Brachychiton (?) dünnt aus, verliert Blätter und verwelkt

 
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mattes1988

Hallo,

unsere Brachychiton (bin mir da nicht sicher welche Art) verliert zusehends Blätter. Das Phänomen ist nicht sehr neu, aber es wird immer schlimmer. Zu Anfang war die Pflanze sehr grün und buschig, jetzt sieht sie schon seit knapp 9 Monaten sehr ausgedünnt aus. Fast tageweise verliert sie diese grünen Blattkronen, oder diese verwelken. Die Pflanze stand bisher immer Südseite mit dementsprechend viel Tageslicht, vor ca. 2 Wochen haben wir sie ins Schlafzimmer - Nordseite - gestellt, mit etwas weniger Licht und kühler.

Keine Besserung. Wir düngen kaum und gegossen wird sie nicht übermäßig viel. Ebenso kein klebriger Stamm.

Hat jemand eine Idee?

Danke und viele Grüße,

Matthias & Maren
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Carl-Ludovique

Hallo

der Brachychiton rupestris schmeißt gerne mal seine Blätter bei Standortwechsel, Trockenheit (weil er Trockenzeiten gewöhnt und angepaßt ist), bevor er blüht, oder auch mangeldem Licht oder zuviel Wasser. Ist er gleichzeitig dabei neu auszutreiben?

Ein Südfenster ist schon besser für die Pflanze als ein Nordfenster

Grüsse, CL
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mattes1988

Ich kann eigentlich alle angesprochenen Szenarien verneinen.

Vor dem Standortwechsel hat er genauso abgeworfen wie danach.
Zuviel Wasser bekommt er auf keinen Fall.
Mangelndes Licht schließe ich aufgrund der Südseite aus.

Es könnte ihm zu trocken gewesen sein (neben der Heizung).

Außerdem treibt er immer wieder neu aus, also die angesprochenen Blattkronen. Diese bilden sich häufig aus, manchmal bekommen sie aber schnell braune spitzen und kräuseln sich (Trockenheit?).

Er sieht einfach sehr 'spirrig', also nicht buschig aus. Ist das eventuell sogar normal? Könnte man ihn schneiden? Teilweise sind Äste ohne Blätter da, die echt nicht schön aussehen bzw. ein Blatt an der Spitze eines 50 cm langen Astes.
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Carl-Ludovique

Hallo

Für mich sieht die Pflanze etwas vergeilt aus und ich würde sie im Winter so hell wie möglich stellen, im Sommer am besten nach draussen. Die Flaschenbäume reagieren während des Austriebs auf Trockenheit auch schnell mit Abwurf der jungen Blätter. Das Problem ist sie gerade im Winter nicht zu feucht zu halten, aber auch nicht so trocken, daß 'trockenzeitmäßig' alle Blätter schmeißen.
Ich habe noch nicht versucht, sie den kompletten Winter trocken, kühl und laublos zu kultivieren.
In ihrer australischen Heimat sind sie, so weit ich weiß, nur kurze Zeit, normalerweiße im dortigen Frühjahr laublos oder eben bei extremer Trockenheit.
Meine Pflanzen erneuern sich, wenn ich sie im Herbst hereinhole, schmeißen also komplett ab, treiben aber gleichzeitig kräftig aus.

Ich weiß nicht, ob Dir das weiterhilft?

CL
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gürkchen

Hast du ihm denn mal Dünger spendiert?
Meinen großen hatte ich im Frühjahr radikal bis auf einen Meter gekürzt und er hat wunderbar wieder ausgetrieben.Diese Art verträgt es gut beschnitten zu werden.Wenn sie im Winter rein geholt werden,vertragen sie es eher kühler,als bei Zimmertemperatur.Der Große steht in der Küche und schmeißt seine Blätter auch ständig ab,bekommt aber auch immer wieder neue.So war es auch im letzten Winter,ist also völlig normal.Die anderen stehen im unbeheizten Treppenhaus und sehen viel besser aus...
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Carl-Ludovique

Mit dem Rückschnitt würde ich aber bis zum Frühjahr warten ... aber generell vertragen sie es sehr gut, ja.
Ist Dein Treppenhaus recht hell, Gürkchen?
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gürkchen

Jawohl es ist sehr hell und ich finde es jeden Tag wieder super das es so ist
Wohin sollte ich im Winter nur hin,wenn es diese Möglichkeit nicht gäbe
Mit dem Rückschnitt hast du natürlich absolut recht,im Frühjahr ist es am besten.
War jetzt nur generell geschrieben...
Habe gerade auch noch gesehen das da mehrere in einem Topf sind
Würde ich auch versuchen zu vereinzeln...
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Carl-Ludovique

Hast Du Dir den Brachychiton-Talk schon mal drchgelesen?

forum/viewtopic.php?t=55894&highlight=

Vielleicht stellst Du die Frage auch dort nochmal oder 'irgendjemand' leitet diesen Thread hier um...
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eisenfee

Hi
Also ich habe meine Brachy direkt, nachdem ich sie jetzt im Herbst nach drinnen geholt habe auch um fast 50 cm gekürzt und sie treibt mittlerweile richtig gut aus.
Sie steht im Flur unter einer Pflanzenlampe, weil ich ansonsten keine Möglichkeit hätte sie zu überwintern, ach so so um die 20 Grad. Und ich übersprühe sie ab und zu mal und gieße spartanisch.

LG
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zbpfqwvh

Servus,
folgender (für Heimgärtner sehr unkonventionelle, aber absolut professionelle) Methode funktioniert einwandfrei:

1. Pflanze aus dem Topf nehmen und sämtliche Erde entfernen (mehr oder weniger vorsichtig von den Wurzeln abwaschen)
2. Topf mit Lavagranulat, Zeolith, Blähton oder ähnlichem (Körnung max. 1 cm) füllen und die Pflanze _ausschließlich_ in diese Körnchen pflanzen. KEINE Erde! Auf KEINEN FALL Erde, Sand oder sonstiges feinkörniges Material!
3. Alle ein bis zwei Tage KRÄFTIG wässern, so dass das Wasser reichlich aus dem Topf strömt. Anschließend unbedingt den Übertopf ausleeren!
4. Alle 7 Tage mit dem ca. 3-4fachen der angegebenen Dosierung eines Flüssigdüngers düngen. Übertopf ebenfalls wieder leeren.

Ergebnis:
1. Keine Wurzelfäule, da keine Staunässe.
2. Hervorragendes Wurzelwachstum, da diese nicht nur Feuchtigkeit, sondern vor allem auch Luft benötigen, die in dem Granulat gut zirkulieren kann.
3. Hervorragendes Wachstum der Pflanze selbst (u.a. dank der regelmäßigen und intensiven Düngung, die bei dieser Methode aber nicht zur Versalzung führen KANN).
4. Keine Probleme mit Ungeziefer in der (nicht vorhandenen) Blumenerde.

Allerdings: Die Pflanze sollte bei dieser Methode tatsächlich wenigstens alle zwei Tage gegossen werden.

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