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Pflanzenkrankheiten & Schädlinge

Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.


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Ursachen von Pilzkrankheiten in der Vermehrung???

baki Offline
Pflanzendoktor
Pflanzendoktor


Beiträge: 3497
Beitragvom: Do 01 Feb, 2007 20:43
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Von Mimulus
Zitat:

Wenn ich die Samen aussäe z.B. auf das feuchte Papier. Warum bilden sich die Samen Pilze?! Infektion? Ansteckung? Wie konnte das passieren?

Blumige Grüße
Mimulus



Kann durch Pilzsporen aus der Luft kommen.
Wasser und hohe Luftfeuchtigkeit erhöhen das Risiko von Pilzinfektionen.

mfg baki

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Stelvio Offline
Hauptgärtner
Hauptgärtner


Beiträge: 183
Beitragvom: Fr 02 Feb, 2007 20:34
Moin,

es könnte auch am Saatgut liegen. Stammt es zum Beispiel von einer Frucht, könnte noch trockenes Fruchtfleisch anhaften, was schnell Pilzbefall zur Folge hat. Auch so könnten schon Sporen an den Samen haften. Die Sporen selbst sind sehr geschützt und können Jahre überdauern, bis sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Aber auch die Luft, wie von baki schon erwähnt, könnte sehr gut sein. Bei der Aussaat muss auch unbedingt auf keimfreies Substrat geachtet werden. Wenn man nicht sicher ist, kann man es im Backofen dämpfen. Das tötet alle Keime ab.

LG
Stelvio
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Ursachen und vermeiden von Vermehrungskrankheiten

baki Offline
Pflanzendoktor
Pflanzendoktor


Beiträge: 3497
Beitragvom: So 04 Feb, 2007 22:32
Vermehrungskrankheiten sind Pilze. Sie können sich besonders gut ausbreiten, wenn die Aussaatschale zu feucht ist, zu dunkel und kalt steht, die Erde verdichtet ist und kein Luftaustausch stattfindet.

Keimende Samen und Jungpflanzen sind in der dunklen Jahreszeit besonders gefährdet durch Krankheitsherde in Töpfen und Kisten, in Erden und selbst hergestellten Substraten. Die vielen Schaderreger, die sich über die noch zarten Pflänzchen hermachen, werden unter dem Sammelbegriff "Vermehrungskrankheiten" oder "Umfallkrankheiten" geführt. Kein Bekämpfungsmittel kann befallene Pflanzen wieder gänzlich herstellen, nur den Befall aufhalten.
Daher sind alle bereits gebrauchte Pikierkisten, Töpfe und Gefäße gründlich mit einer Bürste zu reinigen und diese anschließend mit Wasser auszuspülen. Wer sicher gehen möchte, kann die Töpfe mit 70%igem Alkohol desinfizieren Wink oder dem Wasser ein handelsübliches Desinfektionsmittel beisetzen. Dann kommen Krankheitsherde gar nicht erst auf.

Hellsten Standort wählen, wenig aber durchdringend gießen, das Abtrocknen der Pflanzen beschleunigen (nicht Abends, sondern morgens gießen / außerdem öfters Lüften).
Bei starker Sonneneinstrahlung rechtzeitig schattieren.


mfg baki
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Papa Wanker Offline
Azubi
Azubi


Beiträge: 32
Beitragvom: Mo 05 Feb, 2007 17:07
Würde auch ein Handelsübliches Fungizid vorschlagen...
wenn ihr was aussaet und damit angießt, sollte es keine Probleme geben...

für DSL Nutzer auch sehr interessant, sonst halt sehr groß...

http://www.thueringen.de/de/publikationen/pic/pubdownload310.pdf
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baki Offline
Pflanzendoktor
Pflanzendoktor


Beiträge: 3497
Beitragvom: Do 07 Jun, 2007 11:28
Hab da was gefunden in etwas älteren Büchern.
Die Pflanzenschutzmittel müsste man evtl. durch neuere ersetzen, falls sie nicht mehr zugelassen sind.
Das Gute daran ist, das auch die Wirkstoffe mit aufgeführt sind Wink .


Mykosen (Pilzkrankheiten)
Umfallen der Keimlinge und Stecklinge unter braunschwarzer Verfärbung, oft auch Erweichung des Stengelgrundes. Wurzeln zuweilen schwarz. Fehlstellen auf Vermehrungsbeeten. Untere Pflanzenteile sowie Bodenoberfläche vorwiegend in Vermehrungsbeeten und -kästen bisweilen von Pilzfäden oder schimmelartigen Myzelbelägen überzogen. An Sämlingen und Stecklingen fast aller Kulturpflanzen.

Ursachen:
Keimlingskrankheiten, Auflaufkrankheiten, Fußkrankheiten an Sämlingen und
Stecklingen, Schwarzbeinigkeit, Umfallkrankheiten, Wurzelbrand
(Erreger verschiedene Pilzarten, vorwiegend der Gattungen Aphanomyces, Botrytis, Fusarium, Phytophthora, Pythium, Rhizoctonia und Chalara [Thielaviopsis], die von manchen Gärtnern summarisch als "Vermehrungspilz" bezeichnet werden).

Gegenmaßnahmen:

Strenge Betriebshygiene. Desinfektion der Kästen, Töpfe, Schalen und Stellflächen mit einem geeigneten Präparat. Verwendung gesunder, abgelagerter Anzuchterde (industriell hergestellte Einheitserde oder Eigenmischungen mit Torfsubstrat), sonst wichtigste Maßnahme Bodenentseuchung durch Dämpfung oder mit einem chemischen Mittel zur Bodenentseuchung.
Saatgutbeizung mit Metiram (Compo-Pilzfrei, Phytox-Super, Polyram-Combi), 10 g/kg
Saatgut, auch im Absiebeverfahren.
Keine zu dichte Aussaat oder Pflanzung. Vermeidung übermäßiger Feuchtigkeit. Gute
Durchlüftung, bei Bedarf Zusatzbelichtung.
Gegen Keimlings- und Auflaufkrankheiten wirkt die Behandlung des Substrates mit einem dafür zugelassenen Fungizid.
Stecklingsbehandlung gegen Phytophthora- und Pythium-Arten ist nach Bewurzelung möglich durch Angießen mit Metalaxyl (Fonganil Neu), Propamocarb (Proplant} oder anderen entsprechend zugelassenen Fungiziden. Dies möglichst im Wechsel.
Mit den oben genannten Präparaten können auch die Anzuchten im Abstand von 2-4 Wochen 2- bis 3 mal überbraust werden, jedoch muss die Gebrauchsanleitung für das verwendete Präparat streng beachtet werden.
Bei Anwendung eines Präparates gegen Bodenpilze ist zu bedenken, dass keines dieser
Mittel gegen alle "Vermehrungspilze" wirkt. Auf Verträglichkeit achten!
Gegen Rhizoctonia sollen sich Propineb (Antracol WG 0,2 ), Iprodion (Rovral 0,1 ) und
Vinclozolin (Ronilan WG 0,1 ) bei manchen Pflanzenarten bewährt haben.
Zur Botrytisbekämpfung an heranwachsenden Pflanzen, weniger an Jungpflanzen, steht folgende Auswahl von Präparaten zur Verfügung: Benomyl (Du Pont Benomylw 0,05-0,1% , nicht zu oft), Dichlofluanid (Euparen WG 0,25, Spritzflecken!), Iprodion (Rovral 0,1%) sowie Vinclozolin (Ronilan WG 0,1%)


Erklärung: Wirkstoff(Handelsname %)
mfg baki
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