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Flamingoblume öffnet Knospen nicht - was tun?

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Hallo,

Ich bin neu hier. Zunächst vorneweg: Ich habe ganze 6 Anthurien in verschiedenen Größen und Farben, sowie ein Einblatt - alle Pflanzen stehen hell und haben ausreichende Luftfeuchtigkeit (in dem Zimmer steht noch ein Schildkrötenterrarium) - Blattflecken etc sind nicht erkennbar, Blüten werden das ganze Jahr über gebildet und auch die ebenfalls in diesem zimmer stehenden Efeututen haben keinen Blattfall etc was auf Luftfeuchtigkeitsprobleme hindeuten würde.
Nur eine Flamingoblume macht Probleme - und das schon seit ich sie gekauft habe. Irgendwie ist sie vom Typ her auch anders, als die anderen Pflanzen - sie ähnelt von den Blättern her fast ein bisschen dem Einblatt, blüht aber rosa und bildet ein deutlich angespitztes Hochblatt aus. Da sie aus einem Baumarkt kommt, kann ich zu der Art der Pflanze (Lateinischer Name/Hybride) nichts sagen - aber vom Typ her muss sie mit den Flamingoblumen sehr eng verwandt sein. Sie treibt unter den Bedingungen wie sie hier herrschen auch ordentlich, hat keine braunen Blattspitzen etc - jedes Blatt ist größer als das vorhergehende und sie setzt auch Knospen an.
Aber entweder die Knospen werden nicht herausgeschoben und bleiben quasi unten an der Triebstelle bis sie dann vertrocknen, oder die Blütenstengel wachsen auf eine normale Länge, die Blüten öffnen sich aber nicht sondern verbleiben zusammengerollt und das über Wochen hinweg, bis sie dann irgendwann vertrocknen. Vom gefühl her würde ich sagen, bis die Knospen vertrocknen ist die selbe Zeit vergangen, als wenn eine normale Blüte abblühen und dann vertrocknen würde. Die Pflanze möchte also blühen, kann ihre Knospen aber nicht öffnen.
Habt ihr eine Idee, woran das Problem liegen könnte?
Steht sie zu warm/zu kalt? Hat sie irgendeine klassische Mangelerscheinung, oder was fehlt ihr sonst?
Ich habe schon das halbe Internet nach diesen Anzeichen durchsucht - aber scheinbar hat kein anderer Flamingoblumenbesitzer das gleiche Problem. Zu allem überfluss haben die Pflanzen, die direkt daneben stehen und die das gleiche Substrat (lockere Enheitserde) und die gleichen Bedingungen haben keinerlei Probleme Blüten zu bilden. Außerdem wachsen die auch alle ausnahmslos schneller - irgendwas stimmt also nicht und ich wäre euch dankbar, wenn wer eine Idee hätte.

Danke und viele Grüße,


P.S: Bilder der Pflanze kann ich nicht sofort liefern - aber ich könnte sie in ein paar Tagen hochladen, wenn es irgendwie hilft.
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BeitragDi 27 Okt, 2009 11:51
Moin,

das sind die Ursachen, die ich mir vorstellen könnte:
1. für diesen Typ Anthurie eine doch zu niedrige Luftfeuchte (oder ein anderer Faktor), da die modernen Flamingoblumen Multihybriden sind, könnten die Eigenschaften der einzelnen Sorten in dieser Hinsicht ziemlich unterschiedlich sein.
2. resultierend aus dieser Multihybriden-Sache könntest Du einfach einen schlechten Typ erwischt haben. Da die Anthurien fast nur noch durch In-Vitro-Kultur vermehrt werden, wurde an der Uni Hannover eine erhöhte Mutationsrate an den so produzierten Pflanzen festgestellt (in Hannover an Aechmea fasciata). Nach 50 Generationen ohne Selektion der zukünftigen Mutterpflanzen hatten sie eine Mutationsrate von 50%. Da die Mutterpflanzen der Anthurien sicherlich stets vorher selektiert wurden, ist hier die Rate nicht so gravierend (in Hannover hatten sie Aechmea-Typen, die wie Dracaena deremensis aussahen, also einen Stamm bildeten!)

Tschüß
Stefan
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BeitragMi 28 Okt, 2009 9:36
Hey,

Danke dir für die ausführliche Antwort. Also sollte ich sie wohl einzeln trotz allem noch zusätzlich besprühen und dann abwarten und hoffen, dass sich dieses Verhalten ändert, oder?
Ich wollte sie zusätzlich nochmal in andere Erde umtopfen - das aber eigtl erst machen, wenn es wieder wärmer wird - um zu vermeiden, dass es vll auch damit zusammen hängt. Denkst du, dass das Sinn machen könnte?
Es ist echt Schade, dass sie nicht blüht - seit dem Kauf schon nicht mehr - denn sie ist ganz besonders schön.

Grüße
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BeitragMi 28 Okt, 2009 10:03
Hallo,
ich gehe mal davon aus, dass du sie blühend gekauft hast, dass sie die Blüten also öffnen kann (also kein genetischer Schaden vorliegt) es eben nur bei dir nicht tut.
Ich tippe auch auf zu niedrige Luftfeuchte, die du im Winter unter Heizbedingungen mit Sprühen auch nicht nennenswert anheben wirst.
Du könntest die Pflanze jetzt in einen kühleren Raum (15°C) stellen (da ist die rel. Luftfeuchte meist etwas höher) und sie dort überwintern. Während einer Kühlphase bilden Anthurien Blütenanlagen die sich aber erst unter wieder wärmeren Bedingungen entwickeln. Das könnte sie dann im Frühsommer tun, wenn die Wohnraumluft nicht mehr gar so trocken ist.
Grüße Stefan
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BeitragMi 28 Okt, 2009 10:57
Ja, ich habe sie blühend gekauft, das ist richtig. Die Heizung in dem Zimmer läuft allerdings kaum - und wenn dann auf der niedrigsten Stufe - da wir im fünften Stock eines Neubaus wohnen (Wärme steigt nach ja oben) und eine komplett verglaste Front haben, haben wir selbst Nachts noch Temperaturen von ca 20°C. Unser Balkon ist zum Wintergarten umgebaut - direkte Sonne bekommen die Anthurien aber dennoch nicht ab.
Da meine Tochter im November auf die Welt kommen soll, habe ich die Temperatur akribisch gemessen. Ich vermute also mal, dass die Pflanze dann sehr zickig bzgl der Luftfeuchte reagiert (es sind im selben Raum Diffenbachien, andere Anthurien und Efeututen, die allesamt keinerlei Schwieirigkeiten haben, was die Luftfeuchte angeht.) Wenn es draußen sehr kalt ist und die Fenster zu, kann sich an den Scheiben schonmal Kondenzwasser bilden - soviel zum thema Luftfeuchte. =) Wie gesagt ist ein beheiztes Tropenterrarium in dem Raum - die Wassertemperatur beträgt da rund um die Uhr deutlich über 20 Grad. Und ein teil der Feuchtigkeit wird an die Raumluft abgegeben. Deswegen habe ich diese Pflanzen ja alle in diesem Zimmer und nicht die Yuccapalmen. Auch dieses Terrarium trägt zu der Raumtemperatur bei und sorgt dafür, dass die Heizung höchstens für kurze Perioden laufen muss, wenn es draußen sehr kalt ist. Bisher hat auch noch nie eine Pflanze diesbezüglich Probleme gemacht... =(

Ich könnte die Pflanze natürlich ins Schlafzimmer stellen, wo es ein kleines bisschen kühler ist - aber ehrlich gesagt ist es da auch etwas dunkler und v.a. öfter das Fenster offen, was sich vermutlich negativer auswirken würde. =)

Naja danke - es scheint ja trotzdem einstimmig auf die Luftfeuchte rauszulaufen - d.h. ich werde erstmal versuchen mit sprühen daran zu arbeiten und entweder einen besseren Platz zu finden, oder notfalls halt in der umgebung der Pflanze mit einem Luftbefeuchter arbeiten und sehen, ob sich dann was tut.
Sobald ich was rausgefunden habe melde ich mich wieder - kann aber etwas dauern - schließlich muss ich auf die neuen Knospen warten und sehen ob die dann aufgehen - und wenn nicht weiterprobieren.
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BeitragDi 03 Nov, 2009 10:13
So, Rückmeldung - schneller als gehofft - was mich natürlich freut. =)

Um es kurz zu machen - ihr hattet recht, es war die Luftfeuchtigkeit. Ich habe ihren Standort geändert, allerdings nicht in ein kühleres Zimmer, sondern näher "über" das Terrarium und sie dann täglich eingesprüht.
Interessant war, dass bereits am ersten Abend nach meinem Post hier die Pflanze fitter aussah - die Blätter hatten sich ein Stück gehoben, obwohl sie auch vorher nicht schlecht aussah, war der Unterschied erkennbar und bereits einen Tag danach hat sich an einer Knospe, die schon wochenlang geschlossen an ihrem trieb war eine Veränderung gezeigt. Und vorgestern ist die Blüte dann aufgeblüht. Ein bisschen wellig ist sie noch am Rand, aber die Pflanze scheint sich aufzurappeln und wird daher auch erst im Frühjahr umgetopft - jetzt soll sie den neuen Standort vernünftig kennenlernen und am besten noch ein paar weitere Knospen produzieren.

Ich freue mich - danke für die Hilfe, ich hätte nie gedacht, dass es die Luftfeuchtigkeit sein könnte, da wirklich bei der Kälte jeden Tag die Scheiben beschlagen in dem Raum. Aber anscheinend ist es - zumindest stellenweise doch trockener als gedacht.
Ich werde wohl doch irgendwie an den Heizkörpern ansetzen müssen - auch wenn es bisher die einzige Pflanze ist, die Probleme gemacht hat.
Ich habe nämlich noch eine jahrealte Lemon-Efeutute die aus Platzgründen heuer in dieses Zimmer gezogen ist - und ich will da keine kahlen Stengel haben. :D

Naja, danke auf alle Fälle!

Wollt ihr (morgen) ein Foto von der Blüte sehen?
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BeitragDi 03 Nov, 2009 10:15
aber selbstverständlich, unbedingt!!
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BeitragMi 18 Nov, 2009 12:16
Sooo, Achtung Pixelalarm - ich hab das Bluetooth hinbekommen und ein Handyphoto (bzw 2) gemacht, da ich keine Ahnung habe, wie lange diese Blüte noch offen bleiben und v.a. ihre schöne Farbe behalten wird, bevor die Spata verblasst.
Ich hoffe, dass ich bald noch ein Foto von der Spiegelreflex nachlegen kann.

Da, wie versprochen mein Patient (der Dank eurer Hilfe mittlerweile sogar kindelt!)

Problem: Ich hab die Fotos ein kleines bisschen bearbeiten müssen, um sie euch überhaupt zeigen zu können, daher unterscheiden sie sich etwas.
Bilder über Flamingoblume öffnet Knospen nicht - was tun? von Mi 18 Nov, 2009 12:16 Uhr
Bild001.jpg
Bild002.jpg
und nochmal - Spata hellrose, Blütenkolben dunkelrosa
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BeitragMo 04 Jan, 2010 12:01
Oh, sieht toll aus!
Ich finde es erstaunlich wie schnell Pflanzen auf kleine Veränderungen reagieren können!

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