Massive Probleme mit scharzen Blattläusen

 
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SandraD

Hallo Forengemeinde,
ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich habe dieses Jahr massive Probleme mit schwarzen Blattläusen. Es gibt nahezu keine Pflanze, die nicht befallen ist. Rosen, Hollunder, Ziersträucher...
Auch meine Nachbarin hat schwer zu kämpfen.

Natürlich würde ich gerne einfach auf Beseitiger wie Marienkäfer und Co. warten, aber der Befall ist so massiv, dass ich manche Pflanzen gar nicht mehr sehe! Andere glänzen schon komplett, weil sie mit den Ausscheidungen der Läuse überzogen sind. Regen ist auch keiner in Sicht. Viele Büsche kringeln sich schon an den Austrieben zusammen und sehen arg mitgenommen aus.

Gibt es ein Mittel, das man großflächig anwenden kann? Was macht Ihr bei so massivem Befall?
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Rose23611

 [M]
hallo

ich spritze mit einem dicken wasserstrahl und warte auf die nützlinge

meine nachbarin nimmt die seifenmischung

ich hab nun kein vorher/nachher foto, aber meine pflanzen sind mittlerweile lausfrei die drei meisenpärchen(im kasten),marienkäfer,florfliegen haben ganze arbeit geleistet die fliehgen jetzt zum nachbarn hoffentlich finden sie noch welche ohne spüligeschmack
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SandraD

Hallo Rose,
ich würde auch gerne einfach den Wasserstrahl nehmen, aber ich kann wirklich nicht drei Hollunder und alle Rosen regelmäßig und gezielt abspritzen. Das ist einfach zu arg.

Seife? Spüli? Ich mag nicht... Das klingt nach so verteufelt viel Aufwand.
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Rouge

Ich halte es wie Rose - wobei ich heuer verschont geblieben bin, ganz im Gegensatz zum letzten Jahr ... es ist zwar wirklich nervenaufreibend zu sehen, daß die Pflanzen immer schlimmer aussehen, aber wenn die Jahre vorher schon immer wieder Nützlinge da waren, werden sie heuer auch ganz bestimmt kommen

Die Meisen und Spatzen hatten es sich heuer auf dem Apfel- und dem Birnbaum schmecken lassen - es ist schon faszinierend zu sehen, wie die kleinen Vögelchen Ast für Ast inspizieren
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Rose23611

 [M]
da ich sowieso, seit acht wochen (so lange hats schon nicht mehr geregnet ), jeden abend den garten wässern muss, ist das für mich kein grosser aufwand

jedes mittel hat seinen aufwand, das man spritzen muss, gegen die lausplage,

was zum giessen gibts zwar auch, aber auch das muss dann auch ausgebracht werden

ich hab auch schon mal sehr stark befallende äste abgeschnitten und in die tonne entsorgt

wesentlich einfacher ist das warten auch wenn die pflanze etwas leidet, die Rosen, Hollunder, Ziersträucher sind zäh, die erholen sich wieder

ich habe gezielt, nistkästen, solitärhäuschen aufgehängt,meinen garten erst im späten frühjahr aufgeräumt, seit dem finde ich immer mehr kleine helferlein voraus gesetzt man verzichtet auf jegliche chemie

aber das ist meine persönliche meinung
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Hesperis

Hallo,
grundsätzlich stimme ich Rose und Rouge zu: Nerven behalten! Jede Blattlauskalamität geht mal zu Ende, und die Gehölze überleben es.
Aber nicht immer schadlos. Vorletztes Jahr hatte es mal wieder meine Philadelphus erwischt (dass das nicht jedes Jahr geschieht, führe ich auf die vorhandenen Nützlinge zurück), und zwar so stark, dass er erst spät im Sommer wieder zu wachsen anfing. Die Triebe reiften aber nicht mehr aus und froren im Winter zurück: zweites Jahr ohne Blüte Dafür hatte ich im Sommer mit den Kindern das Vergnügen, Marienkäferlarven in Massen zu sammeln und an andere Pflanzen zu tragen.
Derzeit zerdrücke ich fast allabendlich beim letzten Rundgang die Lauskolonien an den Triebspitzen meiner Birne und der Rose, auch Geschmacksache.
Ich kann schon nachvollziehen, dass man in sogenannten "begründeten Einzelfällen" da mal ordentlich dreinfahren möchte.
Für diese Fälle habe ich im Schrank eine Dose Spruzit (Pyrethrum) stehen. Es gibt sie als Spray und auch als Pumpflasche. Meine ist schon viele Jahre alt, da ich sie wirklich nur sehr selten benutze. Der Vorteil: sie ist jederzeit gebrauchsfertig. Es kam also schon vor, dass ich des abends, wenn die Sonne untergegangen ist (natürliches Pyrethrum wird von UV-Licht sehr schnell zerlegt) übermäßigen Blattlausbefall mal eben damit angesprüht habe. Sie sind da sehr empfindlich, es braucht wenig um der Pflanze etwas Erleichterung zu verschaffen. Ich muß dazu nicht die letzte Laus erwischen.
Ich machte das auf keinen Fall, wenn bereits Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen, Gallmücken oder Schwebfliegen da sind, da die eine solche Attacke ebenfalls nicht überleben würden. In solchem Fall muß man langfristiger denken, nochmal: Nerven behalten! oder mit Schmierseifenlösung arbeiten, die die Nützlinge nicht so stark schädigt. Auch dass sollte man spät abends machen. Die Seife wirkt nur so lange der Spritzbelag feucht ist. Tagsüber trocknet das zu schnell an.
Grüße H.-S.
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Jule35

Dieses Jahr lieben die schwarzen Blattläuse meine Gartenhibisken und meine Chilis. Letztes Jahr war's ein Säulenapfelbaum. Im Frühjahr waren es die schwarzen, im Sommer die grünen Blattläuse.
Die Chilis kann ich (noch) gut mit der Blumenspritze und Wasser behandeln. Da sind nur ein, zwei Läuschen drauf.
Bei den Hibisken habe ich gedacht, warte ich mal auf die Nützlinge. Aber die Meisen wollen nicht. Dabei haben die sogar ein Nest im Garten. Alle anderen Nützlinge sind noch nicht in Sicht. Heute habe ich die Hibisken mit dem Wasserschlauch bearbeitet, nachdem inzwischen alle Triebspitzen auf einer Länge von ca. 10 cm komplett schwarz waren.
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hortus

Mit den Nützlingen, dem harten Wasserstrahl und beissender Brennesseljauche lässt sich das Problem meist recht gut eingrenzen.
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Aszid

Da du ja ungern mit Schädlingsbekämpfungsmitteln arbeitest, dann würde ich auch erstmal grob mit Wasser abspülen, und dann gezielt Marienkäferlaven aussetzen.
Das dürfte wohl die natürlichste Bekämpfung sein.
Hier der Shop:Katz Biotech
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Roadrunner

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Schmierseifenlösung ist nicht aufwändig und völlig ungefährlich (für Mensch, Haustier, aber auch für Nützlinge und Bienen). Entweder du kaufst dir Neudosan von Neudorff oder eine Flasche 'Flüssige Schmierseife' (ca. 1 € bei Schlecker) und gibst eine Kappe auf einen Liter Wasser. Damit grob übersprühen und das Schlimmste ist vorbei.

Ich persönlich praktiziere das nur, wenn die Pflanzen wirklich schon deutliche Schäden aufweisen und keine Nützlinge in Sicht sind. Meine Taktik ist auch mehr das Abwarten...

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