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Canica  Grüne Düse

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vom: Mo 26 Okt, 2009 20:19 |
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Filigrane Schönheit auf feuchten Wiesen zur Blume des Jahres 2010 gewählt
Eine beliebte Gartenpflanze wurde in diesem Jahr zur „Blume des Jahres 2010“ gewählt – die Sibirische Schwertlilie. Die blau blühende Schönheit ist mittlerweile kaum noch wildlebend anzutreffen, sie ist vom Aussterben bedroht.
Ein Grund mehr für die Stiftung Naturschutz Hamburg ihr in Zusammenarbeit mit der Loki Schmidt-Stiftung den Titel zu verleihen.
Die Sibirische Schwertlilie heißt botanisch Iris sibirica und wird bis zu 90 Zentimeter hoch.
Ihr Wurzelstock enthält veilchenartig riechende ätherische Öle, die ihr den umgangssprachlichen Namen Veilchenwurzel verliehen. Im Mai und Juni erfreut die Sibirische Schwertlilie mit zauberhaften blauen Blüten.
Auffallend ist jedoch, dass ihre Blätter für eine Iris sehr schmal und zart, fast grasartig, sind. Im Herbst färben sie sich bronzen.
Durch die Trockenlegung vieler Feuchtbiotope, die frühe Mahd von Wiesen und erhöhten Nährstoffeintrag schwindet der Lebensraum dieser seltenen Iris-Art immer weiter und das, obwohl die Sibirische Schwertlilie bereits im Mittelalter aus keinem Klostergarten wegzudenken war.
Niedermoore, Flutmulden, Teichufer und feuchte Streuwiesen gehören zu den Lebensräumen, die für die Schwertlilie geeignet sind, starke Gräser bedrohen dort ihre Existenz.
Einige ihrer natürlichen Vorkommen werden seit geraumer Zeit vom NABU betreut.
So ist die Sibirische Schwertlilie in freier Natur beispielsweise am Wollmatinger Ried am Bodensee, im niedersächsischen Wendland, in Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen anzutreffen.
Viele andere Vorkommen der „blaublütigen“ Rarität sind keine Nachfahren der Wildpflanzen, sondern vielmehr das Ergebnis von Gartenzüchtungen.
Eine extensive Landwirtschaft mit wenig Düngung und einem späten Mähen der Wiesen könnte die Ausbreitung der Sibirischen Schwertlilie begünstigen. So wurde beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern eine erfolgreiche Wiederansiedlung der Iris sibirica betrieben.
In der Lewitz, einer Region südlich von Schwerin, ist sie seit 2001 wieder verbreitet, nachdem sie lange Zeit verschwunden war.
-nf-
Foto: Pompesel
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