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Samen & Anzucht & Vermehrung

Vermehrung, Anzucht und Aufzucht von Pflanzen...
Vermehrungsarten (wie kann ich eine Pflanze vermehren), Saatgut (in welcher Erde, wie zur Keimung bringen, Samen ernten), Aussaat (wann aussäen, Temperatur zum Keimen, wie viel Licht und Luftfeuchtigkeit, welches Wasser und wie oft gießen), Pikieren (wann teilen, Wurzeln trennen und vereinzeln, wie und wann umpflanzen), Stecklinge (wann schneiden und wie anschneiden), Anzucht (welches Substrat, im Gewächshaus oder Freiland), Düngen von jungen Pflanzen, Blüte und Frucht (wann kommt das erste Blatt, die erste Blüte oder Früchte)


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How-To: Stecklingsvermehrung Schefflera; Dieffenbachia

ZiFron Offline
Pflanzendoktor
Pflanzendoktor


Beiträge: 3359
Beitragvom: Do 03 Dez, 2009 11:39


Heute möchte ich mir mal die Zeit nehmen und einen ausführlichen Beitrag schreiben, wie es mit der Stecklingsvermehrung bei zwei ganz einfachen und bekannten Pflanzen klappt. Der Schefflera und der Dieffenbachia.
Mir ist aufgefallen, dass man selbst von renommierten ForenUsern immer wieder liest "Scheffflerastecklinge hab ich probiert - gehen aber sehr schwer" - das stimmt nicht. Beide Pflanzenarten sind, wie in der Pflege auch, in der Vermehrung sehr einfach - wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.

Zunächst sollte man sich im Klaren darüber sein, dass bei beiden Pflanzen die Wurzelbildung sehr lange dauert, bei der Schefflera sogar deutlich länger als bei der Dieffenbachia und auch anfangs ziemlich zögerlich erfolgt.
Junge Triebe wurzeln dabei schneller, als alte und grüne Sorten meiner Erfahrung nach besser als panaschierte.

Wie geht man nun also vor, um aus einer Schefflera/Dieffenbachie einen Ableger zu ziehen?

1) Zunächst steht die Wahl des richtigen Zeitpunkts an. Dabei ist es meiner Erfahrung nach wichtig auf die äußeren Bedingungen (am besten Frühjahr oder Sommer), als auch auf die Pflanze zu schauen. Die Pflanze sollte zum Zeitpunkt der Stecklingentnahme gut wachsen, dann erfolgt auch die Wurzelbildung leichter.

2) Dann muss man den richtigen Steckling wählen. Meiner Erfahrung nach wurzeln bei beiden Pflanzen Kopfstecklinge am leichtesten, aber es sind auch Stammstecklinge möglich. Blattstecklinge funktionierten zuindest bei mir nie, da ihnen die Austriebsfähigen Augen fehlen. Manche User berichten über Erfolge, aber das kann ich nicht bestätigen.

3) Hat man also einen gut wachsenden, gesunden Trieb gefunden, steht der richtige Schnitt an. Am ehesten ist die Maßnahme von Erfolg gekrönt, wenn der Steckling nicht zu groß ist, so dass er das Wasser nicht so weit hochziehen muss. Eine Stammlänge von 10-20cm hat sich bei mir am besten bewährt. Längere Stücke haben höhere Ausfallquoten gehabt, kürzere brauchen einfach länger, bis sie eine akzeptable Größe erreichen und wurzeln etwas langsamer.

4) Den richtigen Trieb, trennt man also in der gewünschten Länge mit einem sauberen Messer und einem sauberen Schnitt - NICHT REIßEN ODER QUETSCHEN - ab. Es dürfen keine Reste der Rinde überstehen oder vom Stengel abgerissen werden und die Schnittstelle sollte am besten nicht im (bei der Schefflera) verholzten Teil liegen, der Stamm also noch grün sein. Bei Köpfen ist das aber eigtl immer der Fall.
Desweiteren sollte immer so geschnitten werden, dass der Steckling unten ein möglichst großes Stück Stamm hat, bis der erste Blattknoten kommt. Pflanzt man Blattknoten unter die Erde oder stellt man sie ins Wasser kann sich an dieser Stelle rasch Schimmel oder Fäulnis entwickeln, die rasch auf den ganzen Steckling übergreift.

5) Ist der Steckling geschnitten kann (!) man die unteren paar Blätter entfernen, um die Verdunstungsfläche etwas zu minimieren.

6) Jetzt desinifiziert aman die Verletzungen (Mutterpflanze nicht vergessen) und lässt man die Stecklinge einen halben Tag etwas antrocknen, wozun man sie am besten schattig auf ein Stück Küchenpapier legt.

7 a) Dann nimmt man ein passendes Gefäß; ein normales Speißeglas bietet sich an und füllt nur ganz wenig weiches Wasser ein. Der Wasserstand sollte nur 0,5cm bis 1cm betragen und keinesfalls darf ein Blattknoten (oder die Stelle, wo das Blatt mal gesessen hat, sollte man es entfernt haben) unter Wasser stehen. Das Blatt fault dann ziemlich zügig ab

b) Alternativ kann man den Steckling auch gleich in Erde setzen. Aber auch hier ist darauf zu achten auf keinen Fall einen Blattknoten einzupflanzen. Dann wässert man den Steckling einmal gut an, so dass die Erde feucht ist, aber nicht nass und lässt alles an überflüssigem Wasser gut ablaufen.

8 ) Egal ob man sich für Methode a) oder b) entschieden hat: Die ganze Sache kommt jetzt in einen durchsichtigen Beutel, in den man an der höchsten Stelle ein kleines 2cm² großes Loch macht und dann stellt man die Geschichte möglichst warm und möglichst hell, aber keinesfalls in die direkte Sonne.

9) Innerhalb von einigen Wochen bis Monaten sollten die Stecklinge jetzt Wurzeln treiben (genauere Angaben sind leider nicht möglich - solange nichts fault ist alles okay Smile ). Dazu ab und zu Wasser im Glas auffüllen oder gegebenenfalls die Erde neu anfeuchten.
Sind bei den Stecklingen im Wasser die Wurzeln 5-8cm lang setzt man sie ebenfalls in Erde und verfährt wie unter 7b.

10) Nach dieser Zeit zeigt ein zaghafter Austrieb an, dass die Pflanzen gewurzelt haben. Setzt man sie in durchsichtige Plastiktöpfe kann man gleichzeitig auch eine enorme Wurzelbildung beobachten.
Dieffenbachia sollte generell etwas feuchter als Scheffera gehalten werden; gleichzeitig gibt es bei Dieffenbachia immer wieder Stecklinge, die einfach nicht wachsen wollen. Monat um Monat stehen sie herum, die Blätter sind steif, aber es tut sich nichts. Hier heißt es abwarten, meistens legen sie irgendwann aus heiterem Himmel doch los; manches Mal sterben sie ab. Gründe sind nicht ersichtlich, da Wurzeln gebildet werden.

11) Sobald die Pflanzen wachsen ist die letzte Hürde eigtl genommen. Schefflera wird ausgepackt und wie eine erwachsene Pflanze weiterkultiviert; Dieffenbachia verträgt die Umstellung nicht ganz so gut - aber die sollte ja generell höhere Luftfeuchte haben. Mit dem guten alten Blähtonuntersetzer habe ich hier ganz gute Erfahrungen gemacht.
Anzumerken ist noch, dass Schefflera wenig Wasser benötigt, selbst in diesem frühen Stadium.

12) Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs


Abschließend möchte ich sagen, dass das hier meine eigenen Erfahrungen wiedergibt. Möglich, dass es andere Methoden gibt, die funktionieren, oder dass mancher von euch die angegebenen Pflanzen einfach nebenbei vermehrt. Aber gerade für Anfänger oder solche die unerklärliches Stecklingssterben haben könnte das hilfreich sein. Außerdem kann man von Schefflera und Dieffenbachia immer wieder in öffentlichen Gebäuden und Büros schöne neue Farbformen finden - und wenn man weiß, wie man so ein Ästchen vll zu 90% durchbekommt, kann das helfen.


(*edit* weil ich darauf angesprochen worden bin: Ich gehe davon aus, dass man nachfragt, ob man Stecklinge entnehmen darf, wenn einem eine Pflanze nicht gehört! Tut mir Leid, wenn das missverstanden werden konnte! Ansonsten Danke für das Lob!))

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Re: How-To: Stecklingsvermehrung Schefflera; Dieffenbachia

Hesperis Offline
Pflanzendoktor
Pflanzendoktor


Beiträge: 4932
Beitragvom: Di 08 Dez, 2009 10:57
ZiFron hat Folgendes geschrieben:



Desweiteren sollte immer so geschnitten werden, dass der Steckling unten ein möglichst großes Stück Stamm hat, bis der erste Blattknoten kommt. Pflanzt man Blattknoten unter die Erde oder stellt man sie ins Wasser kann sich an dieser Stelle rasch Schimmel oder Fäulnis entwickeln, die rasch auf den ganzen Steckling übergreift.


Hallo,
dieser Teil deines sehr gelungenen Beitrages verwundert mich etwas, denn es ist ansonsten ein Grundsatz der Stecklingsvermehrung, möglichst unmittelbar unterhalb eines Blattknotens zu schneiden, also so gut wie kein weiteres Stengelstück darunter stehen zu lassen. Da sich im Bereich des Knotens auch die Achselknospen sowie weitere schlafende Augen und damit teilungsfähige Gewebe befinden, aus denen auch Wuchsstoffe zur Bildung von Wundgewebe und Wurzelanlagen abgerufen werden können, erfolgt hier die Wurzelbildung am schnellsten.
Bei Pelargonien habe ich es schon oft gesehen, dass Stielteile unterhalb eines Knoten verfaulen und der Steckling am Knoten dann doch noch Wurzeln bildet. Bei leicht wurzelnden Arten macht man sich häufig nicht die Mühe, genau zu schneiden.
Ich habe bisher auch bei Schefflera noch keine Abweichung von diesem Grundsatz feststellen können, d. h. ich schneide unter dem Knoten und die meisten bewurzeln dann auch, Dieffenbachien habe ich noch nicht vermehrt.
Hier habe ich das mal für Fuchsien beschrieben http://green-24.de/forum/ftopic4996....ighlight=steckling#613503
Grüße H.-S.
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ZiFron Offline
Pflanzendoktor
Pflanzendoktor


Beiträge: 3359
Beitragvom: Di 08 Dez, 2009 11:05
Das ist interessant, weil bei mir bei Schefflera geschätzte 75% der Stecklinge anfangen an genau der Stelle zu gammeln.
Bei der Dieffenbachia sind es etwas weniger, aber immernoch gut über die Hälfte, die da Probleme mit hatten.

Dem gegenüber steht die Tatsache, dass bei meinen Stecklingen bei beiden Arten immer die Wurzeln direkt an der Schnittstelle gebildet werden. (bzw höchstens 2-5mm oberhalb.

Vll weil ich sie vor dem ins Wasser stellen/einsetzen schon abtrocknen lasse und sich dann an der Schnittstelle schon Wundgewebe gebildet hat?

Sobald es Frühling wird bzw die Pflanzen besser wachsen gehe ich dem nochmal genauer nach. Interessant ist es schon...
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ZiFron Offline
Pflanzendoktor
Pflanzendoktor


Beiträge: 3359
Beitragvom: So 14 März, 2010 16:05
So, die ersten Stecklinge treiben aus und wie versprochen liefere ich euch ein paar Fotos, damit ihr sehen könnt, wie das ganze aussieht.

Erstes Bild: 2 Kleine Dieffenbachien. Links eine "Bürodieffenbachia", die angetrockneten Blätter sind die an denen sie Kraft zur Wurzelbildung abgezogen hat, das jüngste hat sie schon aus eigener Kraft getrieben. Rechts ein kleines, wurzellos entnommenes Kindel einer normalen 08/15 Dieffenbachia. Die drei jüngsten Blätter hat sie schon aus eigener Kraft getrieben, das neueste hat jetzt die Panaschierung.

Zweites Bild: eine bewurzelte Triebspitze der Schefflera actinophylla; das Blatt hat sie aus eigener Kraft gebildet, zum bewurzeln habe ich alle Blätter entfernt gehabt.

Von Schefflera aboricola habe ich noch keine Jungpflanzen, kann aber nicht mehr lange dauern, bis die auch austreiben.


Bild How-To: Stecklingsvermehrung Schefflera; Dieffenbachia - Samen & Anzucht & Vermehrung - Dieffenbachia Nachwuchs 09/10 - IMG_0751.JPG - von ZiFron
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Dieffenbachia Nachwuchs 09/10

Bild How-To: Stecklingsvermehrung Schefflera; Dieffenbachia - Samen & Anzucht & Vermehrung - Schefflera actinophylla Nachwuchs - IMG_0754.JPG - von ZiFron
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Schefflera actinophylla Nachwuchs

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Schefflera, Stecklingsvermehrung

Tom297 Offline
Azubi
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Beiträge: 2
Beitragvom: So 14 März, 2010 17:29
Hallo, einen schönen Tag euch

Ich habe da grad den Bericht gelesen über Stecklingsvermehrung Schefflera.
Und genau da hätte ich eine Frage.

Vor gut 2Jahren habe ich mir eine Schefflera gekauft, so 1,20m groß, und vor 1 1/2 Jahren kam mir mal die Idee die Planze zu vermehren. Ich habe dazu aber keinen Kopfsteckling genommen (wollte die Pflanze ja nicht gleich zuschneiden), sondern habe nur einen Blattstiel mit den 8 oder 9 Blättern gekappt!
Also den Blattstiel mit den Blättern in feuchte Blumenerde gesteckt und gewartet!
Das ist jetzt 1 1/2 Jahre her. Der Blattstiel ist weder gewachsen, noch gefault. Das einzige was passiert, sind die vielen Wurzeln die der Stengel bildet. Außerdem beginnt er zu verholzen.
Nun meine Frage an Scheffleraspezialisten? Passiert da noch mehr, oder war es das?
Die Mutterpflanze ist in dieser Zeit über einen halben Meter gewachsen.
Danke!


Bild How-To: Stecklingsvermehrung Schefflera; Dieffenbachia - Samen & Anzucht & Vermehrung -  - Schefflera 1.jpg - von Tom297
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ZiFron Offline
Pflanzendoktor
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Beiträge: 3359
Beitragvom: So 14 März, 2010 17:55
Das haut meiner Erfahrung nach nicht hin, da einem Blatt das austriebsfähige Auge fehlt - daher kann die Pflanze auch nicht wachsen.

Aber siehs mal so rum: Du hast eine schöne Bonsaipalme gezogen Wink

Nein, im Ernst, du brauchst Stamm am Blatt damit die Pflanze einen neuen Spross bilden kann.

Siehe Punkt 2 in meinem Anfangspost!
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vitom Offline
Hauptgärtner
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Beiträge: 176
Beitragvom: So 14 März, 2010 22:48
Meine ist auch schon 1 Jahr alt.Allerdings ist sie in die höhe um das doppelte gewachsen,aber das war es auch schon leider.Von einem Austrieb keine Spur.


Bild How-To: Stecklingsvermehrung Schefflera; Dieffenbachia - Samen & Anzucht & Vermehrung -  - IMG_2516.JPG - von vitom
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ZiFron Offline
Pflanzendoktor
Pflanzendoktor


Beiträge: 3359
Beitragvom: Fr 19 März, 2010 18:42
Weil das ohne einen Stamm mit austriebsfähigem Auge nicht geht! Allenfalls erreicht das Blatt seine maximale Größe, dann ist Feierabend.

Glaubt mir halt mal.
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vitom Offline
Hauptgärtner
Hauptgärtner


Beiträge: 176
Beitragvom: Fr 19 März, 2010 20:10
Ok ,dann wird Sie wohl demnächst ausgesetzt.
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Re: How-To: Stecklingsvermehrung Schefflera; Dieffenbachia

Gluggsmarie Offline
Pflanzendoktorin
Pflanzendoktorin


Beiträge: 3097
Beitragvom: Fr 28 Mai, 2010 14:07
Hesperis hat Folgendes geschrieben:


dieser Teil deines sehr gelungenen Beitrages verwundert mich etwas, denn es ist ansonsten ein Grundsatz der Stecklingsvermehrung, möglichst unmittelbar unterhalb eines Blattknotens zu schneiden, also so gut wie kein weiteres Stengelstück darunter stehen zu lassen. Da sich im Bereich des Knotens auch die Achselknospen sowie weitere schlafende Augen und damit teilungsfähige Gewebe befinden, aus denen auch Wuchsstoffe zur Bildung von Wundgewebe und Wurzelanlagen abgerufen werden können, erfolgt hier die Wurzelbildung am schnellsten.


Mir ist dieser Beitrag eben eingefallen, als ich meine Passi Steckis sah: Die haben nämlich wieder (so wie in den letzten Jahran auch) nicht am Blattknoten, sondern am Stiel gewurzelt. Habe gleich mal ein Foto gemacht. Sieht zwar auf dem ersten Blick nach Blattknoten aus, aber beim genauen Hinsehen wird man hoffe ich erkennen, dass es keiner ist.

PS Natürlich war der Blattknoten auch unter Wasser, sonst hätte das alles ja keine Aussagekraft Wink


Bild How-To: Stecklingsvermehrung Schefflera; Dieffenbachia - Samen & Anzucht & Vermehrung -  - P1010242.JPG - von Gluggsmarie
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Gluggsmarie Offline
Pflanzendoktorin
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Beiträge: 3097
Beitragvom: Fr 28 Mai, 2010 14:10
Zu den Schefflera-Blattstecklingen würde mich noch interessieren ob nicht irgendwann Triebe von den Wurzeln folgen? Da müssten sich doch Stammzellen befinden, die eine neue Pflanze erzeugen können, oder nicht? Vielleicht gebt ihr zu schnell auf?
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largpack Offline
Azubi
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Beiträge: 2
Beitragvom: So 08 Jan, 2012 0:32
Meine Mutterpflanze (etwa 65 cm hoch - etwa 1,5 Jahre alt) hat diesen Sommer ohne irgendetwas zu tun aus dem Topf drei neue Sprösslinge hervorgebracht (sind bereits 6-8 cm hoch). Was soll ich eurer Meinung nach nun tun?

Warten bis Frühling/Sommer ist, und die kleinen Pflanzen von der Mutter trennen oder kann man die in so einem Fall gar nicht trennen, weil die Wurzeln zusammenhängen?

Oder darf man die zusammenhängenden Teile einfach kappen?
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Gluggsmarie Offline
Pflanzendoktorin
Pflanzendoktorin


Beiträge: 3097
Beitragvom: So 08 Jan, 2012 10:17
Hallo,

mit Ablegern von Schefflera kenne ich mich zwar nicht aus, aber wenn die Ableger tatsächlich von den Wurzeln kommen und nicht vom Stammansatz, dann kann man die trennen. Vorausgesetzt (!) die Ableger hätten dann auch eigenes Wurzelwerk. Bananen teilt man z.B. auch so. Man wartet, dass die Kindel 4-6 Blätter entwickeln und schneidet die Wurzeln, welche das Kindel mit der Mutter verbinden, durch. Das Kindel sollte zu dem Zeitpunkt eigene Wurzeln haben.

Im Frühjahr kannst du ja beim Umtopfen vorsichtig nach den Wurzeln schauen und wenns geht trennen.
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largpack Offline
Azubi
Azubi


Beiträge: 2
Beitragvom: So 08 Jan, 2012 11:26
Hallo!

Ich denke schon, dass die sich aus dem Wurzelwerk der Mutter entwickelt haben, da diese 5-6 cm weit weg vom Stamm wachsen. Dann werde ich im Frühjahr mal versuchen die beim Umtopfen (die Mutter braucht ohnehin mehr Platz) in neue, eigne Erde zu transferieren Smile
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Jule35 Offline
Pflanzendoktorin
Pflanzendoktorin


Beiträge: 2840
Beitragvom: So 08 Jan, 2012 11:33
Das muss nicht sein, dass sie aus dem Wurzelwerk gewachsen sind. Wink
Oft sind die Sämme recht tief eingesetzt, so dass es sich doch um einen Seitentrieb von einem Stammtück, das unterhalb der Erde liegt, handelt. Von oben überhalb der Erde betrachtet macht es aber en Eindruck, das sein Spross aus dem Wurzelwerk.

Bei Yuccas ist das oft so. Die sind auch eigentlich immer zu tief eingepflanzt, aber zur Bewurzelung geht das nunmal nicht anders. Deshalb topfe ich die bei jedem Topfen höer, bis nur noch das Wurzelwerk unter der Erde ist.
Jedenfalls handelt es sich bei den Yucca-Trieben, die neu aus der Erde kommen, i.dR. um Seitentriebe. Ich weiß jetzt auch gar nicht, ob Yuccas und Scheffleras wirklich aus dem Wurzelwerk austreiben? Nachdenken
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