Feststellen, ob Samen fruchtbar sind - aber wie? - Tipps & Tricks - GREEN24

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Feststellen, ob Samen fruchtbar sind - aber wie?

Die Probleme mit Natur und Technik. Wie klappt´s denn eigentlich mit ...
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Hauptgärtner
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Es gibt doch sicherlich einige Methoden um festzustellen, ob ein Samen was werden kann oder nicht! Ich kenne nur folgendes: Samen in Wasser schmeißen. Wenn er aufsteigt/oben bleibt ist er unfruchtbar, wenn er sinkt und unten bleibt ist er fruchtbar.
Jetzt hat mir aber vor kurzem jemand gesagt, dass diese Methode nicht sihcer ist ](*,) Kennt jemand noch andere Möglichkeiten :?:
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Druidin
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BeitragSa 21 Nov, 2009 17:59
Man kann sie auch wiegen, leichte Samen sind auch oft nicht mehr keimfähig. Aber alle diese Methoden sind nicht sicher.
Die sicherste ist: Aussäen und abwarten...;)
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Grüne Düse
Grüne Düse
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BeitragSa 21 Nov, 2009 18:47
Infos:
Es gibt Samen, da wäre es ein schlechtes Zeichen, wenn er sinkt. Deswegen hilft wirklich nur: aussäen. Wenn Du Keimbeutel oder -becher nimmst, kannst Du die platzsparend stauen.
tysja cuffese
tysja cuffese
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BeitragSa 21 Nov, 2009 19:19
Oder, die aus Grunschulzeiten bekannte, Keimprobe mit einigen Samen machen.
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BeitragSa 21 Nov, 2009 22:34
Hi Racker,

also die Keimprobe mit dem ins Wasser lassen ist "meistens" aber zu vertrauen.
Sonst könntest du einige Samen aufschneiden und schauen ob der Embryo noch intakt ist. Also eine kleine Stichprobe entnehmen. Ist nur etwas schwirig wenn die Samen zu klein sind.

Lg
Azubi
Azubi
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BeitragDo 10 Dez, 2009 22:11
Ich fand die Wasserprobe auch immer sehr aussagekräftig. Manchmal erkennt man auch die leere, trockene Hülle. Dann ist da meist nicht mehr viel Leben drin.
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Pflanzenprofessorin
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BeitragDo 07 Jan, 2010 10:42
Hallo,
eine allgemeine Methode um zu prüfen ob der Samen frisch ist,kenne ich leider auch nicht.Aber bei Piniensamen,oder der Cycas Revoluta sollte man den Schütteltest machen.Hört man ein "klackern" in der Schale,kann man eigentlich sicher sein,daß er auch keimt.Taube Samen werden so dann aus sortiert.Wenn die Samen im Allgemeinen einen vertrockneten Eindruck machen,taugen sie meistens auch nichts mehr. Aber die Methode mit dem Wasserglas werde ich testen und kann dann mal berichten,ob da was dran ist.Habe es jetzt schon mehrfach gehört :-k
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Hauptgärtner
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BeitragDo 07 Jan, 2010 11:45
Aussäen ist auch nicht die unbedingt zuverlässigste Methode. Es gibt bei Pflanzen nun auch Strategien, bei denen immer nur ein Teil des Samens keimt. Mitunter sind das nur 1-2%, der Rest ruht weiter. In der Natur entstehen so im Boden regelrecht Samenbanken, die auch bei uns noch 50 Jahre später keimfähige Saat enthalten können. Das ermöglicht es auch eine feuchtes Intensivgrünland zumindest näherungsweise allein aus der Saatreserve im Boden wieder zu einer Feuchtwiese zu entwickeln.
Bei eigenen Aussaaten ist mir aufgefallen, das beispielsweise Phytolacca, Jatropha und besonders Uncarina gern schubweise keimen und aus einer Aussaat bei Wiederbefeuchtung des Ansatzes auch nach Jahren noch etwas aufläuft.
Bei großsamigen Arten, deren Samen aufgequollen und abgesunken sind, mache ich nach gewisser Zeit nach der Aussaat einen Geruchstest. Ich finde, dass vergammelte Saat einen besonderen Müffelgeruch an sich hat, der klar aussagt: hier keimt nichts mehr!
Beim Sortieren der eigenen Saaternten, insbesondere bei Ascleps, puste ich immer auf die ausgebreitete Saat. Das sortiert die Samen auch über das Gewicht und die leichteste Fraktion ist in der Regel leer, nicht keimfähig und kommt gleich weg.

Grüße
Gunilla
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BeitragDo 07 Jan, 2010 23:32
ich glaube es kommt auf die art samen an...hab mal gehört, man kann das mit wasser testen. einweichen und was zu boden sinkt ist unfruchtbar...aber ob das stimmt :-k
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Grüne Düse
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BeitragFr 08 Jan, 2010 9:58
:-s Wahrscheinlich hast Du das einfach zwei Beiträge weiter oben gelesen? :wink: :-({|=
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BeitragFr 08 Jan, 2010 10:16
Eigentlich finde ich die Methode mit dem Wasserglas gut,wenn es dann so sein sollte,aber hat das mal jemand mit Tomatensamen oder Chilisamen gemacht? Die sind so leicht,da geht keiner unter und wenn sie noch so frisch sind :-k
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BeitragFr 08 Jan, 2010 19:58
Das mit dem Wasser kann eigentlich nicht bei allen Samen klappen. [-X
Die haben ihr spezifisches Gewicht, und einige gehen halt unter und andere nicht.
Ich hab jede Menge Amaryllis ausgesäht, die schwimmen erst, saugen sich voll, gehen unter und keimen dann.
Ich habe noch von keiner allgemeingültigen Methode gehört.
Die meisten Samen sind aber länger keimfähig als es z.B. auf den Packungen steht,und es hängt ja auch von der Lagerung ab.

Die einzig zuverlässige Methode ist meiner Meinung nach wirklich die Aussaat.
Entweder sie kommen, oder eben nicht.
Abgesehen davon kommt es ja auch immer wieder vor, dass keimfähige Samen eben nicht kommen, weil die Aussaatbedingungen nicht stimmen. Das ist hier sicher schon vielen passiert. :- :oops:

Aber wie gesagt, die meisten kommen auch nach langer Lagerung noch.


LG, leines
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Obergärtner
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BeitragSa 09 Jan, 2010 22:14
na ja...irgendwie versteh ich das auch nicht so recht...war eigendlich auch immer der meinung, dass die samen sich bei der wasserglasmethode mit wasser vollsaugen (sollen) und dann ja zwangsläufig untergehen...oder?!
wenn sie nach 12 oder 24 stunden noch onem schwimmen, sind sie ja noch nicht mit wasser vollgesogen, oder? :-k

warum sollten dann die samen die unter gehen nicht keimfähig sein???

das mit den bedingungen zum keimen ist ja immer so ne sache....substrat, temperatur, wasser, licht...grade als anfänger muss man da viele rückschläge in kauf nehmen...
OfflineRas
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Azubi
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Beitragamtliche SaatgutuntersuchungDi 02 Mär, 2010 15:38
professionelle Keimproben werden mit einem "Jacobsen Keimapparat" beziehungsweise mit Hilfe von feuchtem Filterpapier gemacht. Man beobachtet das Keimverhalten und kann prozentual die Keimfähigkeit ermitteln.
Bei der Überprüfung der Keimfähigkeit geht es darum die Keimruhe des Samens zu brechen ( möglich z.B. durch: trocken Lagern, Vorkühlen, Vorwärmen, Licht, KNO3(Kaliumnitrat),GA3(Gibberelinsäure-Lösung) oder abgedichteter PE-Beutel)

Lebensfähigkeit:Ziel der biochemischen Untersuchung (topographischer Tetrazoliumtest) ist die Lebensfähigkeit von Saatgutproben im Allgemeinen und insbesondere von solchen, die Keimruhe zeigen, rasch zu bestimmen.
Keimfähigkeit:Die Keimfähigkeitsanalyse soll Auskunft über den Anbauwert des Saatguts geben. Die Analyse erfolgt unter optimalen Bedingungen (z.B.Jacobscher Keimapparat).
Triebkraft:Bei der Triebkraftprüfung werden jene Stressbedingungen, von denen man annimmt, dass sie den Feldaufgang herabsetzen, unter kontrollierten Bedingungen im Labor simuliert.
Das Saatgut wird z.B. mit einer 3cm dicken Ziegelgrußschicht (Hiltner Test) oder einem Alternativmaterial bedeckt und muss diese Deckschicht durchbrechen.

Topographischer Tetrazoliumtest: Samen in Wasser quellen lassen. Embryo herauspräparieren und 3 Stunden in 1%tiger Lösung von 2,3,5 Triphenyltetrazoliumchlorid, vollständig bedeckt, aufbewahren. Nach der Einwirkzeit die Lösung abgießen, Embryo mit Wasser abspülen und beurteilen.
In lebenden Zellen wird eine rote, beständige Substanz, das Triphenylformazan, gebildet. Bei der Beurteilung wird der Embryo auf Grund seines Färbungsbildes als lebensfähig oder nicht lebensfähig eingestuft. Nicht die Intensität der Färbung entscheidet über die Lebensfähigkeit, sonder die Lage und Ausdehnung der gefärbten Zellen. Vorteil: Die Keimruhe spielt keine Rolle, das Ergebnis steht im Vergleich zur vollständigen Keimprüfung sehr schnell zur Verfügung. Nachteil: Anomalien können nicht erkannt werden.

So hab ich das während meiner Ausbildung gelernt. Für die Saatgutanerkennung im Landwirtschaftlichen Bereich gelten die Vorschriften der "ISTA"=International Seed Testing Association.

Ich hoffe es interessiert jemanden :D ....und wenn nicht, wars ne gute Wiederholung für mich...hab demnächst Abschlussprüfung :wink:

jo
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Obergärtner
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BeitragDi 02 Mär, 2010 15:46
Wow .. die Prüfung bestehst du ganz sicher.
Ich hätte da nur mal eine Frage: sind die getesteten Samen danach noch lebensfähig? Also werden die noch eingepflanzt und es kommt ne Pflanze raus, oder kann man die nach dem Test wegschmeißen? Nicht, dass ich das jetzt unbedingt probieren wollen würde. Reine Neugier.

Für mich hört sich das so an, als werden da Stichproben von Samen genommen, bevor man sie aussäht um vorher schon abschätzen zu können, von welchem Anbieter man die kaufen kann um nachher eine hohe Keimrate zu erzielen. Also eigentlich was für Großbetriebe.

Gruß Sunnii
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