Spinnmilben an Marante - Pflanzenkrankheiten & Schädlinge - GREEN24

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Spinnmilben an Marante

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
Azubi
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BeitragSpinnmilben an MaranteSo 03 Jan, 2021 21:58
Hallo zusammen
ich habe gerade eben folgendes festgestellt.
Habe vorhin meine Maranten angeschaut, und ein Exemplar hatte - wie es Nachts eben üblich ist - ihre Blätter hochgeklappt, ausser einem einzigen Blatt. Das hat mich etwas verwundert, also habe ich mir dieses genauer angesehen. Der Blattrand war an einigen Stellen gelb, und im gelben Bereich waren kleine Schwarze Punkte ersichtlich. Auf der Blattoberseite in der Mitte des Blattes bei dieser Hauptader waren kleine weisse Viecher, die da herum gerannt sind. Auf der Unterseite ebenso.
Ich habe ein Photo zu machen versucht, aber meine Kamera ist zu schlecht und die Viecher zu klein.
Ich konnte sie aber mit einer Lupe betrachten. Sie sind weiss und circa 0.8mm lang.
Spinnennetze konnte ich keine irgendwo erkennen, aber Maranten sind ja angeblich anfällig für Spinnmilben, also könnten diese kleinen weissen Dinger Spinnmilben sein?
Ich habe dann in Panik sofort alle anderen Blätter untersucht und lustigerweise keinen Befund gehabt, nur auf diesem Blatt. Ich habe es dann sofort abgeschnitten (war das unnötig?) und entsorgt. (dummerweise kein Bild gemacht)

Wie sicher kann ich herausfinden, was es für Schädlinge sind? und, angenommen es sind Spinnmilben, wie werde ich sie am sichersten los? In der Dusche absprühen scheint mir nicht so praktikabel, denn da lässt es sich ja nicht vermeiden dass die Erde nass wird - und ich habe sehr schlechtes Wasser (zu hart), das wird die Pflanze nicht mögen.
Kann ich irgend ein anderes universelles Mittel einsetzen?

Interessant wäre noch zu wissen, woher die Dinger kommen? Vor einer Woche war die Pflanze noch in Ordnung und ich war in der Zwischenzeit im Urlaub, d.h. gar nicht in der Wohnung (Pflanze steht in der Selbstbewässerung).
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BeitragRe: Spinnmilben an MaranteSo 03 Jan, 2021 22:09
Schau doch mal hier makroaufnahmen-von-verschiedenen-schaedlingen-nur-bilder-t11700.html#p125412 die Bilder durch, es sind Spinnmilben dabei, und vergleiche mit dem, was du unter deiner Lupe gesehen hast.
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BeitragRe: Spinnmilben an MaranteSo 03 Jan, 2021 22:43
Hi Gudrun,
ja, das habe ich bereits gemacht. 100%ig sicher kann ich es nicht sagen. Die Dinger könnten Springschwänze oder Spinnmilben sein, die Photos passen irgendwie beide.
Wobei meines Wissens nach die Springschwänze kein Problem wären. Also tendentiell zu 90% sicher sind es Spinnmilben. Die anderen Bilder passen gar nicht.
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BeitragRe: Spinnmilben an MaranteMo 04 Jan, 2021 15:21
Hallo

Springschwänze finden sich in/auf der Erde, nicht an den Blättern. Sonst hilft Beine zählen: Milben sind Spinnentiere. :wink:

LG
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BeitragRe: Spinnmilben an MaranteMo 04 Jan, 2021 22:05
Hi Vroni
ok da war ich nicht sicher.
Beinchen zählen konnte ich nicht so gut. Habe zwar eine gute Lupe. Aber das Tierchen war einfach zuu klein!
Aber es hat bei meiner Pflanze so ähnlich ausgesehen wie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=PJDLK7Tc8q0

allerdings waren es nicht ganz so viele Viecher, sondern nur beim Blattstiel ganz unten jeweils ein paar. Aber ich hatte definitiv ähnliche solche Strukturen auf der Blattunterseite.
Ich habe jetzt genau das selbe gemacht wie in dem Video:

ich habe eine kleine Sprühflasche mit einem Gemisch aus Isopropanol und Wasser mit einem Spritzer Spülmittel befüllt. Ich habe jedes einzelne Blatt mit dem Gemisch eingesprüht und mit einem Schwamm abgewaschen, dabei konnten alle die Tierchen und diese Strukturen entfernt werden. Spinnennetze habe ich allerdings in der Tat nicht festgestellt, daher trotz allem meiner Meinung nach keine 100%ige Sicherheit, dass es wirklich Spinnmilben sind - aber der Schluss liegt wohl nahe, zumal diese Pflanzenart ja für Spinnmilben anfällig ist.

Nach dem Einsprühen und Abwischen mit dem Schwamm habe ich noch mit einem Microfasertuch nachgewischt damit alles wieder trocken ist. Den ursprünglichen Standort, wo der Topf mit der Pflanze drin sich befand, habe ich ebenfalls mit Isopropanol abgewischt.

Ich hoffe, das Mittel wirkt und die Dinger sind jetzt tot. Ich weiss allerdings noch nicht, welchen Effekt es hat, wenn allenfalls von dem Alkohol/Seifengemisch einzelne Tropfen auf die Erde gelangten. Ich hoffe es ist nicht tödlich für die Pflanze. Ich weiss auch nicht, ob wirklich alle Tierchen am Schwamm haften geblieben sind, oder ob allenfalls einzelne auf die Erde gefallen sind. Andererseits sollten die ja durch das Mittel eliminiert worden sein.

Ich habe mit der Behandlung gewartet, bis die Pflanze im "Schlafmodus" war und ihre Blätter hochgeklappt hat, das hat eigentlich recht gut funktioniert :-) ich glaube auch, für den Moment hat die Behandlung die Pflanze noch nicht so sehr gestresst, die Blätter sind nach wie vor in der Schlafstellung, also vermutlich soweit alles OK. Morgen früh wird es sich dann schon zeigen. Das Blatt, welches grade im Neuaustrieb ist, konnte ich allerdings nicht behandeln, weil dieses noch eingerollt ist :-(

Ich werde weiter berichten und freue mich auch noch über weitere Inputs. Wie lange sollte ich warten, um zu beurteilen, ob die Behandlung erfolgreich war?
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BeitragRe: Spinnmilben an MaranteDi 05 Jan, 2021 13:56
Also, wenn die Tierchen wirklich ca. 0.8mm lang sind, dann würde ich eher nicht auf Spinnmilben tippen weil die ja eigentlich kleiner sind. Sollten es doch Spinnmilben (gewesen) sein, dann muss ich dich etwas entmutigen. Meine Marante hatte auch Spinnmilben, und trotz langer und mehrfacher Behandlung kamen die immer wieder, und so musste ich die Pflanze am Ende leider entsorgen. Die Art und Weise wie die Pflanze wächst und sich die Blätter ausrollen bietet einfach diesen Mistviechern zu viele Ritzen so dass man sie praktisch nicht losbekommt. Es gibt ja noch die Möglichkeit mit der Plastiktüte und der hohen Luftfeuchtigkeit, ansonsten würde ich die Pflanze weiterhin regelmäßig besprühen auch wenn man auf den ersten Blick keine Tierchen sieht. Wichtig auch, dass man die Pflanze isoliert stellt, so dass man vielleicht am Ende diese Pflanze verliert aber die anderen in der Wohnung Spinnmilbenfrei bleiben.
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BeitragRe: Spinnmilben an MaranteMi 06 Jan, 2021 21:12
Ich muss meinen letzten Beitrag nun doch nochmals relativieren. Ich hatte aus Neugierde mal auf Wiki geschaut wie groß Spinnmilben eigentlich werden können, und da steht...
Spinnmilben haben eine mehr oder weniger ausgeprägte birnenförmige Gestalt und erreichen eine Körperlänge von 0,25 bis 0,8 mm.
D. h. die 0.8mm wären dann schon möglich, auch wenn es die Maximalgröße ist. Wenn sich Spinnmilben auf meinen Pflanzen niederlassen sind die immer kleiner was natürlich daran liegen kann, dass ich einen Befall in der Regel schnell entdecke und die Krabbler sich nicht lange an meinem Grünzeug den Bauch vollschlagen können.
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BeitragRe: Spinnmilben an MaranteDo 07 Jan, 2021 16:30
Hallo zusammen

(Spinn-)Milben gibt es ja bei Leibe nicht nur eine Art. Da sind nicht nur die Grösse unterschiedlich, sondern z.B. auch das Verhalten. Manche spinnen fleissig recht dichte, gut sichtbare Gewebe, andere tun es nur wenig und wieder andere überhaupt nicht. Dass man an einer Pflanze keine Gewebe entdeckt, heisst also überhaupt nicht, dass die Pflanze nicht von Milben befallen sein kann.

Die Beschreibung des Threaderstellers klingt durchaus nach Milben, und wie er richtig schreibt, sind Marantaceae beliebt bei diesen Viechern.

Es gibt übrigens keine Garantie, dass ein beseitigter Befall nun Befallsfreiheit bedeuten. Die Tierchen verbreiten sich gerne überall hin – bei mir krochen sie vor vielen Jahren mal von einer Goeppertia zebrina auf die Sofalehne und krabbelten da munter herum, bis ich es endlich merkte … :oops: – und kommen dann irgendwann wieder irgendwo her angekrochen. Es ist wie mit den meisten Lästlingen: Sie sind Teil unserer Umgebung, und wenn sich ein schwächliches Opfer zeigt, wird es in Beschlag genommen. Was wir Pflanzenpflegende tun können: Den Pflanzen die bestmöglichen, artgerechtesten Bedingungen schaffen und die Augen offen halten, um im Notfall frühzeitig helfen zu können.

LG
Vroni

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