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Das Pflanzenlexikon - Steckbrief, Portrait und Pflegehinweise...
In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
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Trithrinax brasiliensis - Nadel-Palme

Sa 11 Aug, 2007 17:15



Trithrinax brasiliensis - Nadel-Palme



Im Unterschied zur Blauen Nadelpalme (Trithrinax campestris) schmückt sich die Brasilianische Nadelpalme (Butia brasiliensis), eine in Europa selten kultivierte Palmen-Rarität, mit sattgrünen Blättern ober- wie unterseits. Der Stamm ist mit einem braunen Fasergeflecht besetzt, das in jungen Jahren dornenlos, später bewehrt ist. Die Blätter sind fest und werden auch an zugigen Plätzen nicht von Windböen eingerissen. Die Blattspitzen sind dafür weniger gehärtet und im Vergleich zur Blauen Nadelpalme beinahe schon als -weich- zu bezeichnen. Da er leichten Frost verträgt, kann dieser Neuzugang in unserem Sortiment jährlich eine lange Freilandsaison genießen, gibt aber auch einen attraktiven Dauergast in lichtreichen Wintergärten ab. Egal, ob draußen oder drinnen: mit Schädlingen werden Sie bei diesen festblättrigen Pflanzen keinen Ärger haben.

Info: Rarität; langsamer bis mäßiger Wuchs; formschöne & feste Fächerwedel; robust & pflegeleicht

Verwendung: von April/Mai bis Oktober im Freien in Topfgärten (Balkon, Terrasse, Garten) mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in lichtreichen Wintergärten

Pflegehinweise:

Standort im Sommer: Vollsonnig bis sonnig. Nadelpalmen in Töpfen beim Ausräumen im Frühjahr nicht sofort vollsonnig stellen, da sie nach den lichtarmen Wintermonaten keine UV-Strahlung gewöhnt sind und die Blätter "verbrennen" könnten - sichtbar an braunen, unregelmäßige Flecken. Gewöhnen Sie die Palmen etwa 10 Tage an beschatteten Plätzen ein, bevor sie an ihren endgültigen Standort kommen.

Standort im Winter: Hell bei 8 °C (+/- 8). Kurzzeitiges Temperaturminimum -10 °C.

Pflege im Sommer: Gießen Sie Nadelpalmen bei jedem Durchgang durchdringend, damit die Töpfe bis zum Grund nass werden. Dann aber wartet man ab, bis die Erde wieder vollständig abgetrocknet ist. Das kann in heißen Sommerwochen bereits ein bis drei Tage später, in den Übergangsjahreszeiten erst nach Wochen der Fall sein. Die Gießmenge und der Gießrhythmus schwanken sehr stark mit der Topf- und Pflanzengröße. Geben Sie von April bis September ein Mal im Monat Volldünger (flüssig, wasserlösliche Pulver, Stäbchen u.ä.) oder stickstoffbetonten Dünger für Grünpflanzen mit ins Gießwasser.

Pflege im Winter: Für Nadelpalmen in Töpfen auch im Winter den Wechsel aus feucht und trocknen beibehalten, aber die Gießabstände erhöhen, da das Substrat vor allem bei kühlen Winterquartieren sehr langsam abtrocknet. Ausgepflanzte Nadelpalmen im Garten überdachen, damit sie vor Niederschlägen geschützt sind. Die Seiten bleiben zu Belüftung offen, damit sich keine Pilze oder Schimmelsporen ansiedeln können.

Schnitt: Kappen Sie bei Palmen niemals die Spitze, da hier der einzige Vegetationspunkt sitzt. Schneiden Sie eingetrocknete Blätter möglichst erst dann ab, wenn sie ganz eingetrocknet sind und die Pflanzen somit alle Reservestoffe aus den Blättern abgezogen haben. Es sollte stets ein Stück des Blattstiels stehen bleiben, damit die Stämme dick und gleichmäßig aussehen.

Substrat: Nadelpalmen schätzen grobkörnige, z. B. mit Lavagrus, Blähtonbruch oder Kies durchmischte Erde, die zugleich etwas Lehm und Humus enthält. Reiner Torf ist völlig ungeeignet, ebenso reine Humuserde, die sich in Kürze zersetzt und sackt. Verwenden Sie für Palmen möglichst hohe Töpfe, da Palmenwurzeln in die Tiefe streben und sich sonst rasch aus ihren Gefäßen "hochdrücken".

Gesundheit: Bei wiederholtem Ausdörren der Erde über lange Zeit Befall mit Spinnmilben möglich, ebenso im Winter bei trockener Heizungsluft. Vorbeugend hilft bei einem Dauerplatz unter Glas ein regelmäßiges Besprühen oder Überbrausen der Blätter. Im Winter sind Schild- oder Wollläuse möglich, die sich abwischen oder mit einer Spritus-Schmierseifen-Lösung abwehren lassen (1 Liter Wasser + 20 ml Brennspiritus + 20 ml Schmierseife).

Verwendung: Von April bis Oktober im Freien (Balkon/Terrasse/Garten) mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in unbeheizten oder beheizten Wintergärten, Wohn- oder Büroräumen; ausgepflanzt im Garten


Kurzbrief:

Familie: Arecaceae
Herkunft: Süd-Amerika (Brasilien)
Zone: 9-11
Temperaturminimum: -8 °C
Überwinterung: 10 (±5)°C, hell
Blüte: Frühsommer, gelb, duftend
Früchte: gelbe Beeren
Wuchsform: Palmen
Höhe: 1,5-4 m
Standort: vollsonnig bis halbschattig


Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de

Bilder
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