Tropenflora (VI)

 
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Dieter Hermann

Bei der Bestimmung der nachfolgend abgebildeten, vier tropischen Pflanzen darf ich nochmals um Hilfe bitten. Dieter Hermann.
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Hortus 1

Hallo,

Bild 1 - Ipomoea, evtl. Ipomoea cairica
Bild 2, 3 4 - Clitoria ternatea
Bild 5 - Es handelt sich um ein Wolfsmilchgewächs, aber zur genaueren Bestimmung brauchte man noch einige
Details der Pflanze.
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Dieter Hermann

Grüß Dich, Hortus 1!

Für die erstklassige Bestimmung der Kletterpflanzen danke ich vielmals. Auch für den Hinweis, dass es sich bei dem Bild 5 um eine Euphorbia handelt. Allerdings hätte ich bei einiger Aufmerksamkeit auch selber darauf kommen müssen, denn die morphologische Ähnlichkeit des Blütenstandes und der Blüten mit dem etwa von Heterophylla ist ja unübersehbar. Die Letztgenannte kommt übrigens auf Cebu so häufig vor, wie bei uns z.B. die Cyparissias. Auf jeden Fall werde ich in dieser Richtung weiter suchen. Mit den besten Wünschen für ein angenehmes, erholsames Wochenende

Dieter Hermann
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Hortus 1

Hallo Dieter Hermann,
die Pflanze auf Bild 5 ist tatsächlich Euphorbia heterophylla. Mir war die Art aber bisher nur mit roten Hochblättern bekannt. Offensichtlich werden diese aber auf Grund der klimatischen Verhältnisse auf den Phillipinen nicht ausgebildet. Ähnlich kann auch der bekannte Weihnachtsstern bei fehlendem Kurztag reagieren.
http://www.hear.org/starr/plants/images ... 70111-3293
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Dieter Hermann

Hallo Hortus,

Zu Bild 5 und 6 noch eine Frage: Die auf diesen Bildern dargestellten Pflanzen gehören beide sicherlich der gleichen Art an, nämlich Euphorbia heterophylla (gr.= verschiedenblättrig (hinsichtlich der Blattform, die ja auch in Bild 5 angedeutet gebuchtet ist)) oder cyathophora (gr.=bechertragend). Nun sind auf Cebu beide Formen anzutreffen, allerdings diejenige mit roten Hochblättern sehr viel häufiger, als die rein grünblättrige Sorte. Somit stellt sich die interessante Frage, von welchen Umwelteinflüssen die Ausbildung der roten Hochblätter abhängt. Die Tageslänge kann wegen des Auftretens beider Formen unter gleichen klimatischen Verhältnissen keine entscheidende Rolle spielen. Zur Abklärung dieser Frage hätte ich gerne gewußt, auf welche Art und Weise gärtnerisch die verschiedenen Farbvarianten des Weihnachtssternes (Euphorbia pulcherrima) herangezogen werden, die neuerdings auf dem Markt angeboten werden: Entstehen sie durch Kreuzung (heutzutage muß man ja auch an gentechnische Veränderungen denken) oder durch bestimmte Umweltbedingungen? Es grüßt Dich

Dieter Hermann
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Dieter Hermann

Zur Veranschaulichung der Verschiedenblättrigkeit der rein grünblättrigen Euphorbia heterophylla sei noch dieses Foto angefügt:
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Hortus 1

Hallo Dieter,
Deine Frage habe ich erst jetzt entdeckt.
Zu E. heterophylla: Wie Du schreibst, kommt sowohl die rein grüne Form als auch die mit farbigen Brakteen auf Cebu vor. Möglicherweise handelt es sich um verschiedene Varietäten von E. heterophylla. Bei IPNI habe ich gelesen, daß E. cyathophora als Synonym für Euphorbia heterophylla var. cyathophora geführt wird. Außerdem werden weitere Varietäten von E. heterophylla aufgeführt.

Zu Euphorbia pulcherima: Die modernen Sorten des Weihnachssterns entstehen m.W. nicht durch Kreuzung mit anderen Arten, sondern durch herkömmlich Zuchtverfahren. Dabei macht man sich die genetische Variationsbreite von E.p. zu Nutze. Aus eigenem Erleben weiß ich, daß E.p. relativ leicht "sportet", wodurch neue Brakteenfarben und -Formen ,neue Wuchseigenschaften, Laubfarben etc. ausgelesen und vermehrt werden können. Außerdem bildet die gezielte Kreuzung bewährter Kultursorten die Grundlage für die Zuchtauswahl. Umweltbedingungen und Genmanipulation spielen keine Rolle.
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Dieter Hermann

Vielen Dank für die schnelle, ausführliche und kompetente Antwort auf meine Frage!

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