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Obstbaumschnitt und Fruchtfolge

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BeitragObstbaumschnitt und FruchtfolgeDo 31 Jan, 2008 8:43
Obstbaumschnitt - Schnittstellen nicht verschließen

Jetzt ist die richtige Zeit, um Obstbäume zu schneiden. Für den Winterschnitt eignen sich besonders die Monate Januar und Februar. Die Bäume befinden sich in dieser Zeit im Ruhezustand und sind unbelaubt. Jedoch sollte der Hobbygärtner nicht bei Frosttemperaturen von weniger als fünf Grad unter Null schneiden, um Frostschäden zu vermeiden.

Grundsätzlich gilt, nicht schnippeln, sondern schneiden. Also lieber eine ganze Astpartie herausnehmen, als mehrere Zweige zu stutzen. Je mehr Schnittstellen entstehen, desto mehr Wunden hat der Baum. Die Äste müssen so geschnitten werden, dass keine Aststümpfe stehen bleiben.

Größere Schnittstellen mit einem Umfang von einem alten Fünf-Mark-Stück oder größer brauchen dabei nicht mehr mit einem Wundverschlussmittel geschützt zu werden. Durch das schützende Mittel sollte verhindert werden, dass Krankheitserreger in das Holz eindringen und so Krankheiten verursachen. Inzwischen sind die Fachleute jedoch der Meinung, dass die Selbstheilungskräfte der Bäume ausreichen, um die Wunde nicht zu verschließen. Der Wundverschluss kann dazu führen, dass das Holz nicht ausreichend trocknet. Durch die Feuchtigkeit kann die Wundheilung wiederum verlangsamt werden.

Fruchtfolge im Gemüsegarten planen

Hobbygärtner sollten jetzt überlegen, welche Nutzpflanzen sie auf welchem Beet im Garten anbauen wollen. Eine Fruchtfolge ist notwendig, da der Anbau nur weniger Arten durch einseitigen Nährstoffentzug zu einer Verarmung des Bodens führt und einen guten Nährboden für Krankheiten und Schädlinge bietet. Außerdem hemmen die Reste alter Pflanzenwurzeln bei ihrer Zersetzung das Wachstum der nachfolgenden gleichen Pflanzenart. So stellt eine ausgewogene Fruchtfolge eine vorbeugende Maßnahme zur Gesunderhaltung der Pflanzen dar.

Im Garten kann und braucht kein starrer Fruchtfolgewechsel eingehalten zu werden. Im Anbauplan sollte der Hobbygärtner aber die Pflanzenarten und Pflanzenfamilien berücksichtigen. Nie sollen Pflanzen aus der gleichen Familie nacheinander angebaut werden.

Praktisch ist, wenn man den Nutzgarten in Beete mit Starkzehrern, dazu gehören Kohlarten, Kartoffeln, Gurken, Kürbisarten und Tomaten, Mittelstarkzehrern, das sind zum Beispiel Salate, Sellerie, Porree, Rote Bete, Spinat, Erdbeeren oder Einjahresblumen, und Schwachzehrer, also alle Hülsenfrüchte, Möhren, Zwiebeln sowie Kräuter, unterteilt.

Nun kann so gewechselt werden, dass man auf einem Beet mit guter Bodenvorbereitung und einer Kompostdüngung mit etwa 3 kg plus 50 g Hornspäne je Quadratmeter beginnt, danach Mittelstarkzehrer folgen lässt, die nur noch etwa zwei Kilo je Quadratmeter Kompost erhalten und danach Schwachzehrer ohne jegliche Düngung anbaut. Innerhalb dieser Gruppen kann man verschiedene Kulturen kombinieren, beispielsweise Kohl mit Tomaten, Salate und Porree oder Möhren mit Zwiebeln.
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Bilder über Obstbaumschnitt und Fruchtfolge von Do 31 Jan, 2008 8:43 Uhr
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Der Weg zum besseren Ertrag.
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Frank hat geschrieben:Obstbaumschnitt - Schnittstellen nicht verschließen

Größere Schnittstellen mit einem Umfang von einem alten Fünf-Mark-Stück oder größer brauchen dabei nicht mehr mit einem Wundverschlussmittel geschützt zu werden. Durch das schützende Mittel sollte verhindert werden, dass Krankheitserreger in das Holz eindringen und so Krankheiten verursachen. Inzwischen sind die Fachleute jedoch der Meinung, dass die Selbstheilungskräfte der Bäume ausreichen, um die Wunde nicht zu verschließen. Der Wundverschluss kann dazu führen, dass das Holz nicht ausreichend trocknet. Durch die Feuchtigkeit kann die Wundheilung wiederum verlangsamt werden.


danke frank, für dieses posting \:D/ . ich hab mich schon gar nicht mehr auf baumschnittthreads gemeldet, weil immer irgendjemand mit wundverschluss ankommt, & ich nicht immer jedesmal dagegen wettern möchte :oops: .

den von dir genannten punkten möcht ich noch was hinzufügen. der wundverschluss wird zudem mit der zeit porös, verliert seine elastizität & reisst. da der baum die wunde nicht verschliessen konnte (tut er nämlich nicht, wenn da was draufgeklatscht wurde), kann nun an den rissen jeder pilzspor etc. rein, der da vorbeikommt. ist quasi wie 'ne einladung.

Die Äste müssen so geschnitten werden, dass keine Aststümpfe stehen bleiben.

dazu auch noch eine kleine ergänzung. auch nicht ganz stammnah schneiden. der astring sollte stehen bleiben, denn nur aus dem unversehrten astring kann der baum seine reparatur starten, weil darin das gewebe sitzt, das den kallus bilden kann.

schönen gruß, stella
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BeitragSa 02 Feb, 2008 16:10


Beim Baumschnitt auf Knospe die Schnittfläche so anlegen, dass der höchste Punkt an der Knospenspitze endet und schräg von der Knospe wegführt. So fließt Wasser ab, und die Knospe hat noch einen gewissen Schutz. Nicht zwischen zwei Augen schneiden, so dass viele Zapfen stehen bleiben. Diese kurzen Holzstücke sterben ab und bilden Eintrittsbrücken für Pilze.




Beim Schnitt auf Astring lässt man bei stärkeren Zweigen und Ästen den meist deutlich erkennbaren Astring an der Ansatzstelle der Verzweigung stehen. Hier ist besonders aktives Gewebe. Diese Wunde mit einem scharfen Messer glätten und danach rasch behandeln. Beim Entfernen großer, dicker Äste wird der schwere Ast stückweise von außen nach innen abgesägt.
Wenn nur noch ein Stumpf von etwa 30 - 40 cm Länge am Baum ist, wird er zunächst einige Zentimeter von unten angesägt. Erst dann sollte er mit einem Schnitt von oben ganz abgesägt werden. Dies verhindert, dass der schwere Aststumpf plötzlich von oben abbricht und eine hässliche Wunde reißt, die nur schwer verheilt.

Tipp:
Lasst keine Huthaken stehen, da durch sie Fäulniserreger in den Baum eindringen und ihn sehr langsam von innen aushöhlen können. Beim ersten stärkeren Sturm kippt er dann einfach um oder bricht ab. Bei Obstbäumen bedeutet dies dann das plötzliche, unerwartete Ende nach vielleicht 30 liebevoll umhegten Jahren.
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BeitragMi 06 Feb, 2008 16:18
danke fuer die bilder, muss mich dieses jahr zum ersten mal an meinem schoenen neuen apfelbaum versuchen *angst hab*

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