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Pflanzen & Botanik? Das Thema Pflanze mit allen Details...
Wissenswertes über Gartenpflanzen (Bäume, Sträucher und Stauden), Zimmerpflanzen (Palmen, Tropenpflanzen und exotische Pflanzen), Nutzpflanzen (Früchte, Obst und Gemüse), Wildpflanzen, Sukkulenten und Pilzen. |
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pflanzenfreund  Spirit Of Green

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8er-moni  Pflanzenprofessorin

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Sarracenius  Obergärtner

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pflanzenfreund  Spirit Of Green

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8er-moni  Pflanzenprofessorin

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Sarracenius  Obergärtner

Beiträge: 843
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vom: Sa 27 Jan, 2007 15:04 |
Ahja! Nepenthes, die liebe ich auch über alles! (s. Avatarbild)
Also bei Nepenthes sollte die Erde immer feucht sein, aber nicht zu nass. Außerdem brauchen Kannenpflanzen eine hohe Luftfeuchtigkit. Deswegen sind sie auch sehr gut für Terrarien geeignet. Und wenn du, wie ich, nicht die Möglichkeit hast, dann stelle am besten eine große Schale mit Wasser darunter.
Nepenthes brauchen unbedingt kalkarmes Wasser, d.h. destilliertes oder Regenwasser. Allgemein lässt sich sagen, dass Kannenpflanzen es hell, aber nicht sonnig mögen. Sonne macht ihnen zwar nicht so viel aus, aber wenn sie zu hell stehen, bilden sie weniger Kannen aber dafür mehr Blätter aus, das gleiche gilt, wenn sie zu dunkel stehen.
Kannenpflanzen mögen es außerdem, wenn sie gelegentlich mit kalkarmen Wasser übersprüht werden. Nepenthes legen keine Ruhezeiten ein und werden das ganze Jahr hindurch gleich kultiviert.
Als Substrat geht normale Karnivorenerde (Weißtorf, Quarzsand, Perlite), die man evtl. mit Korkschrot, Pinienrinde, Kokosfaser o.ä. vermischt.
Nepenthes-Hybriden sind um einiges leichter in der Pflege, da sie weniger Ansprüche an die Luftfeuchtigkeit stellen. Am einfachsten ist eigentlich Nepenthes alata x ventricosa bzw. Nepenthes ventrata, weil sie schon eine Luftfeuchte ab 60% gut verträgt. Normalerweise sollte man die Luftfeuchtigkeit bei etwa 70-80% halten. Kannenpflanzen sind tropische Pflanzen und mögen es warm.
Wenn man Glück hat, bilden Kannenpflanzen auch mal Ableger.
Samen kann sie nicht selbst prouzieren, weil Nepenthes diözisch sind. Das heißt, dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt und eine einzelne Pflanze sich nicht selbst befruchten kann. Eine weibliche Blüte muss immer von männlichen Pollen einer anderen (männlichen) Pflanze bestäubt werden.
So, jetzt wünsch ich dir mal viel Glück, falls du dir die Pflanze doch kaufen solltest! Keine Angst, das da oben klingt komlizierter als es ist. So schwer ist die Pflege gar nicht. Meine Kannenpflanze gedeiht prächtig und hat sogar schon Ableger gebildet!
Ich finde, dass Kannepflanzen mitunter die schönste karnivoren Pflanzen sind. Erstens, weil die Kannen und die Blätter einfach schln aussehen und zweitens, weilNepenthes einfach ein Wunder der Evolution sind und tolle Tricks zum Beutefang benutzen.
Unter den "Kannenrändern" bilden sie Nektar, der leicht süßlich riecht (ich selbst habe es noch nie gerochen, aber Insekten riechen es scheinbar). Und dann schau dir mal die Deckel der Kannen an! Die sehen nämlich aus wie Orchideenblütenblätter (Orchideen wachsen mitunter auch an den Standorten von Nepenthes, weshalb man sie auch gut zusammen halten kann), und ein Insekt fliegt da natürlich hin und geht in die Falle.
Einige Nepenthes-Arten, die an Stränden wachsen, vertragen sogar geringe Mengen Salzwasser und können in purem Sand überleben und bekommen dort auch nicht sehr viel Wasser - nur das Spritzwasser von Meer.
Einfach einzigartig diese Pflanzen!!
LG,
Max
PS: Hier noch 2 Bilder von meiner Kannenpflanze im Sommer. Sie ist jetzt aber schon um einges größer geworden. Auf den Bildern ist sie noch ziemlich jung und ich hatte sie erst ein paar Wochen. Irgendwo hier im Forum findet man noch andere Bilder davon.
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Beschreibung:
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Sarracenius  Obergärtner

Beiträge: 843
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Sarracenius  Obergärtner

Beiträge: 843
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vom: Fr 01 Jun, 2007 16:18 |
Füttern brauchst du sie eigentlich gar nicht! Die Pflazen haben sich doch so angepasst, dass sie mit wenigen Nährstoffen auskommen. Du kannst natürlich ab und zu mal eine Fliege oder so hineinschmeißen, aber nichts anderes, also keine Fleisch-, Wurst- oder Eierstückchen!! (Habe gehört, dass manche auf solche absurden Ideen kommen... )
Ich habe mal gelesen, dass man auch eine Milchdüngung machen kann. Dazu nimmt man 4 Teile destilliertes Wasser und einen Teil Milch (oder weniger). Ich glaube, bei Kannenpflanzen sollte man diese Lösung aber nicht in die Kannen geben, sondern sie damit gießen. Aber auch nicht zu viel, nur ein bisschen.
Wasser muss man, denke ich, nicht in die Kannen schütten. Ich habe es bei meiner nie gemacht. Sicher bin ich mir aber nicht. Einige sagen, man soll Wasser zu einem Drittel in die Kannen geben, andere sagen, man solle es nicht tun. Wie gesagt, versucht habe ich es nicht, vielleicht aber jemand anderes. (?)
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Sarracenius  Obergärtner

Beiträge: 843
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vom: Fr 01 Jun, 2007 17:24 |
Kannenpflanzen kann man eigentlich nicht überfüttern, aber weniger ist mehr. Es reicht wirklich, wenn sie nur ab und an, mal einen kleinen "Snack" bekommt. Wie gesagt, die Pflanzen kommen auch gut lange Zeit ohne Nahrung aus, aber ab und an benötigen sie doch mal Nährstoffe.
Ich kann dir sagen, warum deine Venusfliegenfalle das nicht überstanden hat. Die Fallen der Dionaea muscipula (Venusfliegenfalle) sind nicht unbegrenzt oft funktionsfähig. Im Normalfall sterben die Fallen nach 5-8maligem Öffnen ab. Darum sollte man darauf achten, dass sie nicht zu oft "zuschnappt", denn sonst kann es sein, dass alle Fallen, die ja auch gleichzeitig Blätter darstellen, absterben und keine neuen mehr kommen.
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