Zitat geschrieben von itschi
Vielleicht kannst du uns ja an deinen Erfahrungen teilhaben lassen.....z.B. wie mischt Du dein Substrat??? Welchen Dünger verwendest du??? Wie gehst du im Detail mit den Sämlingen um`??? Standort??? Substrat? Topfgröße??? Dünger??? Eben halt was du alles so an Erfahrungswerten hast.....
Also die Saison beginnt bei mir meist Ende April, dann räume ich die grossen Pflanzen raus auf die Terasse, dort haben sie bei höchstem Sonnenstand im Juni etwa von 8 Uhr bis 14 Uhr Sonne. Nach diesem extremen Wechsel der Lichtintensität zwischen Wohnung und Terasse werfen die Pflanzen einen grossen Teil der im Winter gewachsenen Blätter ab. Die neu wachsenden Blätter sind kleiner und fester. Meist gibt es Ende April oder Anfang Mai noch mal wenige Nächte mit Tiefsttemperaturen unter 4 Grad. Dann räume ich die Pflanzen über Nacht noch mal rein. Im Mai, Juni und Juli wachsen die Pflanzen auf der Terasse zwar schön, aber Blüten gibt es kaum. Die ersten Knospen zeigen sich erst so mitte Juli, im August gibt es dann endlich auch Blüten. Und im September beginnt meist schon wieder das Mistwetter, so dass ich die Pfalnzen Ende September wieder ins Haus räume und an alle Fenster auf der Südost-Seite verteile. Und dann passiert jedes Jahr etwas überraschendes. Obwohl die Lichtintensität nun wieder katastrophal schlecht ist, wachsen alle im Sommer draussen gebildeten Knospen weiter und blühen bis in den Dezember hinein auch auf. Somit habe ich im Herbst die grösste Blütenpracht an meinen Hibiscus-Pflanzen. Ein erheblicher Teil der Blätter wird wegen der Licht-Umstellung aber wieder abgeworfen. Den dunklen Winter und das Frühjahr verbrigen die unglücklichen dann, falls es die Grösse zulässt, auf Fensterbrettern oder die grösseren möglichst nahe an den Fenstern und entwickeln grosse schwächliche Blätter, die beim Umzug auf die Terasse dann wieder von der Sonne verbrannt werden.
Etwa die Hälfte meiner Pflanzen steht in reinem Seramis. Aber nicht in Hydrokultur bzw. wie von Seramis vorgesehen in geschlossenen Töpfen, sondern in normalen Töpfen mit Löchern im Boden. Ich giese diese Seramis-Töpfe dann wie ganz normale Blumentöpfe mit Erde, also im Sommer täglich, im Winter etwa jeden zweiten Tag. Da im Seramis keine Nährstoffe enthalten sind, werden diese Pflanzen etwas häufiger gedüngt. Die andere Hälfte meiner Hibiscus-Pflanzen steht in normaler Blumenerde (die teure, die es in jedem Baumarkt gibt und hauptsächlich aus zersetztem Torf besteht), der ich etwas Steinmehl und teilweise auch etwas Lava beimische. Problematisch an dieser Erde ist, dass sie an einem sonnigem Sommertag innerhalb eines Tages komplett austrocknet bzw. von den Pflanzen leergesaugt wird. Also tägliches Giessen ist Pflicht. Das ist immer ein Problem, wenn man mal Urlaub machen will. Die Pflanzen in Erde bekommen im Frühling und Sommer einmal wöchentlich normalen Blumendünger.
So, das war bis hierher nur die halbe Wahrheit, da ein Teil meiner Pflanzen grössere Teile des Jahres unter Kunstlicht verbringt. Aber das ist wieder eine andere Gschichte