Theobroma cacao - Kakao

 
Nebet Wadjet
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Theobroma cacao - Kakao

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Gepostet: 26.01.2007 - 16:55 Uhr  ·  #1
Theobroma cacao - Kakao


Deutscher Name: Kakao
Wissenschaftlicher Name: Theobroma (aus dem Altgriechischen "Speise der Götter") cacao
Familie: Malvaceae (Malvengewächse), früher: Sterkuliengewächse

Lokale Namen: Engl.: chocolate tree, Span.: cacao, cacao dulce, Franz.: cacao
Pflanzengruppe: Baum

Herkunft und Verbreitung: ursprünglich aus dem Tiefland des Orinoko und den Westindischen Inseln, heute vom südlichen Mexiko bis ins nördliche Südamerika verbreitet.

Habitus: immergrüner Baum mit breiter Krone, kann 8 - 15 m hoch werden;


Laub: wechselständig angeordnet, dünn, fast pergamentartig, lanzettförmig oder elliptisch, frisch ausgetriebene Blätter können leicht rötlich sein;
Blüte: klein, weiß-gelblich, geruchlos, sie entstehen an kleinen Büscheln direkt aus dem Stamm und den Ästen wachsend (Kauliflorie)

Frucht: eiförmig, länglich, 15 - 30 cm lang, zuerst grün
unreife Früchte am Kakaobaum
, bei Reife gelb, braun oder rötlich verfärbt, im Inneren Fruchtfleisch weiß, sehr süß mit 30 - 60 bräunlich-violetten oval-runden Samen
Samen, die das Keimen beginnen:


Verwendung: aus den Samen wird Kakaopulver, Kakaobutter und Schokolade hergestellt, das Fruchtfleisch wird als Frischobst gegessen, man kann daraus auch Süßspeisen und Getränke herstellen;
Weiterverarbeitung der Samen: nach der Ernte wird das Fruchtfleisch entfernt, die Samen werden bei ca. 45 °C fermentiert, dieser Oxidationsprozeß ist für die Geschmacksentwicklung des Kakaos entscheidend, anschließend werden die Samen getrocknet, bei 90 - 140°C geröstet und gemahlen. Die Hälfte davon wird zu Kakobutter abgepreßt, die dann auch hauptsächlich zur Weiterverarbeitung für Schokolade und Pralinen verwendet wird.
Vermehrung: aus frischen Samen oder durch Markottierung

Aussaat: ganzjährig möglich, aber nur frische Samen verwenden

Weiterkultur: Temperaturen dürfen sommers wie winters nicht unter 20 °C fallen, besonders der Wurzelballen ist empfindlich, im Winter kann man den Kakao auf eine Heizmatte, Fußbodenheizung oder Fensterbrett über der Heizung stellen, jedoch sollte auf eine hohe, gleichmäßige Luftfeuchtigkeit von mindestens 70% geachtet werden, höher ist auf jeden Fall besser!
Standort: in einem warmen Gewächshaus, vor direkter Sonneneinstrahlung schützen (ist ein Unterholzgewächs der tropischen Wälder S- und Mittelamerikas, braucht Schattierung)

Substrat: Einheitserde vermischt mit Torf, gute Wasserdurchlässigkeit
Gießen/Düngen: nur mit Regen- oder abgestandenen Mineralwasser, da empfindlich auf kalkhaltiges Wasser, keine Staunässe darf entstehen, düngen mit organischem Dünger von März bis November.

Überwinterung: warm, nicht unter 20°C Luft- und Bodentemperatur, hohe Luftfeuchtigkeit

Weitere Arten: Theobroma bicolor (Früchte mit netzartiger Oberfläche, aus Zentralamerika), Theobroma angustifolia (Früchte mit rostfarbenem Flaum, aus Zentralamerika), Theobroma grandiflorum (große, hartschalige Früchte, aus Brasilien und Kolumbien)
Pearl Of Green
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Herkunft: Bad Schwartau USDA 7b, 8 m ü. NN
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Betreff:

Theobroma cacao - Kakao

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Gepostet: 11.08.2007 - 00:42 Uhr  ·  #2
Theobroma cacao - Kakao


Kakao liebt jedes Kind als Getränk oder Schokolade. Einen Kakao-Baum zu Hause zu haben, ist ein tolles Erlebnis für Jung und Alt, zumal sich die Tropenpflanzen mit rot-orange gefärbten, jungen Blättern im Austrieb von ihrer attraktiven Seite zeigen. Kakaobäume verzweigen sich etagenförmig, wachsen langsam und erreichen hierzulande selten mehr als 2-3 m. Auch die weißen Blüten sind etwas Besonderes, denn sie entspringen direkt den Stämmen (Kauliflorie), ebenso die bis zu 30 cm langen Kakao-Früchte (Schoten), deren Schale zur Vollreife leuchtend rotbraun gefärbt ist. In ihnen sind die Samen enthalten, die man Kakao-Bohnen nennt. Sie werden fermentiert, getrocknet, geröstet, gemahlen und kommen bei uns als Kakaopulver in den Handel. Die je nach Überwinterungstemperatur weitghend immergrünen Blätter sind weich und nach dem rötlichen Austrieb hellgrün, später dunkelgrün gefärbt. Kakaobäume sind ausgesprochene Tropenkinder, die heute vor allem in Südamerika kultiviert werden. Die Luftfeuchte sollte konstant über 70% betragen, die Temperatur nicht längerfristig unter +15 °C sinken, sonst bilden sich braune Blattränder oder -spitzen.

Info: weltweit bekannte Nutzpflanze (Kakaobäume); klein- und langsamwüchsig; attraktiver rötlicher Austrieb der Blätter

Verwendung: ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder lichtreichen Wohnräumen

Pflegehinweise:

Standort im Sommer: Sonnig bis halbschattig, warm, aber nicht überhitzt. Ein konstanter Zuwachs und beste Pflanzengesundheit ist bei ganzjährigem Stand unter Glas zu erwarten.

Standort im Winter: Hell bei 20 °C (+/- 5) °C. Blattschäden und -fall bei Lichtmangel oder Unterkühlung. Neuaustrieb ab April/Mai, je nach Überwinterung. Kurzzeitiges Temperaturminimum 5 °C.

Pflege im Sommer: Achten Sie auf eine möglichst gleichmäßige Bodenfeuchte, aber vernässen Sie die Erde nicht. Der Bedarf ist aufgrund des geringen Wachstums, aber der weichen, dünnen Blättern mäßig bis hoch, der Nährstoffbedarf mäßig: Düngen Sie alle 10 bis 14 Tage von April bis September mit Volldünger (flüssig, wasserlösliche Pulver, Stäbchen u.ä.).

Pflege im Winter: Gleichmäßige Bodenfeuchte beibehalten, Gießmenge und -häufigkeit aber an die Winterruhe und den damit verbundenen, deutlich geringeren Bedarf anpassen, vor allem bei Blattfall.

Schnitt: Unserer Erfahrung nach entwickeln sich die ohnehin langsamwüchsigen Pflanzen ungeschnitten am besten. Möchten Sie schneiden, dann am Ende der Winterruhe.

Substrat: Kakaobäume wachsen unter hiesigen Klimabedingungen langsam heran. Deshalb ist meist nur alle zwei bis drei Jahre ein neues Gefäß nötig, das nur wenig größer sein sollte als das alte. Hochwertige Kübelpflanzenerde zeichnet sich durch grobkörnige Anteile (z.B. Lavagrus, Blähton, Kies) aus, die sie locker und luftig hält. Ausgewogene Humusanteile garantieren, dass Wasser- und Nährstoffe in größeren Mengen gespeichert werden können. Hohe Torfanteile sind kein Qualitätsmerkmal.

Gesundheit:
In der Regel schädlingsfrei, in seltenen Fällen Befall mit Schildläusen im Winter. Probleme rühre zumeist von zu kalten Plätzen oder übertriebenen Wassergaben mit folgenden Wurzelschäden im Winter oder zu heißen Standorten im Sommer her.

Verwendung: Ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder lichtreichen, großen Wohnräumen; bedingt von Mai bis September im Freien an geschützten Plätzen mit Winterquartier im Haus.

Kurzbrief:

Familie: Sterculiaceae
Herkunft: Mittel- und Süd-Amerika
Zone: 10-12
Temperaturminimum: 5 °C
Überwinterung: 20 (±5)°C, hell
Blüte: Sommer, weiß, stammblütig
Früchte: Nüsse
Wuchsform: kleiner Baum
Höhe: 1,5-3 m
Standort: sonnig bis halbschattig

Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de
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