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Vorbeugungsmaßnahmen gegen Krautfäule an Tomaten

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Tips zur Vorbeugung gegen Krautfäule bei Tomaten

Braun- und Krautfäule bei Tomaten (Phytophtera) ist ein Pilz, der ursprünglich von der Kartoffel übertragen wurde.
Bereits im 19. Jahrhundert verursachte dieser in Irland immense Ausfälle bei der Kartoffelernte, so dass dort eine große Hungersnot herrschte.
Auch wenn wir heute nicht mehr verhungern müssen, so ist es doch ärgerlich, wenn unsere mühsam hochgezogenen oder teuer eingekauften Tomatenpflanzen noch vor der ersten Ernte befallen sind.


Zum Schadbild selbst:
Ist eine Pflanze durch Krautfäule infiziert, treten zunächst graugrüne Flecken, zumeist an den unteren Blättern auf.
Dann werden auch die Triebe infiziert. Die befallen Früchte bekommen, vor allem auf der Oberseite ebenfalls Flecken.
Da von diesem Pilz die Giftstoffe in der gesamten Frucht verteilt werden, ist es nicht ratsam die Tomatenfrucht zum Verzehr auszuschneiden. Man sollte sie wegwerfen.

Da die meisten von uns im eigenen Garten sicherlich auch Chemie verzichten wollen, hier einige Tips zur Vorbeugung:

1. Möglichst resistente Sorten anbauen. (Ich habe in diesem Jahr meine Pflanzen aus Samen der Sorte ?Fantasio F1? herangezogen, habe aber noch keine Erfahrungswerte damit).
Gut sind oft auch alte Sorten, wie die Baumtomate ?De Bareo?, die erst spät befallen wird und sehr ertragreich ist, so dass man auch bei einem möglichen Befall noch eine recht gute Ernte erwarten kann. Übrigens sind veredelte Tomaten nicht gegen die Krautfäule resistent, sie wachsen nur schneller und bringen deshalb oft schon reichen Ertrag, bevor die Krankheit ausbrechen kann.

2. Tomaten dürfen, entgegen der Meinung in manchen Gartenbüchern, nicht jedes Jahr am selben Platz stehen. Der Pilz überdauert nämlich im Boden. Aus dem selben Grund dürfen befallene Pflanzenteile auch auf keinen Fall auf den Kompost, sondern sollten in der Biotonne entsorgt werden.

3. Die Stäbe der Tomaten sollten vor der Pflanzung gründlichst mit heissem Wasser gereinigt (gescheuert) werden. (Im Erwerbsanbau unter Glas werden in der Zwischenzeit keine Stangen mehr verwendet, sondern Schnüre, die nach der Saison entsorgt werden.)

4. Beim Pflanzen der Tomaten auf großzügige Abstände achten, damit das Blattwerk nach Regen schnell abtrocknen kann.

5. Nach Möglichkeit den Tomaten einen geschützten Standort geben. z.B. eine Überdachung. Sogenannte Tomatenhauben sind nicht ideal, weil darunter ein feuchtes Klima herrscht, was das Pilzwachstum fördern würde.
Ein Gewächshaus ist empfehlenswert ? dann aber darauf achten, dass stets eine gute Durchlüftung herrscht. Ausserdem ist die Bestäubung im Gewächshaus nicht so gut, wie draussen, sodass man evt. durch Schütteln der Pflanzen (am besten um die Mittagszeit) etwas nachhelfen muss (Im Erwerbsanbau werden Nützlinge zur Bestäubung eingesetzt).

6. Dem richtigen Gießen der Tomatenpflanzen kommt eine sehr große Bedeutung zu. Auf gar keinen Fall sollten Tomaten mit dem Schlauch beregnet werden. Tomaten müssen immer von unten an die Pflanze gegossen werden, am besten morgens.

7. Die unteren Blätter der Tomatenpflanze sollten entfernt werden, damit sie nicht auf dem Boden aufliegen und so der Pilz aufsteigen kann.

8. Wichtig ist auch eine gute Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen ? schwächliche Pflanzen werden grundsätzlich leichter von Krankheiten und Schädlingen befallen!

9. Vorbeugende, stärkende Maßnahmen sind auch die Ausbringung von Spritzbrühen, wie z.B. Schachtelhalm- oder Brennesseljauchen, die die Pflanze kräftigen.

10. Nicht zu unterschätzen ist auch das richtige Ausgeizen der Tomatenpflanze. Die Geiztriebe sollten konsequent entfernt werden. Damit kommt Luft an die Pflanze und das Blattwerk kann schneller abtrocknen. (Ausserdem steckt eine ausgegeizte Pflanze ihre Kraft in das Fruchtwachstum und nicht in die Bildung von immer noch mehr Grün- und Blattmasse!).
Beim Ausgeizen selbst ist es sehr wichtig das Wetter zu beobachten. Ist Regen angesagt, bitte nicht ausgeizen! Man hat so nämlich eine offene Wunde an der Pflanze, in die bei Regen und Feuchtigkeit natürlich Pilzerreger direkt eindringen können. Also bitte so lange Abwarten, bis wieder trockenes Wetter angesagt ist und die Wundstellen schnell zuheilen können.

Falls von euch noch jemand gute Tips oder Erfahrungswerte hat ? her damit!

Gruß Irene
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Pflanzendoktor
Pflanzendoktor
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Registriert: So 12 Mär, 2006 11:58
Wohnort: Wien/Österreich
BeitragSa 19 Mai, 2007 20:21
Gegenmaßnahmen:

Tomaten und Kartoffeln NICHT in Nachbarschaft pflanzen

Früh und Spätkartoffeln räumlich trennen

Man kann zur Blattstärkung Brenneselbrühe oder Algenextrakte spritzen

befallene Pflanzenteile AUF KEINEN FALL KOMPOSTIEREN, sondern ab damit in die Bio-Tonne

Algen- und Steinmehl über die Blätter stäuben

Die Pflanzen in Hauptwinrichtung anlegen, damit sie schneller und besser abtrocken

Ein altes Hausmittel: Magermilch, 1:1 mit Wasser verdünnte Vollmilch oder Molke ein Mal pro Woche spritzen.

Nicht zu spät ernten

sauber ernten und die Ernterückstände GRÜNDLICH entfernen.

Mit Kompost düngen (nicht zu viel Stickstoffdüngung!!)


Achtung! Ich rate von der Verwendung von Kupferpräparaten ab, da diese hochgiftig für das Bodenleben sind, ohne das die Tomaten ja auch nicht richtig exestieren können.

DAGR :wink: :wink:
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BeitragSo 20 Mai, 2007 19:54
Infos:
Wenn man es selber nicht kompostieren soll, dann sollte es auch eher in den Restmüll, wenn man ihn in die Biotonne tut wird es kompostiertund du kannst es kaufen, verteilst es also schön weiter, lieber in den Restmüll, da wird es verbrannt oder gleich seber mit ins Lagerfeuer schmeißen.

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