Ich würd ihn gerne retten (Elefantenfuß)

 
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Indigogirl

Hallihallo, Ihr Lieben!

Ich habe gestern bei meiner Schwiegermutter einen ziemlich wüst aussehenden Elefantenfuß gefunden, den sie wegwerfen wollte.
Sie hatte ihn draußen an die Hauswand gestellt und konnte sich wohl noch nicht wirklich dazu durchringen, ihn zu entsorgen.

Ich hab mir den Guten mal genauer angesehen und beschlossen, dass da (hoffentlich) noch genug Leben drin ist, um ihn zu retten.

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Sie hatte ihn in ihrer Wohnung auf einem hohen Regal stehen und sagte selber, dass er dort wohl zu wenig Licht bekommen hat (und auch zu trockene Luft hatte). Abgesehen davon, dass er ziemlich staubig war, hat er braune und trockene Blätter, Blätter bei denen sie schon die braunen Spitzen abgeschnitten hat und jüngere Blätter, die nur hellgrün und schlaff sind.
Wir waren uns einig, dass er eigentlich schon ein stattliches Exemplar ist und zu schade, um weggeworfen zu werden. Alleine dieser schöne dicke Fuß zeigt ja, dass er schon einige Jahre alt sein muss.

Der Fuß ist übrigens fest und nicht matschig. Die Blätter sind auch nicht faulig.

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Zu Hause sah ich dann als erstes, dass er den Topf wohl schon durchwurzelt hat und erst auf dem Foto fielen mir die netten grünen Mitbewohner auf, die man auf der Topfunterseite sieht.
Der Wurzelballen ist schön fest und die Wurzeln sind nicht faulig.

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Allerdings fand ich im Wurzelballen dann mehr von diesen grünen Tierchen (die gleichen, wie unter dem Topf... ich schätze mal, dass er sich die eingefangen hat, als er draußen stand).

Ich hab ihn in warmem Wasser so gut es ging von der Erde (und hoffentlich auch den Tierchen) befreit und ihn nun erstmal auf Küchenkrepp zum Trocknen liegen.
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Und jetzt brauche ich Euch und Eure Tipps!

Ich habe mich schon durch die Ergebnisse der Powersuche gelesen, weiß aber trotzdem jetzt nicht so ganz weiter.
Er bekommt morgen einen neuen, etwas größeren Topf mit Kakteenerde (gemischt mit Sand und Seramis) und kommt dann erstmal ins Treppenhaus, wo er viel Licht aber keine direkte Sonne hat und vorallem niemanden großartig mit den grünen Dingern anstecken kann. (Von denen habe ich übrigens nach dem "Bad" keine mehr gesehen...)

1. Frage: Was sind das für Tiere? Sie springen, sind klein und ich hätte jetzt ja auf Springschwänze getippt. Die kenne ich allerdings nur etwas (nicht viel) kleiner und weiß... Und was mache ich gegen die Tierchen?
2. Frage: Was mache ich mit seinen Blättern? Soll ich ihn so lassen und auf einen Neuaustrieb warten? Oder soll ich ihm Blätter abschneiden - wenn ja welche und wie viele? Oder soll ich ihn sogar einmal köpfen, damit er neu anfangen kann?
3. Frage: Was kann ich ihm denn noch Gutes tun, damit er sich wieder erholt?

Ich hoffe, Ihr könnt mir ein paar Tipps geben, denn ich habe echt noch viel Hoffnung, dass der sich wieder erholt!
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Norbert

Zur Frage 2:

Ich würde ihn nicht köpfen. Nur die vertrockneten Blätter rausschneiden und warten, dass er wieder vernünftig weiterwächst. Später, wenn er wieder genügend schöne Blätter hat, kannst Du den Rest der alten Blätter wegschneiden.

Norbert
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Yaksini

Hallo Indigogirl,
phantastisch was du schon alles bewerkstelligt hast .
Jetzt braucht er wirklich nur noch tüchtig abgetrocknet werden , damit er nicht matschig wird , und danach ab in das neue Substrat . Die Mischung wird OK sein die du dir ausgedacht hast. Die Erde sollte ja schön durchlässig sein, damit der Fuß nicht so lange feucht steht .
Die schon beschädigten Blätter wird er nach und nach abwerfen , es sei denn es stört dich rein optisch , dann schneide das Gröbste ab.
Was das für komische grüne Würmer sind , die der Arme sich eingefangen hat kann ich dir leider nicht sagen , ich hoffe nur , das die bei dem Auswaschen des Substrats alle entwichen sind . Winzige springende "Würmchen" eher weißlich, sind Springschwänze . Die anderen kann ich dir auch nicht benennen.
Nach der ganzen Prozedur sollte er sich erst mal in Ruhe wieder erholen. ich glaube das ist das Beste was du tun kannst , also im Moment weiter gar nichts machen. Wenn er Neuaustriebe zeigt und den Eindruck macht das er sich langsam fängt , kannst du beginnen ihn vorsichtig zu düngen . Jetzt in dem angeschlagenen Zustand würde ich das vorerst nicht tun .
Bestimmt haben andere auch noch tolle Ideen .
Viel Glück mit deinem Elefantenfuß.
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Indigogirl

Hi und danke schonmal für Eure Antworten!

@Norbert: Beim Köpfen wäre mir auch echt unwohl gewesen... Zumal er ja anscheinend in der Mitte immer wieder mal Neuaustriebe gewagt hat.
Ich glaube, dann schnippel ich da erstmal gar nicht dran rum und lasse ihn einfach mal machen.
Die trockenen Blätter wird er irgendwann von alleine abwerfen. Die sitzen nämlich eher mittig und da käme ich gar nicht tief genug dran... und verletzen will ich ihn natürlich jetzt nicht auch noch zusätzlich.

@Yaksini: Gut, dann dünge ich ihn erst noch nicht. Allerdings glaube ich, dass der seeeehr lange keinen Dünger gesehen hat. Aber trotzdem sollte er sich erst erholen. Das ist wichtiger.

Darf ich ihn den wohl angießen, wenn ich ihn eingepflanzt habe? Ich habe bei Elefantenfüßen nämlich immer das Problem, dass das trockene Substrat zu locker ist und sie nicht genug Halt haben, auch wenn ich es gut andrücke. Erst nach dem ersten Gießen sackt das Substrat richtig ineinander und gibt anständigen Halt.
Aber Wasser hatte er ja jetzt genug... Was meint Ihr?

Und noch etwas fällt mir auf, jetzt wo er so nackig neben mir liegt: Die Wurzlen scheinen jetzt richtig trocken zu sein, also schon fast brüchig.
Ich hoffe, dass da noch genug Leben drin ist, dass die ihn noch weiterhin versorgen können.
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Yaksini

Das Problem mit dem Substrat kenne ich auch , aber nur wenn die Erde zu leicht ist .
Eigentlich ist er jetzt erst mal genug mit Wasser in Kontakt gekommen . Angießen würde ich wenn dann nur ganz leicht machen , oder die Erde etwas mehr mit Sand beschweren . Dann bleibt die Pflanze auch stehen , oder du nimmst Stäbchen und setzt die ringsum damit sie ihn erst mal halten . habe ich auch mal bei einer Kaktee gemacht , ging super . dann konnte ich das Gießen sein lassen, hätte ich dabei ohnehin nicht machen dürfen .
Wurzeln die dir merkwürdig erscheinen also braun und matschig sind kannst du abmachen , Die anderen würde ich lassen . Ich glaube er wird noch neue Wurzeln treiben wenn er wieder etwas mehr bei Kräften ist.
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Indigogirl

Die Idee mit den Stäbchen ist phantastisch!
Das werde ich machen. Denn gießen mag ich ihn jetzt echt nicht! Aber mit drei so Schaschlikspießen im Substrat, die ihn aufrecht und an Ort und Stelle halten, sollte das klappen!

Er ist jetzt nur noch ganz minimal feucht... ich fange mal an, zu topfen!
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Yaksini

Die Erde die man zum Umtopfen nimmt hat ja noch eine gewisse Feuchte . Mit dem Quarzsand wird das dann schon etwas trockener und luftdurchlässiger . Mehr als diese Feuchte braucht der nicht .
Mit meinem winzigen Elefantenfuß habe ich das auch mal mit den Schaschlikspießen gemacht , nachdem ich ihn von Torf, auf für ihn normales Substrat topfte . Ging super . ist mir gerade wieder eingefallen .
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Indigogirl

So, jetzt hat er ein neues zu Hause. Steht im Treppenhaus bei ca. 10 Grad neben einer netten Passi auf der Fensterbank und darf sich jetzt dort erholen.

... ach ja: Schaschlikspieße waren nicht nötig. Er hat so viele Wurzeln, dass er auch ohne Stütze sehr guten Halt im neuen Substrat hat.

Und ich hab doch noch ein wenig geschnippelt. Die alten braunen Blätter hab ich etwas gekürzt und die braunen Spitzen von den hellgrünen, schlaffen Blättern abgeschnitten - aber immer ein Stück grün stehen gelassen.
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Yaksini

Das sieht wirklich schon sehr gut aus , nun kann er sich erholen , ohne Würmer und all dem Zeugs was ihn vorher heimgesucht hatte .Er wird von der Mitte her wieder neu austreiben dann ist er wieder richtig fit .
Ich drück die Daumen das alle super wird .
Ein bischen Zeit wird er aber brauchen .
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naakka

drück dir die daumen mit deinem neuen schützling....

ich hab dann auch gleich noch eine frage dazu.

der stamm ist bei dem aber sehr niedrig, wächst der auch irgendwann noch in die höhe oder bleibt der so? ich kenn ihn nämlich nur hochgewachsen.

und noch was. jemand sagte mir, das die pflanze es nicht mag, wenn man den stamm anfässt. was sagt ihr dazu?
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passimoony

Doch wird noch höher, aber das dauert. Imm wenn die untersten Blätter vor Altersschwäche abfallen bleibt ja unten die "Schopfbasis" bestehen, so dass er dann über die Jahre einen immer längeren "Hals" bekommt

Das mit dem dem Amfassen ist mir nicht bekannt, meiner hat sich darüber noch nie beschwert. Aber ich streichel ihn ja nun auch nicht ständig, nur wenn er etwas schief im Seramis steht rück ich ihn ein bissel grade.

@ Indigogirl: Ich bewundere dich für deine Fürsorge und deine Zuversicht, mnach anderer hätte ihn einfach weg geschmissen. Ich drück die Daumen, dass er sich schnell wieder fängt und dir deine Pflege mit einem freudigen Wachstum neuer Blätter dankt.
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Indigogirl

Zitat geschrieben von naakka
drück dir die daumen mit deinem neuen schützling....

ich hab dann auch gleich noch eine frage dazu.

der stamm ist bei dem aber sehr niedrig, wächst der auch irgendwann noch in die höhe oder bleibt der so? ich kenn ihn nämlich nur hochgewachsen.

und noch was. jemand sagte mir, das die pflanze es nicht mag, wenn man den stamm anfässt. was sagt ihr dazu?


Danke für's Daumendrücken! Das können wir zwei bestimmt gut gebrauchen.

Wie der später mal an seinen Stamm kommen will, weiß ich auch nicht. Ich hab bisher nur einen selbstgezogenen Elefantenfuß, der erst 1 Jahr alt ist - da ist an einen Stamm noch nicht zu denken.
Und 4 größere (ca. 3 bis vielleicht 5 Jahre alt), die haben auch noch keinen Stamm.

Aber es gibt manche, die haben einen richtig runden Knubbel als Fuß (so wie mein Schützling hier), und dann die flaschenförmigen mit Stengel. Bin selber gespannt.

Zum Anfassen: Ich grabsche meine Pflanzen immer an und bisher hat sich keine beschwert (außer der Mimose...). Diesen habe ich heute beim Umtopfen ziemlich ruppig behandelt und ich glaube nicht, dass ihn das stört.
Die mögen es eher nicht, wenn man sie ständig hin und herrückt, aber das mag keine Pflanze.
Sonst weiß ich nichts über Berührungsängste bei Elefantenfüßen. Aber vielleicht weiß ja jemand mit einem älteren Exemplar da was drüber.
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munzel

@ Indigogirl:

Gut sieht er jetzt aus und ich drück Dir die Daumen!
Ich würde ihn, wenn er dann wieder Wasser kriegen darf, nicht von oben gießen sondern nur von unten was ansaugen lassen. Und vielleicht noch als kleinen Anschubser ST oder FS mit ins Gießwasser.

Düngen würde ich erst mal gar nicht, zumal die Erde sicher ja auch bissel vorgedüngt ist, das sollte für die nächsten Wochen reichen. Der soll sich mal in Ruhe erholen.

Viel Glück
Heike
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passimoony

Also fragt mich nicht wie alt meiner ist, aber ich habe ihn seit knapp 5 Jahren. War ein Geschenk, das Geschenk wurde bei Blume2000 gekauft - und wie lange die den aufgezogen haben bis er so war wie er war... null Ahnung.

Hier mal ein Bildchen
Elfi

Seit er in meiner Obhut ist, ist er vielleicht 2-3cm gewachsen (ganz grob geschätzt, kann mehr sein, ich hab das nicht gemessen über die letzten Jahre). Auf dem Bild ist das schwer zu erkennen, aber er hat insges. 4 Schöpfe, die halt nur dadruch wachsen, dass er immer neue Blätter bekommt und die unteren irgendwann absterben. Es hatte sich auch irgendwann mal ein kleiner neuer Schopf gebildet, genau am Rand seiner Schnittstelle, der ist mittlerweile bestimmt schon 2 cm lang (ohne Blätter).

Dass er mehrere Schöpfe bekommt, erzielt man nur durch abschneiden und versiegeln der Schnittstelle. Aber das hatte ja der Blumenzüchter von 2000 gemacht, deswegen weiß ich auch nicht, wie lange mit einem kahlen Elephantenfuss leben muss, bis sich da wieder was grünes regt
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Rinny

Hallo Indigogirl!

Auch ich und mein Stummel (1 Monat-alter-Elefantenfußsämling) drücken dir alle Blätter und Daumen.
Ich kann auch nicht anders als solchen Pflanzen zu hlefen )siehe meine Signatur ), aber du hast dir auch echt Mühe gegeben!

Das wird bestimmt belohnt!

Alles Gute,

Rinny

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