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Fragen zur Anzucht von Acer rubrum und Ficus religiosa

Tipps zur Pflege, Vermehrung, Aufzucht von Pflanzen aus Saatgut ...
Worum geht es hier: Vermehrung, Anzucht und Aufzucht von Pflanzen...
Vermehrungsarten (wie kann ich eine Pflanze vermehren), Saatgut (in welcher Erde, wie zur Keimung bringen, Samen ernten), Aussaat (wann aussäen, Temperatur zum Keimen, wie viel Licht und Luftfeuchtigkeit, welches Wasser und wie oft gießen), Pikieren (wann teilen, Wurzeln trennen und vereinzeln, wie und wann umpflanzen), Stecklinge (wann schneiden und wie anschneiden), Anzucht (welches Substrat, im Gewächshaus oder Freiland), Düngen von jungen Pflanzen, Blüte und Frucht (wann kommt das erste Blatt, die erste Blüte oder Früchte).
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Hallo zusammen,

wie der Titel schon sagt, möchte ich mir gerne Acer rubrum und Ficus religiosa aus Samen anziehen und habe dazu noch ein paar Fragen, da ich noch ein absoluter Neuling bin was die Anzucht von Bäumen angeht. Ich habe schon viel im Forum gelesen, aber ganz sicher bin ich mir noch immer nicht.

Erstmal zur Acer rubrum:
Die Samen müssen ja erstmal stratifiziert werden. In der Anleitung steht, man soll sie für 2-3 Wochen ins Gefrierfach legen und danach 24 Stunden vorquellen lassen. Ich habe aber überall nur von "Kühlschrank" und nicht "Gefrierschrank" gelesen. Das Gefrierfach ist ja dann doch schon sehr kalt. Wie macht ihr das? Lege ich die Samen jetzt mit dem Tütchen ins Gefrierfach/ Kühlschrank, oder schon in Erde? Und wie pflanze ich die Samen später ein? So wie sie sind mit ihren "Flügelchen" oder muss man die vorher noch schälen?

Zum Ficus religiosa:
Das sind ja Lichtkeimer. Ich habe zwar schöne Südfenster, allerdings scheint da wirklich den ganzen Tag die Sonne rein. Wenn ich das Gewächshaus zu dieser Jahreszeit ans Fenster stelle, dann sind da ganz schnell über 30°C drin. In der Anleitung steht, sie brauchen eine Keimtemperatur von 20-26°C. Jetzt weiß ich nicht genau was besser ist: weniger Licht und dafür die passende Temperatur oder viel Licht aber dafür eine viel zu hohe Temperatur?

Die Frage stellt sich eigentlich auch beim Rotahorn. Wenn ich die Samen dann später in der Erde habe brauchen sie nach dem Keimen ja auch Licht. Schadet die hohe Temperatur? Zu denen steht in der Anleitung, dass eine Keimtemperatur von 20°C ausreicht. Das ist an sich kein Problem, allerdings könnten die Pflanzen dann nicht direkt am Fenster stehen, weil es dann wohl zu warm würde. Wo habt ihr eure Pflanzen/ Keimlinge denn stehen und wie sind dann Temperatur und Lichtverhältnisse bei euch?

Und dann noch eine Frage (dann bin ich aber auch endlich fertig ;))
Ich bin mir immer nicht sicher wie viele Samen ich aussäen soll. Vom Rotahorn habe ich 20 Samen. Ich denke die werde ich auch alle aussäen und mir dann die zwei schönsten raussuchen oder so (falls überhaupt welche Keimen). Aber vom Ficus habe ich 200 oder mehr Samen. Würdet ihr die auch alle aussäen? Wie hoch sind denn da so die Keimerfolge? Wieviel Platz muss ich denn zwischen den einzelnen Samen lassen? Beim Rotahorn könnte man ja pro Samen ein kleines Töpfchen nehmen oder 2 Samen pro Topf, aber beim Ficus wäre das dann doch ein bisschen viel Aufwand. Die würde ich besser zusammen in eine Anzuchtschale geben, oder?

Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen :)

LG, Molati
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Hallo Molati,

ich bin zwar nicht die Expertin, aber ein bisschen helfen kann ich schon :wink:

Zum Stratifizieren reicht der Kühlschrank. Irgendwo hab ich auch mal gelesen, dass die Samen in etwas feuchtem Sand zu gelagert werden sollten, damit sie nicht austrocknen. Bisher habe ich meine Kältekeimer (zwar keine Bäume, aber einheimische Krautpflanzen wie Fingerhüte, Salat, etc.) so wie sie waren in einem Papiertütchen in die hinterste Ecke vom Kühlschrank gelegt, weil es da am kältesten ist.
Du könntest natürlich dir auch den natürlichen Temperaturrhythmus zunutze machen und die Samen im Herbst aussäen und den Topf einfach über Winter draußen stehen lassen. Dafür wäre es jetzt allerdinbgs noch etwas früh. Ich weiß auch nicht, wie es mit der Frische des Saatgutes aussieht. Bei manchen Baumarten beträgt die Keimfähigkeit nur wenige Monate (z.B. bei Kastanien), da müsstest du gleich nach der Ernte aussäen. Sollte das Saatgut bereits etwas älter sein, ist die Keimkraft des Saatgutes wahrscheinlich nicht mehr allzu hoch, da bezweifel ich, dass dir alle 20 Samen aufgehen werden.
Ein anderes Problem bei der jetzigen Aussaat dürften dann aber die Lichtverhältnisse im Winter sein. Da ist es dann jahreszeitenbedingt dunkler, sprich deine Keimlinge oder Jungpflanzen würden dann Gefahr laufen zu vergeilen (also sehr lang werden). Und insbesondere die Acer rubrum brauchen die Jahreszeiten, die würden dann ohne diese "aus dem Tritt" geraten und anfällig für Schädlinge etc. werden.

Heißt für die Ahorne: Am besten wäre es, wenn du sie (zeitlich) wie in der Natur aussäen würdest. Also draußen und sie einfach machen lässt.
Die Flügel müsstest du wohl nicht abzupfen. In der Natur macht das ja auch keiner :wink: und sie keimen dann trotzdem.

Zu den Ficus kann ich jetzt nichts genaues sagen. Ich denke aber, dass die Kleinen (so lange wie noch nichts zu sehen ist) auch im "Dunklen" stehen können, wo die Temperatur optimaler ist. Dann stellst du sie ans Fenster, sobald was grünes zu sehen ist.
So würde ich das machen, aber ich bin ja auch kein Experte.

Vllt meldet sich ja noch jemand mit wesentlich mehr Ahnung als ich :lol:

lg
Henrike
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Hallo Henrike,

lieben Dank für deine Antwort.

Mit dem Ficus habe ich es jetzt so gemacht, dass die Samen an einem kleinen Westfenster stehen. Da ist es nicht ganz so warm, aber dafür auch nicht ganz so hell. Mal sehen was daraus wird.

Zu dem Ahorn habe ich dann aber noch eine Frage. Wenn ich die Samen in ihrem natürlichen Rhythmus würde keimen lassen wollen, wann sollte ich sie dann am besten aussäen? Und wie mache ich das am besten? Könnte ich die Samen in kleine Töpfe geben und sie dann dunkel stehen lassen? Ich habe zwar einen Garten (eigentlich nur eine Wiese ohne irgendwas), aber leider nicht eine einzige Wind- oder Regen-geschütze Stelle. Von daher müsste ich sie dann wohl irgendwie "verpacken". Ginge das, oder würde ihnen das schaden?

LG, Melanie
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Hallo Melanie :D

"in ihrem natürlichen Rhythmus" würde heißen, im Herbst auszusäen. Da fallen die Acer rubrum-Samen ja auch vom Baum und auf die Erde. Ich würde auch kein allzu ausgefallenes Anzuchtsubstrat nehmen, gewöhnliche Gartenerde dürfte in dem Falle ausreichen. Die füllst du dann in einen Topf oder eine tiefere Schale (auf jeden Fall etwas mit Wasserabzugslöchern!) und lässt den draußen stehen. Die Stelle muss auch nicht wettergeschützt sein. In der Natur wachsen die Kleinen ja auch nicht unter der Käseglocke auf. :mrgreen:
Draußen bekämen sie dann im Winter ihre Stratifizierung und im Frühjahr würden sie dann wohl (hoffentlich) keimen. Manchmal keimen Baumsamen auch erst im darauffolgenden Jahr.

lg
Henrike
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Ich hatte dabei eher daran gedacht, dass die Töpfe umfallen/ vom Wind umgeweht werden könnten und die Samen dann futsch sind oder so. Aber ich könnte sie ja irgendwie beschweren. Da wird mir sicher was einfallen.

Lieben Danke für deine Hilfe :D

LG, Melanie
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Hallo Melanie,

du könntest die Töpfe, Schalen etc. ja auch vorsichtig in der Erde einsenken. Also, von deiner Wiese dir eine Stelle raussuchen, ein kleines Loch ausheben und deine Anzuchgefäße so hineinstellen, dass der Rand noch oben zu sehen ist.
Umfallen könnten sie dann nicht mehr :wink:

lg
Henrike
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Hallo Henrike,

das geht leider nicht, da es nicht mein Garten ist. Ich kann zwar alles nach draußen stellen was ich will, aber leider nichts eingraben. Das möchte mein Vermieter nicht. Aber ich könnte ja auch einen größeren Topf nehmen und den mit Steinen beschweren und darin dann einen kleineren Topf "eingraben". Das sollte doch eigentlich gehen, oder?

LG, Melanie
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Ja, das könnte auch klappen.

Viel Erfolg dann bei der Anzucht :D

lg
Henrike

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