Moos als Bodendecker

 
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msuess

Ich würde gerne in einen Teil meines Gartens, der jetzt mit Rasen (bereits durchmoost) bedeckt ist. Gibt es Erfahrungen dazu?

(Es kommen noch drei mittelgroße Bäume auf die Grünfläche, dazu Farne, Preiselbeersträucher etc. plus ein paar Steine dazu.)
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Rose23611

 [M]
hallo msuess

herzlich willkommen

du möchtest einen teil deines gartens, alsmoosgarten, hab ich das richtig verstanden

moos aus dem rasen raus holen, trocknen lassen, zerkrümeln und an die stellen streuen, wo es hin soll, ob es aber anwächst ist nicht so sicher, denn moos braucht seine optimalen bedingungen zum wachsen am besten nimmst du die stellen, wo schon moos im rasen ist, dazu müsstest du aber dann das gras entfernen,da könnte man sicher gehen, das es anwächst
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Scrooge

Yepp, wie Rose sagt: da wo Moos von alleine wächst, fühlt es sich wohl. Es dort anzusiedeln, wo es noch nicht von alleine wächst kann wesentlich schwieriger werden.

*optischer Aspekt: besser als eine flache, geschlossene Moosfläche ist es natürlich, Steine, Totholz, oder ähnliches hübsch zu arrangieren und dann mit Moos bewachsen zu lassen (wie auch auf den von Rose verlinkten Bildern z. T. zu sehen). Erst in der 3-Dimensionalität kommt das Moos richtig zur Geltung.

*praktischer Aspekt: diese Moosgeschichte müßte dann aber tatsächlich ein "Moosgarten" sein, wie Rose schreibt, d. h. es sind quasi "Beete", die von Dir nicht oder kaum betreten werden. Du darfst Dir das nicht als Rasenersatz vorstellen, bei dem Du die Fläche genau so oft und genau so viel betreten kannst, wie bei einem Rasen. Erstens ist Moos deutlich empfindlicher, und zweitens wird die Fläche bei Regenwetter unberechenbar - da sich das Moos schon bei der geringsten Belastung löst, ist die Gefahr groß, daß man schon bei kleinsten Unebenheiten rutscht und stürzt.
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RosaRosa

Wenn du schon Moos im Rasen hast, dann wird es sich mit der Zeit auch ausbreiten. Allerdings ist es kein Bodendecker, der andere Pflanzen "unterdrückt", so wie es bei den "klassischen" Bodendeckern ja meist erwünscht ist... Und wie schon geschrieben: Moos ist nicht unbedingt trittsicher...

Aber einen Teil der Fläche wäre als Moos-Garten sicherlich reizvoll, denn etliche Wildpflanzen ("Unkraut" ist für mich ein "Unwort" - außer bei den Wilfpflanzen, die die Ritzen der Terrasse oder des Pflasters vor dem Haus ganz toll finden ) lieben so einen Untergrund. Viele von diesen sind essbar und ergeben eine leckere Zutat für Salate etc. Und Moos filtert nicht nur die Luft, sondern man kann damit auch Wasser filtern (aber das ist ein anderes Thema...), und heranwachsende Erdkröten mögen Moos-Flächen als Unterschlupf.
Also lauter gute Gründe für eine Moos-Fläche.

Noch kurz etwas zum Farn: ich weiß, dass es etliche Farn-Arten gibt, kenne mich aber nicht damit aus. Normaler Wald-Farn (frag mich nicht, wie der botanisch heißt...) verbreitet sich jedenfalls auch über Rhizome - und diese sind schwer zu entfernen... also entweder von vornherein eine Rhizomsperre mit einbauen, oder Wedel, die an unerwünschter Stelle wachsen, immer wieder abreißen solange sie noch klein sind - die Pflanze "begreift" dann, dass diese "Außenstelle" ein ungünstiger Standort ist und gibt ihre Kraft in andere Rhizome.
Wald-Farn-Wedel bräunen zum Herbst hin; du kannst sie als natürlichen Kompost (und als Unterschlupf für kleinere Tiere) liegenlassen oder entfernen; je später im Jahr, desto leichter geht das Entfernen (sprich: zum Herbstanfang ist meist noch eine Schere oder ein starker Ruck nötig, später reicht ein einfaches leichtes Abzupfen).
Schön sind Farnbüschel auf jeden Fall - und sie Filtern (wie Moos) die Luft.

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