EIN GUTES ODER SCHLECHTES ROSENJAHR?!

 
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Gartenfrosch

Mit diesem Thema möchte ich eine Dokumentation beginnen, in der die äußeren Einflüsse auf das Gedeihen unserer Rosen in den verschiedenen Gegenden über lange Zeit festgehalten werden. Ich bitte Alle, sich daran zu beteiligen und jeweils von Zeit zu Zeit die folgende Tabelle in einen neuen Beitrag in diesem Thread zu kopieren, auszufüllen und mit eigenen Beobachtungen zu ergänzen!
Ich hoffe, wir können aus der Erinnerung schon mir dem Jahr 2009 beginnen, damit sich schnell eine informative Übersicht ergibt.

Zeitraum:
Gegend:
Geografie:
Boden:
Höhenlage:
Witterung:
Schädlinge:
Auswirkungen auf die Rosen:
Maßnahmen:
Bemerkungen:
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Gartenfrosch

Zeitraum: 2009
Gegend: Oberbayern
Geografie: Übergang von den Endmoränen ins tertiäre Hügelland
Boden: Lehm -leicht alkalisch- (im Rosenbeet mit handelsüblicher Rosenerde –leicht sauer- vermischt), dadurch tiefgründig und locker
Höhenlage: 500m
Witterung:
Den ganzen Januar 2009 über 4 Wochen lang Kahlfrost, Tag und Nacht um –11°C, Feb.+März viel Schnee, dann fast durchgehend Regenwetter bis Ende Juni, Juli-Sept. relativ trocken, keine große Hitze, Okt.-Dez. nass und meist frostfrei –nur Anfang Okt. Mal kurzzeitig Frost und erst ab Ende Dez. gefrorener Boden;
Schädlinge:
Im Frühjahr einige Insekten (Rosentriebbohrer, Blattroller) ab Mai sehr viel Rosenrost und Sternrußtau, der das ganze Jahr über nicht mehr verging; dagegen nur im Juni zahlreiche Blattläuse; Auch die schönen grünen Rosenkäfer schwirrten hier im Sommer täglich herum – ohne deutlich erkennbaren Schaden.
Auswirkungen auf die Rosen:
Die ersten Blüten kamen teilweise wegen Beschädigung (Anfressen durch Insekten-Larven?) nicht zum Aufblühen, später traten solche Schäden aber nicht mehr auf:
Der Blattlausbefall schwächte kurzzeitig einige Blütentriebe, verursachte aber keine Ausfälle.
Infolge des Pilzbefalls waren fast alle Rosensorten weit und breit in sämtlichen privaten und öffentlichen Gärten ab Ende Mai annähernd blattlos, sogar die neuesten „resistenten“ Sorten, z.B. in der ADR-Versuchspflanzung Weihenstephan sahen praktisch ebenso schlimm aus.
Geblüht haben sie trotzdem, sofern es nicht zu regnerisch war. An ständig tapfer neu getriebenen Stielen, die ihre Blätter ja einige Wochen behalten konnten, bis der Pilz sie erledigte, entwickelten sich bis Ende September immer neue Knospen. Der erste Frost Ende September beendete dann die Vegetationszeit und alle Rosenstöcke reiften zum Winter hin noch gut aus.
Maßnahmen:
Winterschutz am 10. März entfernt, Abhäufeln und Rosenschnitt am 16. März, ab Juni täglich Ausschneiden der verblühten Triebe u.ä.;
Während die Blattläuse sehr schnell von zahlreichen (chinesischen) Marienkäfern und deren Larven vertilgt waren, hielten sich die Pilzerkrankungen so intensiv, dass ich im September schließlich Saprol (Myclobutanil) spritze. Dadurch sollten noch vorhandene Blätter ausreifen und eine Übertragung der Pilzsporen ins nächsten Jahr verhindert werden. Diese Maßnahme war erfolgreich.
Bemerkungen:
Wegen der idealen Witterung im letzten Quartal –feucht und nahezu frostfrei- konnten bis Mitte Dezember bestens Rosen gepflanzt werden. Ich habe je nach Angebot sowohl wurzelnackte als auch Container-Pflanzen gesetzt. Im Gegensatz zum Jahr davor wuchsen diese alle bestens an und entwickelten sich dann 2010 prächtig.
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Herkunft: mitten in Oberbayern
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Dabei seit: 07 / 2010

Gartenfrosch

Zeitraum: Januar bis Juli 2010
Gegend: Oberbayern
Geografie: Übergang von den Endmoränen ins tertiäre Hügelland
Boden: Lehm -leicht alkalisch- (im Rosenbeet mit handelsüblicher Rosenerde –leicht sauer- vermischt) dadurch tiefgründig und locker
Höhenlage: 500m
Witterung:
Vom Jahresbeginn bis Anfang März leichter Dauerfrost bis max. –10°C und ständige Schneelage, also für Rosen eigentlich ideales Winterwetter. Ab der 2. Märzwoche bis Anfang Mai annähernd frostfreies, schönes Frühlingswetter; Anfang Mai bis 23. Juni „Sauwetter“ -Regen und mäßig kalt mit einer trocken-heißen Woche Anfang Juni; 24. Juni – 22. Juli Hitzeperiode oft bis 34°C und fast vollständig trocken; 23. bis 30. Juli nur mäßig warm und viel Regen, teilweise Wolkenbrüche;
Schädlinge:
Sind bei mir heuer praktisch (fast) gar nicht aufgetreten.
Auswirkungen auf die Rosen:
Haben sich prächtig entwickelt, konnten ungehindert durch Frost oder Trockenheit austreiben, blühten ab Anfang Juni durchweg üppig, viele Blüten mussten allerdings wegen des Regens aufgebunden werden, um attraktiv zu wirken und schön und zu bleiben. Auch definitiv (Versuchsgarten Weihenstephan, bei Freunden) oder vermutlich (öffentliche Parks) nicht gespritzte Rosenpflanzungen blieben heuer bislang sehr gesund!
Während der Hitzeperiode haben einige Rosen an den Blättern Sonnenbrand bekommen – im wahrsten Sinne des Wortes: richtig verbrannte Blätter! – Und manche Blütenfarbe änderte sich, z.B. bekam meine gelbe ‚Landora’ weiß gerandete Blüten, toller Anblick!
Maßnahmen:
Entfernen des Winterschutzes (Fichtenzweige) am 1. März, Abhäufeln und Rosenschnitt am 10. März, auspacken der (neu gepflanzten) Hochstämme bereits am 25. März;
ab Juni täglich Ausschneiden der verblühten Triebe u.ä.;
Auf Grund der schlechten Erfahrungen aus dem Vorjahr habe ich alle Neu-Austriebe im März und April mit Myclobutanil gegen Pilzerkrankungen imprägniert, danach blieb nahezu alle gesund bis jetzt. Nur einige besonders empfindliche Sorten mussten wegen erkrankter Blätter im Juni und Juli je 1 x nachbehandelt werden.
Von Ende Juni bis Ende Juli war fast tägliches Gießen nötig.
Bemerkungen:
Das einmalige vorsorgliche Spitzen gegen Pilze halte ich für die beste Methode, denn wenn die Pilzsporen nicht ins junge Blattgewebe eindringen können, bzw. dort sofort durch den systemischen Wirkstoff zerstört werden, bleibt das ausgereifte, mit seiner natürlichen Wachsschicht geschützte Blatt dauerhaft gesund, während es sonst im ungeschützten Judoendstadium infiziert wird und im Alter von ca. 5 Wochen erkrankt und abfällt.
Der starke Schneedruck im 1. Quartal hatte die Zweige, z.B. einer Bodendecker platt auf die Erde gedrückt und häufig sogar abgebrochen. Viele mussten entfernt werden – um so stärker trieben die Stöcke wieder aus.
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Mel
Pflanzenkönig*in
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Mel

Schreibst du das bitte in deinen Blog Danke!

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