Adventskalender 2011 - Advent & Weihnachten - GREEN24

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Adventskalender 2011

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Nebet Wadjet
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BeitragAdventskalender 2011Fr 02 Dez, 2011 20:53
Als kleine Einstimmung auf die Adventszeit.... für den

1. und 2. Dezember

Wisst Ihr eigentlich, woher der Rauschgoldengel kommt?

Einer Legende zufolge soll er im 17. Jahrhundert in Nürnberg erfunden worden sein. Ein bekannter Handwerksmeister, ein Holzschnitzer, konnte den plötzlichen Tod seiner geliebten Tochter nicht verwinden. Eines Nachts träumte er von ihr und sah sie als wunderschönen Engel. Am nächsten Tag setzte er sich hin und schnitzte einen hölzernen Engelskopf. Das Gewand und ihre Engelshaube stellte er aus dünn gewalztem Messingblech, dem so genannten Rauschgold, her.
Die Leute waren von diesem Engel so begeistert, dass er als bald sehr viele von seinen Rauschgoldengel Bilder und Fotos zu Rauschgoldengel bei Google. n fertigte.
Und die sind bis heute äußerst beliebt im Frankenland.
Sie werden übrigens an der Spitze eines fränkischen Christbaumes befestigt.

Und in meinem nächsten Beitrag in diesem Thread erzähle ich Euch eine andere Brauchtumsgeschichte aus meiner Heimat.......
Zuletzt geändert von Mara23 am So 04 Dez, 2011 21:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Nebet Wadjet
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BeitragSa 03 Dez, 2011 10:59
3. Dezember

Kennt Ihr eigentlich den ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands?
Der Christkindlesmarkt in Nürnberg


Den wohl berühmtesten Weihnachtsmarkt in Deutschland, wenn nicht sogar in der ganzen Welt, kennt fast jeder. Entweder war man schon selbst da, ist durch die Budenstadt gewandert und hat den guten Heidelbeerglühwein probiert und die "Dra im Weckla" - drei Nürnberger Bratwürste im Brötchen- gegessen, man kennt ihn aus Erzählungen der zahlreichen Besucher oder hat sich die Berichte in den Medien angesehen.

Umstritten ist, seit wann es ihn eigentlich gibt.
In einem Bericht von 1697 des Altdorfer Universitätsprofessors Christoph Wagenseil liest man:
"Einige Tage vor dem Fest, an dem die protestantischen Kirchen fromm die Menschwerdung des Herrn Christus feiern, wird auf dem hiesigen Marktplatz ein Markt gehalten, der "des Kindleins Markt" oder vollständiger der "Christkindlesmarkt" gewöhnlich genannt wird."
Wenn man die Stadtarchive durchgeht, gab es schon spätestens ab 1500 immer wieder Märkte zu dieser Zeit des Jahres, auf denen allerlei Schmuck und Tand verkauft wurde.
Und nachdem Nürnberg als eine der ersten freien Reichsstädte 1525 evangelisch geworden war, änderte sich auch die Sitte des Schenkens. Die Geschenke wurden den Kindern nun nicht mehr an Neujahr oder am Nikolaustag (6. Dezember) überreicht, sondern zwischen dem 23. und 26. Dezember, wenn das Christkind kam. Das geht übrigens zurück auf Martin Luther, der diesen Brauch einführte.

Fast seit Anfang an war es nur 140 Personen erlaubt, Buden auf dem Christkindlesmarkt aufzustellen und dort ihre Waren zu verkaufen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das Recht darauf vererbt sich mittlerweile über die Generationen innerhalb einer Familie.
Natürlich hat sich im Laufe der Zeit das Angebot der Waren deutlich verändert.
Eine Liste von 1737 belegt, dass auf dem Christkindlesmarkt Alabasterer (die stellten Puppengeschirr und Figuren aus weißem Stein her), Bürstenbinder, Drechsler, Goldschmiede, Buchmacher, Haubenmacher, Messerschmiede, Heftleinmacher (die fertigten kleine Nadeln an), Porzellanhändler, Spiegler und viele mehr ihre Waren feilboten.
Besonders begehrt waren zu allen Zeiten die Zwetschgamännli ( Zwetschgenmänner Bilder und Fotos zu Zwetschgenmänner bei Google. ).

Und nicht zu vergessen das Nürnberger Christkind Bilder und Fotos zu Nürnberger Christkind bei Google. , das jedes Jahr mit seinem Prolog auf der Empore der Frauenkirche den Markt am Freitag vor dem ersten Advent eröffnet.
Nürnberger Christkind kann man übrigens nur werden, wenn man zwischen 16 und 19 Jahren alt ist und in Nürnberg geboren wurde. Alle zwei Jahre gibt es ein neues Christkind.

Und schließen möchte ich mit den Worten des Christkindes:

Ihr Herrn und Frau'n, die Ihr einst Kinder wart,
Ihr Kleinen, am Beginn der Lebensfahrt,
Ein jeder, der sich heute freut und morgen wieder plagt:
Hört alle zu, was Euch das Christkind sagt!

In jedem Jahr, vier Wochen vor der Zeit,
Da man den Christbaum schmückt und sich aufs Feiern freut,
Ersteht auf diesem Platz, der Ahn hat´s schon gekannt,
Was Ihr hier seht, Christkindlesmarkt genannt.
Dies Städtlein in der Stadt, aus Holz und Tuch gemacht,
So flüchtig, wie es scheint, in seiner kurzen Pracht,
Ist doch von Ewigkeit. Mein Markt bleibt immer jung,
Solang es Nürnberg gibt und die Erinnerung.

Denn alt und jung zugleich ist Nürnbergs Angesicht,
Das viele Züge trägt. Ihr zählt sie alle nicht!
Da ist der edle Platz. Doch ihm sind zugesellt
Hochhäuser dieses Tags, Fabriken dieser Welt,
Die neue Stadt im Grün. Und doch bleibt´s alle Zeit,
Ihr Herrn und Frau´n: das Nürnberg, das Ihr seid.
Am Saum des Jahres steht nun bald der Tag,
An dem man selbst sich wünschen und andern schenken mag.

Doch leuchtet der Markt im Licht weit und breit,
Schmuck, Kugeln und selige Weihnachtszeit,
Dann vergesst nicht, Ihr Herrn und Frau´n und bedenkt,
Wer alles schon hat, der braucht nichts geschenkt.
Die Kinder der Welt und die armen Leut',
Die wissen am besten, was Schenken bedeut´t.

Ihr Herrn und Frau´n, die Ihr einst Kinder wart,
Seid es heut´ wieder, freut Euch in ihrer Art.
Das Christkind lädt zu seinem Markte ein,
Und wer da kommt, der soll willkommen sein.


Text: Friedrich Bröger

Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne Adventszeit.... wenn Ihr in die Nähe von Nürnberg kommt, dann besucht ihn- den berühmtesten Weihnachtsmarkt, den Christkindlesmarkt von Nürnberg.
Zuletzt geändert von Mara23 am So 04 Dez, 2011 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragSo 04 Dez, 2011 1:05
Hallo Mara, sehr interessant! Schön, dass du uns etwas über dieses Brauchtum erzählst.
Wir waren heute zum Striezelmarkt in Dresden. Wirklich sehr schön und zu empfehlen. Außerdem gibt es in Dresden noch einen Mittelalter-Weihnachtsmarkt. Den haben wir natürlich auch besucht, da wir uns hobbymäßig etwas mit dem Mittelalter beschäftigen.
Vor allem die Mittelalter-Rockbands haben es uns angetan. (z.B. In Extremo, Subway To Sally, Schandmaul, Schelmish, Dunkelschön, Nachtgeschrei,...)Gestern waren wir z. B. zum Konzert von "Saltatio Mortes" in Dresden. (meine Tochter studiert dort)


Übrigens habe ich mir letztes Jahr einen Adventskalender mit exotischen Sämereien selbst gekauft.
Dieses Jahr bekam ich einen Tee-Kalender von einem meiner Kunden geschenkt.

Anmerkung der Moderation:
Beiträge wurden zusammengefügt. Bitte verwende doch auch du, den gelben Stift oben rechts zum Editieren! Das wäre ehrlich supertoll! 8-[
Bilder über Adventskalender 2011 von So 04 Dez, 2011 1:05 Uhr
Dresden,2.12 (9).jpg
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BeitragSo 04 Dez, 2011 11:14
Dankeschön!! Das ist ein sehr schöner Markt in Dresden!!! Und ein tolles sehr stimmungsvolles Foto.

4. Dezember

Wer war eigentlich die Heilige Barbara und was hat es mit den Barbarazweigen auf sich?

Im dritten Jahrhundert nach Christus soll in Nikomedia (eine kleinasiatische Stadt, in der heutigen Türkei Izmit) eine christliche Jungfrau namens Barbara gelebt haben. Sie weigerte sich standhaft ihren Glauben und ihre Keuschheit für Gott aufzugeben und wurde deswegen von ihrem eigenen Vater enthauptet.
Sie gehört zu den Vierzehn Nothelfern und ist unter anderem die Schutzpatronin der Bergleute, Geologen, Schmiede, Zimmerleute, Steinmetze, Maurer, Dachdecker und Elektriker. Außerdem wird sie in Gebeten gegen Feuergefahr, Pest, Fieber, Gewitter und plötzlichen Tod angerufen. Dargestellt ist sie oft mit einem Turm im Arm, der darauf hinweisen soll, wie standhaft sie in ihrem Glauben war.
Ihr Gedenktag ist der 4. Dezember, der auch Barbaratag genannt wird.

An diesem Tag ist es schon von alters her Sitte, Zweige von Obstbäumen, wie Kirsche, Apfel, Birne, Zwetschge, Holunder, Pfirsich oder Quitte zu schneiden und sie an einem warmen Ort, meist in der Guten Stube, in eine Vase mit Wasser zu stellen.
In Franken war es Brauch, an diese Zweige am Weihnachtsabend süßes Naschwerk oder Zuckerstangen zu hängen, damit die Kinder ein Christgeschenk hatten.
Daraus könnte dann auch das Aufstellen des Weihnachtsbaumes entstanden sein. Denn oft wurden statt Zweigen von Laubbäumen, Fichten- oder Tannenzweige verwendet.

Heil`ge Barbara, du im Frost des Winters
(Sei die fränkisch alte Sitte in Ehren!)
Einen grünen Zweig im Zimmer hütend;
Lass dich nennen zu guter Vorbedeutung
Dieser Wintergesänge Schutzpatronin,
Die in einsamer Ländlichkeit,
Der Welt fremd,
Hier ein fränkisch junger Dichter singet.

Von Friedrich Rückert (1788 bis 1866)

Ich wünsche Euch allen einen schönen Barbaratag. Schneidet ein paar Zweige, die dann bis Weihnachten bei Euch grünen und blühen und uns eine kleinen Vorgeschmack auf den Frühling bieten, der ganz sicher nächstes Jahr kommen wird.

Und natürlich einen wunderschönen zweiten Advent!!
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BeitragSo 04 Dez, 2011 11:45
Vor 3 Jahren war ich in Nürnberg und Passau auf dem Weihnachtsmarkt!

Ja, ein Nordlicht im tiefsten Süden! :-#=

Also, ich muss schon sagen, die Märkte da unten sind einfach
nur schön und im Gegensatz zu unseren riesig! :ohhjex:
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BeitragSo 04 Dez, 2011 14:37
@ mara: dein Adventskalender ist eine tolle Alternative \:D/
gefällt mir echt gut =D> sehr informativ
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BeitragSo 04 Dez, 2011 15:11
Vielen lieben Dank.... morgen geht es weiter mit etwas "Gehaltvollem". :-#=
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BeitragSo 04 Dez, 2011 15:28
@Mara:
schön, dass du auch von der Barbara berichtest. Ich heiße Barbara und freue mich natürlich über deine Wünsche.
Den ersten Teil deiner Ausführungen kannte ich noch nicht. Also, hab ich wieder dazu gelernt. Ist doch prima diese Art Kalender von dir.
Ich wünsche auch noch allen Greenies einen schönen 2. Advent.
Liebe Grüße von Barbara, alias Kurti.
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BeitragMo 05 Dez, 2011 10:08
5. Dezember

Wie macht man eigentlich weißen Glühwein selbst?

Schon die alten Römer kannten eine Art von Gewürzwein, den sie Mulsum nannten.
Nach diesem Rezept aus dem Kochbuch von Apicius stellten sie Mulsum her:

Zutaten
150 g Honig
5 Pfefferkörner
0,75 Liter Weißwein
Zubereitung
Die Pfefferkörner fein mahlen. Den Honig leicht anwärmen und mit dem Wein und dem Pfeffer vermischen. Vor dem Servieren kalt stellen.
Sie tranken ihn also nicht warm, sondern schön gekühlt.

Da Unterfranken ja ein Weinanbaugebiet ist, möchte ich Euch folgendes Rezept vorstellen, was hier in der Winterzeit nicht nur auf den Weihnachtsmärkten gerne getrunken wird. Fast alle Winzer stellen übrigens ihren eigenen weißen Glühwein her- natürlich alles „Geheimrezepte“. Aber mir ist es gelungen, einem sein Rezept zu entlocken. Hat mich zwar ein paar Schoppen zum „Zungelockern“ gekostet, aber was tut man nicht alles....

Fränkischer Weißer Glühwein

Zutaten:
1 Flasche fränkischer Weißwein (Silvaner, Müller-Thurgau oder Baches)
2 Sternanis
70 g brauner Zucker
1 Zimtstange
1 kleine in Scheiben geschnittene unbehandelte Zitrone
Zubereitung:
Alle Zutaten werden in einem Topf auf dem Herd langsam erwärmt. Der Glühwein sollte aber unter keinen Umständen aufkochen. Nach einiger Zeit bildet sich Schaum- nun sollte der Topf vom Herd genommen werden und der Glühwein darf noch ungefähr zehn Minuten ziehen. Je länger die Gewürze im Glühwein sind, desto intensiver wird das Aroma.
Vor dem Servieren Gewürze aus dem Topf nehmen.
Viel Spaß beim Genießen!

Und als kleine Tagesinfo (damit hier nicht der Eindruck entsteht, wir Franken trinken tagaus tagein Frankenwein...)

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...“ - wer kennt nicht dieses Gedichtlein?
Aber was bedeutet eigentlich „Advent“?

Das Wort kommt aus dem Lateinischen von adventus „Ankunft“. Es soll auf die Ankunft, also die Geburt, von Jesus Christus hin weisen. Der erste Adventssonntag leitet das neue Kirchenjahr ein. Im fünften Jahrhundert legte der Bischof Perpetuus von Tours eine fünfwöchige Adventszeit fest, die aus Gottesdienstbesuchen, Fastentagen (an mindestens drei Tagen in der Woche) und guten Taten für die Mitmenschen bestehen sollte. Sie dauerte vom 11. November (Martinstag) bis zum 6. Januar (Epiphanias, Heilige Drei Könige). Streng verboten waren in dieser Zeit zum Beispiel das Essen von Fleisch, Gesang, Tanz und allem, was mit ausgelassener Freude zu tun hatte, damit man sich besinnlich wartend auf die Ankunft von Jesus Christus vorbereiten konnte.

Ich wünsche Euch allen eine schöne staade (also ruhige und besinnliche) Zeit ohne viel Hektik und Stress!
Zuletzt geändert von Mara23 am Mo 05 Dez, 2011 19:06, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragMo 05 Dez, 2011 11:14
Genau das richtige für dunkle und kalte Winterabende :mrgreen:

Das Mulsum-Rezept kann man noch durch Zugabe von zwei Lorbeerblättern ergänzen, schön würzig!
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BeitragDi 06 Dez, 2011 15:02
6. Dezember

Warum gibt es eigentlich den Nikolaus?
Und wer sind der Pelzmäntel und der Knecht Ruprecht?


Der Pelzmärtel (auf Fränkisch Bulzermärtel oder Belzermärtel) kommt schon am 11. November, dem Martinstag, zu den Kindern, um den Braven Gaben zu bringen oder den Unartigen eine Rute. Er ist vor allem in den evangelischen Gebieten Frankes verbreitet, die mit dieser Gestalt versuchten, sich eindeutig vom katholischen Nikolaus abzugrenzen. Sein Name leitet sich wohl von dem alten Wort „pelzen“, was so viel wie schlagen oder prügeln bedeutet, und der Verkleinerungsform von Martin „Märtel“ ab. Die Endungen sind in Franken nämlich sehr wichtig und regional unterschiedlich, zum Beispiel Kind-la/-le (Kindchen), Mad-la/Mäd-le (Mädchen).

Gemeinsam mit dem Pelzmärtel hat der Knecht Ruprecht seine Erscheinungsform. Beide tragen eine braune oder schwarze, lange Kutte, haben wallende Bärte und am Gurt eine Rute aus Weidenzweigen. Außerdem gilt der Knecht Ruprecht als Begleiter des Nikolaus, ist aber eher dazu da, die ungezogenen Kinder mit der Überreichung einer Rute zu strafen. Vermutlich geht sein Name auf das mittelhochdeutsche Wort für „rauhe Percht“ zurück, was einen Bezug zu den so genannten Perchten herstellt. Das waren Gestalten, die vor allem zwischen dem 25. Dezember und 6. Januar (den Rauhnächten) auftraten, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Es gab aber nette und böse Perchten. Die Guten vertrieben den Winter.

Und nun zum Nikolaus.
Er war der Bischof von Myra (Ende des zweiten bis Anfang des dritten Jahrhunderts nach Christus), einer Stadt in Kleinasien (heutige Türkei) und hat dort viele gute Werke vollbracht und Wunder bewirkt. Er gilt als Beschützer der Kinder und daraus hat sich auch der Brauch entwickelt, dass er am 6. Dezember die Kinder mit verschiedenen Gaben beschenkt. Das wurde besonders im 10. Jahrhundert von der Kaiserin Theophanu, die aus Byzanz stammte und Kaiser Otto II. heiratete, gefördert. Dargestellt wird der Heilige Nikolaus übrigens als Bischof mit Mitra und Bischofsstab.

Übrigens:
Der Weihnachtsmann mit weißem Wallebart, roter Kutte und Hose und einer roten Mütze auf dem Kopf war eigentlich als richtig guter Werbegag gedacht. Die Firma Coca-Cola verwendete diese Darstellung seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts für Plakate in den USA. Und sie hat sich weltweit verbreitet.......

Und zum Schluss noch einige Bauernregeln:

„Regnet es an Nikolaus, wird der Winter streng, ein Graus.”
„Trockener St. Nikolaus, milder Winter rund ums Haus.”
„Fließt zu Nikolaus noch Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft.”
„St. Nikolaus spült die Ufer aus.”

Ich wünsche Euch allen einen schönen Nikolaustag, lasst Euch Gaben bringen und keine Rute!
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BeitragDi 06 Dez, 2011 15:16
O:) Wobei sich ja hier in der katholischen Oberpfalz einige Eltern sehr monieren, wenn man sagt, an Heilig Abend kommt der Weihnachtsmann ... hier kommt das Christkind ... und das ist letztlich ein totales Paradoxon! Warum?

Martin Luther, der ja bekanntlich nur gegen die Kirche protestieren wollte, woraus dann eine Bewegung, nämlich die Lutheraner, später Evangelische entstanden, hatte was gegen diesen ganzen Heiligenkult, der in der Kirche herrschte! Und auch daß der "Heilige Nikolaus" am 6. Dezember die Geschenke brachte, war ihm ein Dorn im Auge - zur Zeit Luthers gab es übrigens die Geschenke noch nicht an Heilig Abend :wink:

Aber die Lutheraner wollten auf das Schenken und Beschenktwerden nicht wirklich verzichten! Also "erfand" Luther mehr oder weniger das Christkind, was aber ursprünglich nix mit dem Jesuskind in der Krippe zu tun hatte! Irgendwann wurde dann der Geschenketag vom 6.12. auf den 24.12. verlegt und aus dem "Herre Christ" das Christkind, das Jesuskindlein, das in der Krippe lag ... UUUUUND: Die Katholiken übernahmen diese Figur und seither bringt das Christkind für katholische und evangelische Kinder an Heilig Abend die Geschenke!

Der Weihnachtsmann ganz in Rot ist zwar ein Coca-Cola-Werbegag gewesen, aber geht auf die Figur des Santa Claus (des Hlg. Nikolauses) zurück, der in Amerika hoch gefeiert wird. Und der Weihnachtsmann (Santa) schwappte halt auch wieder nach Deutschland ... und nun streiten sie sich, wer denn die Geschenke bringe :wink:

Dazu gibt's ein supersüßes Lied von Rolf Zuckowski:

Sprach der Nikolaus zum Weihnachtsmann:
"Es muss endlich was geschehn!
Dass man uns so oft verwechselt,
das darf nicht so weitergehn.
Überall legt man zur Weihnachtszeit
unsre alten Kleider an,
und der rote Mantel, der gehört
gewiss dem Weihnachtsmann.
Weil ich auf dem Kopf meine Mitra trag
und in meiner Hand den Bischofsstab,
frag ich mich, wie man uns beide da
überhaupt verwechseln kann."

Sprach der Weihnachtsmann zum Nikolaus:
"Lieber Freund, es tut mir Leid.
Dabei trägst du doch so würdevoll
dein altes Bischofskleid.
Dass wir beide nicht die Jüngsten sind,
daran kann kein Zweifel sein,
aber mehr als tausend Jahre alt
ist der Nikolaus allein.
Warst in größter Not für die Kinder da,
und sie lieben dich, na, du weißt es ja,
und noch heute legst du jedem Kind
etwas in den Schuh hinein."

Da sang vom Himmel, hell und klar,
ein Weihnachtsengel, wunderbar:
"Ihr beiden hört mir zu,
und dann gebt endlich Ruh!
Was die Kinder in der Weihnachtszeit
in ihren Träumen sehn,
werden große Leute, so wie ihr,
wohl niemals ganz verstehn.
Jedes Kind macht sich sein eignes Bild,
und es glaubt ganz fest daran.
Darin gibts gewiss den Nikolaus
und auch den Weihnachtsmann.

Doch es lässt nur den in sein Herz hinein,
der es größer macht und sich selber klein,
der bereit ist, selbst ein Kind zu sein,
darauf kommt es an,
Nikolaus und Weihnachtsmann."


Text und Musikrechte liegen bei Rolf Zuckowski ... gesungen wird der Engel von seiner Tochter Anouschka
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BeitragDi 06 Dez, 2011 16:12
Danke Rouge, dass du noch mal bestätigst, was ich in den oberen Beiträgen schon zusammen getragen habe. :wink:

aber geht auf die Figur des Santa Claus (des Hlg. Nikolauses) zurück, der in Amerika hoch gefeiert wird

Da muss ich jedoch widersprechen, denn der rote Werbesanta geht ganz ursprünglich auf den Sinterklaas zurück, den die holländischen Einwanderer aus ihrer Heimat mit in die USA gebracht hatten.
Erst daraus hat sich der amerikanische Santa Claus entwickelt.

Das Christkind ist weiblich- siehe das Nürnberger Christkind.

Und Martin Luther hat übrigens den 25. Dezember als Geschenketag bevorzugt. Bevor er aber den Nikolaustag sozusagen "abschaffte", existierte die ersten Jahre der Nikolaus gleichberechtigt neben dem Christkind. Da haben sich ganz wunderbare Haushaltsrechnungen erhalten, die das beweisen.
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BeitragDi 06 Dez, 2011 16:41
O:) Tschulligung ... ja, der Sinterklaas - ist aber der holländische Nikolaus ... und lustigerweise kommt der mit dem Schiff angefahren :wink:

Achja: Bei Deiner fränkischen Aufzählung des Knechtes fehlt noch der im Weißenburger Raum bekannte "Rollermärtel" :mrgreen:

Stimmt auch, das Christkind ist eigentlich eine weibliche Figur, aber das erklär mal den Leuten hier :-#= ... "das ist das Christuskind in der Krippe, das die Geschenke bringt!" :- ... Diskussionen zwecklos ... da grinst frau einfach und denkt sich ihren Teil :wink:

Und zum heutigen Tag fällt mir noch das Gedicht hier ein:

Von drauss' vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!

Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen;

Und droben aus dem Himmelstor
sah mit grossen Augen das Christkind hervor;

Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
da rief's mich mit heller Stimme an:

"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!

Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,

Alt' und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn;

Und morgen flieg ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden!"

Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;

Ich soll nur noch in diese Stadt,
wo's eitel gute Kinder hat."

- "Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier:

Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
essen fromme Kinder gern."

- "Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;

Doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten."

Christkindlein sprach:" So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"

Von drauss' vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!

Nun sprecht, wie ich's hier innen find!
Sind's gute Kind, sind's böse Kind?


Theodor Storm
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BeitragMi 07 Dez, 2011 10:01
7. Dezember

Wisst Ihr eigentlich, welche fränkische Stadt den Namen Krippenweg verdient hat?

Das ist Bamberg, die Bischofs- und Kaiserstadt, auch das „Fränkische Rom“ genannt, im Herzen von Oberfranken.
Vom 24. November bis 23. Dezember 2011 sind an 40 Stationen Krippen aufgebaut, die aus vier Jahrhunderten stammen. Der Weg führt durch die historische Altstadt von Bamberg, vorbei an der Alten Hofhaltung, ins Innere des Domes, zum Diözesanmuseum, in viele der Kirchen und in das Alte Rathaus.
Als kleiner Vorgeschmack dieser Link, bei dem man die wunderbaren Krippen bestaunen kann:
http://www.bamberg.info/erlebnis/krippe ... enwandern/

Die Jesuiten waren in Bamberg vor 400 Jahren die ersten, die Krippen aufstellten, um den Menschen das Weihnachtswunder bildlich näher zu bringen.
Zurück geht dieser Brauch jedoch auf Franziskus von Assisi. Er ließ in einer Höhle bei Greccio (Region Latium, ungefähr 90 Kilometer nördlich von Rom) in der Nacht zum 25. Dezember 1223 eine Krippe mit allen Figuren der Weihnachtsgeschichte aufstellen – die Figuren waren aber lebendig. So konnte die Bevölkerung von Greccio viel besser verstehen, was es mit diesem Weihnachtswunder auf sich hatte. Der Heilige Franziskus predigte ihnen eindringlich, dass Jesus auf die Erde kam und ein Mensch wurde.

Und dieser Brauch verbreitet sich sehr schnell. Heutzutage werden zwar keine lebenden Krippenfiguren aufgestellt, aber überall gibt es wunderbare Darstellungen zu sehen.

Besonders sehenswert ist das Krippenmuseum in Glattbach:
http://www.naturpark-spessart.de/freize ... nmuseum.pp
Es zeigt Krippen aus aller Welt, von Afrika, Süd- und Mittelamerika, über Europa, Asien bis Australien.

Und als weitere kleine Empfehlung: im Schloss von Oberschwappach im Knetzgau werden seit dem 13. November viele Krippen gezeigt:
http://www.schloss-oberschwappach.de/schloss-museum/

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Anschauen der Linkseiten!
Vielleicht kommt der eine oder die andere auf die Idee, entweder den Krippenweg von Bamberg selbst zu begehen oder in eines der Museen zu besuchen, um die Krippen aus aller Welt zu bestaunen.
Zuletzt geändert von Mara23 am Mi 07 Dez, 2011 14:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Do 17 Nov, 2011 17:29

von Frank Neuester Beitrag

Gemüse 2011 von darkdurben, aus dem Bereich Treffpunkt & Stammtisch mit 156 Antworten

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So 06 Nov, 2011 21:31

von BigMama Neuester Beitrag

Forenzeitkapsel 01.01.2011 von Mel, aus dem Bereich Treffpunkt & Stammtisch mit 39 Antworten

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Fr 25 Feb, 2011 10:11

von Wastel07 Neuester Beitrag

Februarrätsel 2011 von MarsuPilami, aus dem Bereich Treffpunkt & Stammtisch mit 355 Antworten

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Di 01 Mär, 2011 0:03

von laurana Neuester Beitrag

Veranstaltungstipps für den 25., 26. und 27.02.2011 von Green Verein, aus dem Bereich Termine & Reisen & Urlaub mit 0 Antworten

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Mi 23 Feb, 2011 9:18

von Green Verein Neuester Beitrag

Osterwichteln 2011 von Kiroro, aus dem Bereich Treffpunkt & Stammtisch mit 748 Antworten

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Di 31 Mai, 2011 21:13

von pokkadis Neuester Beitrag

Märzrätsel 2011 von cantharellus, aus dem Bereich Treffpunkt & Stammtisch mit 334 Antworten

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Mi 30 Mär, 2011 21:34

von walmar Neuester Beitrag

 


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