Conference-Birnen: Zart oder mit Biss

Autor: Frank   
Veröffentlicht: 11.11.2010 - 08:02 Uhr
 
 
Bildquelle: 2264-Conference-Birnen.jpg
Conference-Birnen gehören zur Art Pyrus communis

und schmecken von Beginn bis zum Ende ihrer Reifung echt lecker. Das unterscheidet sie von vielen anderen Birnensorten. Hat die Schale eine grüne Grundfarbe, ist eine Conference knackig mit Biss. Am Ende der Reifung wird die Birne hellgelb. Dann ist das Fruchtfleisch zart, herrlich süß und aromatisch. Je nachdem, wie man seine Birnen lieber mag, sollte man sie nach dem Kauf entweder bei Zimmertemperatur oder im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. So lässt sich der Reifegrad beschleunigen oder heraus zögern.

Birnen: gesunde Ernährung mit langer Tradition

Die Birne ist eine sehr alte Frucht. Woher sie ursprünglich kommt, ist nicht genau bekannt. Es wird vermutet, dass die Birne aus der Region rund um das Schwarze Meer stammt und in Mittelasien veredelt wurde. Überliefert ist hingegen, dass schon Homer im 8. Jahrhundert vor Christus Birnen als "Geschenk der Götter" beschrieb. Damals war die Auswahl allerdings noch nicht so groß wie heute. Der griechische Philosoph Theophrast (371 - 287 v. Chr.) berichtete von nur drei Birnensorten. Rund 300 Jahre später schrieb der römische Gelehrte Plinius (23 - 79 n. Chr.) aber schon von 38 Sorten, und bis zum 19. Jahrhundert hatte es diese Frucht auf stattliche 1.000 Sorten gebracht. Schätzungen zu Folge soll es aktuell weltweit sogar bis zu 5.000 Birnensorten geben.

Zufallsentdeckung

Eine dieser vielen Sorten ist die Conference-Birne. Verglichen damit, dass die Birne schon vor rund 2.800 Jahren ihre erste Erwähnung fand, ist die Conference-Birne mit ihren 130 Jahren fast noch eine junge Sorte. Wie so oft bei Erfolgsgeschichten verdankt die Conference-Birne ihre Entdeckung einem Zufall. Der englische Obstgärtner Thomas Rivers hat sie in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Hertfordshire 1884 als Zufallsaussaat der Sorte Léon Leclerc de Laval gefunden. Er kultivierte die damals noch namenlose Sorte und stellte sie 1895 auf der British National Pear Conference (Nationale Birnenkonferenz von Großbritannien) vor. Den Konferenzteilnehmern gefiel diese neue Birne gut, und so fehlte ihr nur noch ein Name, um als neue Sorte bekannt zu werden. Der Einfachheit halber wurde der Anlass des Zusammentreffens zur Namensgebung herangezogen, und man taufte sie kurzerhand Conference-Pear. Seitdem erfreut sch die Conference-Birne zunehmender Beliebtheit und ist eine häufig gelistete Frucht im Obsthandel.

Qualität seit 130 Jahren

So wie alle Birnensorten ist auch die Conference-Birne sehr gesund. Sie hat nur wenig Fruchtsäure, aber gleichzeitig einen hohen Fruchtzuckergehalt. Daher schmecken Birnen besonders süß und sind gerade für Menschen mit empfindlichem Magen besser verträglich als Äpfel. Birnen enthalten neben den Vitaminen C, A und E viele Mineralstoffe, wie zum Beispiel Magnesium und Eisen. Außerdem sind sie sehr reich an Kalium, was entwässernd wirkt, sowie an Phosphor zur Stärkung des Nervensystems. Die Conference-Birne weist zusätzlich noch eine Besonderheit auf: Während andere Birnen im ausgereiften Zustand gegessen werden, schmeckt die Conference-Birne auch schon lecker, wenn sie noch ganz knackig-frisch ist. Diese Eigenschaft macht die Conference-Birne zum idealen Snack zwischendurch beim Sport und bei der Arbeit und das mit nur 54 kcal/100g. Außerdem ist sie durch die Varianten knackig-frisch oder saftig-süß in der Küche vielseitig verwendbar.
Als Thomas Rivers die Conference-Birne vor ca. 130 Jahren entdeckte, waren den birnenessenden Verbrauchern Kalorienwerte, Mineralstoffe und Vitamine nicht wichtig. Auch nachhaltige Anbauverfahren und Lebensmittelsicherheit spielten damals keine große Rolle. Heute ist das anders, aber die Conference-Birne erfüllt all' diese modernen Anforderungen - so wie schon vor 130 Jahren. Nicht zuletzt deswegen sind die Menschen in Hertfordshire noch heute stolz auf Thomas Rivers und darauf, durch ihn das Mutterland der Conference-Birne zu sein.

Leistungsfähiger durch richtige Ernährung
Conference-Birne ist idealer Snack zwischendurch


Hobbysportler kennen das Gefühl, wenn sich ein Leistungseinbruch ankündigt: Erst fällt es nur etwas schwerer mitzuhalten, aber schon bald darauf geht nichts mehr. Der erste Gedanke des Sportlers ist dann zumeist: "Ich muss mehr trainieren!", doch die Ursache für einen Leistungseinbruch ist oft viel einfacher zu bekämpfen. Richtige Ernährung und Sport gehören untrennbar zusammen, wobei "richtig" in diesem Zusammenhang ausgewogen bedeutet. Das gilt nicht nur für die tägliche Ernährung eines Sportlers, sondern in besonderem Maße auch während eines Wettkampfs oder einer sonstigen sportlichen Aktivität.

Natürlicher Snack

Wer sportliche Leistungen erbringen will, muss seinen Körper mit der Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen unterstützen. Obst und Gemüse sind dafür die beste Wahl. Schon bei drei bis vier Wochenstunden intensivem Sport steigt der Bedarf an Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen deutlich an. Werden diese Mineralstoffe dem Körper nicht in ausreichender Menge zugeführt, kommt es zum Einbruch der sportlichen Leistungsfähigkeit. Durch das Schwitzen verliert der Körper diese wichtigen Stoffe und daher ist es notwendig, sie während des Trainings oder Wettkampfs wieder zuzuführen. Frisches Obst empfiehlt sich dazu als gesunder und natürlicher Snack. Aber nicht jedes Obst ist dafür gleichermaßen geeignet.

Conference - die knackige Alternative

Seitdem Boris Becker in den Seitenwechselpausen eine Banane gegessen hat, eifern ihm viele Hobbysportler nach und nehmen die gelbe Südfrucht mit auf den Sportplatz. Doch spätestens, wenn man zum ersten Mal die Erfahrung gemacht hat, wie leicht Bananen in der Sporttasche zu Brei werden, fragt sich der Hobbyathlet, ob es denn nicht eine Alternative zu dieser weichen Frucht gibt. Äpfel bieten sich auf Grund ihres recht hohen Fruchtsäureanteils nicht als Alternative an. Birnen hingegen sind nicht nur bequem und sauber in der Sporttasche zu transportieren, haben nur halb so viele Kalorien wie Bananen und deutlich weniger Fruchtsäure als Äpfel. Zudem sind sie von ihren Inhaltsstoffen her einfach Ideal als Snack beim Sport. Birnen sind reich an Natrium (2 mg/100g), Eisen (0,3 mg) Zink (0,2 mg) und Magnesium (7 mg). Besonders das Magnesium kennen und schätzen Sportler zur Vorbeugung gegen Wadenkrämpfe. Außerdem enthalten 100 Gramm Birne 5 mg Vitamin C, was 10 Prozent der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesdosis entspricht. Bei Sportlern besonders beliebt sind Birnen der alten Sorte Conference, da diese Birnen auch schon zu Anfang der Reife, also im grünen und knackigen Zustand, ihren fruchtig-leckeren Geschmack entfalten. Sie sind dann noch nicht zu saftig, was klebrige Hände auf dem Sportplatz verhindert. Erst mit zunehmender Reife wechseln sie ihre Farbe zu einem leichten Gelb und werden richtig saftig.

Sieben Grundprinzipien

Conference-Birnen werden überwiegend in den Niederlanden und Belgien angebaut. Wie für alle Obst- und Gemüseprodukte aus den Niederlanden gelten dort auch für den Anbau der Conference-Birne die sieben Grundprinzipien: Geschmack, Nachhaltigkeit, Lebensmittelsicherheit, Natürlichkeit, Sachkenntnis, Frische und Verfügbarkeit. Conference-Birnen sind daher nicht nur ein guter Energielieferant für sportliche Aktive, sondern ein leckeres, gesundes und sicheres Lebensmittel, das nicht nur auf dem Ernährungsplan von Sportlern stehen sollte.

Conference für die "Birne"

Auch wenn es für die Namensgebung der Birne nicht entscheidend war, so wird die Verbindung dennoch offensichtlich: Eine Conference-Birne zwischendurch empfiehlt sich auch für Menschen, die geistig anspruchsvollen oder Konzentration erfordernden Tätigkeiten nachgehen - also beispielsweise bei Konferenzen. Birnen haben auf 100 Gramm einen durchschnittlichen Fruchtzuckergehalt von 10,2 Gramm. Zucker, wenn er dem Körper in Maßen zugeführt wird, regt die Serotoninbildung im Gehirn an, was wiederum die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit fördert. Das menschliche Gehirn braucht Zucker zum Arbeiten. Dabei kann unser Körper jedoch nur Einfachzucker (Glucose) verwerten, wie er im Obst zu finden ist. Eine Birne als kleiner Snack zwischendurch macht nicht nur Sportler fit, sondern hilft auch bei der Arbeit am Computer, bei langen Autofahrten und allen anderen Tätigkeiten, die unsere ganze Aufmerksamkeit verlangen. Also einfach mal die Konferenz-Pause zur Conference-Pause machen, damit sich unsere "Birne" wieder voll konzentrieren kann.

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