ganz flacher Minidachgarten

 
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snif

huhu

wir sind dabei, ein Insektenhaus zu bauen. Das ganze soll ein Dach bekommen, das ungefähr 120x80 cm groß ist. Steht in der prallen Sonne, Regen, Wind etc. direkt ausgesetzt.
Das Dach soll quasi aus einer Holzkiste bestehen mit einem recht flachen Rand. Substrat (irgendwas hauptsächlich mineralisches) werde ich vermutlich nur 3-5cm hoch aufschütten können.

Was wächst da?

Wär natürlich günstig, wenn es für die Solitärbienen, Schwebfliegen, Käfer etc.pp. was passendes zu futtern gäbe, sprich, der Großteil sollte auch noch Einheimisch sein und im Zweifel irgendwann blühen.

Semperviven und verschiedene Sedumse (S. acre zum Beispiel) natürlich. Und was noch?


bisherige Ideen waren:
Campanula. Aber haben Glockenblumenarten, die's im Flachland vertragen, da schon eine Chance? Ich würd's mal annehmen, in den Alpen wachsen die ja auch fast direkt auf Steinen... aber welche Arten? Campanula cochleariifolia, pulloides, carpatica? Und welche Arten wären für die Bienen & Co passend? Wie wählerisch sind die denn? Hauptsache Glockenblume?

Globularia cordifolia sind so schön.... aber reichts denen bei so flachem Grund schon?
Draba aizoides
Petrorhagia saxifraga
Silene alpestris (schon ziemlich groß für so wenig Boden, oder?)
Saponaria ocymoides


Was meint ihr?
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eisenfee

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Scrooge

Du könntest es mit dem ein oder anderen Steinbrech versuchen, denke ich, oder mit einem kleinen Arabis. Vielleicht auch Portulakröschen, oder eben normaler Portulak.
Ob eine Grasnelke das aushält, oder eine der "echten" Nelken?

Kleinere Delospermum-Arten fallen mir noch ein, und u. U. findest Du auch kleine robuste Opuntienarten (bes. Unterarten von O. fragilis), die im Winter zur Not ohne Regenschutz auskämen.



Außerdem hast Du doch mal diese schöne Seite hier verlinkt - das ein oder andere davon könnte ja vielleicht funktionieren:
http://www.sempervivum-liste.de/node/16858
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resa30

Sedum war auch mein erster Gedanke

Thymian (Thymus vulgaris) könnt ich mir noch schön vorstellen und den haben Bienen und Schmetterlinge auch gern. In den Alpen hat es an steinigen Stellen gerne noch Lunaria-Arten (Alpen-Leinkraut z.B.) und diverse Brassicaceae oder Saxifrageceae (Steinbrechgewächse).
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Loony Moon

Zitat geschrieben von Scrooge
Du könntest es mit dem ein oder anderen Steinbrech versuchen, denke ich, oder mit einem kleinen Arabis. Vielleicht auch Portulakröschen, oder eben normaler Portulak.
Ob eine Grasnelke das aushält, oder eine der "echten" Nelken?




Grasnelken sind, denke ich, da fehl am Platz. Mir sind die nämlich auf meiner Mauer (unter ähnlichen Bedingungen -wenig Boden, Trockenheit und ziemlich viel Wärme) regelmäßig kaputt gegangen. Daher habe ich mich seufzend von ihnen verabschiedet an der Stelle.
Ich würde empfehlen, es mit Lavandel, Thymian und kleinen Salbei zu versuchen.
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Gartenfreundinuli

Lavendel braucht auch mehr Boden. Im meinem Dachgarten hat der nicht lange gelebt, und ich hab immerhin eine 12cm hohe Bodenschicht.
Es sollten aufjedenfall Flachwurzler die nicht in die Höhe wachsen. Verschiedene Sedumarten, Mauerpfeffer, Gänsefingerkraut, gelbes Steinkraut, Blaukissen, Thymian gedeihen ganz gut in meinen Dachgartenbeeten.

lg
Uli
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Gluggsmarie

Wie wäre es mit den Rasenersatz-Kräutern? Es gibt doch da diesen trittfesten Thymian und paar andere Pflanzen. Habe immer mal wieder was im Forum darüber gelesen. Ich glaube die Rose hatte was dazu geschrieben.

Und dann nochmal eine andere Sache: Bei einer Bodentiefe von max 5 cm kann man doch keine Pflanzen setzen, die hoher als 10 cm werden. Maximal das doppelte würde ich sagen. Sonst reißt der Wind doch die Pflanzen samt Boden vom Dach.

Die Theresa hat letztens im variegata-Stammtisch hübschen Klee gezeigt: forum/ftopic15566-765.html
Nachdem Klee ja auch eine Bienenweide ist und dieser hier auch noch besonders schön aussieht, wäre das evtl. was? Wenn ich mir so die beiden Klee-Töpfe anschaue, die ich gekauft habe, würde ich mal glatt behaupten, dass sie sehr flach wurzelt. Aber der verträgt sich halt nicht mit den ganzen Steingartenpflanzen, entweder das eine oder das andere...
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snif

oi, danke euch allen!
Das war schon mal einiges...!

Also Grasnelken reicht das nicht? Schade, die sind pfööön!
oh, Scrooge, den Link hab ich schon wieder vergessen Danke!
[url=https://www.google.de/search?q=Androsace+sempervivoides&hl=de&safe=off&client=firefox-a&hs=3xN&rls=org.mozilla🇩🇪official&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=qKSKT7GwGdDIswaMxvH7Cw&ved=0CCoQsAQ&biw=1920&bih=993]Die da[/url] sieht auch recht passend aus. Ursprung Himalaya.... aber so den einen oder anderen "Fehltritt" darf man sich ja hoffentlich erlauben, ohne dass die Sumsen alle beleidigt abziehen

Gluggs, das mit der Wuchshöhe und dem Wind ist ein guter Hinweis. Wobei der Boden sehr steinig ist, ich würde also hoffen, dass die Wurzeln gut festsitzen. Aber eh ich die Pflanzen nach jedem Puster neu einbuddeln muss...

Werd am Montag mal in aller Ruhe alles durchgehen (jetzt schreit der Haushalt ). Hat noch Zeit, das Häuschen ist ja noch nicht mal ganz fertig. Aber mich juckt's schon schwer in den Fingern
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snif

die Wand vom Dach wird doch ein wenig höher, dürften um die 8 cm sein. Die Pflanzauswahl ist damit größer - aber die Probleme mit der Statik auch...

Könnt ihr mir einen Tipp geben, aus was wir da ein geeignetes Substrat mischen könnten?
Perlite ist leicht, aber speichert Wasser und schwimmt früher oder später auf. Unschön.
Blähton ging vielleicht noch eher, zumindest für die unteren Lagen
Bims ist schön leicht - aber auch sauteuer
allgemein vulkanisches Zeugs (diese typische "Lavabröckchen" und so was) hat zumindest Löcher und ist leichter als "normaler Kies"...

Habt ihr noch irgendwelche Ideen, was ich aufschütten könnte (und evtl. wo man's günstig herkriegt), ohne dass die ganze Konstruktion zusammenbricht? Sollte schon einiges aushalten, aber Stahlträger haben wir natürlich auch nicht grad verwendet

(Ach so, ja, gebaut haben wir's so:
Man nehme Fichtenbretter und Dachlatten - Bretter nebeneinanderlegen, auf drei druntergelegte Dachlatten schrauben. Seitlich jeweils ein Brett als Wand dran. Das Ganze kommt auf zwei stehende Baumstämme und wird mit Vierkanthölzern seitlich abgestützt (die laufen Y-Arm-förmig von der Ecke des Daches zum tragenden Baumstamm).
Das Dach liegt leicht nach hinten gekippt, damit Wasser ablaufen kann. Auf die Bretter kommt so eine Plane... (äh... wiehießdienoch... recht stabil mit eingedrückten "Türmchen", braun ), an der hinteren (tiefer liegenden) Seite kommen Löcher rein für den Wasserablauf.
Substrat drauf und fertig)
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Scrooge

Wie "schräg" ist das Dach denn?
Denkst Du, daß die Substratbestandteile sich untereinander "verzahnen" müssen, damit das hält; oder ist das nicht so wichtig?

Eine zweite Frage wäre (weil Du die "Statik" erwähnt hast), ob solche "leichten" Beimischungen auch bei Regen leicht bleibt bzw. bleiben sollen?
Einerseits willst Du ja, daß da Wasser gespeichert wird, für die Pflanzen (weil da insgesamt nicht so arg viel Substrat zur Verfügung steht) - das bedeutet aber andererseits auch nach Regen ein ganz gewaltiges Gewicht.
Zur Gewichtsreduktion könnte man nach anderen leichten Stofen Ausschau halten, die kein Wasser speichern (Styropor, beschichtetes Perlite, etc.) - aber dann steht den Pflanzen eben auch ein kleinerer Wasserspeicher zur Verfügung.
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snif

wie schräg ist das Dach
Kann grad nicht nachmessen, aber so aus dem Bauch raus würde ich schätzen, dass es bei nicht zu rundem Zeugs eigentlich kein größeres Rutschproblem geben sollte. Hoff ich mal, ganz optimistisch
knapp 20° vielleicht? Muss später mal nachmessen...

Vermutlich sollte sich besser nicht alles vollsaugen (die Pflanzen müssen also mit ziemlich trockenem Boden auskommen). Als Erde kommt der hier übliche Lehm mit rein, der saugt auf jeden Fall.
Wie saugstark sind denn diese Streulavabröckchen, unbeschichtetes Perlite und Bims?
Styropor und Perlite schwimmen sicherlich auf - sieht nicht schön aus und wird evtl. irgendwann "verpustet". Lässt sich das verhindern?
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Lapismuc

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snif

aaaah, genau, die isses

(aber nicht so Riesennobelnoppen wie in dem zweiten Link, sondern eher die Variante)
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Loony Moon

Ich hätte dir vielleicht auch noch das Unkrautvließ empfohlen, damit der ganze Aufbau hält. Und dann Styropor und was du sonst noch an Erdengemische aufbringen willst.

Und für welche Pflanzen hast du dich nun entscheiden?
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snif

Muss ganz doof nachfragen: wofür ist das Vlies an der Stelle denn gut? Als Wurzelstopp, um Substrat und Noppenlöcher zu trennen oder damit die Oberfläche rauher wird, also Steine nicht so gut abrutschen oder...?


Die Pflänzchen weiß ich immer noch nicht so wirklich.
Verschiedene Sedumse und Dachwurze auf jeden Fall, ebenso die eine oder andere kleine Glockenblume (cochleariifolia oder so was). Ansonsten hängt's vom Angebot ab. Ich liebäugel mit ein paar Pflänzchen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie's da lange packen, davon werd ich wohl auch dem einen oder anderen eine Chance geben. Hungerblümchen (Draba aizoides), Steinbrech-Felsennelke (Petrorhagia saxifraga) und eine Kugelblume zB.
Wenn wir's endlich fertig haben gibt's auch Bilder
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