Massive Probleme mit dem Frostspanner

 
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hallo
habe eine Wiese vor ca. 10 Jahren mit Obstbäumen bepflanzt.Vor ca. 3-4 Jahren wurde mir bewusst,dass die zerfressenen Blätter (teilweise fast Kahlfrass) vom kleinen Frostspanner herrühren.

Habe mir dann den Brumonia Raupenleim gekauft und sämtliche Bäume damit im September bestrichen:
Von der Wirkungsweise des Leims bin ich sehr überzeugt...gebracht hats trotzdem kaum was.

Jetzt habe ich in den letzten 2 Monaten wieder 10 Apfel-Hochstämme gepflanzt und nachdem ich jetzt gesehen habe,dass die paar Blätter,die die schon tragen auch wieder total zerfressen sind ist mir bewusst,dass der Schaden nicht von den Raupen kommt die am eigenen Baum schlüpfen sondern von andreren umliegenden Bäumen "infiziert" werden..........da hilft auch Raupenleim oder Leimringe nix.

Was mir auffällt:Anliegend an meiner wiese stehen mehrere (7-8)Laubbäume in einer reihe (überwiegend Eichen und auch noch paar andere).
Die Obstbäume die in unmittelbarer Nähe zu diesen Bäumen stehen sind am stärksten befallen...teilweise über Jahre so stark,das ich vermute,dass sie deswegen im Wuchs so verkümmert sind und auch nie was tragen.
Die Bäume,die etwas weiter weg stehen,deren Kronen aber tiefer liegen als die der Laubbäume sind auch stark befallen...je weiter weg bzw. je höher sie stehen (die Wiese hat eine Hanglage) desto weniger bis kaum Befall.
Also was tun?
Sehr wahrscheinlich kommen die Raupen von diesen Bäumen.
Macht es Sinn diese Bäume im Herbst auch mit Raupenleim zu bestreichen?Bei Eichen dürfte das aufgrund der borkigen Rinde nicht so einfach sein...aber vllt. besser ein Grosteil der Viecher damit vernichten als gar nix machen.
Vögel anzusiedeln wäre vllt. auch ratsam....aber ehrlich gesagt hab schon öfters irgendwo Nistkästen aufgehangen,die dann doch nicht besetzt worden sind....das sit mir dann doch zu unsicher.
Was würdet ihr tun?Habt ihr ne Idee??
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Hesperis

Hallo,
die Weibchen der Frostspanner legen ihre Eier an den Bäumen ab. Diese schlüpfen zur Zeit des Blattaustriebs und fressen die Blättchen. Sie bleibe auf den Bäumen bis zur Verpuppung, eine Wanderung der Raupen zu anderen Bäumen findet nicht statt.
Wenn deine Bäume nun trotz Leimanwendung befressen sind, sind es entweder keine Frostspanner sondern andere Falterarten, oder der Leimring hat nicht funktioniert.
Mißerfolge bei den Leimringen gibt es, wenn die Weibchen diesen irgendwie überwinden können. Möglicherweise waren die Ringe schon zu alt (trocken, zumindest stellenweise), denn die Weibchen kommen häufig erst im November. Oft kleben auch Blätter oder sonstiges an den Ringen, wo sie dann drüber klettern können. Der Ring sollte schon 10 cm breit sein, weil sonst zu viele drüber kommen. Auch kann der Baumpfahl ein Weg in die Krone sein. Einen anderen Weg gibt es für die Weibchen nicht, kann höchstens sein dass einige wenige mit dem Wind von den hohen Bäumen angeweht werden.
Grüße H.-S.
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Hallo
erstmal danke für deine Antwort.
Ich habe jetzt an den jungen Bäumen die Frostspanner selbst erkannt.es ist definitiv keine andere Spezies,und an denen kann ja nix hochgekrabbelt sein,da die Weibchen die Eier ja schon im Spätherbst ablegen...die neuen Bäume stehen ja erst maximal seit März diesen Jahres!
Und in den sonstigen Jahren sind mir diese Plagegeister auch immer wieder in die Hände gefallen.

Und der Raupenleim wurde auch m.E. breit genug aufgetragen (hab zwar jetzt nicht genau nachgemessen,aber so in etwa dürften es doch schon 10 cm gewesen sein)....und alle in etwa gleich breit augetragen....warum sind dann die näher an diesen Bäumen stehenden Apfelbäume IMMER stärker befallen?
Dieser Raupenleimstreifen (ich streich den ja immer direkt auf den Baum,wie auf der Packung vorgeschrieben) ist auch immer ziemlich mit den Viechern besetzt im Spätherbst und die männlichen falter hängen meist gleich mit dran (verendet natürlich).

Hab hier glaub ich im Internet auch gelesen,dass sie sich mit dem Wind eine gewisse--nicht unbedeutende---Strecke hinwehen lassen können....ansonsten wären sie ja von Anfang an nicht an meine Bäume gelangt.
Und da befürcht ich halt eben,dass es nicht wenige sondern genügend sind,um die ganzen Hochstämme ziemlich zu schädigen.
Wobei ich natürlich nicht weiss,wieviel von diesen Raupen nötig sind um einen Baum halb leer zu fressen....für einen jungen Baum natürlich weniger---für einen 10 Jahre alten wohl mehr.
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...achso vergessen:
Baumpfähle besitzen die älteren Bäume auch nicht mehr
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Hesperis

wir hatten in den 80er Jahren mehrere Jahre lang starkes Frostspanneraufkommen und auch die Erscheinung, dass die Raupen trotz Leimringen in den Bäumen saßen. Da wurden natürlich auch überlegt wie sie da drauf kommen. Es ergab sich aber, dass das diese Eier von Weibchen stammten, die den Leimring überwunden hatten. Evtl. indem sie über die angeklebten Artgenossen hinweg krabbelten. Das ließ sich recht einfach durch einen zweiten Leimring nachweisen, auf dem sie dann erst anklebten.
Das waren extreme Befallssituationen, meist reicht ein Ring aus.
Dass in der Nähe der großen Bäume der Befall stärker ist liegt wohl daran, dass sie sich ursprünglich von dort hergekommen sind, und zu Fuß ist das halt ein mühsames Geschäft. Danach entwickelt sich eine eigene Population je Baum. Die Überwinterung erfolgt im Boden unter dem Baum.
Zu den jungen Bäumen: die haben wohl ihre eigenen Frostspanner schon mitgebracht.
Verweht werden können höchstens die Weibchen, die Raupen spinnen sich ja fest in den Blattspitzen ein.
Grüße H.-S.
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stella_riamedia

Zitat geschrieben von Hesperis
Dass in der Nähe der großen Bäume der Befall stärker ist liegt wohl daran, dass sie sich ursprünglich von dort hergekommen sind, und zu Fuß ist das halt ein mühsames Geschäft.
Verweht werden können höchstens die Weibchen, die Raupen spinnen sich ja fest in den Blattspitzen ein.
Grüße H.-S.


nee, füsselnd machen sie sich bestimmt nicht auf die socken , sie haben eine effektivere fortbewegungstechnik, als sich die beinchen lahm zu laufen (die räupchen).

Zitat
Die frischgeschlüpften Eiraupen spinnen Fäden und lassen sich an diesen mit dem Wind verdriften, ähnlich wie es die Jungspinnen im sogenannten Altweibersommer praktizieren. Auf diese Weise erklärt sich das Auftreten von Frostspannerraupen auf Hochhausbalkons, auf Inseln in Seen und Flüssen und generell an Stellen, wo die Art vorher noch nicht aufgetreten war.

quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Frostspanner


wenn deine bäume also in so einer einwehschneise stehen, kannst du dir mal überlegen, ob du nicht spritzen willst. so weit ich weiss, kann man dagegen gut mit einem bacillus thuringiensis mittel angehen (neudorffs raupenspritzmittel). das ist eine biologische bekämpfungsmaßnahme, & sie schadet niemand, ausser den raupen.

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