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Welche Pflanzen harmonieren mit Kiefern und sandigen Böden?

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Azubi
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Hallo Allerseits,

ich habe folgendes Problem: unser "Garten" liegt sozusagen mitten im Wald. Sprich: wir haben einen dichten Kiefernbestand und den typischen Brandenburgischen Sandboden. Dadurch sind große Teile des Gartens zumeist schattig und die Probleme mit dem Boden muss ich ja wohl nicht näher erläutern ;-)

Das Problem: Obwohl ich eigens Rabatte mit "gutem Boden" angelegt habe, wollen die Stauden nicht blühen und verschwinden z.T. im darauffolgenden Jahr komplett. Bisher hatte ich Klassiker wie Rittersporn, Fingerhut, Glockenblumen, Pfingstrosen und diverse andere Stauden angepflanzt.

Meine Frage: Ist das schlechte Blühen nur auf die fehlende Sonne zurückzuführen? Welche Stauden (oder andere Blüher) eignen sich für solche Verhältnisse? Und wer kennt anderen Pflanzen, Sträucher, die auf snadigen Boden im Kiefern-Umfeld gut klar kommen?

Vielen Dank im voraus und viele Grüße. Arne.
Bilder über Welche Pflanzen harmonieren mit Kiefern und sandigen Böden? von Fr 05 Okt, 2007 14:11 Uhr
mein_Garten.JPG
Mein "Garten"!
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BeitragFr 05 Okt, 2007 16:54
Hallo arne
Also wenn Du Bodendecker suchst,Günsel wächst sehr gut im Schatten,blüht auch im Frühjahr blau.
Sonne lieben viele Pflanzen,mehr kann ich Dir nicht sagen aus Erfahrung,aber sicher melden sich noch Greenys,Gruß Bonny :mrgreen:
Bilder über Welche Pflanzen harmonieren mit Kiefern und sandigen Böden? von Fr 05 Okt, 2007 16:54 Uhr
Günsel.jpg
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BeitragFr 05 Okt, 2007 17:04
Hallo,

also was ich wirklich empfehlen kann ist zur Einsäumung erst Mal Ysop. Desweitern würden Astilben oder bei mir auch immer wieder beliebt Palmlilien einfallen. Diese Pflanzen machen einfach alles mit.

Aber es meldet sich bestimmt noch wer :mrgreen:
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Wanawahi
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BeitragFr 05 Okt, 2007 17:12
Fingerhut sehe ich oft bei und im Wald (Eifel) .

Vielleicht kannst Du irgendwoher Laub bekommen, das auf Deinen Boden verteilen und verrotten lassen.
Ansonsten nehme ich Humus aus dem Baumarkt, um meinen Boden zuverbessern.
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BeitragFr 05 Okt, 2007 17:29
Sandboden ist problematisch, weil er kein Wasser hält und Nährstoffe meist auch recht schnell ausgewaschen werden, da es kaum kleinere Bodenbestandteile (Schluff/Ton) gibt an die sie gebunden werden können. Deswegen sind Sandböen Extremstandorte, die nur wenigen Pflanzen einen Lebensraum bieten können. Zeichen dafür sind auch die Kiefern, Kiefern sind Bäume, die ein Übergangstadium darstellen, also Pioniere, die den Boden etc für andere Pflanzen vorbereiten, da sich in ihrem Schutz besser Humus etc ansammeln kann. Nur bis die erste Eiche dort wächst vergehen auch oft sehr sehr viele Jahre..

Also in deinem Fall benötigst du Pflanzen, die mit mhr oder wenig Licht auskommen, wobei die Kiefern recht weit auseinander stehen, also richtig schattig ist es bei dir nicht. Und dann natürlich Pflanzen die mit wenig Nährstoffen auskommen können und mit wenig Wasser.. Man kann auch die Wüste begrünen, aber ich denke nicht dass das dein Wunsch ist, denn mit der Zeit wird es extrem kostenintensiv sein.

Typische Standorte mit diesen Bedingungen sind Schneeheidekiefernwälder in den Alpen. Hab leider gerade recht wenig Zeit, aber Anfang nächster Woche kann ich dir mal paar Arten heraussuchen, die sich mit den Bedingungen gut zurecht finden sollten..

Liebe Grüße,
Junie
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BeitragMo 08 Okt, 2007 10:44
Hallo,

wie versprochen meld ich mich noch mal kurz zu Wort wegen deinem Garten. Ich würde ihn, da er ein Teil des umgebenen Waldes ist, so natürlich wie möglich gestalten. Also vor allem heimische Pflanzen verwenden, die mit den Bedingungen doch gut auskommen sollten. Deine bisher ausgewählten Pflanzen sind gezüchtete Beetpflanzen, die mehr Nährstoffe benötigen und auch mehr Feuchtigkeit. Bezweifle dass du solche Pflanzen dauerhaft in deinem Garten ansiedeln kannst, außer natürlich du hegst und pflegst sie, aber auch dann werden sie nie ihre wahre Schönheit erreichen..

Also hier mal einige Vorschläge, die mit trockenem Boden und wenigen Nährstoffen auskommen sollten..

Berberitze (Berberis vulgaris)
http://images.google.de/images?q=berberis%20vulgaris&oe=UTF-8&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=wi
Berberitze ist ein wunderschöner Strauch (1-3 m), der im Frühjahr über und über mit kleinen gelben Blütchen (Mai-Juni) bedeckt ist, aus ihnen bilden sich bis zum Herbst kleine rote Früchte, die essbar sind. Zudem hat der Strauch eine tolle gelb-orange bis rote Herbstfärbung. Er hat Dornen und ist deswegen und wegen seiner Früchte bei Vögeln sehr beliebt. Mag Kalk meidet saure Böden

Heidekraut (Calluna vulgaris)
http://images.google.de/images?svnum=10&um=1&hl=de&q=calluna+vulgaris
Zwergstrauch, der von August bis Oktober karminrosa bis weiße Blüten ausbildet. Die Pflanzen sind immergrün, bevorzugen aber sonnige bis lichtschattige Standorte. Schatten meiden sie. Mag saure Standorte und keinen Kalk

Regensburger Ginster (Cytisus ratisbonensis)
http://images.google.de/images?svnum=10&um=1&hl=de&q=Cytisus+ratisbonensis
Zwergstrauch, gelbe Blüte zwischen Mai und Juni. Mag einen sonnigen bis halbschattigen Standort, der sehr trocken sein darf. Liebt Kalkböden. Ist aber nur mäßig frosthart.

Hechtrose (Rosa glauca)
http://images.google.de/images?svnum=10&um=1&hl=de&q=Rosa+glauca
wunderschönes bläuliches Laub, im Herbst gelborange. Anfang Juni rosa Blüten. Sie wird 1-3 m hoch, mag allerdings keinen Schatten

Wenn bei euch in nicht zu großer Tiefe Grundwasser anstehen sollte, dann wären allgemein Rosen vielleicht ein Thema. ZB irgendwelche schnellwüchsigen Rambler, die die eine oder andere Kiefer erklimmen und somit zum Blühen bringen könnten. Alternativ eignen sich hierfür auch andere Kletterpflanzen, nur benötigen diese meist etwas mehr Feuchtigkeit..

Wäre schön, wenn du kurz schreiben könntest, in welche Richtung du dir deine Gartengestaltung vorstellen könntest, oft bietet es sich auch an, eine künstliche Lichtung zu schaffen auf der dann lichthungrige Pflanzen eine Chance hätten..

Liebe Grüße,
Junie
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BeitragMo 08 Okt, 2007 15:39
Hallo Junie,

erstmal vielen Dank für die umfangreichen Tipps! Ich werde mich nicht entmutigen lassen und weiter ausprobieren. Ich berichte mal, ob sich Erfolge einstellen!

Viele Grüße. Arne.
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BeitragMo 08 Okt, 2007 17:23
Hallo Arne,

aber achte bitte darauf, dass deine Pflanzen mit Sand (Trockenheit, wenig Nährstoffe) klarkommen, die meisten Beetpflanzen fühlen sich leider nicht sonderlich wohl..

Liebe Grüße,
Junie
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BeitragDi 09 Okt, 2007 9:25
ob die mit dem Standort klar kommen, ist fraglich. Da müsste man mehr über den Boden wissen. Vielleicht kannst du uns mal ein Bild von den Kräutern online stellen @Arne. Anhand dieser kann man meist sehr gute Rückschlüsse über die Feuchtigkeit und den Nährstoffgehalt des Bodens ziehen..

Ansonsten sind Buschwindröschen, Leberblümchen, Seidelbast, Maiglöckchen, Bärlauch natürlicherweise Arten von Laubwäldern (viel Licht im Frühling), die sehr nährstoffreich sind und mögen es eher frisch bis feucht. Zur Trockenheit neigende Sandböden meiden solche Pflanzen.

Holunder liebt viel N im Boden, könnte sich aber auch an diesem Standort halten - je nachdem wie trocken er wirklich ist. Heidelbeere könnte noch eine Art sein, aber der Boden darf auch icht zu trocken sein.
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BeitragDi 09 Okt, 2007 19:55
Hallo Arne,

wie wärs denn mit Pachysandra terminalis-Schattengrün blüht schön weiß und wächst im Schatten sehr gut. Trockenperioden sind auch kein Problem für sie.

Wilde Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) müßten eigentlich auch relativ gut gedeihen. Saurer Boden, längere Trockenheit vertragend, weiß blühend, schöne Herbstfärbung, sind ihre Merkmale.

Gruß André
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BeitragDo 11 Okt, 2007 7:15
Wenn du gerne auch mal ein bisschen frisches Vitamin C also eigenes Obst ernten willst, kannst du auch Sanddorn gut verwenden. Er kommt desshalb gut mit Sandboden zurecht, weil er mit Hilfe von knöllchenbakterien den Luftstickstoff binden kann, ähnlich wie Leguminosen. :)www.awl.ch/heilpflanzen/hippophae_rhamn ... nddorn.jpg

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