Paprika sieht nur noch hellgrün...

 
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TheGreenDream

Hallo zusammen!

Leider geht es meiner Paprika nicht so besonders.

Sie hat diesen Sommer 4 Früchte getragen. Eine davon fiel meinem Kater zum Opfer und musste entfernt werden. Eine weitere wurde von innen nach aussen flüssig und konnte nicht verwertet werden. Eine weitere musste frühzeitig geerntet werden, weil das gleiche galt wie bei der zweiten.

Jetzt hängt noch eine kleine Paprika dran, jedoch wird die wahrscheinlich nicht mehr viel grösser werden.
War meine allererste Paprika

Nun, als ich vom Urlaub nachhause kam, waren ihre Blätter gelb und leicht eingerollt. Ich dachte, die krieg ich schon wieder hin. Mittlerweile, einen Monat später, sieht sie nicht viel besser aus.

Kann ich ihr noch was gutes tun, damit sie sich dem Leben erfreuen kann?
Wahrscheinlich hatte sie nach zu langer Trockenheit zu viel Wasser, trinkt auch kaum mehr...

Hier zwei Bilder:





Liebe Grüsse

GreenDream (noch werde ich meinem Namen nicht gerecht... )
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Jule35

Hi,

gut sieht die wirklich nicht aus.
Und nur 4 Früchte?!

Beschreibe mal genau, wie du sie gepflegt hast.
Standort, Topfgröße, um welche Sorte es sich genau handelt, Dünger.....

Chilis brauchen - je nach Sorte - recht viel Platz um ordentliche Erträge zu bringen.
Ebenso benötigen sie viele, viele Nährstoffe.

Zu viel Wasser könnte auch (zusätzlich) sein. Das würde auch erklären, warum der Wasserverbrauch runter geht. --> Wurzelschaden und dadurch keine Wasseraufnahme mehr möglich.
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TheGreenDream

Hallo Andrea

Lieben Dank für deine schnelle Reaktion.

Ich hatte sie den ganzen Sommer über auf dem Balkon, auf einem umgekehrten Papierkorb, damit sie auch ja genug Licht bekommt. Gegossen habe ich sie alle 2,3 Tage, je nachdem, wie trocken es war. Eigentlich gleichzeitig wie meine Cherry-Tomaten (diese brauchen mehr Wasser, wie ich gemerkt habe).

Gedüngt habe ich sie nur selten, so alle 4 Wochen mit Canna Terra Vega und später dann Canna Terra Flores, war wahrscheinlich nicht der geeigneteste Dünger...

Als ich gemerkt habe, dass sie fast nicht mehr trinkt und die Erde nach über einer Woche noch immer feucht war, habe ich das Giessen ganz eingestellt und seit da nur noch einmal vor ca. einer Woche gegossen. Und auch jetzt ist sie noch nass, zudem kam viel überschüssiges Wasser unten wieder raus, obwohl sie nicht stark gegossen wurde!

Das Wasser ist Wasserhahn-Wasser, das mindestens einen Tag auf dem Balkon stand. EC des Wassers ist um 0,8 und PH ca. 6,5 - je nach dem, wie lange es stehen gelassen wird.

Zudem habe ich sie gerade noch einmal ein bisschen genauer angeguckt und etwa 4 kleine verpuppte Insekten gefunden, habe eine davon aufgemacht mit dem Fingernagel, sah fast aus, wie eine kleine Trauermücke, war zumindest etwas schwarzes ...

Entschuldigt mein Unwissen, es ist mein erstes Jahr mit Pflanzen und muss den Umgang damit noch lernen
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Jule35

Also, vom Grundsatz her brauchen Tomaten und Chilis die gleiche Pflege, nur dass Chilis unempfindlicher sind, weil sie auch Regen von oben abbekommen können ohne Gefahr, an der Kraut- und Braunfäule zu erkranken.
Chilis und Tomaten gehören ja auch zu der gleichen Pflanzenfamilie und haben die selbe HeimatSie brauchen releativ viel Wasser und viel, viel Dünger - mind. 1x pro Woche - ich dünge zweimal, wenn nicht sogar bei jedem Gießen. Mit den Tomaten verfahre ich genau so.
Den Dünger kenne ich nicht. Was hat er denn für ein NPK-Verhältnis? (Steht auf der Verpackung) Für Chilis wird ein Dünger mit einem NPK-Verhältnis von 2:1:3 als ideal angesehen.
Dass Tomaten mehr Wasser brauchen als Chilis kann man so pauschal nicht sagen.
Es kommt auf viele Faktoren an:
Größe der Pflanzen, Standort, Wasserspeicherkapazität und Durchlässigkeit des Substrates, ....
Der Topf in dem deine Chili steht, ist viel zu klein. Es sollte i.d.R. mind. ein 10, 12 Liter Kübel sein.
(Es gibt aber auch Chilis, die kann man primal in einem Balkonkasten kultivieren. Naütrlich fällt da der Ertrag geringer aus.)

Trauermücken kommen oft bei zu nasser Erde.
Ich gehe einfach davon aus, dass du deine Chili zu viel gewässert hast. Auch wenn ich oben geschrieben habe, dass sie recht viel Wasser braucht, kann man sie trotzdem ertränken.

So, und jetzt meine ganz persönliche Meinung:
Mit der Pflanze würde ich nicht mehr viel machen. Vielleicht erholt sie sich, wenn sie weniger Wasser bekommt, aber Zeit und Mühe investieren würde ich nicht. Aber ich überwinter auch grundsätzlich keine Chili, sondern sähe jedes Jahr neu aus.
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TheGreenDream

Hallo Andrea

Sind für dich Paprikas (Peperonis in der Schweiz genannt) das gleiche wie Chillis?

Die NPK-Werte für den Dünger kommen hin, daran wird es also nicht liegen. Jedoch werde ich schauen, dass ich sie ab sofort regelmässig dünge (bei den wenigen Malen, die ich sie noch giesse). Das mit dem Düngen habe ich ziemlich unterschätzt.

Mittlerweile bin ich auf die Idee gebracht worden, dass es auch sein könnte, dass es sich auch um das Giesswasser handeln könnte: Ich musste vor kurzem die Giesskanne reinigen, weil sich Algen, bzw. grüne Pünktchen angenistet hatten.

Das war wohl ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die es der Pflanze schwer machten.

Die Pflanze steht in einem 6,5L-Topf, mehr kann ich ihr zurzeit nicht bieten. Sollte mMn auch reichen.

Danke für deine Hilfe
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Jule35

Chilis = Peperoni = Paprika.
Als Kolumbus Amerika entdeckte, endeckte er und seine Truppe auch scharfe, unbekannte Früchte. Da man in der restlichen Welt bisher nur Pfeffer als "Scharfmacher" kannte, nahm man an, dass es sich bei den neu endeckten Früchten um eine Art Pfeffer handelt. Er nahm sie mit nach Spanien.
Daher kommt der Name Spanisch Pfeffer.
Über Latein und sonstige Sparchen entweickelten sich dann Peperoni, Pererocini, Paprika usw. - was sich alles von Peppar - Pfeffer - ableitet.
Botanisch sind es aber alles Chilis. Auch die allseits bekannte Gemüsepaprika.
(Nur bei uns im deutschsparchigen Raum hat es sich etabliert, eine dicke, große bauchige Chili ohne Schärfe als Paprika (Gemüsepaprika) zu bezeichnen. Alles andere sind Peperonis oder Chilis. )
Nahclesen kann man das in "Das Chili Pepper Buch 2.0" von dem "Chili-Gott" Harald Zoschke, der auch die Web-Site "www.pepperworld.com" betreibt.

Bei deiner Pflanze glaube ich, dass es schlicht und einfach ein Nährstoffmangel ist. Oder die Pflanze zu feucht gestanden hat. Oder eine Kobination aus beidem.
Ein zu kleiner Topf kann auch zu Nährstoffmangel führen bzw. diesen begünstigen. Wenn kaum noch Erde vorhanden ist, weil alles vollgewurzelt ist. Wird dann nicht genügend nachgeholfen, ist ratzfatz ein Nährstoffmangel da.
Ebenso verhält es sich, wenn die Pflanze zu nass steht. Es faulen die Wurzeln, die Pflanze kann kein Wasser und somit auch keine Nährstoffe mehr aufnehmen.
Das Gießwasser als Ursache kann ich mir nicht vorstellen.

Eventuell kann auch die Erde - billiges, undurchlässiges, torflastiges Zeug - mit Schuld sein.

Die Saison ist jetzt eh bald zu Ende. Deshalb würde ich nicht mehr große Mühen investieren und mich voll und ganz auf das nächste Jahr konzentrieren.
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Trucker0158

Zunächst mal sind Paprika und Chili das gleiche. Sie gehören zur Familie der Capsicum und unterscheiden sich eigentlich nur durch Form und Schärfe.

Zu deinem Problem.
Zum ersten dürfte der Topf etwas zu klein sein. Die Pflanzen brauchen Platz an den Wurzeln. Für Gemüsepaprika würde ich zumindest zur doppelten Topfgröße raten.
Die fahlen, gelblichen Blätter deuten, wie du auch vermutest, auf erheblichen Nährstoffmangel hin.
Wie genau sind die N:P:K Werte deines Düngers?
Dosieren sollte man den Dünger, nach Angeben des Herstellers, für Starkzehrer. Die Pflanzen brauchen sehr viel Nahrung um sich richtig entwickeln zu können.

Zur Wasseraufnahme. Wurzelschaden durch zieviel Wasser ist möglich aber eher unwarscheinlich. Ich denke da eher an Schädlinge und Wurzelfraß.

Wie Andrea schon schrieb, würde ich die Plfanze entsorgen. Eine Überwinterung ist sehr aufwendig und lohnt sich nicht. Säe lieber im zeitigen Frühjahr neu aus und kultiviere die neuen Pflanzen mit möglicht optimalen Bedidingungen.

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