Hydrokultur-Pflanze... Aber welche??- Schefflera

 
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sonni20181

Hallo Ihr Lieben!
Suche mal wieder euren fachkundigen Rat...

Und zwar suche ich diesmal den Namen und Pflegetipps für diese Pflanze:

[img][url=http:425:450]http://green-24.de/06/bilder-upload/thumbs/bwy1184748316x.JPG[/img]
ganze Pflanze

[URL=http://green-24.de/06/bilder-upload/viewer.php?id=viu1184748342s.JPG][/url]
einzelnes Blatt

Das Kerlchen habe ich als Hydrokultur gekauft. Hab es jetzt seit ca 1 1/2 Jahren, und es mickert so vor sich hin. Das heißt, großartig wachsen ist nicht, außerdem sieht's schon insgesamt so mager aus, weil es doch recht hoch ist, aber nur wenige Blätter an dem dünnen Stämmchen sind... Und die wenigen neuen Blätter kommen auch nur an der Spitze.

Meine Fragen sind nun:
Um was für ein Gewächs handelt es sich überhaupt???

Würde der Pflanze gerne einen neuen, größeren Topf bescheren. Muss ich dafür wieder Hydrokultur verwenden, oder kann ich auch auf normale Erde umsteigen? Wenn ja, wie mache ich das?

Kann ich irgendwas tun, damit die Pflanze insgesamt etwas dichter und üppiger wird (wenigstens obenrum), z.B. Beschneiden? Wie mache ich das? Worauf muss ich achten?

Vielen Dank im Voraus schon mal, dass ihr einem Neuling mal wieder aus der Bredouille helft...
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Rose23611

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sonni20181

Mensch Rose, du bist ja schnell! Danke dir!
Ok, eine Schefflera. In deinem Link steht, dass sie ein "imposanter Baum" wäre... Da bin ich aber noch weit von entfernt...
Zum Umtopfen nehm ich sie also einfach aus dem Topf, pule vorsichtig die Steinchen soweit möglich von den Wurzeln und setze sie in Erde um?
Das mit den Stecklingen lass ich vorerst mal lieber, unsere Bude ist eh schon leicht überfüllt... Und du meinst, ich soll die einfach an der Spitze beschneiden..? Da gehen ja die neuen Blätter bei drauf... Bin doch so stolz, wenn sie mal eins treibt...
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orlaya

Hallo sonni,

wenn du keine Ahnung von Hydrokultur hast (nicht bös gemeint!), kannst Du die Schefflera natürlich auch wieder in Erde umsetzen, wäre dann sicherlich die bessere Möglichkeit. Ich denke das Kümmern der Pflanze hat aber auch noch andere Gründe. Und da wäre es sicherlich sinnvoll, diesen Gründen mal auf die Spur zu kommen, denn sonst wird sie auch in Erde kümmern.

Vielleicht mal ein paar ganz grundlegende Anmerkungen: Es gibt keine "Hydrokulturpflanzen", es gibt nur Pflanzen, die in Hydrokultur gepflegt werden. Die Bedürfnisse der Pflanzen ändern sich aber durch die Kulturform nicht. D.h. die Pflanzen haben immer noch die gleichen Ansprüche an Temperatur, Lichtverhältnisse, Luftfeuchtigkeit und im Endeffekt auch an Dünger- und Wassermenge. Die beiden letzteren werden halt in einer etwas anderen Forum zugeführt.

Nun aber zurück zu deiner Schefflera, wie hast du sie denn bisher gepflegt? Wieviel Wasser hast du ihr gegeben? Welches Wasser (Regen- oder Hahnenwasser, wie hart) hast Du zum Giesen verwendet? Wie hast du gedüngt? Ganz wichtig: Wie hell stand die Schefflera? Ich vermute ja, dass sie zu dunkel stand und deshalb nicht so richtig voran kam. Evtl. war das dann noch kombiniert mit einem zeitweilig zu hohen Wasserstand. Mir kommt nämlich das Substrat ziemlich verdächtig vor - warum sieht der Blähton auf dem Foto so dunkel aus?

Fragen über Fragen - und einige dieser Fragen sind auch für eine Zukunft in Erde wichtig.

Lieben Gruß
orlaya
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Rose23611

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also ich würde auch noch warten bis sie grösser geworden ist und dann im nächsten jahr vielleicht schneiden manchmal hat man auch glück und die verzeigt sich von allein deine ist ja noch sehr klein

du brauchst auch nicht alle hydrosteine zu entfernen, wenn da welche dran bleiben macht das nix und wenn du schon dabei bist,schau dir die wurzeln genau an, wenn was braunes oder matschiges dran ist dran ist ruhig wegschneiden
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sonni20181

@ orlaya: also, gegossen hab ich immer mit leitungswasser (bei uns ist es nicht sooo hart, und an regenwasser komm ich leider nicht, da wir nur nen überdachten balkon und keinen garten haben), und zwar so, dass der anzeiger der hydrokultur auf optimal steht. da sollte man als amateur doch denken, dass das für die pflanze auch gut ist...? gedüngt mit normalem flüssig-topfpflanzendünger (ich glaube substral), einmal im monat. das mit dem zu dunkel kommt gut hin, allerdings hat sie seit einigen monaten einen hellen fensterplatz mit kuscheliger nachmittagssonne. dass das substrat so dunkel ist, liegt wohl an algen. wie ich die vermeiden kann, ist mir aber leider nicht so wirklich klar.

@ rose: danke!!! damit kann ich doch schon was anfangen!
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orlaya

Zitat geschrieben von sonni20181
@ orlaya: also, gegossen hab ich immer mit leitungswasser (bei uns ist es nicht sooo hart, und an regenwasser komm ich leider nicht, da wir nur nen überdachten balkon und keinen garten haben), und zwar so, dass der anzeiger der hydrokultur auf optimal steht. da sollte man als amateur doch denken, dass das für die pflanze auch gut ist...? gedüngt mit normalem flüssig-topfpflanzendünger (ich glaube substral), einmal im monat. das mit dem zu dunkel kommt gut hin, allerdings hat sie seit einigen monaten einen hellen fensterplatz mit kuscheliger nachmittagssonne. dass das substrat so dunkel ist, liegt wohl an algen. wie ich die vermeiden kann, ist mir aber leider nicht so wirklich klar.


Hi sonni,

also den Wasserstand haste gut im Griff gehabt, da machen viele Hydro-Anfänger den Fehler, dass sie viel zu oft auf max. auffüllen und dann auch nur bis opt. absinken lassen. Damit ertrinken aber die meisten Pflanzen über kurz oder lang. Richtig ist den Wasserstand bis opt. auffüllen, dann bis min. absinken zu lassen und dann erst wieder auffüllen.
Die Düngerart ist aber einfach falsch gewesen, da wäre vermutlich gar nicht düngen besser bekommen. Die normalen Flüssig-Topfpflanzendünger sind für Hydrokultur nicht geeignet. In aller Regel reichern sich da dann mit der Zeit einzelne Salzarten an und machen so der Pflanze heftig zu schaffen.
Für die Hydrokultur gibt es zwei verschiedene Düngersysteme, nämlich Flüssigdünger (der ist aber etwas anders zusammengesetzt als für Erdkultur) und dann vorallem den Ionentauscher, je nach Wasserhärte setzt man normalerweise das eine oder das andere System ein. Ich selber habe nur Erfahrungen mit Ionentauscher, weil ich ziemlich hartes Wasser habe und damit Flüssigdünger nicht einsetzen sollte. Außerdem ist der Ionentauscher wesentlich komfortabler in der Anwendung (aber leider auch nicht ganz billig). Wenn man den speziellen Flüssigdünger bei Hydrokultur nutzt, dann sollte man von Zeit zu Zeit den Blähton durchspülen.

In über zwanzig Jahren Erfahrung mit Hydrokultur habe ich noch niemals Algen auf dem Blähton gehabt, ich kann mir das nur als Folge des falschen Düngers erklären.

Wenn die Schefflera deine einzige Pflanze in Hydrokultur ist, dann würde ich Dir wirklich empfehlen sie in Erde weiterzukultivieren - es macht einfach keinen Sinn den ganzen Aufwand wegen nur dieser einen Pflanze zu treiben. Aufgrund der bisherigen Pflegefehler würde ich dir aber dazu raten, schon möglichst viel von dem algenverseuchten Blähton zu entfernen, außerdem sollten die Wurzeln, wie Rose schon schrieb, wirklich auf Schäden untersucht werden. Zusätzlich würde ich sogar noch dazu raten, die Wurzeln gut mit ca. 20° warmen Wasser abzuspülen, damit evlt. Salzreste entfernt werden.

Ansonsten ist die Schefflera im allgemeinen recht robust und mit schöner frischer Erde und dem helleren Standort wird sie sicherlich bald durchstarten.

Viel Erfolg!
orlaya
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ilyana

Ich möchte nur anmerken, dass die abgebildete Strahlenaralie eigentlich Heptapleurum arboricola heißt und Schefflera arboricola nur ein Synonym ist. Denn diese Strahlenaralie hier stammt aus Ostasien und wird nur bis zu 2,40m hoch,

während die Schefflera an ihren Blattenden Ansätze von Träufelspitzen zeigt und nicht so glatte Blätter hat, größer als die Heptapleurum wird und aus Australien und Indonesien stammt. Sie bekommt auch nur gefingerte Blätter aus drei bis fünf Blättchen und wächst langsam und bildet nur einen Einzelstamm.

Die Heptapleurum hingegen wächst schnell, bildet oft mehrere Einzelstämme aus und ihre gefingerten Blätter können aus bis zu sieben Einzelblättern zusammengesetzt sein.

Ilyana
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orlaya

Hallo ilyana,

hast Du einen Link zu der Namensgebung? Würd' das gerne nochmal genauer nachlesen.

Ich kenne die botanischen Namen etwas anders, nämlich Schefflera arboricola für die Fingeraralie (hier abgebildet) und Schefflera actinophylla für die Strahlenaralie, die eben deutlich größere Blätter hat und zu dem aufrechten Wuchs ohne Verzweigungen neigt. Das Problem ist ja, dass die Pflanzen immer wieder umbenannt werden oder dass es mehrere Namen gibt.

Lieben Gruß
orlaya
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ilyana

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orlaya

Hallo ilyana,

als erstes musste ich jetzt feststellen, dass ich mich auf jeden Fall bei den deutschen Namen vertan habe, bzw. ich kenne die Pflanzen in erster Linie unter dem botanischen Namen Schefflera (arboricola und actinophylla) und dann waren mir noch so am Rande die deutschen Namen Strahlen- und Fingeraralie bekannt, tja und da habe ich dann falsch zugeordnet..... die beiden mir geläufigen Arten werden aber mit demselben deutschen Namen bezeichnet

Ein klein wenig unsicher bin ich aber jetzt, was den aktuellen botanischen Namen angeht. Ich habe nämlich den Wikipedia-Artikel so verstanden, dass der aktuelle botanische (oder wissenschaftliche) Name Schefflera .... ist, weil diese Pflanzen alle zur Gattung Schefflera gehören (also recht eng mit einander verwandt sind). Die botanischen Namen Brassaia und Heptapleurum würden dann wohl noch von früher stammen, als man noch nichts von dem engen Verwandschaftsverhältnis wußte.

Irgendwie wird bei mir der Wunsch nach einem echten Fachbuch (Zander) für die Pflanzennamen immer größer.

Lieben Gruß
orlaya

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