Phalaenopsis krank oder nur stinkefaul?

 
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Grünhilde

Meine Orchideen wachsen alle fleißig und blühen mindestens einmal im Jahr, besonders seit ich sie zusätzlich zum Düngen regelmäßig in verdünnten Kamillentee tunke. Aber da habe ich eine Phalaenopsis, die zwar ordentlich säuft und reichlich grüne und intakte Wurzeln hat (allerdings von Anfang an sehr verkümmerte Luftwurzeln, ich wusste beim Kauf noch nicht, dass man darauf achten muss), aber außer zwei Blättern, die sie sozusagen als Personalausweis trägt, keine weitere Produktionstätigkeit zeigt, und das schon seit mindestens einem halben Jahr.
Ich frage mich, ob die Luftwurzeln die Ursache oder das Symptom sind. Ich habe überlegt, ob ich sie umtopfen soll, aber ich will auch keine Pflege mehr an sie verschwenden, wenn es sich nicht lohnt. Die vertrocknete braune Stelle am größeren Blatt hat sie auch schon ewig, die wird aber auch nicht größer (so, dass man einen Schädling vermuten könnte). Was hat die denn bloß???
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matucana

Hi Grünhilde,

die KANN gar nicht mehr wachsen, sie ist herztot. Also "stinkefaul" ist sie nicht, sie kämpft gerade ums Überleben. Mit etwas Glück kommt ein Stammkindel. Pflege sie einfach normal weiter, mit etwas mehr Beobachtung, dann wird das wieder.

Das Substrat sieht auch schon recht verbraucht aus.
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Gerda007

Hi Grünhilde,

was mir als erstes auffällt, ich finde die Orchi viel zu tief eingetopft, mir erscheint es auch so, dass wohl das Herzblatt in der Mitte irgendwann weggefault ist. Könnte das sein ???
Von den Wurzeln her gibt sie sich ja echt Mühe, sehen gut aus, zumindest, was ich erkennen kann.

Ich persönlich würde mich noch nicht trennen, neue Erde, beim Umtopfen alle Wurzeln nachsehen, Schlechtes ab, Wundstellen mit Zimt betupfen.
Auf keinen Fall wieder so tief einsetzen, die Blätter sollten nicht auf der Erde liegen.

Dann würde ich sie in eine Ecke der Fensterbank stellen und erst mal in Ruhe lassen. Vorsichtig die Erde besprühen, bis sich irgendetwas zeigt.
Es braucht natürlich Geduld, Orchis sind nun mal nicht so schnell.

Das braune am Blatt ist bedeutungslos.

Viel Glück
Gerda
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Grünhilde

Gut, dann werde ich mir gleich mal das Orchideensubstrat schnappen und einen größeren Topf. Komisch, dass eine Schwester von ihr, die ich gleichzeitig gekauft habe (und die genau so tief eingetopft ist), ordentlich blüht und wächst. Aber die ist womöglich von Natur aus kräftiger. Trotzdem - am besten topfe ich die auch gleich um ... Danke für eure Tipps.
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matucana

Von einem größeren Topf würde ich abraten. Das letzte, was die Blume gebrauchen kann, ist zu viel Nässe.

Ob die Schwester kräftiger ist oder nicht, ist überhaupt nicht der Punkt, da diese hier todkrank durch Wasser im Herzen, also durch einen Einfluss von außen, ist.
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Gerda007

Grünhilde,

keinen größeren Topf,
vielleicht sogar einen kleineren. Guck erst, was von den Wurzeln noch gut ist.
Die zweite Orchi würde ich auch umtopfen, nicht zu tief setzen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.
LG Gerda
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lelaina

Ich wollte noch hinzufügen, wenn Du Substrat besorgst, dann nimm das von Seramis für Orchideen. Die anderen Orchideensubstrate enthalten einen gewissen Erdanteil, was bei Seramis nicht der fall ist. Du kannsdt natürlich auch reine Rinde nehmen, wenn Du welche bekommst. Ich und viele andere hier haben jedenfalls gute Erfahrungen mit Seramis gemacht.
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Skahexe

Eine Frage hab ich auch noch, hast du die Orchidee, nach dem Kauf auf unnötiges Spaghnum oder Schwammzeugs untersucht? An den Wurzeln mein ich.
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Grünhilde

Wie gesagt, ich hatte beim Kauf aller meiner 8 "alten" Orchideen noch nicht viel Ahnung, worauf man achten muss. Moos oder sonstwas Verdächtiges hatte aber keine (heute habe ich ja nun auch die letzten beiden umgetopft). Ich vermute nach allem, was ich heute erfahren habe, dass ich dieses Kümmerdings einfach mal zu tief getaucht habe, dass dabei Wasser im Herz stehen blieb und wenn man ein schwaches Herz hat ...
Mal sehen, was sie zu ihrer neuen Wohnung meint - ich warte noch ein halbes Jahr und dann entscheide ich mich, ob ich sie aufgebe oder weiter hoffe.
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hasilein

Meine sieht genauso aus und ich habe sie schon mit Seramis umgetopft. Ich hatte ihr leider zuviel Wasser gegeben. Schneidet man die toten Wurzeln einfach ab? Wie oft und wieviel gießt Ihr die Orchideen? Ich gieße meine nur alle 2 Wochen und trotzdem stand die kaputte Orchidee im Wasser.
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lelaina

Es ist besser sie zu tauchen. Wenn man gießt läuft das Wasser nach unten durch und die unteren Wurzeln stehn im Wasser und die oberen bekommen kaum Wasser, weil die Rinde kann das Wasser nicht so schnell aufnehmen. Beim Gießen muß hinterher das überschüssige Wasser entfernt werden.
Ich tauche indem ich Wasser bis zur Topfoberkante in den Übertopf fülle, das Wasser kippe ich dann nach ca 30 Min. wieder aus. Wenn keine Orchideenübertopf sondern ein normaler Übertopf verwendet wird, muß natürlich später nochmal kontrolliert werden, ob sich noch Wasser im Übertopf gesammelt hat.
Wichtig ist das kein Wasser in den Blattachseln und im Herz stehen bleibt, deswegen tauche ich meistens Vormittags, dann kann die Orchidee im laufe des Tages abtrocknen.
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Grünhilde

Ich habe dicke Kieselsteine unter den Orchideeninnentöpfen liegen. Was nach dem Tauchen nicht gleich abgeflossen ist, kann nach ein paar Stunden noch weggegossen werden oder verdunstet mit der Zeit, was die Orchidee bei großer Hitze offenbar mag. Ich muss aber sagen, dass meine Phalaenopsis und Cattleyas offenbar sehr resistent gegen Staunässe waren. In den ersten Monaten hatte ich nämlich gedacht, sie hätten das gerne, weil ich Orchideen im Regenwald gesehen hatte, die sich in den tagelang stehenden Pfützen wohlzufühlen schienen. Sie haben mir die 1-2 cm Fußnässe nie übel genommen. Ich habe natürlich trotzdem damit aufgehört.

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