpfung richtet sich gegen das Larvenstadium der Trauermücken. Sie hält einige Monate an, bis die Nützlinge selber sterben. Falls danach ein erneuter TM-Befall auftreten sollte, muss eine erneute Behandlung erfolgen. Alle hier genannten Nützlinge sind artspezifisch wirksam (Larvenstadium von Mücken) und ungefährlich für Mensch und Tier.
a) Nematoden: Steinernema feltiae
Hierbei handelt es sich um Insektenparasiten (Fadenwürmer), die in die TM-Larven eindringen. Die Würmer leben in Symbiose mit Bakterienstämmen, die Bakterien zersetzen die TM-Larven wovon sich wiederum die Nematoden ernähren. Kostenfaktor: rund 10 €, reicht locker für alle Zimmerpflanzen
Vorteile: Die wohl effektivste TM-Bekämpfung innerhalb kürzester Zeit.
Nachteile: Nematoden können nicht auf Vorrat gelagert werden. Innerhalb 1 Woche nach Erhalt müssen sie verwendet werden. Nach der Gießbehandlung mit Nematoden darf das Substrat einige Wochen nicht durchtrocknen, die Würmer wandern in der Erde auf der Suche nach Nahrung.
b) Bakterien: Bacillus thuringiensis

Die Bakterien werden von den Larven der Trauemücken gefressen. Von den Bakterien produzierte Toxine werden im Darm der TM-Larven freigesetzt und zersetzen die Larven. Handelsname Neudomück oder BioMükk. Kostenfaktor: rund 8 €, ausreichend für 10000 L Wasser
Vorteile: Im Gegensatz zu den Nematoden können die Bakterien auch in ausschließlich flüssigen Systemen (Teich, Vasen (z.B. Mangroventöpfe), Regentonne) verwendet werden. Wirkt auch gegen Stechmückenlarven. Kann auf Vorrat gelagert werden.
Nachteile: Erde muss durchdringend gegossen werden, damit die Bakterien gleichmäßig verteilt werden.
c) Raubmilben: Hypoaspsis spp.

Die Milben werden im Torfsubstrat versendet, welches man auf den befallenen Substraten verteilen muss. Die Raubmilben ernähren sich von den Larven. Sind alle Larven vertilgt, können sie einige Wochen hungern. Kostenfaktor: ca. 15 € für 20 qm Substratoberfläche
Vorteile: Wirken auch gegen Springschwänze.
Nachteile: langsame jedoch längerfristige Bekämpfung.
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BeitragDi 05 Apr, 2011 6:26
Hallo,
hier etwas zum Thema, schau dir vor allem den Beitrag von Daniel vom 04.01.2011 an.
http://forum.garten-pur.de/Pflanzengesu ... 235_0A.htm
Grüße H.-S.
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BeitragDi 05 Apr, 2011 10:30
Hallo

1 Was soll daran Nachteilig sein das Nematoden in der Erde "Wandern" ?
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BeitragDi 05 Apr, 2011 10:58
Ich verstehe das nicht so, dass das Wandern der Nachteil ist - der Nachteil ist, dass in dieser Zeit, in der sie eben wandern, das Substrat feucht gehalten werden muss und nicht durchtrocknen darf. Darauf muss man dann 1. genau achten und 2. gibt es ja durchaus Pflanzen die es lieber mögen wenn sie zwischendurch trockener gehalten werden und nicht durchgehend feucht.

Edit(h): Gluggsmarie, vielen Dank für den ausführlichen Bericht! Leider habe ich selbst nur Erfahrungen mit Neudomück bzw. Stechmückenfrei, wie es wohl inzwischen heißt, und nicht mit chemischen Mitteln, kann dir also leider nicht weiterhelfen in der Hinsicht.

LG
Martina
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BeitragDi 05 Apr, 2011 16:21
So, hier mal ein paar Infos zu meinen Erfahrungen mit Neudomück von Neudorff, dass ich unter dem neuen Namen "Stechmückenfrei" im Gartencenter gekauft habe. Packungsinhalt sind 20 ml für 13.000 Liter Wasser, leider weiß ich nicht mehr genau was ich bezahlt habe, denke aber die o.g. 8.- Euro kommen hin.

Vorteile:
- lange Haltbarkeit
- gute Aufbewahrungsmöglichkeit durch kleines, verschließbares Röhrchen
- im Gießwasser werden nur geringe Mengen benötigt, somit ist das Produkt kostengünstig
- rein biologisch, klar
- einfache Anwendung - tropfenweise ins Gießwasser einrühren und dort gründlich verteilen
- gute Wirksamkeit, innerhalb von ein paar Tagen haben sich die Trauermücken deutlichst reduziert
- noch bessere Wirkung in Verbindung mit Gelbtafeln für die adulten Tiere
- kann auch in Regenwassertonnen und Teichen großflächig angewandt werden, wie schon beschrieben

Nachteile:
- genaue Dosierung ein bißchen schwierig - lt. Packungsangabe 8 Tropfen (0,3 ml) auf 200 l Wasser, nach Umrechnung also nicht mal ein Tropfen auf 2l Gießwasser (meine kleine Zimmergießkanne). Da man nicht überdosieren kann, nehm ich meistens 3-4 Tropfen pro Kanne, manchmal rutschen auch mehr rein, wenn ich nicht schnell genug bremse. Ist nur bedingt ein Nachteil, überdosieren kann man ja nicht
- mehrfache Behandlung war bei mir immer nötig, ich krieg die TMs nie ganz weg damit, ich reduziere sie nur sehr stark
- Substrat muss von oben gegossen und feucht gehalten werden, damit sich die Bakterien im kompletten Topf verteilen können

Ich kann das Produkt absolut empfehlen, auch wenn ich die Plage wie gesagt nie zu 100% in den Griff bekommen habe, der Unterschied zu vorher war aber immer enorm. Ich bin dazu übergegangen, solange ich Trauermücken habe, auch ein paar Topfen ins Wasser zu geben.

LG
Martina
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BeitragDi 05 Apr, 2011 20:05
Zum Sand koennte man vielleicht noch sagen welchen man da genau benutzen sollte. Also meine Nachforschungen haben bisher ergeben, dass er am besten gerundet sein sollte, moeglich wenig Variation in der Koernung (also lieber 1,1-1,3mm als 1-3mm), um die 1 bis 2 mm. All das ist nur damit er nicht pappt und steinhart wird nach dem trocknen. Biologisch unbedenklich sind anscheinend alle Sande, die man so kaufen kann (also fuer essbare Pflanzen).
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BeitragDi 12 Apr, 2011 19:01
Ich habe auch ein sehr starkes TM-Problem (halbes Jahr), habe es chemisch probiert, Klebesticker waren seeehr hilfreich. Habe mir auch die Neudorff gekauft, an jedem kleben ~30 Stück.
Dazu muss man noch sagen das die Sticker verhältnismäßig teuer sind (~10€ für 10Stück).
Nur irgendwie habe ich das Gefühl das entweder die Klebesticker nach 3Monaten ihre Wirkung verlieren, oder bei meinen TM eine Evolution eingesetzt hat :-#= , denn scheinbar gehen die nicht mehr an die Sticker.

Ich denke mal ich werde es mit der Insekten-Vernichtungs-Lampen-Taktik probieren.
Sand, Strümpfe, Chemie fällt macht es durch meine Vielzahl und Variation der Pflanzen sehr schwierig (keimlinge, große Pflanzen, kleine..).

Jetzt habe ich im toom wieder Chili, Paprika, Tomate und Anzuchterde gekauft. Bei der Erde habe ich das "abmikrowellen" vergessen und mir scheinbar wieder einen schweren Schwung frischer Larven eingefangen. Bestimmt schon 20 heute totgeschlagen (fliegen zum Glück recht langsam).

Also, rein logisch, denke ich mal ist die Lampe auf Dauer am besten.
Die Larven zu bekämpfen ist schwierig. Gegen die Weibchen muss man vorgehen :-## :-#=

lg heusel
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BeitragDi 12 Apr, 2011 19:32
Hallo heusel,
mit der Erde muss man immer total aufpassen. Ich lagere sie mittlerweile auch nicht mehr in der Wohnung sondern draußen. Nur Kokohum und Seramis darf bei mir rein. Von den ganzen Billigerden, vor allem vom Discounter würde ich eigentlich jedem abraten. Dass man da TMs holt ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Mit CompoSana hatte ich bisher nie Probleme. Leider ist die aber verhältnismäßig teurer und nicht torffrei. Sie ist aber recht Strukturstabil und TMs habe ich mir damit noch nie eingeschleppt.

Bei der Lampe musst du wissen, dass die nah an den Befallsstationen aufgehängt werden muss. Wenn du Befall in mehreren Zimmern hast, dann wirst du sie damit logischerweise auch nie los sondern minimierst einfach die Population. Im Grunde gelten die Vor- und Nachteile für die Gelbsticker auch für die Lampe. Sticker und Lampen sind daher eher zur Vorbeugung, d.h. wenn sich mal 1-2 Mücke in die Wohnung verirren werden die damit hoffentlich erfasst. Zur vollständigen Bekämpfung eignen sich beide Methoden nicht.

Probiere doch mal die biologische Vernichtung. Ich persönlich, wenn ich denn wieder ein TM-Problem hätte, würde eine Radikalkur durchführen. Einmal richtig und dann hoffentlich Ruhe. Heißt 1. Woche Nematoden, ab der 2. Woche Bacillus dazu. Aber auch danach muss man halt immer aufpassen, dass man sich nix einschleppt.
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BeitragDi 12 Apr, 2011 19:37
Danke für die Hinweise, Marie.
Wenn es ja nur 1-2 wären :evil:
Vielleicht sollte ich es doch mal biologisch versuchen.
Es ist nur so niederschlagend, da ist man froh über seine neuen Zöglinge, und schon hängen die Viecher wieder dran.

Danke!
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BeitragDi 12 Apr, 2011 20:03
In den kritischen Bereichen, also Keimtöpfe, Zimmergewächshaus usw. ist es immer besser, viele Sticker anzubringen (oder halt die Lampe). Am langfristigsten gerüstet gegen die Mücken ist man mit anorganischem Substrat, aber auch da muss man schauen, dass in den Übertöpfen etc. nicht zu viel organischer Müll (Wurzeln, Blätter) rumliegt. Und das Problem durch Kräutertöpfe für die Küche oder Anzuchtsubstrat löst man damit trotzdem nicht. Die Rouge hat mal geschrieben, dass sie Samen ausschließlich in Perlite aussät. Vielleicht wäre das was für dich?
Azubi
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BeitragDi 12 Apr, 2011 20:09
mmh, das ZGW is eigentlich clean und kein "Müll" drin. nur eben die Erde die ich vergessen habe in die Mikro zu tun.
Ist das Perlite zum Aussähen zu gebrauchen?
Aber das ist alles jetzt zu OT!

mfg
heusel
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Beitragbekämpfung trauermückenDo 19 Mai, 2011 18:40
Hallo zusammen,

bisher hatte ich nie Probleme mit TM´s, dann aber habe ich mir wohl über einen Bambusstab aus dem Baumarkt TM´s in die Tomate geholt. Nun habe ich hin und her überlegt, wollte aber vor allem wegen der Tomaten, die ich ja bald ernten und essen will ;-), nicht zur Chmiekeule greifen.
Also im Moment ist meine Bio-Bekämpfung noch in der Testphase, zeigt aber schon einen guten Effekt:
Die Topfränder (sowohl Innen- als auch Übertopf) ordentlich mit Sonnenblumenöl (kann wahrscheinlich auch anderes Speiseöl sein) beträufeln, auch mal grosse, erdnahe Blätter (bei mir z.B. die vom Kürbis).
Die Fliegen gehen da bei mir oft drüber und bleiben in dem Öl hängen und verenden.
Die Larven scheinen bei der Tomate sehr zentral im Wurzelbereich zu sitzen. Also habe ich einmal ca. einen halben Liter kochendes Wasser nah am Stamm in die Erde geschüttet. Die Tomate steht noch ;-) und ich hab seit ca. drei Tagen Ruhe vor den Viechern. Mal sehen, ob es so bleibt.

Grüne Grüße, Hendrik
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BeitragDo 19 Mai, 2011 18:49
Hallo Hendrik,

kochendes Wasser, lol, das ist aber auch hart.
Also ich habe meine Schätzchen so langsam alle auf Seramis umgetopft.
Nach und nach werde ich meine anderen dann auch "umziehen".
Nachdem ich für 2,99€ je 7,5l Sack Seramis mal nen guten Schnack gemacht habe, gehts jetzt los.

lg
Andreas
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Hallo,
ich wollte euch mal kurz mein ganz persönliches Erfolgserlebnis mitteilen im Kampf gegen diese fiesen Trauermücken. Habe einige aufgeschnittene Knobi Zehen in die Erde gesteckt, Zimt drüber gestreut und einen Deckel mit Honig dazu gestellt. Zwei Tage und die Plage ist schon fast vorbei. :lol:
Den Honig lieben sie mehr als diese Klebestreifen....
Was habt ihr für Tips gegen diese Tierchen?
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BeitragFr 04 Mai, 2012 10:58
Das ist ne Klasse Idee =D> die werde ich heute gleich mal umsetzen, ein Dwarf hat auch Trauermücken
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