Zitat geschrieben von Loony
Den Dünger für Blüh- und Grünpflanzen würde ich nicht nehmen, die sind ja für Pflanzen gedacht die nicht zum Verzehr gedacht sind. Es ist da immer die Frage, was sich da anreichert...
ich glaube dass die Anreicherung von unerwünschten Stoffen bei mineralischen Düngern kein Problem ist (das spielt mehr bei organischen Düngern eine Rolle, problematisch sind Müllkompost und natürlich auch Klärschlamm). Es gibt auch keine speziellen "Zulassungen" für Anwendungen bei Obst und Gemüse. Die Bestandteile der verschiedenen Dünger sind die gleichen, nur die Mengenanteile variieren. So sollte ein für Tomaten vorgesehener Dünger die Nährstoffe in einem anderen Verhältnis enthalten als ein Rasendünger.
Ich schaue bei der Düngerauswahl daher nicht auf den Handelsnamen, sondern darauf wieviel Nährstoffe und in welchem Verhältnis zueinander enthalten sind sowie darauf, ob es ein schnell oder ein langsam wirkender Dünger ist und ob er den pH-Wert beeinflußt.
Auf diese Weise kam ich dazu, für meine Blühstauden einen Rasenherbstdünger und für meine Zitrosen einen Bonsaidünger zu verwenden. Da ich viel Kompost verarbeite (der reichlich Phosphor und Kali enthält) habe ich außerdem noch einen Dünger mit hohem Stickstoffgehalt. Man muß sich bei der Düngeranwendung also nicht streng auf die aufgedruckten Anwendungsgebiete beschränken.
Ich pflanze meine Tomaten übrigens in eine vorgedüngte Erdmischung, so dass sie erstmal loswachsen. Dann wird beobachtet wie sich die neuen Blätter entwickeln, sobald diese nicht mehr so groß werden wie die vorherigen, ist es Zeit nachzudüngen. Die Häufigkeit richtet sich nach den Wachstumsbedingungen, bei günstigem Wetter einmal die Woche.
Grüße H.-S.