Hallo,
habe ein bischen gegoogelt und folgendes gefunden :
Seit wenigen Jahren breiten sich Thuja-Splintkäfer, ursprünglich in Südeuropa beheimatet, auch im nördlichen Europa an Lebensbaum (Thuja), Wacholder (Juniperus) und Scheinzypresse (Chamaecyparis ) aus. Bei massivem Befall durch Larven vertrocknen die Triebe, bei Starkbefall sterben ganze Bäume und Büsche ab.
Hauptsächlich tritt der Thuja-Splintkäfer (Phloeosi-nus aubei) auf. Er ist 1,5 – 2,4 mm groß und braun-schwarz gefärbt. Die Weibchen fressen 2 - 5 cm lange Muttergänge in den Splint, die Larvengänge gehen senkrecht vom Muttergang ab, die Puppen- Splintkäfer beim Einbohren liegen bis zu 4 cm tief im Splint. Von außen sichtbar sind die Löcher im Stamm. Der Reifungsfraß erfolgt vor allem in den Jungtrieben und ist gut am Harzen zu erkennen. Die ausgehöhlten Kurztriebe werden ab Mitte Juli auffällig fahl, später braun und knicken an der Basis ab. Der Schwärmflug und die Eiablage der Käfer sind ab Mitte Mai bis September möglich. Die Entwicklung des Käfers dauert im Norden zwei Jahre in wärmeren Breiten ein oder nur ein halbes Jahr. In der Regel überwintern sie im Larvenstadium. Oft tritt der Splintkäfer in der Folge von Trockenschäden, einerseits durch Wassermangel, andererseits durch zuviel Wässern und damit Absterben der Wurzeln, auf.
Betroffene Seitenäste können ausgeschnitten, befallene Bäume sollten beseitigt und vernichtet werden.
Für den Haus- und Kleingarten sind derzeit keine Pflanzenschutzmittel gegen die Splintkäfer zugelassen.
Bildnachweis: © Pflanzenschutzamt Berlin Ausgabe Mai 2006.