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Larix occidentalis - Westamerikanische Lärche

Steckbrief, Beschreibung und Pflegehinweise ...
Worum geht es hier: Das Pflanzenlexikon - Steckbrief, Portrait und Pflegehinweise...
In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
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Larix occidentalis - Westamerikanische Lärche

Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)

Gattung: Larix (Lärchen)

Herkunft:
Die Heimat der Westamerikanischen Lärche ist die Westküste Nordamerikas. Man findet sie in Höhen von 500 - 2000 Metern von Oregon bis Britisch-Kolumbien.

Verbreitung:
In Mitteleuropa ist Larix occidentalis kaum zu finden, weder in Forsten, noch in Parks und Gärten.

Habitus:
Als aufwachsender Jungbaum ist die Krone eher schmal kegelförmig, im Alter breiter werdend. Die Hauptäste stehen waagerecht, die Seitenäste hängen nach unten. Sie ist die größte aller Lärchenarten und kann in Ausnahmefällen bis zu 60 Meter erreichen. Dabei bildet sie Stammdurchmesser (BHD) von 1,5 Metern aus. Im Bestand bleibt ihr Stamm bis weit hinauf astfrei, was ihren Holzwert natürlich noch steigert.

Alter:
Das nachweislich älteste Exemplar der Larix occidentalis stand in Cranbrook in British Columbia, eine Ringzählung ergab ein Alter von 900 Jahren. Aber das sind nun mal absolute Ausnahmen.

Borke, Rinde:
Sie hat eine tiefrissige purpurgraue Borke. Diese ist sehr dick und schützt sie vor Waldbränden. Die Rinde der dickeren Äste ist orangebraun. Jüngere Zweige sind anfangs noch behaart, verliert die Behaarung nach einem Jahr fast völlig.

Knospen/Blätter/Nadeln:
Sie hat dunkelbraune Knospen, die Nadeln sind hellgrün. Büschelförmig angeordnet werden die Nadeln 3- 5 cm lang. Bevor sie zum Winterbeginn abnadeln färben sie sich gelb.

Blüte, Frucht, Fruchtbildung:
Die Westamerikanische Lärche ist monözisch, also getrenntgeschlechtig und bildet männliche und weibliche Zapfen gleichsam am selben Baum aus. Purpurfarben, eiförmig und zylindrisch sind die weiblichen Zapfen, sie werden ungefähr 2 - 3,5 cm lang. Die im Herbst ausreifenden Zapfen färben sich hinterher braun. Sie tragen 50 - 80 Samenschuppen, teils abstehend, teils gekrümmt. Im Winter entlässt der Zapfen an die 80 Samen. Die Zapfen verbleiben am Baum und färben sich im Laufe der Jahre grau bis dunkelgrau.
Relativ früh, im Alter von ca. 10 Jahren wird die Westamerikanische Lärche mannbar und bildet die ersten Samen aus. Ab etwa 25 Jahren kommt es dann hin und wieder zu Vollmasten. Der geflügelte Samen ist ca. 3 mm groß und von rotbrauner Färbung. Winterkälte oder Stratifizieren erhöht die Keimquote erheblich. Im Jahr der Keimung erreichen die Sämlinge eine Höhe von etwa 5 Zentimetern. Sie keimen eher als alle anderen konkurrierenden Baumarten.

Wurzelwerk:
Die Herz- oder Pfahlwurzel des Baumes kann Tiefen von 2 Metern erreichen, Seitenwuurzeln gehen bis über 6 Meter über den Gipfelbereich hinaus.

Holz/Verwendung:
In ihrem Verbreitungsgebiet im westlichen Nordamerika ist die Westamerikanische Lärche ein wichtiger Holzlieferant. Ihr Holz ist geradefaserig, hart und witterungsbeständig. Der Splint ist cremefarbig bis beige, der Kern rotbraun. Es ist begehrt, dient als Bauholz, zum Bau von Booten, Zäune, Eisenbahnschwellen und auch als Brennholz. Aus dem Harz wird Terpentin gewonnen. Für die Indianer war es Kaugummiersatz.
Das Saatgut der Westamerikanischen Lärche ist Futter für mehrere Vogelarten, den Birkenzeisig, den Fichtenzeisig und den Bindenkreuzschnabel.

Standortbedingungen:
Bis Minus 50° Grad geht ihre Winterhärte. Man findet sie gern auf feuchten Standorten, Staunässe dagegen veträgt sie nicht. Sie benötigt viel Licht, im Schatten verkümmert sie. Auf schattigen Standorten findet auch keine natürliche Vermehrung mehr statt.

Krankheiten/Schädlinge:
Eine Verwandte der Misteln kann die Westamerikanische Lärche im Jugendalter schädigen. Es ist eine parasitäre Pflanze namens "Arceuthobium laricis" aus der Familie der Sandelholzgewächse. Sie schädigt die Spitzentriebe und sorgt damit dafür, daß andere schädliche Insekten ins Holz eindringen können. Dieser Parasit ist in 80 % aller Bestände vorhanden. Es gibt auch noch die Pilzarten "Hypodermella laricis" und "Formitopsis officinalis" die einen Nadelabwurf der Lärche verursachen. Es gibt weitere Pilzarten, die jedoch weniger Schäden anrichten.
Zu erwähnen ist aber noch die aus Europa eingeschleppte "Lärchenminiermotte", welche die Nadeln frißt. Sie hat sich inzwischen in vielen Westamerikanischen Lärchenbeständen ausgebreitet. Die Schmetterlingsart "Choristoneura occidentalis" schädigt die Spitzentriebe und kann sich ebenfalls zu einem bedeutenden Schädling entwickeln.

Wissenswertes:
Larix occidentalis ist die in der Jugend schnellwüchsigste aller Nordamerikanischen Nadelbaumarten.
In Oregon ist die mit 59 Metern höchste Westamerikanische Lärche im Nationalpark Umatilla zu finden. Sie hat einen BHD (Brusthöhendurchmesser) von 1,4 m. Aus eigener Praxis kann ich sagen, dass ein 40m hoher Baum eher selten in unseren Wäldern zu finden ist. Bäume mit einem BHD (Brusthöhendurchmesser) von 1 Meter stechen einem sofort ins Auge.

Durch seine bis 15 Zentimeter dicke Rinde ist Larix occidentalis weniger durch Waldbrände bedroht. Nach solchen jedoch keimt ihr Saatgut besonders gut.

Allgemeine Anzuchtsanleitung:
Baumsamen, zumindest solcher von Arten der gemäßigten Breiten, tragen keimhemmende Stoffe in sich, die es abzubauen gilt. Dieses Abbauen wird stratifizieren genannt. Der Samen kommt dabei für eine bestimmte Zeit (von Baumart zu Baumart verschieden) bei einer Temperatur von 2-4 Grad in den Kühlschrank. Hinterher sollte man den Samen bei Zimmertemperatur im Wasserbad für 24 Stunden vorquellen lassen. Der Same bedarf zur Keimung eines bestimmten Wassergehalts.

Dann wird der Same in Kokosfaser oder in Anzuchtserde ausgesät und je nach Baumart mehr oder weniger mit Erde bedeckt. Hier kann eine Faustregel angewendet werden. Ein 5 mm großer Same kommt 5 mm unter die Erde. Es gibt auch hier Ausnahmen, wenn auch nicht viele.

Das Erdreich des Anzuchtgefäßes muss nach der Aussaat immer feucht gehalten werden, nass sollte es aber nicht sein, sonst tritt Schimmel auf.

Für Lärchen:
Bei kühler Lagerung bleiben die Samen 4-5 Jahre keimfähig. 14 Tage stratifizieren.
Samen vor Aussaat für 24 Std. ins Wasser geben, dann aussäen. Nach 8 - 14 Tage kann man mit einer Keimung rechnen. Lärchen wachsen im ersten Jahr bis zu 30 Zentimeter!

Quellen: Stichpunkte aus wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Westamerik ... %C3%A4rche

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