Zeitraum: 2009
Gegend: Oberbayern
Geografie: Übergang von den Endmoränen ins tertiäre Hügelland
Boden: Lehm -leicht alkalisch- (im Rosenbeet mit handelsüblicher Rosenerde –leicht sauer- vermischt), dadurch tiefgründig und locker
Höhenlage: 500m
Witterung:
Den ganzen Januar 2009 über 4 Wochen lang Kahlfrost, Tag und Nacht um –11°C, Feb.+März viel Schnee, dann fast durchgehend Regenwetter bis Ende Juni, Juli-Sept. relativ trocken, keine große Hitze, Okt.-Dez. nass und meist frostfrei –nur Anfang Okt. Mal kurzzeitig Frost und erst ab Ende Dez. gefrorener Boden;
Schädlinge:
Im Frühjahr einige Insekten (Rosentriebbohrer, Blattroller) ab Mai sehr viel Rosenrost und Sternrußtau, der das ganze Jahr über nicht mehr verging; dagegen nur im Juni zahlreiche Blattläuse; Auch die schönen grünen Rosenkäfer schwirrten hier im Sommer täglich herum – ohne deutlich erkennbaren Schaden.
Auswirkungen auf die Rosen:
Die ersten Blüten kamen teilweise wegen Beschädigung (Anfressen durch Insekten-Larven?) nicht zum Aufblühen, später traten solche Schäden aber nicht mehr auf:
Der Blattlausbefall schwächte kurzzeitig einige Blütentriebe, verursachte aber keine Ausfälle.
Infolge des Pilzbefalls waren fast alle Rosensorten weit und breit in sämtlichen privaten und öffentlichen Gärten ab Ende Mai annähernd blattlos, sogar die neuesten „resistenten“ Sorten, z.B. in der ADR-Versuchspflanzung Weihenstephan sahen praktisch ebenso schlimm aus.
Geblüht haben sie trotzdem, sofern es nicht zu regnerisch war. An ständig tapfer neu getriebenen Stielen, die ihre Blätter ja einige Wochen behalten konnten, bis der Pilz sie erledigte, entwickelten sich bis Ende September immer neue Knospen. Der erste Frost Ende September beendete dann die Vegetationszeit und alle Rosenstöcke reiften zum Winter hin noch gut aus.
Maßnahmen:
Winterschutz am 10. März entfernt, Abhäufeln und Rosenschnitt am 16. März, ab Juni täglich Ausschneiden der verblühten Triebe u.ä.;
Während die Blattläuse sehr schnell von zahlreichen (chinesischen) Marienkäfern und deren Larven vertilgt waren, hielten sich die Pilzerkrankungen so intensiv, dass ich im September schließlich Saprol (Myclobutanil) spritze. Dadurch sollten noch vorhandene Blätter ausreifen und eine Übertragung der Pilzsporen ins nächsten Jahr verhindert werden. Diese Maßnahme war erfolgreich.
Bemerkungen:
Wegen der idealen Witterung im letzten Quartal –feucht und nahezu frostfrei- konnten bis Mitte Dezember bestens Rosen gepflanzt werden. Ich habe je nach Angebot sowohl wurzelnackte als auch Container-Pflanzen gesetzt. Im Gegensatz zum Jahr davor wuchsen diese alle bestens an und entwickelten sich dann 2010 prächtig.