Anmelden
Switch to full style
Steckbrief, Beschreibung und Pflegehinweise ...

Worum geht es hier:

Das Pflanzenlexikon - Steckbrief, Portrait und Pflegehinweise...
In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
Thema gesperrt

Rhapidophyllum hystrix - Nadelpalme

Do 09 Aug, 2007 14:18



Rhapidophyllum hystrix - Nadelpalme

Nadelpalmen (Rhapidophyllum hystrix) sind kleinwüchsige Vertreter der großen, internationalen Palmen-Familie und erreichen selbst in hohem Alter gerade einmal 2 m. In Kultur bilden sie kurze Stämme, aus denen langstielige, tief eingeschnittene Fächerwedel emporwachsen. Sie färben sich in sonniger Lage blaugrün, in unserem Klima meist grün. Ihre einzelnen Blattspitzen sind abermals geteilt und erinnern an zwei Finger. Den Namen Nadelpalme klärt ein Blick auf die Stämme, die mit dunkelbraunen, gut 20 cm langen Stacheln besetzt sind. Die leider an ihren Naturstandorten (z. B. Florida) ebenso wie in Kultur seltenen Palmen Palmen wachsen extrem langsam. Zugleich sind sie als Zierpflanzen ausgesprochen begehrt, da ihr eine für Palmen erstaunliche Frosthärte (Winterhärtezone 7) zugeschrieben wird und man sie hierzulande mit Winterschutz in den Garten pflanzen kann. Leider gelingt es uns nur gelegentlich, diese seltenen Palmen anzubieten. Bitte fragen Sie bei Interesse per mail bei uns an.

Info: klein- und langsamwüchsige Palme; auffällig bewehrt; immergrün; frosttolerant

Blüte: -

Früchte: -

Wuchsform: Palme

Höhe: 0,5-1,5; sehr langsam- und kleinwüchsig

Familie: Arecaceae

Pflegeanleitung:

Herkunft/Klimazone: Nord-Amerika, Zone 7-10.

Standort im Sommer: Vollsonnig bis sonnig. Nadelpalmen beim Ausräumen im Frühjahr nicht sofort vollsonnig stellen, da sie nach den lichtarmen Wintermonaten keine UV-Strahlung gewöhnt sind und die Blätter "verbrennen" könnten - sichtbar an braunen, unregelmäßige Flecken. Gewöhnen Sie die Palmen etwa 10 Tage an beschatteten Plätzen ein, bevor sie an ihren endgültigen Standort kommen.

Standort im Winter: Hell bei 8 °C (+/- 5). Kurzzeitiges Temperaturminimum -15 °C. Im Garten ausgepflanzte Nadelpalmen überdachen, damit die Stammspitzen und Wedel vor Niederschlägen geschützt sind. Die Seiten bleiben offen, damit für Belüftung gesorgt ist. Alternativ kann man die Wedel im Winter vor Einsetzen des Dauerfrosts nach oben zusammenbinden und locker in Vlies oder Bastmatten hüllen. Da hier jedoch nur ein geringer Luftaustausch stattfindet und Lichtmangel herrscht, sollte man die Zeitspanne möglichst knapp halten (z. B. wetterabhängig nur von Januar bis März).

Pflege im Sommer: Gießen Sie Nadelpalmen bei jedem Durchgang durchdringend, damit die meist dicht durchwurzelten Töpfe bis zum Grund nass werden. Dann aber wartet man ab, bis die Erde wieder vollständig abgetrocknet ist. Das kann in heißen Sommerwochen bereits ein bis drei Tage später, in den Übergangsjahreszeiten erst nach über einer Woche - oder mehr - der Fall sein. Die Gießmenge und der Gießrhythmus schwanken sehr stark mit der Topf- und Pflanzengröße. Geben Sie von April bis September 14-tägig Volldünger (flüssig, wasserlösliche Pulver, Stäbchen u.ä.) oder stickstoffbetonten Dünger für Grünpflanzen mit ins Gießwasser. Alternativ streut man im April und Juni Langzeitdünger.

Pflege im Winter: Für Nadelpalmen auch im Winter den Wechsel aus feucht und trocknen beibehalten, aber die Gießabstände erhöhen, da das Substrat vor allem bei kühlen Winterquartieren sehr langsam abtrocknet.

Schnitt: Kappen Sie bei Palmen niemals die Spitze, da hier der einzige Vegetationspunkt sitzt. Schneiden Sie braune Blätter möglichst erst dann ab, wenn dies ganz eingetrocknet sind und die Pflanzen somit alle Reservestoffe aus den Blättern abgezogen haben.

Substrat: Nadelpalmen schätzen grobkörnige, z. B. mit Lavagrus, Blähtonbruch, grobem Sand oder Kies durchmischte Erde, die zugleich etwas Lehm und Humus enthält. Reiner Torf ist völlig ungeeignet, die sie sich in Kürze zersetzt und sackt. Verwenden Sie für Palmen möglichst hohe Töpfe, da Palmenwurzeln in die Tiefe streben und sich sonst rasch aus ihren Gefäßen "hochdrücken".

Gesundheit: Bei wiederholtem Ausdörren der Erde über lange Zeit Befall mit Spinnmilben möglich, ebenso im Winterquartier bei trockener Heizungsluft. Vorbeugend hilft bei einem Dauerplatz unter Glas ein regelmäßiges Besprühen oder Überbrausen der Blätter. Im Winter sind Schild- oder Wollläuse möglich, die sich abwischen oder mit einer Spiritus-Schmierseifen-Lösung abwehren lassen (1 Liter Wasser + 20 ml Brennspiritus + 20 ml Schmierseife).

Verwendung: Von April bis Oktober im Freien (Balkon/Terrasse/Garten) mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in unbeheizten oder beheizten Wintergärten, Wohn- oder Büroräumen; ausgepflanzt im Garten (mit Nässeschutz)

Kurzbrief:

Familie: Arecaceae
Herkunft: Nordamerika (USA: Südosten, Florida)
Zone: 7-10
Temperaturminimum: -15 °C
Überwinterung: 8 (±5)°C, hell
Blüte: -
Früchte: -
Wuchsform: Palme
Höhe: 0,5-1,5 m
Standort: vollsonnig bis sonnig

Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de

Bilder
rhapidophyllum_hystrix_3_-_010806.jpg
rhapidophyllum_hystrix_1_-_221006.jpg
Thema gesperrt