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Unser Teich...

Wasser im Garten, als Teich, Springbrunnen, Wasserfall oder zum schwimmen ...
Worum geht es hier: Ich baue einen Teich, Springbrunnen, Wasserspiel...
Wasser im Garten ist schon seit Jahrhunderten ein Element in der Gestaltung. Ob als Zierteich, Fischteich, Schwimmteich oder Brunnenanlage. Ein besonderen Reiz macht bewegtes Wasser in Form von Quellen, Fontainen, Wasserfällen oder Bachläufen aus. Hier gibt es Rat und Tipps zum Bau, Technik und der Gestaltung eigener Wasserwelten.
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BeitragDo 27 Nov, 2008 21:43
Hallo Harald!

Teils meinen wir eigentlich das gleiche, teils sehe ich die Dinge aber auch anders.

Pompesel schrieb:

"Aber Naturteiche sind keine Gartenteiche. Ein wesentlicher Aspekt ist es, das der Wasserstand und somit die Wasserzufuhr von der Natur geregelt wird. Durch schwankende Wasserstände wird die Qualität des Wassers erheblich mitbeeinflußt, z.B. Wasserzufuhr über unterirdische Quellen. Das scheidet im Gartenteich aus, deshalb ist hier unser Eingriff fast zwingend notwendig."

Etwas anderes habe auch ich nicht behauptet!
Man sollte schon hier und da steuern, jedoch alle Eingriffe genau abwägen und minimieren. Ohne Eingriffe geht`s, wie Du oben schon schriebst, wirklich nicht.

Pompesel schrieb:
"Stimmt nur teilweise.
Der Mulm (bzw. das Leben im Mulm) ist biologisch gesehen für den Teich überlebensnotwendig. Die "optische" Aufwertung durch Entfernen des Mulms (oder auch Bodengrund genant) steht nicht im Nutzen zum biologischen Schaden. Neben der Herausfilterung der Festbestandteile über einen Filter besteht auch die Möglichkeit den Teich zu kalken. Dabei wird der Bodengrund durch Bakterien biologisch zersetzt. Das Entfernen mit Teichsaugern halte ich für die schlechteste Lösung."


Mulm
(m. e. nicht gleich Bodengrund sondern Sediment - kann später in Naturteichen bei optimaler Reduzierung zu Bodengrund werden)
ist in seiner Wirkung solange als positiv anzusehen, wie er für seine Mikrobiologie Sauerstoff zu Verfügung stellen kann. Kippt dieses System in den anaeroben Bereich ab, was ab einer gewissen Schichtstärke nicht vermeidbar ist, so kann schlimmstenfalls der Teich biologisch zusammenbrechen. Dies geschieht meistens, weil die Mulmschicht in der Tiefenzone des Teiches zu dick wurde. In diesem Bereich des Teiches stellt der Mulm aus genannten Gründen eher ein Risiko dar. Jeder, der `mal einen Teich nach 10 Jahren ohne Mulmentnahme und ohne Filteranlage gesäubert hat, weiß wovon ich rede :xx:
Die biologisch effektivsten Zonen des Teiches, auch für Mulm-Akkumullation, befinden sich in den bepflanzten Repositionszonen am Teichrand sowie in den verschiedenen Filterkammern (sofern vernünftig dimensioniert und mit Verstand bestückt und gewartet). Im Wurzelbereich der Pflanzen befinden sich sowohl aerobe als auch anaerobe Zonen ohne das die Gefahr des "Umkippens" besteht weil die Rhizome der Sumpfpflanzen hier regulierend wirken.

Das Kalken würde ich übrigens lieber den Fischwirten überlassen, die ihre geleerten Fischteiche mit Branntkalk berieseln, um sie zu desinfizieren bzw. den pH-Wert zu stabilisieren. Oder meinst Du Calziumhydrogenkarbonat, der weniger aggressiv ist und als pH-Puffer wirkt. Hat aber bakteriell keine direkten schlammreduzierenden Auswirkungen.
Ich habe `mal ein Präparat zur Schlammreduzierung einer bekannten Firma im Teich einer Bekannten ausprobiert. Da kann man sich besser den kleinen Finger in die Nase stecken, wirkt genauso...
Ein ähnliches Projekt im Münsteraner Schlossgraben ist, soweit ich weis aus Effizienzgründen abgebrochen worden.
Das beste bleibt: Verhindern von starkgründigen Schlammablagerungen im Teich. Wie? Das sollte jeder für sich entscheiden.

Pompesel schrieb:

"Nicht sekundär sondern primär.
Wichtig ist eine gute mechanische Vorabscheidung, z.B. durch ein Spaltsieb. Dabei werden die Schwebestoffe auf dem Sieb festgehalten und die sich im Wasser befindlichen Bakterien bleien auch im Wasser und gelangen so in den Filter. Das ist wichtig, damit das Filtermaterial (je nach Filterart also Schwämme, Bälle, Bürsten, Vlies, Blähton ...) nicht vorzeitig verschlammt, denn mit jeder "Entschlammung" des Filtermaterials werden wieder große Mengen Bakterien vernichtet. Jedes Reinigen des Filters ist praktisch ein negativer Eingriff in die Teichbiologie."


Halte ich für Ansichtssache. Ich würde auch einen reinen Pflanzenteich aus Gründen der Sediment-Akkumulations-Vermeidung mit einer Filteranlage unterstützend ausrüsten. Diese kann allerdings kleiner dimensioniert sein als in einem Teich mit Fischbesatz. Im Übrigen zählen auch Spaltsieb und Vortex zur Filteranlage. Und trotz deren Vorschaltung ist immer wieder bemerkenswert, wieviel Mulm sich in den Reservoirs der Filterkammern ansammelt. Und dort ist er m. E. besser aufgehoben als am Teichgrund. Wenns im Filter zuviel wird: Zugschieber ziehen, kurz laufen lassen, weiter gehts. Man muss ja nicht alle Kammern gleichzeitig entschlammen. Ist jedoch die Schicht am Teichgrund zu dick geworden, nehmen die Probleme schon andere Ausmaße an. #-o

Pompesel schrieb:

"Das ist der negative Nebeneffekt der Natur, ansonsten zeigt sie uns, was man tun und lassen soll."

Die Verlandung der Gewässer ist ein positiver und sinnvoller Effekt der Natur, denn nur so können die Sukzessionsfolgen entstehen, die unsere Landschaft so vielfältig erscheinen lassen. Die Natur besteht aus Unmengen solcher dynamischer Prozesse welche wir in unseren Hausgärten, teils aus guten Gründen, entgegentreten. Man stelle sich einen Garten vor, der der natürlichen Sukzession überlassen wäre :shock:

Ich hoffe, das der ein oder andere Teichfreund im Forum aus unserem Geschreibsel für seinen Teich etwas interessantes herausfiltern kann. Man kann über diese Themen fast endlos Philosophieren wobei man selten, wie z. B. bei Matheaufgaben, sagen kann: dies ist richtig und das dort ist falsch
Es geht eher in die Richtung: 3 Leute, 5 Meinungen :mrgreen:
Aber das ist es doch letztendlich, wovon Foren leben und was sie interessant macht.

Also lasst uns weiter Spass haben und philosophieren... \:D/ [/list]
Azubi
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BeitragDi 15 Feb, 2011 0:46
Hallo Jimmy,
der Beitrag ist zwar schon ein paar Tage alt, ich hoffe aber, du bist noch "aktiv". Du schreibst, dass du die Wand für die Scheibe gemauert hast. Wie hast Du den Übergang zur Scheibe geschaffen? Beton-Folie-Scheibe, oder hast Du einen Rahmen verwendet? Wie hast Du die Scheibe zur Folie hin abgedichtet? Was für eine Folie hast Du verwendet.
Die Idee mit der Bank hatt ich auch, Scheibe wartet nun im Frühjahr auf ihren Einbau. Gerne hätte ich den ein oder anderen Tipp, bevor ich selbst viel Lehrgeld zahle...
Und dein Teich ist soz. ein Vorbild!
Danke und Gruß

Stefan
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BeitragDi 15 Feb, 2011 15:56
Ich bin zwar nicht Jimmy, aber ich habe auch ein Fenster im Teich...;)

Am sichersten sind zwei Rahmen. Einen unter die Folie auf den Beton, darauf die Folie, dann den zweiten Rahmen auf den ersten aufflanschen und die Folie dazwischen einklemmen. Auf den zweiten Rahmen kannst du dann die Scheibe mittels Silikon kleben. ;)
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BeitragSa 24 Aug, 2013 16:32
Lady Lai hat geschrieben:Hallo Jimmy,

ich muss dich leider enttäuschen, Kreuzungen zwischen Koi(Cyprinus carpio) und Goldfisch(Carassius auratus) sind nicht möglich!
Entweder sind es Goldfische, die sich nicht umfärben(also Wildfärbung haben)oder aber du hast irgendwoher(evtl. mit Pflanzen)den Laich von Karauschen eingeschleppt.
Sind vielleicht schonmal Enten auf deinem Teich gelandet?Die schleppen auch Fischlaich mit ein!

Bist du schon in einem Teichforum?Ich kann dir ein gutes empfehlen...
Ich kenne das anders. Habe bei Wiki was entsprechendes gefunden. Auch (Carassius auratus) ist fraglich.
Innerhalb der Karauschengattung hebt sich der Giebel durch die Fähigkeit zu gynogenetischer Fortpflanzung ab. Der Giebellaich muss nicht durch den Samen eines artgleichen Männchens befruchtet werden, es genügt das in das Ei eindringende Spermium einer anderen Karpfenfischart, um die Eientwicklung anzustoßen. Zu dieser unvollkommenen Fortpflanzung sind auch die Goldfische befähigt und sie ist ein grundlegendes Instrument bei der Vermehrung sogenannter Hochzuchten (schleiferflossige Rassestandards). Letztendlich ist die Gynogenese auch der wichtigste Beleg für die Abstammung des Goldfischs.



http://de.wikipedia.org/wiki/Goldfisch

Anmerkung der Moderation
bitte auf das richtige Zitieren aus dem WWW achten, DANKE


http://green-24.de/forum/ftopic6825.html
Azubi
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BeitragRe: Unser Teich...Mo 03 Sep, 2018 14:11
Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Flusskrebsen im Teich, die Qualität ist besser geworden da die Krebse Laub usw. fressen und auch das Gleichgewicht mit Fröschen, Mücken usw. ist besser geworden.
Auch Schilf und die Verkrautung ist deutlich besser geworden --gute Tierchen :D

Meine Krebse hatte ich von Flusskrebszucht Frö***l geholt - XXX

Kann ich nur bestens empfehlen.

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