Geissblatt bekommt schlaffe Blätter und Triebe

 
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Hallo zusammen,
vor vier Jahren habe ich ein Geißblatt in einen tiefen Kasten gepflanzt. Es wuchs auch kräftig und blühte wunderbar. Seit letztem Jahr macht die Pflanze aber Probleme.Der Balkon ist ein Ost-Balkon. D.h. Sonne bis Mittag. Seit letztem Jahr bekommt die Pflanze lahme Blätter die verwelken. Ich dachte zunächst an Spinnmilben, da ich auch kleine weisse Fäden an den Stängeln und Blättern entdeckt habe. Das allein kann es aber nicht sein, da ich die Pflanze mit einem Natur-Insektizid (Pyreth) von Dr. Stähler eingesprüht habe. Auch mit einem Mittel gegen Rosenpilz habe ich es mal versucht. Jetzt habe ich alle Blätter und Äste radikal abgeschnitten und rundherum die alte Erde ausgetauscht. Mir sind dabei auch keine Maden o.ä. Aufgefallen. Nach ein paar Wochen kamen auch wieder viele junge Triebe, die aber nach zurzer Zeit wieder ganz schlaff und weich geworden sind. Ich gieße jeden 2. Tag. Vielleicht zu wenig? Aber die Erde ist immer noch leicht feucht. Bin ganz verzweifelt, was mache ich falsch?

Herzliche Grüße

Torsten aus Köln
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Eser

hat sie genug sonne
vielleicht aber muss sie sich wieder um die wurzel kümmern dann wieder die obere schicht das passiert bei den meisten pflanzen so
warte erst mal ab dann berichte von deiner szene weiter
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Plantsman

Moin,

eine kleine Faustregel:
GIESST NICHT IMMER SO VIEL
Ist die Erde feucht/nass und die Pflanze schlappt, hat sie Wurzelschäden durch Nässe und stirbt relativ schnell,
ist die Erde trocken und die Pflanze schlappt, gießt man einfach und es gibt keine Probleme (vielleicht ein paar gelbe Blätter oder trockene Spitzen).
Nässe ist immer schlimmer als Trockenheit (Ausnahmen gibt es immer).
Der Rückschnitt hat die Pflanze noch weiter geschwächt.
Bei dauerhaften Pflanzen in Gefäßen würde ich es so machen:
1. Gute Kübelpflanzenerde benutzen, eventuell etwas (ca. 1/4 - 1/3) fein-steiniges Material zumischen für weitere Strukturstabilität (z.B. Lecaton, Seramis)
2. von Mai bis August regelmäßig flüssig düngen (Blühpflanzendünger)
3. gleichmäßig MÄßIG feucht halten, es kann zwischendurch ruhig etwas abtrocknen und die Pflanze etwas Trockenstress haben (siehe oben)
4. jährlich im Frühjahr die obersten 5 cm der Erde gegen neue austauschen
5. spätestens im 4. Frühjahr vollständig in frische Erde umpflanzen.
Ich könnte mir denken, das sich die Humusbestandteile der Erde im Kasten mineralisiert haben (verottet sind) und die Erde sich deshalb verdichtet hat und dadurch Staunässe entstanden ist. Da Du sie jeden zweiten Tag giesst, sind die Wurzeln im unteren, verdichteten Erdbereich schon tot und nur die Wurzeln in den oberen Erdschichten sind noch am Leben, weil sie Luft bekommen.

Hoffentlich konnte ich Dir helfen
Stefan

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