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Gießwasser - sehr kalkhaltig - was tun?

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bon coeur de green
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BeitragSo 04 Mär, 2007 11:32
Hallo,

also asago da muß ich dir Recht geben, ich habe mal eine Weile Tee und Kaffee
mit Mineralwasser gekocht, weil unser Wasser so nach Chlor schmeckte,
da war vielleicht ein Schmand im Wassertopf!
Kalkreste und weiß ich was alles.
Da war ja das Leitungswasser harmlos dagegen ;)

Und das Mineralwasser war nicht das billigste!
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Azubi
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BeitragDo 23 Okt, 2008 0:22
Guten Morgen allseits!

Habe mir im Frühjahr für meine Orchideen einen Wasserfilter zugelegt, mit dem man üblicherweise Tee- oder Kaffeewasser entkalkt.
Das Ganze nicht in der teuren Version von Br..., sondern die die günstige von R....... (große Drogeriekette).

Halte das für eine gute Alternative bei unserem sehr kalkhaltigen Wasser.

LG Vera
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BeitragFr 24 Aug, 2012 22:02
Hallo,
ich hab mich in diesem Forum mal registriert weil mich das Thema auch sehr interessiert.
Um kalkarmes Wasser zu bekommen, lasse ich abgekochtes Wasser durch einen Kaffeefilter laufen. Wenn ich 12 Flaschen abgefüllt habe und der Filter getrocknet ist, sieht man sehr gut, daß da sehr viel Kalk im Filter hängen geblieben ist. Und weil man ja mit Zitronensaft Kalk entfernen kann, gebe ich in jede Flasche auch noch zwei drei Tropfen frischen Zitronensaft hinzu. Das Wasser schütte ich dann in ein 25L-Faß, welches auf dem Balkon steht.
Um mich fit zu halten fahre ich dann noch ab und zu 10km mit dem Rad in einen Wald und hole mir dort aus einem Bach etwas mehr als 10L Wasser und schütte das auch in das 25L Faß. Auch wenn das kalkhaltig sein sollte, ist da bestimmt nicht soviel Kalk drinn wie bei mir im Leitungswasser, denn da ist ja sehr viel Kalk drinn.
Und weil es im Sommer auf meinem Balkon immer sehr heiß ist, brauche ich dann auch sehr viel Wasser, besonders die Tomaten sind dann immer sehr durstig. ;) ...ich muß dann halt viel Wasser filtern und viele Radtouren machen. ;)

Also frage ich mal: Was passiert eigendlich mit dem Kalk, bei mir Restkalk, wenn ich ein paar Tropfen Zitronensaft dem Wasser hinzu gebe?? Oder hat eine geringe Menge Zitronensaft im Gießwasser nichts zu suchen? :-k
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BeitragFr 24 Aug, 2012 22:15
Hallo,

wenn ich mich noch recht entsinne, wird dem Kalk, auch Calciumhydrogencarbonat Ca(HCO3) genannt durch die Säure ein Wasserstoffatom entzogen. Dadurch wird er zu Calciumcarbonat CaCO3. Und ebendieses hat nur ein Hundertstel der Wasserlöslichkeit von Ca(HCO3).
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BeitragFr 24 Aug, 2012 22:31
Danke für die (schnelle) Antwort.
Hobby_Gaertner hat geschrieben:Dadurch wird er zu Calciumcarbonat CaCO3. Und ebendieses hat nur ein Hundertstel der Wasserlöslichkeit von Ca(HCO3).
Das verstehe ich jetzt aber auch nicht. :-k
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BeitragFr 24 Aug, 2012 23:13
Hallo Greenthumb

Also fürs erste muss ich sagen, dass das Kochen von Wasser gar nichts bringt, es reduziert zwar den Ph Wert aber der Kalk bleibt erhalten. Den besten Typ habe ich in Meiers Gartenmagazin gelesen:

Man nimmt einen Damenstrumpf und füllt Torf ein, dann Strumpf mit Torf ins Wasser geben und der Kalkgehalt geht stark zurück. Einige Tage stehen lassen, dann Strumpf entfernen und Wasser benutzen. Ich gebe hier die Internetadresse dieses Gartencenters an, man kann dort kostenlos einen Newsletter anfordern, dieser wird per e-mail verschickt.

http://www.meier-ag.ch/cms/gartencenter/index.php

Grüsse aus der Schweiz

Heinz
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BeitragSa 25 Aug, 2012 0:36
Ich bin zwar kein Chemiker, aber an der Stelle würde ich mal experimentieren wollen: Wenn man dem Wasser nun den Kalk enzieht (sei es durch Torf oder andere Methoden), was ist mit dem Säuregehalt? Der wird nun nicht exorbitant in die Höhe steigen; das ist mir schon klar. Aber wird nicht eine gewissen Menge Kalk oÄ. benötigt, um eben das "Saure" im Boden zu binden?

Mich würde jetzt mal die Meinung der Experten interessieren. Als Laie würde ich sagen: Ein bisschen sollte schon noch drin bleiben... doch wie controlled man das?

Liebe Grüße,
Fabian
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BeitragSa 25 Aug, 2012 10:17
com hat geschrieben:Mich würde jetzt mal die Meinung der Experten interessieren. Als Laie würde ich sagen: Ein bisschen sollte schon noch drin bleiben.
Soviel ich weiß, ist im Regenwasser gar kein Kalk, und Regenwasser soll ja das beste Gießwasser sein.
com hat geschrieben:.. doch wie controlled man das?
Da gibt es solche Teststreifen zum eintauchen, und an der Verfärbung kann man dann sehen, wieviel Kalk im Wasser ist.
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BeitragMo 25 Mär, 2013 21:12
Hobby_Gaertner hat geschrieben:Hallo,

wenn ich mich noch recht entsinne, wird dem Kalk, auch Calciumhydrogencarbonat Ca(HCO3) genannt durch die Säure ein Wasserstoffatom entzogen. Dadurch wird er zu Calciumcarbonat CaCO3. Und ebendieses hat nur ein Hundertstel der Wasserlöslichkeit von Ca(HCO3).


1) Kalk ist Calciumcarbonat CaCO3
2) Kalk löst sich so gut wie gar nicht im Wasser, die Löslichkeit nimmt aber bei Verfügbarkeit von CO2 zu
3) ist CO2 vorhanden löst sich ein Teil des Calciumcarbonats im Wasser und wird zu Calciumhydrogencarbonat [Ca(HCO3)2]
=> CaCO3 + CO2 + H2O <-> Ca^2+ + 2 HCO3^-
4) der "Kalkgehalt" des Wassers kann durch Zitronensäure beeinflusst werden, da müssten Calciumionen gebunden werden (wenn ich mich nicht irre grade). Da dann auf der rechten Seite der Gleichung Calciumionen fehlen, dissoziert (löst sich) mehr von dem Calciumcarbonat auf der linken Seite der Gleichung um das Gleichgewicht wieder herzustellen (nix mit Wasserstoffatom entziehen)
5) am Besten einfach das Wasser erhitzen (Die Löslichkeit von CO2 verringert sich mit der Temperatur), dann fällt wieder CaCO3 aus und überschüssige Kohlensäure in Form von CO2 sollte aus dem Wasser entweichen (siehe Gl. bei 3, erhitzen "entzieht" dem Wasser CO2, Calciumionen und Hydrogencarbonationen reagieren zu CaCO3, CO2 und Wasser um das Gleichgewicht wieder herzustellen)
=> H2O + CO2 <-> H2CO3
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BeitragSo 07 Apr, 2013 14:33
Meine Empfehlung: Umkehrosmoseanlage kaufen und feinstes Blumenwasser selbst herstellen.

Gruesse aus Nussloch
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BeitragDi 09 Apr, 2013 11:19
bankrot hat geschrieben:1) Kalk ist Calciumcarbonat CaCO3
2) Kalk löst sich so gut wie gar nicht im Wasser, die Löslichkeit nimmt aber bei Verfügbarkeit von CO2 zu

Ist denn CO2 im Leitungswasser enthalten? Sonst müßte das ganze Kalkproblem beim Gießwasser kein sehr großes sein, oder?


Exzellenz hat geschrieben:Meine Empfehlung: Umkehrosmoseanlage kaufen und feinstes Blumenwasser selbst herstellen.
Nach kurzer Suche in der Richtung bin ich total überfordert... gibt es da etwas empfehlenswertes für schmales Geld?
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BeitragDi 09 Apr, 2013 22:40
Ich meine mit 50 euro musste rechnen wenn du was neues moechtest... Hab mir eine von jbl zugelegt, die eigentlich fuer aquariumwasser bzw. fische gedacht ist aber osmose is osmose.

Gruesse aus Nussloch
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BeitragSa 13 Apr, 2013 18:39
Günstigste Lösung: Brita Wasserfilter. Gibts mit Jahresvorrat Kartuschen für 50€ in einem großen online-Versandhaus ;)
Kaffe und Tee schmecken auch gleich ganz anderst (hatte ich davor selbst immer als marketinggeblubber abgestempelt..) und die Küchengeräte danken es einem auch.

Habe hier auch extrem mit Kalkhaltigem Wasser zu kämpfen (klar wenn das Wasser aus den Kalkalpen kommt...) und nachdem es mir innerhalb von nichtmal 2 Jahren nen Wasserkocher und die Senseo-Kaffemaschine trotz regelmäßigem Entkalken niedergerichtet hat, gabs zu den neuen Geräten auch den Wasserfilter. Nach 6 Monaten ist der Edelstahl-Wasserkocher innen noch immer komplett blank und der Wassertank an der Kaffeemaschine hat nichtmal Wasserflecken \:D/

Da beim Kartuschenwechsel (~alle 3-4 Wochen) sowieso 3 Füllungen durchlaufen müssen bis kleine schwebepartikel und der leicht bittere Geschmack von der Aktivkohle verschwinden, fällt da schon von selbst einiges an Gießwasser an.
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Das Wasser aus dem Kondenstrockner würde ich nicht verwenden: Darin sammeln sich sämtliche Rückstände aus der Wäsche, z. B. Fasern, darunter Mikroplastik, Waschmittelreste, vor allem auch die im Nachspülgang zugeführten Chemikalien wie Weichspüler, Hygienespüler und Wäschedüfte. Mit Mikrosieben ließe sich ein Teil der Faserfracht entfernen, aber ob die Brühe den Aufwand wert ist... Da gab es hier schon bessere Vorschläge wie natürlich Regenwasser, Essig in geringer Menge im Gießwasser, drei Tage oder länger stehen lassen.
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Alter Thread ^^

Ich würde auch kein Kondenstrocknerwasser verwenden.

UND ich rate von Brita-Wasser ab, nicht nur für die Pflanzen, sondern auch für die Menschen. Brita ist ein Ionentauscher, es werden Kalkbausteine entfernt und Kochsalzbausteine zugesetzt. Brita wird mit Natrium angereichert. Der Leitwert verändert sich nicht groß, und der ist es eigentlich, auf den es ankommt.
Damit das Wasser nicht gammelt, werden außerdem Silberionen zugesetzt. Und die killen Bakterien, auch die guten im Pflanzsubstrat oder im Darm.
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