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Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen. |
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steffen123 Gast
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vom: Sa 10 Dez, 2011 16:32 |
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Hallo zusammen,
vor gut 1,5 Jahren gingen mein Kollege und ich jeweils eine Yucca Palme kaufen. Wir stellten die Pflanzen in unsere jeweiligen Büros. Während es seiner Pflanze immer besser geht, stirbt meine langsam aber sicher ab.
Ich habe meine Pflanze gern. Wahrscheinlich gieße ich sie zu häufig, nachdem ich sie anfangs oft zu wenig gegossen habe. Außerdem zieht es etwas in meinem Büro, die Luft ist eher trocken und es tat der Yucca Palme wohl auch nicht gut, dass ich sie manchmal in die Morgensonne gestellt habe. Oder vielleicht tat ihr das doch gut und sie wäre sonst ganz tot, ich weiß es nicht.
Mein Problem ist, nachdem ich hier schon einiges durchgelesen habe, wohl etwas vielschichtiger.
Einerseits habe ich das hier: http://green-24.de/forum/ftopic21900.html angesprochene Problem der Staubähnlichen Schicht (welche aber nach gängiger Meinung kein Mehltau ist). Andererseits sieht der Ballen wohl etwas verfault, obwohl der Topf nach unten Platz hat wo Wasser reintropfen kann. Insgesamt ist der Gesamteindruck der Pflanze einfach schrecklich.
Ich würde sie gerne retten. Falls das überhaupt geht, deshalb habe ich sie jetzt auch in die "Kur" nach Hause genommen.
Was sollte ich tun: Umtopfen? Komplett absägen und hoffen, dass sich neue Triebe entwickeln? Düngen mit so Düngestäbchen? Einen Bewässerungsplan erstellen und nur noch alle 1-2 Wochen eine bestimmte Anzahl an Mililiter Wasser geben?
Falls Ihr mir helfen könntet, das wäre spitze! Vielen Dank
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aceituna  Gärtnermeisterin

Beiträge: 2122
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vom: Sa 10 Dez, 2011 16:43 |
Was Du tun sollst, hängt auch davon ab, was Du willst. Ich persönlich würde es mit besserer Pflege versuchen, wenn dann nach einigen Wochen/Monaten keine Besserung eintritt bzw. es sich weiter vershlimmert, dann kannst du immer noch schneiden .
Bessere Pflege: Yuccas mögen einen sehr hellen bzw. im Sommer sogar sonnigen Standort.Vl.t hat die von Deinem Kollegen einfach mehr Sonne abgekriegt. Also unbedingt ans Fenster mit der Guten.
Du schreibst, überschüssiges Wasser kann abtropfen. Leerst Du den Übertopf dann auch? Dauernässe (=Staunässe) von unten mögen Yuccas nämlich gar nicht. Daher verzichten hier auch viele auf Übertöpfe und stellen nur einen Untersetzer unter die Pflanze.
Zum Thema gießen: Hier ist weniger mehr, sprich: Im Moment würde ich die glatt mal 2 Wochen gar nicth gießen und danach - stark von der Helligkeit abhängig - habe ich folgendes bei meiner beobachtet: Sie rollt die Blätter so längs ein, wenn sie zu trocken steht, also wieder gegossen werden muß. Meistens warte ich, bis es so weit ist und gieße erst dann.
Zu diesem Belag kann ich Dir leider nichts sagen.
LG
Ursula
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ZiFron  Pflanzendoktor

Beiträge: 3465
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vom: Sa 10 Dez, 2011 19:05 |
Die Yucca ist eigentlich keine Zimmerpflanze - die überlebt nur wesentlich länger als manche Pflanze, wenn die Bedingungen schlecht sind.
Am sinnvollsten ist es Yuccas sobald es frostfrei wird - was schon im April der Fall sein kann - ins Freiland zu stellen und im Winter möglichst kühl & trocken zu überwintern.
Eine Pflanze, die im Zimmer ganzjährig warm kultiviert wird, wird anfällig und leider meist unästhetisch - hier erkennbar an langen, überhängenden, weichen, hellgrünen Blättern und einem gelblichen, weichen Stamm, der sich zum Licht beugt.
Eine Pflanze die kultiviert wird wie beschrieben würde viel gesünder aussehen.
Einzige ausnahme sind sehr helle Wintergärten und Treppenhäuser, am besten mit Licht von oben, wo im Winter die Temperatur dem Lichtangebot noch halbwegs angemessen entgegengeht.
Für ein Büro mit "relativ hellem" Stand empfehle ich eine Monsera deliciosa oder eine Aspidistra - erstgenannte zeigt schnell durch kleine, ungelappte Blätter wenn es doch zu dunkel wird und arragiert sich mit trockener Luft nach Eingewöhnung wunderbar, die Aspidistra ist sowieso unkaputtbar.
Die Yucca hat einen Pilz/Milbenbefall durch zuwenig Licht und vmtl zu hohe Feuchte - sie ist geschwächt und das ist sie vmtl geworden, da Standort und Pflage nicht gepasst haben. Allerdings ist die Yucca so Lichthungrig, dass sie - für mein persönliches Empfinden - am allerschönsten draußen wird.
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Nativitas  Gärtner

Beiträge: 57
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vom: Sa 10 Dez, 2011 22:07 |
@ZiFron
Deine These, dass die Yucca als Zimmerpflanze “nur wesentlich länger überlebt” halte ich zwar für prinzipiell zutreffend, wenn auch für ein wenig übertrieben. Sicher hast du recht damit, dass ihr ein Freilandaufenthalt ausgesprochen gut bekommt.
Meiner Yucca konnte ich aber leider weder eine kühle Überwinterung, noch einen sommerlichen Freilandaufenthalt bieten. Trotzdem hat sie sich prima entwickelt, mit kräftig-grünen Blättern und gesundem Wuchs.
Nur musste ich sie nach 15 Jahren am gleichen Standort verschenken, da sie viel zu groß geworden war (neben der Höhe insbesondere auch der enorme Umfang). Zugegebenermaßen ist das Lichtangebot in meiner DG.-Whg. prinzipiell ganz gut.
@Steffen
Du schreibst: “Ehrlich gesagt - ich leere den Topf höchst selten aus.”
Am besten wäre es, wenn da erst gar nichts zum ausleeren wäre, schon gar nicht jetzt im Winter.
Dem Tipp, die Yucca deutlich trockener zu halten, kann ich mich nur dringlichst anschließen. Und mal einfach so in den Schnee gepinkelt würde ich sie bei dieser Topfgröße so in etwa alle 2-3 Wochen gießen. Ggf. sich im Übertopf sammelndes Wasser muss unbedingt immer umgehend entfernt werden, besonders jetzt in der lichtarmen Zeit.
Ansonsten so hell wie möglich und nicht gerade in Heizungsnähe platzieren.
Schneiden würde ich sie vorerst nicht.
Gruß Nativitas
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Jule35  Pflanzendoktorin

Beiträge: 3183
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vom: So 11 Dez, 2011 13:41 |
Ich stimme ZiFron zu: eine Yucca entfaltet bei ganzjähriger Indoor-Haltung nicht ihr ganzen Potential. Ich habe nämlich den direkten Vergleich, da ich reine Indoor-Yuccas habe, die ich nie rausstelle - sonst ist es ja drinnen so kahl - und dann habe ich welche, die dürfen raus und werden a****kalt überwintert.
Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Allerdings sind die Indoors auch schön - wenn man sie nicht unbedingt mit den Outdoors vergleicht. Aber wenn man sie mit der "durchschnittlichen Yucca in deutschen Haushalten vergleicht, sind sie ne Wucht." Ich gieße die Indooors auch recht sparsam, obwohl sie am riesigen Südfenster stehen. Dann wachsen sie langsamer, wie ich festgestellt habe, viele Blätter stehen auch immer noch aufrecht.
Als Substrat habe ich für Indoors und Outdorrs 25% Erde, 25% Perlite, 25% Aquariensand und 25% feinen Aquareinkies.
@Gast: Ganz wichtig zum Thema raus stellen: Achtung vor Sonnenbrand! Nicht sofort in die pralle Sonne stellen! Erst ca. zwei Wochen in den Schatten.
Bei meinen geht da, denn die werden kalt überwintert, sind Kälte gewohnt und fliegen i.d.R. Mitte März raus. Da ist die Sonne noch nicht so intensiv und richtet - zumindest in meiner Region! - keine Schäden an.
Da es zu derzeit noch Frost geben kann, ist dieser Zeitpunkt nichts für eine im Wohnzimmer überwinterte Yucca, da dieses dann mit den Temperaturunterschieden zu kämpfen hat.
Bzgl. grauer Belag: Das kann Grauschimmel oder echter oder falscher Mehltau sein.
Das tritt i.d.R. durch zu feuchte Haltung auf.
Ich würde es abwischen und die Pflanze insgesamt trockener halten.
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Nativitas  Gärtner

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